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Jedes Jahr landen rund 14 Millionen Tonnen Kunststoff im Meer. Aber auch an Land und sogar in der Luft wird die Plastikverschmutzung zum immer größeren Problem. Gleichzeitig trägt die Produktion zur Erderhitzung bei – Kunststoff wird schließlich meist mit Erdöl hergestellt. Wächst die Herstellung so weiter wie bisher, wird sie laut Prognosen rund zehn bis 13 Prozent des verbleibenden Treibhausbudgets bis 2050 verbrauchen.
Ein neues Abkommen, das die Staaten auf UN-Ebene derzeit verhandeln, soll die Entwicklung aufhalten. Das nächste Mal treffen Sie sich von 29. Mai bis 2. Juni in Paris. Was dort genau besprochen wird und was die Plastikverschmutzung mit der Klimakrise zu tun hat, besprechen wir mit dem Politikberater Per-Olof Busch vom deutschen Thinktank Adelphi.
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Dass die Gesellschaft immer älter wird, betrifft die Mehrheit der Staaten weltweit. Nicht nur in Europa haben wir damit zu kämpfen, sondern auch in den USA, Japan und sogar Indien wird dieses Thema mittlerweile zum Problem.
Bis zur Mitte des Jahrhunderts wird jeder vierte Mensch in Europa älter als 65 Jahre alt ein. Welche Folgen es hat, wenn die Gesellschaft zunehmend vergreist, und wie wir damit umgehen können, besprechen wir in dieser Folge unseres Podcasts "Edition Zukunft" mit Bernhard Binder-Hammer. Er ist Bevölkerungsökonom am Institut für Demographie der Österreichischen Akademie der Wissenschaft in Wien.
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"Wenn Sie mich vor einem Monat gefragt hätten, dann hätte ich gesagt: ziemlich", sagt Wasserexperte Roman Neunteufel auf die Frage, wie schlimm der Wassermangel Österreich trifft. Denn erst die Regenfälle Mitte April setzten einer langen Trockenperiode ein Ende.
Diese traf vor allem den Osten Österreichs. Dort gab es laut Daten von Geosphere Austria (ehemals ZAMG) um bis zu 85 Prozent weniger Niederschlag als im vieljährigen Durchschnitt. Gleichzeitig war es im Westen relativ feucht – mit bis zu 80 Prozent mehr Niederschlag.
Dass es im Flachland im Osten weniger regnet als in den Alpen, ist grundsätzlich ganz normal, sagt Neunteufel, der an der Wiener Universität für Bodenkultur (Boku) lehrt, im STANDARD-Podcast Edition Zukunft Klimafragen. Doch in Zukunft könnte sich die Wasserknappheit in Ostösterreich, wo besonders viele Menschen und damit Wasserverbraucher leben, aufgrund des Klimawandels verschärfen.
Laut Prognosen bleiben die Niederschlagsmengen in Österreich in den kommenden Jahrzehnten zwar stabil und könnten sogar leicht steigen, vor allem im Winter. Für die Stromversorgung könnte das sogar ein Vorteil sein: Denn wenn Flüsse im Winter mehr Wasser führen, können Wasserkraftwerke den Strom aus Photovoltaik kompensieren, der im Winter weniger produziert wird.
Ein Gewinner der Klimakrise ist Österreich aber dennoch nicht, denn die Niederschläge treten in Zukunft zunehmend als Starkregen auf, was besonders im Sommer zu Überflutungen führen kann. "Das nutzt weder dem Grundwasser noch der Wasserkraft", sagt Neunteufel. Denn der Boden kann die großen Wassermengen nicht speichern, Kraftwerke den Wasserschwall nicht zur Energieerzeugung nutzen.
Andere europäische Staaten erleben bereits jetzt extreme Trockenheit. In Südspanien purzelten mit Temperaturen bis zu 37 Grad Hitzerekorde, bei einzelnen Obst- und Gemüsesorten befürchten Landwirte schon jetzt einen Ernteausfall von bis zu 40 Prozent.
