Edition Zukunft

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Edition Zukunft episodes

  • Replay: Wann und wie Demokratien untergehen
    Jetzt anhören: Die Politikwissenschafterin Tamara Ehs spricht über die weltweite Welle der Autokratisierung und was sich dagegen tun lässt

    Der Wandel passiert meist schleichend: Schritt für Schritt untergraben Politiker und Parteien demokratische Institutionen. Und wenn sie damit fertig sind, ist von einer einstigen Demokratie meist nurmehr die Hülle übrig, sagt die Politikwissenschafterin Tamara Ehs. Dieser politische Wandel trifft für viele wohl gerade auf die USA zu – wobei US-Präsident Donald Trump laut Ehs im Vergleich zur Vergangenheit und zu anderen Machthabern die Demokratie aktuell sogar beachtlich schnell umbaut.

    Im Podcast "Edition Zukunft" spricht Ehs darüber, welche Versuchungen von "starken Männern" wie Donald Trump ausgeht, inwiefern eine Autokratisierung mit Krisen wie dem Ukrainekrieg und der Corona-Pandemie zusammenhängt, wie sich diese Entwicklung stoppen lässt und warum sich unsere Demokratien dafür wandeln müssen.

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    37 min
  • Replay: Wie Klimaschutz wieder Spaß macht
    Energieexperte Roger Hackstock spricht über Zuversicht in der Klimakrise und zeigt auf, wie Klimaschutz Spaß machen kann

    Seit über 30 Jahren setzt sich Roger Hackstock für den Klimaschutz ein. Dabei ist er nicht nur motiviert wie am ersten Tag, er lässt sich auch den Spaß an der Arbeit trotz Temperaturextremen, vermehrten Dürren und Starkregenereignissen nicht verderben.

    Im Gegenteil, Hackstock macht mittlerweile sogar Witze über den Klimawandel. Um auch andere mit seiner Zuversicht anzustecken, hat er das Buch Wie wir die Welt retten, ohne uns dauernd Sorgen zu machen (erschienen bei Kreymayr & Scheriau) geschrieben.

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    20 min
  • Replay: Wie Wien ohne Autos funktionieren würde
    Verkehrsexpertin Barbara Laa erklärt, was sich verändern muss, damit die Wienerinnen und Wiener kein Auto mehr benötigen

    An jedem Wochentag rollen rund 464.000 Personen mit dem Auto nach Wien. Das ist eine gewaltige Zahl, zumal laut Verkehrsclub Österreich durchschnittlich auch nur rund eine Person, konkret 1,14, in jedem Auto sitzt. Damit nimmt der Pendlerverkehr viel Platz ein und verursacht neben Abgasen auch immer wieder Staus. Wie könnten alternative Konzepte aussehen, und wie müsste Wien generell gestaltet sein, damit weniger Menschen mit dem Auto durch die Stadt düsen und stattdessen in Öffis steigen oder in die Pedale treten? Darüber und über die Frage, ob Wien jemals eine autofreie Stadt werden kann, sprechen wir in dieser Folge mit Barbara Laa. Sie ist Verkehrsexpertin und forscht an der TU Wien zu den Themen nachhaltige Verkehrssysteme, Stadtentwicklung und Zukunft der Mobilität.

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    28 min
  • Warum die Rechten Windkraft hassen
    Naturzerstörung, Gesundheitsgefahr, Geldverschwendung – rechte Parteien wie die FPÖ kämpfen mit drastischer Rhetorik gegen Windräder. Die Motive sind oft andere als behauptet

    Von Donald Trump über die AfD bis zur FPÖ wettern rechte Parteien gegen Windkraftanlagen. Die Rhetorik ist scharf, die Versprechen radikal: Neue Projekte verhindert werden, oder bestehende Anlagen gar abgerissen werden. Doch hinter der Empörung über Landschaftsverschandelung und Vogelsterben stecken oft ganz andere Motive.

    Benedikt Narodoslawsky und Lukas Kapeller vom STANDARD zeichnen nach, wie sich die FPÖ vom Befürworter erneuerbarer Energien zur schärfsten Kritikerin gewandelt hat. Sie erklären die Verbindungen zu Klimawandelleugnern und fossiler Industrie und analysieren am Fall Kärnten, wie eine Volksbefragung den Windkraftausbau praktisch zum Erliegen gebracht hat.

