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Nach der Matura wollte Elias Bohun reisen. Der Flug nach Sri Lanka war bereits gebucht, doch dann packten ihn Zweifel. Lässt sich ein Langstreckenflug noch mit seinem ökologischen Gewissen vereinbaren? Er stornierte den Flug und suchte nach Alternativen auf dem Landweg. Einige Monate später stieg er in Wien in den Zug und reiste bis nach Vietnam und wieder zurück.
Ursprünglich wollte er nur das Klima schützen, doch im Nachhinein war die Reise durch neun Länder das "coolste Erlebnis des ganzen Lebens", wie Elias Bohun im Podcast sagt. Die Fahrt organisierte er komplett auf eigene Faust – Buchungsplattformen, wie es sie etwa für Flugreisen gibt, existieren für solche weite Strecken nicht. Deshalb gründete Bohun nach der Rückkehr das Reisebüro Traivelling, das sich auf Fernreisen mit dem Zug spezialisiert hat.
Im Podcast erzählt er, mit welchen Tricks man auch selbst die besten und günstigsten Verbindungen in Europa ergattert, was die Politik tun muss, um Zugreisen attraktiver zu machen, und warum er hofft, dass sein eigenes Geschäftsmodell irgendwann einmal obsolet wird.
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Diese Episode ist eine Widerholung vom 24. Dezember 2021.
Mehr als ein halbes Jahrhundert nachdem Menschen erstmals einen anderen Himmelskörper betraten, rückt zusehends ein weiterer Kandidat ins Visier: der Mars. Und das obwohl er nach wie vor ein äußerst unwirtlicher Aufenthaltsort ist. "Kalt, staubig und karg", fasst es STANDARD-Wissenschaftsredakteur David Rennert zusammen. Das Interessanteste am Mars aus wissenschaftlicher Sicht sei aktuell jedenfalls, dass es am Mars einmal sehr gute Bedingungen und ein Zeitfenster für Leben gab, sagt Rennert: "Der Mars war der Erde vor rund 3,5 Milliarden einmal sehr ähnlich". Dennoch sucht man mit den heutigen und künftigen Marsmissionen freilich nicht nur nach ehemaligem Leben, sondern auch danach ob eventuell gar etwas überlebt haben könnte – was unwahrscheinlich ist, aber natürlich nicht ausgeschlossen werden kann. Weltraummissionen seien aber auch deshalb so wahnsinnig wichtig für die Menschheit, weil gelernt werden muss mit Extremsitutationen umzugehen – und diese dann immer wieder für Problemlösungen auf der Erde genützt werden können, so Rennert.
Der erste Astronautenflug zum Mars – welcher nicht zwingend eine Landung am roten Planeten beinhalten wird – sei aktuell in etwa für 2035 geplant. Vor allem die Strahlenbelastung während des rund achtmonatigen Fluges stellt die Forschenden aber noch vor Herausforderungen – vor allem auch weil die kosmische Strahlung mit unseren aktuellen Möglichkeiten nicht gänzlich aus einem Raumschiff draußen gehalten werden kann. Einmal am Mars angekommen, tun sich neben allerlei technische Fragen wie jene nach dem Treibstoff zum Zurückfliegen auch zwangsläufig schwierige ethische Fragen auf. Können, sollen und dürfen wir die dortigen Ressourcen – etwa das gefrorene Eis an den Polen – für unsere Zwecke nutzen?
Eines ist jedenfalls klar: "Die Private-Public-Partnerships, die in den vergangenen Jahren an Fahrt aufgenommen haben, haben der Mars-Industrie noch einmal sehr viel Rückenwind verliehen", sagt Edition-Zukunft-Redakteur Fabian Sommavilla. Er rechnet damit, dass die ersten menschlichen Schritte am Mars entweder von einer Person aus den USA oder China stammen, eben jenen beiden Staaten, die sich zuletzt immer wieder hervortaten, wenn es darum ging die Möglichkeiten privater Firmen im All auszuweiten.
Entgegen anderslautenden Einschätzungen der Firmen selbst, sind diese im All freilich schon an gewisse Regeln gebunden. Je nachdem unter welcher Lizenz ein Unternehmen auf der Erde gemeldet ist, würden etwaige Rechtsbrüche oder gar grobe Beschädigungen auf anderen Himmelskörpern letztlich auch auf den Staat auf der Erde zurückfallen. Warum man sich besser trotzdem nicht auf den Erwerb von Marsgrundstücken einlassen sollte, warum die von Elon Musk hyperventilierten Ticketpreise für Marsreisende utopisch sind, wie eine etwaige Regierungsform auf dem Mars aussehen könnte und warum die teure Raumfahrt einen unglaublichen Nutzen für die Menschheit abwirft, besprechen wir im aktuellen Podcast Edition Zukunft.
