Viel Kritik gab es an dem herzlichen Empfang der Bundesregierung für den syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa in Berlin. "Selbst nach den Massakern in Syrien an Alawit*innen, Drus*innen, Kurd*innen und anderen Minderheiten empfängt die Bundesregierung einen Mann, dessen Truppen an schwersten Menschenrechtsverbrechen beteiligt sind", so zum Beispiel die Kritik von Pro Asyl und den Flüchtlingsräten.
Bundeskanzler Merz hingegen strebt eine weitere Zusammenarbeit mit Syriens Machthabern an, für den Wiederaufbau in Syrien und für die Rückführung von nach Deutschland geflüchteten Syrerinnen und Syrern. Rund 80 Prozent der etwa 900.000 in Deutschland lebenden Syrer sollen in den nächsten drei Jahren in ihre Heimat zurückkehren, so wünschen es sich Merz und al-Scharaa.
Da stellt sich für unseren Kommentator Claudius Seidl die Frage: Wie sinnvoll ist es, die syrischen Geflüchteten in ihre Heimat zurückzuschicken?