Edition Zukunft

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Edition Zukunft episodes

  • Was bedeutet es, wenn die Weltbevölkerung wieder schrumpft?
    Die Menschheit wächst langsamer – und wird wohl bald wieder schrumpfen. Was das für unsere Gesellschaft, Wirtschaft und Zukunft bedeutet, erklärt der Demograf Thomas Fent im Podcast

    Rund acht Milliarden Menschen leben heute auf der Erde – so viele wie nie zuvor. Doch das rasante Wachstum, das über Jahrhunderte anhielt, verlangsamt sich deutlich. In immer mehr Ländern sinken die Geburtenraten und Prognosen sagen: Die Weltbevölkerung beginnt wohl noch in diesem Jahrhundert wieder zu schrumpfen. Was das für die Menschheit bedeutet und welche Chancen und Gefahren in dieser Entwicklung liegen, darüber sprechen wir in dieser Folge von "Edition Zukunft". Zu Gast ist Thomas Fent, Bevölkerungsökonom am Institut für Demografie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

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    18 min
  • Wie gründet man einen Nationalpark, Frau Promberger?
    Die Biologin Barbara Promberger erklärt, wie sie einen der größten Nationalparks Europas in Rumänien schaffen will und wie davon auch die lokale Bevölkerung profitieren soll

    Vor über 30 Jahren zog Barbara Promberger nach Rumänien – der Wölfe wegen. Was als Forschungsreise begann, wurde zu einer Lebensaufgabe: dem Schutz der letzten großen Urwälder Europas. Gemeinsam mit ihrem Mann gründete sie die Stiftung Foundation Conservation Carpathia, die mittlerweile 28.000 Hektar Wald in den rumänischen Karpaten besitzt – ein Mosaik aus unberührter Wildnis, wiederaufgeforsteten Kahlschlägen und Lebensraum für Bären, Wölfe und Luchse.

    Ihr Ziel: die Schaffung eines 200.000 Hektar großen Nationalparks in den Făgăraș-Bergen, der nicht nur Natur bewahren, sondern auch neue Perspektiven für die lokale Bevölkerung eröffnen soll. Im Podcast erzählt Promberger, wie man Wälder kauft, um sie zu retten, warum Skepsis und Begeisterung bei ihrem Projekt oft nah beieinander liegen – und weshalb wahre Naturschutzarbeit bedeutet, auch die Menschen mitzunehmen.

