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Der DAX ist seit vergangenen Mittwoch nochmal um 80 Punkte gestiegen und zahlreiche professionelle Anleger haben ihre Gewinne mitgenommen. 22 Prozent sind aus Aktien raus, 9 Prozent davon auf die Short-Seite. Der Sentiment-Index fällt auf +11 Punkte. Sie orientierten sich am Allzeithoch vom August. Deutlich stabiler sind die Erwartungen der privaten Anleger, von denen 5 Prozent von der Bullen- auf die Bärenseite gewechselt sind. Der Verhaltensökonom sieht dahinter eine kleine, kurzfristig agierende Gruppe.
Goldberg vermutet, dass den hiesigen Verkäufern langfristiges internationales Kapital gegenübersteht. Sein Fazit: der Stimmungswechsel sei gut für den DAX (aus Bullensicht). Die Short-Positionen dürften bei 15.600/15.650 Punkte wieder eingedeckt werden, unterstützt von den vielen Anlegern an der Seitenlinie. "Die Zeichen für eine neuerliche Rallye in rund einer Woche stehen gar nicht so schlecht."
Trotz eines DAX-Stands nähe des August-Rekords und diskutierter Risiken haben mittelfristig orientierte Anleger keine Gewinne mitgenommen, sondern sind weiter sehr bullish. Weitere 10 Prozent der professionellen Anleger haben Aktien gekauft, die Mehrheit kam von der Seitenlinie. Der Sentiment-Index dieser Gruppe steht bei +42 Punkten. Joachim Goldberg interpretiert dies als "erstes Stadium der Euphorie". Private Anleger sind zwar einen kleinen Schritt in die andere Richtung gegangen, halten sich aber mit +32 Punkten auch noch ziemlich optimistisch.
Für den Verhaltensökonom ist die Marktstimmung in dieser Situation ein Kontraindikator. Auf der Unterseite fehle bis 15.200 die Stütze und an der Oberseite drohen spätestens ab neuem Allzeithoch Gewinnmitnahmen.
Verfliegende Skepsis und wenig Wahrnehmung der großen Marktrisiken dominieren nach Ansicht von Joachim Goldberg das Börsengeschehen. Der DAX hat weiter zugelegt und beide Sentimentindikatoren stehen deutlich im optimistischen Bereich mit +29 bei den Profis und +32 Punkten bei den privaten Anlegern. Beide Gruppen haben sich kaum bewegt, einige wenige sind jeweils von der Seitenlinie zu den Bullen oder zu den Bären gewechselt.
Der Verhaltensökonom sieht dahinter aber sehr abweichende Einstandspreise auf der Long-Seite. Bei den professionellen Investoren dürften weniger Buchgewinne aufgelaufen sein. Bei 15.150/15.200 erwartet er Nachkäufe. Und unterm Strich sei der Markt noch nicht in einer "Phase ungebremster Sorglosigkeit", trotz des hohen Optimismus.
Joachim Goldberg hätten "Käufe in der Schwäche" wenig überrascht, aber den Anlegern scheine der Mumm gefehlt zu haben, sich in hiesige Bluechips zu engagieren. 3 Prozent der Profis sind long gegangen, von den Privatanlegern hat 1 Prozent sogar verkauft. Immerhin haben 11 Prozent der institutionellen Investoren ihre Short-Engagement geschlossen, Gewinnmitnahmen vermutet der Verhaltensökonom.
Hinter der passiven Haltung sieht Goldberg aber keine echte Skepsis, sondern die Not, mit den Positionen im Minus zu sein und dies nicht realisieren zu wollen. Die Stimmungsindikatoren liegen mit +2 und +12 wieder näher beieinander und relativ betrachtet, so Goldberg, im leicht optimistischen Bereich, den er aber noch nicht für bedrohlich hält. Allerdings dürften die Anleger an der Seitenlinie ab 15.400/15.450 wieder short gehen. Nach unten sei es zweifelhaft, ob die Stütze bei 14.817 Punkten noch mal halten könnte.
Joachim Goldberg hätten "Käufe in der Schwäche" wenig überrascht, aber den Anlegern scheine der Mumm gefehlt zu haben, sich in hiesige Bluechips zu engagieren. 3 Prozent der Profis sind long gegangen, von den Privatanlegern hat 1 Prozent sogar verkauft. Immerhin haben 11 Prozent der institutionellen Investoren ihre Short-Engagement geschlossen, Gewinnmitnahmen vermutet der Verhaltensökonom.
Hinter der passiven Haltung sieht Goldberg aber keine echte Skepsis, sondern die Not, mit den Positionen im Minus zu sein und dies nicht realisieren zu wollen. Die Stimmungsindikatoren liegen mit +2 und +12 wieder näher beieinander und relativ betrachtet, so Goldberg, im leicht optimistischen Bereich, den er aber noch nicht für bedrohlich hält. Allerdings dürften die Anleger an der Seitenlinie ab 15.400/15.450 wieder short gehen. Nach unten sei es zweifelhaft, ob die Stütze bei 14.817 Punkten noch mal halten könnte.
Während der DAX verliert, bewegen sich die beiden Anlegergruppen in verschiedene Richtungen. Etliche professionelle Investoren sind von der Seitenlinie auf die Short-Position gewechselt. Joachim Goldberg vermutet, dass diesen Akteuren die Preise für deutsche Bluechips im Verlauf noch nicht günstig genug schienen, um einzusteigen. Anders die Privaten, von denen noch einige long gegangen sind. Hier sieht der Verhaltensökonom die Akteure gefangen in ihren Verlustpositionen. Sprich: Die vielen Optimisten können nur mit Verlusten aussteigen, die sie vermeiden wollen.
In Summe sieht Goldberg kaum Stütze an der Unterseite. Außerdem deute der fallenden Euro auf Kapitalabflüsse ins Ausland hin.
Mit einer Schwankungsbreite von rund 3 Prozent im betrachteten Zeitraum zeigten sich deutsche Bluechips durchaus volatil. Dennoch haben sich professionelle Investoren kaum bewegt und bleiben in der, nach Joachim Goldbergs Ansicht, neutralen Stimmungslage von -1 Punkt. Von den Privatanlegern haben immerhin 5 Prozent Aktien verkauft, "Gewinnmitnahmen" vermutet der Verhaltensökonom. Diese Anlegergruppe ist mit +8 Punkten deutlich optimistischer. Unterm Strich glaubt Goldberg, die Profis wollten ohne "das Risiko größerer Schieflagen" ins neue Quartal gehen. Gefahr sieht er dennoch, denn die internationalen Investoren könnten ihre Gelder abziehen wollen.
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