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Gute Nachrichten für all jene, die gerne Ingwer, Feigen, Granatäpfel und andere exotische Lebensmittel verzehren! Wer bisher ein schlechtes Gewissen wegen der langen ressourcenintensiven Lieferketten hatte, kann im Supermarktregal zukünftig einfach zu Oliven, Kaki und Kurkuma aus Österreich greifen.
Mildere Winter, längere Trockenperioden und heißere Sommer aufgrund des Klimawandels ermöglichen Landwirten, Kulturen abseits von Weizen, Äpfeln und Kartoffeln anzupflanzen.
Vor welchen Herausforderungen Bauern aufgrund der neuen Kulturen stehen, darüber spricht Andreas Spornberger vom Institut für Wein- und Obstbau der Wiener Universität für Bodenkultur im aktuellen Klimafragen-Podcast.
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Diese Episode ist eine Widerholung vom 29. Oktober 2021.
Schönheit liegt im Auge des Betrachters, heißt es oft. Doch ganz so stimmt das nicht. Denn was und wer als schön gilt, hängt mit vielen gesellschaftlichen Entwicklungen zusammen, die über den Blick des Einzelnen hinausgehen. Manche Wissenschafterinnen und Wissenschafter versuchen gar, Schönheit objektiv zu messen. Einige Apps, Produkte und neue Technologien wiederum versprechen, zu dem angeblich universellen Schönheitsstandard zu führen. Was bedeutet Schönheit heute noch? Und welche Rolle spielen Schönheitsoperationen und soziale Bewegungen für das Schönheitsideal der Zukunft?
Dazu ist die Soziologin und Genderforscherin Paula-Irene Villa Braslavsky von der Ludwig-Maximilians-Universität in München zu Gast im Podcast Edition Zukunft. "Es gibt schon immer eine Moralisierung von Schönheit, die vorgibt, was in einer Gesellschaft als erstrebenswert und gut gilt", sagt Villa. Beispielsweise habe sich durch den Kolonialismus eine Vorstellung von hell als gut und blond als schön durchgesetzt, während dunkel seither häufiger mit gefährlich und schmutzig verbunden wird.
"Schönheit hat sowohl mit Freiheit und Kreativität, als auch mit der Unterwerfung unter bestimmte Normen zu tun", sagt Villa. Die Möglichkeiten, sich selbst zu gestalten, sind in den vergangenen Jahren immer zugänglicher geworden. Dazu gehöre auch die Schönheitschirurgie, die durchaus in vielen Fällen eine Freiheit darstelle. Allerdings folge auch diese bestimmten Standards und Normen, die zu einem Zwang werden können.
Zudem spricht Soziologin Villa im Podcast darüber, welche Wirkung soziale Bewegungen wie Body-Positivity haben, die sich für eine stärkere Akzeptanz unterschiedlicher Körper einsetzt, was die Corona-Pandemie an unserer Vorstellung von Schönheit verändert hat und warum wir beim Thema Schönheit auch über Männlichkeit sprechen müssen.
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Der österreichische Klimarat ist vorüber. An sechs Wochenenden diskutierten 88 zufällig ausgewählte Menschen aus allen Teilen Österreichs und allen Altersgruppen über Klimapolitik.
STANDARD-Redakteurin Nora Laufer hat den Klimarat über Monate beobachtet und begleitet. Im Podcast spricht sie darüber, was Bürgerräte können und was nicht, was der Klimarat konkret vorschlägt und was nun mit den Vorschlägen passiert.
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China ist inzwischen weit mehr als die "Werkbank der Welt": Viele neue Technologien und Ideen zur digitalen Zukunft stammen etwa aus der südchinesischen Metropole Shenzhen, dem "Silicon Valley Chinas".
Der Autor und Journalist Frank Sieren lebt seit Jahrzehnten in China. Im Podcast erzählt er, wie chinesische Innovationen schon heute unser Leben beeinflussen und warum der Westen aufpassen muss, nicht den Anschluss zu verlieren.
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Gesünder, esser für den Boden, Tiere und Klima – von Bio-Lebensmitteln wird viel verlangt. Zu viel, sagt Urs Niggli, einer der wissenschaftlichen Vordenker des Bio-Landbaus. Im Podcast spricht er darüber, warum Bio die Welt nicht ernähren kann – und warum die konventionelle Landwirtschaft trotzdem viel von ihr lernen kann.
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Existiert außerirdisches Leben? Schaut man in die Science-Fiction, ist diese Frage längst beantwortet. Unzählige Bücher, Filme, Serien und Comics erzählen von intelligenten Zivilisationen in fernen Galaxien, interstellaren Reisen und allerlei Außerirdischen, die von den unterschiedlichsten Planeten stammen. Abseits davon befindet sich die Wissenschaft bei uns auf der Erde noch auf Spurensuche. Diese ist in einem unendlichen Universum gar nicht so einfach.
