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Nicht nur bei den institutionellen Investoren, sondern auch bei den Privatanlegern hat sich seit Anfang der Woche ein deutlicher Stimmungswechsel vollzogen. Die Ängste vor einem Platzen der KI-Blase scheinen wie weggewischt und das Sentiment der Akteure ist so stark umgeschlagen, dass nicht mehr viel bis zu einer euphorischen Stimmungslage fehlt. Joachim Goldberg vermutet, dass der jüngste DAX-Anstieg (im Wochenvergleich über 2 Prozent) aber nicht nur auf heimische, sondern auch auf ausländische Investoren mit langfristigem Handelshorizont zurückzuführen ist. Der Optimismus ist also hoch, aber noch nicht am Überkochen.
Jeden Mittwoch erhebt die Deutsche Börse am Vormittag die Marktstimmung von etwa 1.200 deutschen Investoren. Der bekannte Verhaltensökonom Joachim Goldberg interpretiert die Ergebnisse. Die Analyse können Sie auf live.deutsche-boerse.com/nachrichten/sentiment nachlesen.
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Alle interessierten Anlegerinnen und Anleger sind aufgerufen mitzumachen. Es dauert nur 15 Sekunden. Du bekommst jeden Dienstag eine E-Mail mit einem Umfrage-Link. Ein Klick und fertig. Dafür erhältst du die Ergebnisse der Analyse sofort per E-Mail zugesandt. Möchtest du teilnehmen? Dann schreibe einfach eine E-Mail an [email protected].
Mit 32 Prozent stellt sich ein erheblicher Anteil der Befragten nun auf die Seite der Bären, was kurzfristig einen stärkeren DAX-Abverkauf bremsen könnte. Trotzdem, so Joachim Goldberg, ist die Lage für das Börsenbarometer belastend.
Sentiment-Index
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Im allgemeinen Kursanstieg, dem sich der DAX allerdings entzieht, wechseln viele hiesige Investorinnen und Investoren auf die Long-Seite. Für Joachim Goldberg aus Gründen kein gutes Zeichen.
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Profis reagieren auf die starken Kursschwankungen mit Short-Positionen und neutraler Haltung, Private gehen vor allem aus dem Markt. Wer stattdessen die Aktienpreise recht stabil hält und was das für die kommenden Wochen bedeutet, weiß Joachim Goldberg.
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Das Kurs-Zickzack der vergangenen Tage hat unterm Strich wenig angerichtet, allein der Zuwachs an Profis auf der Short-Seite ist auffällig. Ob das eine gute Voraussetzung für steigende Preise sein kann, weiß Joachim Goldberg.
Sentiment-Index
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In den vergangenen Tagen hat sich der DAX endlich aus der Handelsspanne befreit, begleitet von überschießendem Optimismus der Profis. Ob dies eine Belastung für weitere Kursgewinne sein kann, weiß Goldberg.
den Sentiment-Index
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Aus technischen Gründen flossen heute nur die Stimmen der privaten Anlegerinnen und Anleger in unsere Erhebung ein. Für Joachim Goldberg ist der Seitwärtskanal so stabil, dass sich die Entwicklung der vergangenen Wochen fortschreiten lässt.
Auf dieser Basis stellt der Verhaltensökonom fest, dass an der Oberseite Verkäufe die Aufwärtsbewegung stoppten, anders als an den US-Märkten mit neuen Rekordständen. Der leichte Anstieg deutscher Bluechips seit vergangenem Mittwoch dürfte hausgemacht, also weniger auf Käufen internationaler Investoren beruhen. Diese bräuchte es aber für nachhaltigere Preisgewinne.
Über den Sentiment-Index
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Das kleine Plus des DAX seit vergangenem Mittwoch mit einer Spanne von gut 2 Prozent im Verlauf haben professionelle Bullen wie Bären zum Wechsel an die Seitenlinie genutzt. Der Sentiment-Index bleibt mit +12 Punkten nahezu unverändert. Nach Ansicht von Joachim Goldberg konnten zumindest die auf der Long-Seite Gewinne mitnehmen. Anders die Privaten, von denen insgesamt 6 Prozent aus ihren Short-Engagements raus und zur Seite gegangen sind. Deren Sentiment-Index steht mit +13 Gruppen nahezu auf dem gleichen Niveau.
Der Verhaltensökonom sieht die Bandbreite für deutsche Bluechips nach unten jetzt bei 23.250/23.300 Punkten und nach oben bei 23.800/850. Wobei die Grenze nach unten durchlässiger sei. Allerdings fiele die Gruppe an der Seitenlinie sehr klein aus, so dass es Nachfrage von internationalen Investoren brauche, um aus der Seitwärtsbewegung rauszukommen.
Über den Sentiment-Index
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Während internationales Kapital aus hiesigen Aktien abgeflossen ist und der DAX deutlich eingebüßt hat seit vergangenem Mittwoch, sind 19 Prozent der heimischen Profis in Aktien eingestiegen. 18 Prozent davon kamen von der Seitenlinie. Der Sentiment-Index dieser Gruppe schnellt auf +13 Punkte. Moderater die Bewegung der Privaten, von denen 7 Prozent Aktien gekauft haben. Deren Sentiment-Index steht mit +7 Punkten deutlich niedriger.
Joachim Goldberg findet das Szenario bedenklich. Der Verhaltensökonom sieht den DAX unter Druck, weil das gut gefüllte Bullenlager einer deutlichen Aufwärtsbewegung im Wege stehen dürften. Sollten deutsche Bluechips stattdessen weiter fallen, könnten Verlustbegrenzungen den Trend verstärken.
Über den Sentiment-Index
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Eine kleine Preisspanne und mehrfaches Scheitern an der 23.900er Marke haben 8 Prozent der Profis und 12 Prozent der Privaten raus aus Short-Positionen und zum größeren Teil an die Seitenlinie getrieben. Lediglich 3 bzw. 2 Prozent sind in Aktien eingestiegen. Gewinnmitnahmen vermutet Joachim Goldberg.
Der Verhaltensökonom sieht hinter dem Kursanstieg seit vergangenem Mittwoch die Eindeckungen ehemaliger Pessimisten, was eine Short-Squeeze unwahrscheinlicher macht. Ein DAX-Anstieg deutlich über 24.000 Punkte dürfte nur mit internationalen langfristig orientierten Investoren gelingen. Außerdem sei die Unterstüzung nach unten weniger stark. Insgesamt ein schlechteres Szenario für den DAX.
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