    28 min
  • Wie "Generationenwälder" Klimaschutz und Rendite vereinen sollen
    Nicht alle Aufforstungsprojekte halten, was sie versprechen, sagt Charline Joost. Mit ihrer Genossenschaft "The Generation Forest" will sie es anders machen

    Bäumepflanzen gilt seit langem als wirkungsvolle Maßnahme gegen den Klimawandel. Viele Unternehmen versprechen, damit einen Beitrag zur weltweiten CO₂-Reduktion zu leisten. Doch nicht immer ist klar, ob aus den Bäumen irgendwann auch ein Wald wird, wie lange dieser am Ende steht und ob auch die Natur und die Menschen vor Ort von diesem profitieren, sagt Charline Joost. Sie sitzt im Vorstand bei "The Generation Forest", einer Genossenschaft aus Deutschland, die in Panama Bäume pflanzen und Wälder aufforsten lässt. Diese sollen den Mitgliedern eine nachhaltige Geldanlage bieten.

    Im Podcast spricht Joost darüber, warum die Genossenschaft in Panama auf "Generationenwälder" setzt, was diese ausmacht und wie sie sich von anderen Aufforstungsprojekten unterscheiden. Außerdem erklärt sie, wie sich mit den Wäldern Geld verdienen lässt, wie lange es bis dahin dauert und welche Risiken mit Waldinvestments verbunden sind. Klar ist: Auf schnelle Gewinne und hohe Renditen sollte man bei solchen Investitionen nicht hoffen. Dafür aber vielleicht auf etwas, das auch zukünftigen Generationen noch etwas bringt.

    32 min
  • Wie die saudische Zukunftsstadt Neom scheiterte
    Neom sollte Saudi-Arabiens nachhaltige Utopie für die Zeit nach dem Öl werden. Die Realität: Menschenrechtsverletzungen und ein Milliardengrab in der Wüste
    Neom sollte Saudi-Arabiens Zukunft werden: eine nachhaltige Megacity in der Wüste, unabhängig vom Öl, betrieben mit erneuerbaren Energien. Das spektakulärste Element des Projekts war "The Line" – eine 170 Kilometer lange, verspiegelte Stadt ohne Autos, in der neun Millionen Menschen leben sollten.
    Doch das Prestigeprojekt von Kronprinz Mohammed bin Salman steht massiv in der Kritik: Menschenrechtsverletzungen, Zwangsumsiedlungen, explodierende Kosten und drastische Plankürzungen werfen ein ganz anderes Licht auf das Vorhaben. Immobilienredakteur Jakob Thaller erklärt im Podcast, warum "The Line" inzwischen auf 2,4 Kilometer geschrumpft ist, warum auch österreichische Architekturbüros am Projekt beteiligt sind und ob die Vision der nachhaltigen Zukunftsstadt endgültig gescheitert ist.
    21 min
  • Hat Skifahren in Österreich noch Zukunft?
    Wie sehr die Klimakrise Österreichs Winter verändert – und welche Antworten der Tourismus darauf findet

    Schneedecken werden dünner, Saisonen kürzer, Gletscher verschwinden – und dennoch wird weiter in Liftanlagen investiert und mit Schneekanonen beschneit. Wie viel Winter bleibt der Skination Österreich in Zukunft noch?

    Auf der Messe Buch Wien 2025 diskutierten die Wissenschaftsjournalistin Laura Anninger, deren Buch Schnee von morgen kürzlich erschienen ist, der Meteorologe Markus Wadsak und Stefan Kreppel von der Österreich Werbung. Sie sprachen über aktuelle Klimadaten, die Grenzen technischer Beschneiung, neue Formen des Winterurlaubs und den schwierigen Spagat zwischen wirtschaftlichen Interessen und echter Nachhaltigkeit.