"Alleine in unserer Milchstraße, in unserer Galaxie, sind hundert Milliarden Sterne, manche sagen sogar 400 Milliarden Sterne. Davon sind es vermutlich bis zu 300 Millionen potenziell bewohnbare Planeten. Das ist eine immense Zahl", erklärt Ruth-Sophie Taubner im Podcast-Gespräch. Sie ist studierte Astronomin und wissenschaftliche Koordinatorin am Institut für Weltraumforschung in Graz. Leben im Universum sei aber gerade deshalb wahrscheinlich. "Rein statistisch kann ich mir nicht vorstellen, dass es nicht irgendwo anders Leben geben könnte", sagt sie.
Um der Sache genauer auf den Grund zu gehen, untersuchte sie als Astrobiologin etwa den Saturnmond Enceladus, unter dessen Eispanzer sich ein riesiger Ozean befindet. Dort herrschen prinzipiell gute Bedingungen, damit Leben entstehen kann. Doch Eismonde sind weit entfernt und gar nicht so leicht zu erforschen. Astrobiologinnen und -biologen versuchen daher von der Erde aus Rückschlüsse auf das Leben im All zu ziehen. "Wir müssen bei den Orten suchen, wo es extrem ist – extrem kalt, extrem salzhaltig, extrem hohe pH-Werte", erklärt Taubner.
Wissenschafterinnen und Wissenschafter möchten dadurch genauer verstehen, unter welchen Bedingungen Leben möglich ist. Zumindest das Leben, wie die Menschen es kennen. Mit der Suche nach außerirdischem Leben wollen sie außerdem beantworten, wie das Leben auf der Erde überhaupt entstanden ist. "Das ist etwas, was wir bis heute nicht geklärt haben. Wo wir aber vielleicht, wenn wir auf andere Planeten blicken, einen Schritt weiterkommen", erklärt Taubner.
Mikroorganismen auf anderen Planeten zu entdecken, würde vor allem in der Wissenschaft große Wellen schlagen. Fände man höher entwickeltes Leben, hätte das einen starken Einfluss auf die Menschheit – und würde viele Fragen aufwerfen. "Es wäre spannend zu sehen, wie die Gesellschaft darauf reagiert", sagt Taubner.
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Österreich gibt sich gerne als Klima-Musterland: Strom wird hierzulande hauptsächlich mit Wasserkraft produziert, Kohlekraftwerke sind seit zwei Jahren abgeschaltet. Dennoch hat Österreich seinen Treibhausgasausstoß seit 1990 kaum reduziert, während andere EU-Länder durchaus Verbesserungen vorweisen können.
2020 wurde daher das Klimavolksbegehren initiiert. Rund 380.000 Menschen haben es damals unterschrieben – obwohl die Unterstützungsphase direkt in die erst Corona-Welle fiel. Zwei Jahre danach zieht Initiatorin Katharina Rogenhofer im "Klimafragen"-Podcast Bilanz. Sie fällt eher verhalten aus: Bisher fehlt weiterhin ein Klimaschutzgesetz mit verbindlichen Reduktionszielen, die geplante CO2-Bepreisung habe wohl wenig Lenkungswirkung und auch klimaschädliche Subventionen in Milliardenhöhe existieren noch.
Einzig die Forderung nach mehr Mitbestimmung in der Klimapolitik wurde vollständig umgesetzt – und zwar mit dem Klimarat, der seit Beginn des Jahres erarbeiten rund 100 Bürgerinnen und Bürger klimapolitische Vorschläge.
Im Podcast spricht Rogenhofer außerdem wie man zu Kostenwahrheit kommt und trotzdem den sozialen Ausgleich schafft – und warum ausgerechnet in Österreich so zögerliche Klimapolitik betrieben wird.
Rund 150.000 Menschen leiden in Österreich Schätzungen zufolge an einer Form von Demenz, die Mehrheit von ihnen an Alzheimer. Durch die zunehmende Alterung in der Bevölkerung könnte sich diese Zahl bis 2050 verdoppeln. "Es gibt aber auch viele junge Menschen, die zu uns in die Klinik kommen", sagt Elisabeth Stögmann, Neurologin an der Med-Uni Wien, im Podcast-Gespräch. Nicht nur für Betroffene, sondern auch für Angehörige könne die Erkrankung eine große Belastung darstellen. Manche seien aber auch erleichtert, wenn sie nach einer Untersuchung endlich die Gewissheit haben, dass es sich bei den beobachteten Problemen des Angehörigen um Demenz handle, sagt Stögmann.
Künftig könnten nicht nur neue Medikamente, sondern auch eine bessere Früherkennung dabei helfen, Demenzerkrankungen noch mehr zu verlangsamen beziehungsweise diesen vorzubeugen. Rund 40 Prozent der Demenzerkrankungen wären aber auch verhinderbar, wenn man den Lebensstil verändert, sagt Stögmann. Dazu gehört etwa kognitive Aktivität und ausreichend Sport. Im Podcast spricht Stögmann zudem darüber, welche Rolle künstliche Intelligenz in Zukunft bei der Diagnose von Alzheimer spielen könnte und welche neuen Substanzen bei der Behandlung infrage kommen könnten.
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