In Frankreich mussten tausende Menschen vor dem Rathaus für Wasserflaschen anstehen, nachdem das Leitungswasser in einigen Gemeinden wegen der Winterdürre untrinkbar geworden war. Ein neuer Wasserplan von Staatspräsident Emmanuel Macron soll nun Industrie, Atomkraftwerke, aber auch Privatpersonen zum Wassersparen zwingen.
Auch in Österreich kommt es immer wieder vor, dass einzelne Gemeinden, die ihre Trinkwasserversorgung einschränken müssen, etwa Autowasch- und Gartengießverbote erlassen. "Aber diese Fälle sind zum Glück höchst selten", sagt Neunteufel. Trockenperioden würden eher die Landwirtschaft oder die Industrie treffen, hier könnte es künftig Nutzungskonflikte geben.
Die öffentliche Wasserversorgung sei hingegen gut abgesichert. Für den Ernstfall gibt es Notreserven, die bisher nie angezapft wurden, sowie Notverbünde zwischen Regionen, die sich bei Bedarf gegenseitig mit Wasser versorgen können.
Von den rund 5000 Litern, die eine Person in Österreich täglich verbraucht, kommen aber ohnehin nur wenige direkt aus der heimischen Wasserleitung. Der Großteil wird als "virtuelles Wasser" verbraucht – das ist Wasser, das für die Produktion von Waren verbraucht wird, die wir konsumieren. Schon eine Tasse Espresso kommt auf 100 Liter. Problematisch ist das, wenn die Produkte aus Regionen stammen, wo Wasser ohnehin bereits knapp ist.
Neunteufel wünscht sich ein Label auf Produktverpackungen, auf dem der Wasserverbrauch nebst CO2-Fußabdruck angegeben ist. Er sagt: "Dann könnten Konsumentinnen und Konsumenten zumindest eine informierte Entscheidung treffen."
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Wie kann ein Haus die Temperatur das ganze Jahr über halten, wenn es keine Heizung und keine Klimaanlage gibt? Diese Frage hat sich auch Architekt Dietmar Eberle gestellt.
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Wenn das Klima auf der Erde noch halbwegs beherrschbar bleiben soll, müssen die Emissionen runter – darüber herrscht Einigkeit. Nicht so über den Weg dorthin: Die EU setzt etwa auf grünes Wachstum mit Ökogesetzen, E-Autos und erneuerbaren Energien. Für die sogenannte Degrowth-Bewegung funktioniert echter Klimaschutz hingegen nur ohne Wirtschaftswachstum. Wir haben beide Seiten zum Gespräch geladen: Den Degrowth-Aktivisten Max Hollweg und den Ökonomen Rupert Sausgruber.
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Wir sollen Lebensläufe öfter "atmen lassen", sagt die deutschen Soziologin Karin Jurczyk. Sie fordert ein "Optionszeitenmodell", das Menschen ermöglichen soll, im Laufe ihres Berufslebens eine bezahlte Auszeit von bis zu neun Jahren zu nehmen. Diese Zeit kann für gesellschaftlich relevante Arbeit wie Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen, Weiterbildung oder Selbstfürsorge verwendet werden. Jurczyk ist überzeugt, dass dieses Modell zu einer besseren Work-Life-Balance und mehr Geschlechtergerechtigkeit führen kann. Im Podcast "Edition Zukunft" diskutieren wir mit ihr, wie das Optionszeitenmodell konkret funktionieren könnte, welche Herausforderungen es für Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit sich bringt und wie es die Arbeitswelt bis zum Jahr 2050 verändern könnte.
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Eigentlich könnte Österreich im Vergleich mit anderen Ländern beim ökologischen Fußabdruck viel besser abschneiden, kritisiert Helmut Haberl, Professor für sozial-ökologischen Stoffwechsel an der Universität für Bodenkultur Wien. Doch jahrzehntelange Versäumnisse hätten dazu geführt, dass Österreich enorm viel verbrauche. In diesem Jahr erreicht es als zwölftes Land seinen sogenannten "Earth Overshoot Day". Das ist jener Tag, an dem wir – rechnerisch – die Ressourcen der Welt erschöpft hätten, wenn alle Menschen so leben würden wie wir. Deutschland, zum Beispiel, kommt bis 4. Mai aus, China sogar bis 2. Juni.