    52 min
  • Ist das Privatauto ein Auslaufmodell?
    Die deutsche Autorin und Mobilitätsexpertin Katja Diehl will, dass Menschen dafür belohnt werden, wenn sie auf fossile Verkehrsmittel verzichten

    Mobilitätsexpertin Katja Diehl fährt den Golf Variant ihrer Eltern, weil am Land keine Alternative existiert – dabei würde sie sich lieber On-Demand-Busse wünschen. Schließlich bewegen sich Autos durchschnittlich nur 45 Minuten am Tag, die restlichen 23 Stunden stehen sie ungenutzt herum. Eine Ineffizienz, die sich die Gesellschaft bei keinem Bus- oder Bahnsystem leisten würde. "Wir haben kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem", sagt Diehl im Gespräch mit Philip Pramer auf der STANDARD-Bühne bei der Buch Wien. Denn alle Lösungen für bessere Mobilität seien längst bekannt.

    Ihr neues Buch "Picknick auf der Autobahn", geschrieben mit dem deutschen Drehbuchautor und Journalisten Mario Sixtus, zeigt eine nahe Zukunft, in der Straßen wieder Menschen gehören. Im Podcast spricht sie über ihren Vater mit Rollator, der keine begehbaren Wege findet, über Autosubventionen in Höhe von 20 Milliarden Euro jährlich und über erfolgreiche Beispiele aus Paris oder Nordhorn.

    Diehls These: Die Mobilitätswende geht weit über Klimaschutz hinaus – es geht um Gerechtigkeit und Lebensqualität. Doch während die Politik gerade einen massiven Backlash erlebt, ist Diehl überzeugt, dass Autobesitz künftig die Ausnahme sein wird. Wächst da tatsächlich eine Generation heran, die sich nicht mehr über das Auto vor der Tür definiert?

    23 min
  • Was der Wiener Mitmach-Supermarkt Mila anders machen will
    In Meidling gibt es nun ein großes Lebensmittelgeschäft, das sich als sozialer und ökologisch nachhaltiger Gegenentwurf zu den Handelsketten versteht

    Nach rund fünf Jahren Planung war es Anfang Oktober so weit: Der Mitmach-Supermarkt Mila hat im Wiener Bezirk Meidling eröffnet und stellt sich dem Realitäts-Check. Unweit der U6-Station Niederhofstraße entfaltet Mila auf 350 Quadratmetern eine Einkaufswelt, in der es nicht um schnellen Profit und maximale Effizienz gehen soll, wie man dies aus dem Wettbewerb der Supermarktketten kennt.

    Mila will nach ganz anderen Prinzipien handeln, organisiert ist man als Genossenschaft. Alle Eigentümerinnen und Eigentümer arbeiten hier zugleich auch alle vier Wochen für eine Schicht mit. Außerdem will Mila mit transparenter Preisbildung (einheitlich 30 Prozent Aufschlag auf jedes Lebensmittel) und hohem Bio-Anteil überzeugen. Wird es dem Geschäft gelingen, in Wien eine Institution zu werden?

    16 min
  • Warum Postbusse jetzt Insekten sammeln
    Im Podcast erklärt Biologe Michael Traugott, was sich von der Windschutzscheibe über Artenvielfalt und Klimawandel ablesen lässt

    Über 3.400 Insektenarten leben in vier österreichischen Bundesländern – das zeigt ein Forschungsprojekt der Universität Innsbruck, bei dem Linienbusse als mobile Sammler dienten. Die Methode klingt ungewöhnlich: Windschutzscheiben werden abgewischt, die Reste landen im Labor, und mittels DNA-Analyse lässt sich bestimmen, welche Arten durch die Landschaft fliegen.

    Michael Traugott vom Institut für Zoologie der Universität Innsbruck spricht über die Rolle von Insekten in Ökosystemen, den Einfluss der Klimaerwärmung auf ihre Verbreitung und darüber, warum sich gerade Busse für ein großflächiges Monitoring eignen. Unter den Funden: eine Heuschreckenart, die seit den 1960er-Jahren in Österreich als ausgestorben galt, sowie invasive Schädlinge wie die Marmorierte Baumwanze.

    17 min

About Edition Zukunft

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Edition Zukunft ist der STANDARD-Podcast über das Leben und die Welt von morgen. Die Redaktion spricht mit Experten über Entwicklungen, die unseren Alltag verändern - von künstlicher Intelligenz und Robotern bis hin zu Migration und Klimawandel. Neue Folgen erscheinen jeden Freitag - jeweils abwechselnd mit "Edition Zukunft Klimafragen", dem Podcast zu Umwelt- und Klimathemen.

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