Warum schneidet Österreich also so schlecht ab? Und wie können wir weniger Ressourcen verbrauchen? Darüber sprechen wir in dieser Folge von "Edition Zukunft Klimafragen". So viel vorab: Es gibt mehrere große Hebel, vor allem aber geht es um Treibhausgasemissionen. "Wenn wir aktive Klimaschutzpolitik machen, dann würde der Earth Overshoot Day zurückgehen", sagt Haberl.
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Man könnte sagen, der Weltraum gehört allen und niemandem. Das All ist frei von jeglicher staatlicher Jurisdiktion. Laut dem internationalen Weltraumvertrag von 1967 darf das All von niemandem besessen oder regiert werden und nur zu friedlichen Zwecken genutzt werden.
Doch seit 1967 hat sich einiges verändert. Private Unternehmen wollen das Weltall zunehmend für sich nutzen. Sie schießen Satelliten in den Orbit oder wollen künftig Touristinnen und Touristen in den Weltraum befördern. Einige Länder und Unternehmen überlegen zudem, die wertvollen Ressourcen im All abzubauen. Weltraumschrott ist mittlerweile ein erhebliches Problem geworden. Außerdem wird der Weltraum mittlerweile für militärische Zwecke genutzt.
Dadurch ergeben sich neue Ansprüche auf den Weltraum, die auf internationaler Ebene noch nicht gesetzlich geregelt sind – nun aber immer mehr an Bedeutung gewinnen. Welche Gesetze gelten bisher im Weltraum, wer beschließt sie und wie regeln wir in Zukunft den Tourismus oder den Rohstoffabbau im Weltraum? Diese und viele anderen Fragen beantwortet Irmgard Marboe im STANDARD-Gespräch. Sie ist Juristin und Direktorin am National Point of Contact for Space Law Austria.
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Ideen, um die schlimmsten Folgen der Klimakrise zu verhindern, gibt es genug – das offenbar wieder einmal der diese Woche erschienene Bericht der Weltklimarats IPCC. Doch selten handelt die Politik im Sinne des Weltklimas. Aktivistinnen und Aktivisten fordern Maßnahmen zum Klimaschutz deshalb ein – immer öfter auch mit drastischen Mitteln wie Straßenblockaden oder indem sie Farbe oder Suppe in Museen verschütten.
Doch wann kann Protest wirklich etwas bewegen? In dieser Folge von "Edition Zukunft Klimafragen" sprechen wir darüber, wie effektiv unterschiedliche Protestformen sind, wie Bewegungen trotz unterschiedlicher Herangehensweisen geeint bleiben können und warum es Kipppunkte nicht nur im Weltklima, sondern auch in der Gesellschaft gibt.
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Für das Auto, nicht für den Menschen – so waren Städte für lange Zeit ausgelegt. Davon haben in erster Linie Männer profitiert. Sie sind es auch, die in der Vergangenheit maßgeblich bestimmten, wie Städte gestaltet und aufgebaut sind. Auswirkungen auf das Stadtbild hat das bis heute.
Einige Stadtplanerinnen und Stadtplaner setzen sich seit vielen Jahren dafür ein, dass die Bedürfnisse von Frauen und anderen Gruppen in der Stadtplanung stärker berücksichtigt werden. Gender-Planning oder gendergerechte Stadtplanung nennt sich dieser Ansatz. In Städten wie Wien ist er mittlerweile Teil der offiziellen Verkehrs- und Stadtplanung.
Stadtplanerin Eva Kail gestaltet diese seit mehr als 30 Jahren mit. Als Gender-Planning-Expertin beschäftigt auch sie sich mit der Frage, wie Städte für alle gestaltet werden können. Im STANDARD-Podcast erklärt sie, an wen sich Gender-Planning richtet, welche Städte hier bereits Schritte gesetzt haben und wie sich Gender Planning mit dem urbanen Klimaschutz vereinbaren lässt.
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