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    31 min
  • Warum uns (noch) kein Roboter die Zähne putzt
    Millionenschwere Startups versprechen das Ende der manuellen Zahnpflege. Doch die vermeintlich simple Aufgabe ist ein technisches Minenfeld
    Während selbstfahrende Autos und Roboter unseren Alltag erobern, bewegen wir täglich sechs Minuten lang ein Stück Plastik mit Borsten durch den Mund. Die Zahnbürste hat sich seit Jahrhunderten kaum verändert – doch warum scheitern alle Versuche, sie zu revolutionieren?
    Von den alten Ägyptern mit ihren Zahnpasten aus Ochsenhufen bis zu heutigen High-Tech-Startups: Die Geschichte der Zahnhygiene ist geprägt von Innovationen und spektakulären Pleiten. Das Wiener Startup Amabrush versprach Zahnreinigung in zehn Sekunden und sammelte vier Millionen Euro ein – bevor es 2019 in Konkurs ging. Auch das Luxus-Gerät von Epitome mit 100 Sensoren und 14 Nanokameras für 2400 Euro konnte sich nicht am Markt behaupten.
    Warum sind automatische Zahnbürsten zum Scheitern verurteilt? Und welche Zukunftstechnologien könnten das Zähneputzen tatsächlich ablösen – von Nanobots bis zur Kariesimpfung?
    14 min
  • Wie sich das 1,5-Grad-Klimaziel noch retten lässt
    Klimaforscher Carl-Friedrich Schleußner über das sogenannte Overshoot-Szenario
    Das 1,5-Grad-Ziel von Paris wird voraussichtlich überschritten werden – zumindest vorübergehend. 2024 war bereits das erste Jahr, in dem die globale Mitteltemperatur über dieser Marke lag. Klimaforscher Carl-Friedrich Schleußner erklärt, warum ein solches Overshoot-Szenario dramatische Folgen hat: Korallenriffe bleichen massenhaft ab, Extremwetterereignisse nehmen zu, und Kipppunkte wie das Abschmelzen des grönländischen Eisschilds rücken näher.
    Um die Temperaturen langfristig wieder zu senken, braucht es eine gigantische atmosphärische Müllabfuhr, Neben natürlichen Senken wie Wäldern und Mooren sind technische Lösungen zur CO2-Entnahme notwendig – deren Potenzial ist jedoch begrenzt. Schleusner warnt davor, sich auf diese Technologien zu verlassen und betont: Maximale Emissionsreduktion muss absolute Priorität haben.
    Trotz düsterer Aussichten gibt es auch Hoffnung: Erneuerbare Energien sind inzwischen die günstigste Energieform weltweit, und Länder wie China könnten ihre Emissionen bald senken. Die technologische Revolution vollzieht sich schneller als erwartet – doch die Zeit drängt.
    38 min
  • Ein Königreich in der Wüste: Der verrückte Traum vom "Kingdom of Kush"
    Bir Tawil zwischen Ägypten und Sudan gilt als das letzte Niemandsland der Erde. Jetzt soll hier ein Hightech-Königreich entstehen. Doch wie realistisch ist das nebulöse Projekt?
    Mitten in einer beinahe menschenleeren Wüste soll ein futuristisches Königreich entstehen – mit Flugtaxis, Robotern und Blockchain-Demokratie. "Kingdom of Kush" nennt sich das Projekt, das im Niemandsland Bir Tawil zwischen Ägypten und Sudan einen neuen Staat aufbauen will und über das wir in dieser Folge Edition Zukunft sprechen.
    Hinter der Idee stehen ein selbsternannter König aus New York, eine ehemalige Nonne und ein Ex-Premierminister. Schon andere Abenteurer haben in Bir Tawil Flaggen in den Sand gesteckt, doch diesmal wirkt das Projekt ein bisschen professioneller. Millionen Menschen sollen angeblich Interesse an der Staatsbürgerschaft bekundet haben, woher das Geld für den Aufbau des Stadtstaates kommen soll, bleibt dennoch nebulös. Wie realistisch ist das Ganze – und wo verläuft die Grenze zwischen ernsthaftem Staatsprojekt und PR-Spektakel?
    20 min
  • Abfallexperte über die größten Müllsünden in Österreich
    Roland Pomberger erklärt, welcher Abfall im falschen Container zu einem echten Problem werden kann

    Pfandflaschen, gelbe Tonnen und leuchtende Kinderschuhe: Roland Pomberger, Professor für Abfallwirtschaft an der Montanuniversität Leoben, kennt die Tücken des Entsorgungssystems wie kaum ein anderer. In dieser Folge von Edition Zukunft Klimafragen erklärt er, warum das neue Einwegpfand unverzichtbar ist, wie sich Menschen mit einfachen Tricks zu besserer Mülltrennung bewegen lassen – und weshalb bestimmte Wegwerfprodukte nicht nur unsinnig, sondern sogar brandgefährlich sind.

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    29 min
  • Vom Zettelchen zum Emoji: Über die Zukunft der Handschrift
    Hirnforscher Markus Kiefer über die Bedeutung der Handschrift im digitalen Zeitalter

    Was passiert eigentlich mit unserer Handschrift im digitalen Zeitalter? Brauchen wir sie überhaupt noch – oder ist sie ein Auslaufmodell? Darum geht es in dieser Folge von Edition Zukunft mit Markus Kiefer, Psychologe und Neurowissenschaftler am Universitätsklinikum Ulm. In einer großen Studie hat Kiefer erforscht, welchen Unterschied es macht, ob wir mit der Hand schreiben oder tippen. Wir haben ihn gefragt, was seine wichtigsten Erkenntnisse waren und was sie für die Zukunft der Handschrift bedeuten. (Lisa Breit, 19.9.2025)

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    25 min
  • Mobilitätsforscher: "Es gibt kein Wirtschaftswachstum ohne Verkehrswachstum"
    Der deutsche Verkehrsforscher Oliver Schwedes plädiert für ein Verkehrssystem, bei dem weder in der Stadt noch auf dem Land ein eigenes Auto nötig ist

    Seit gut 20 Jahren beschäftigt sich Oliver Schwedes mit dem Thema Mobilität. Er hat an der Humboldt-Universität, am Wissenschaftszentrum Berlin und der TU Berlin dazu geforscht. In seinem Buch Verkehr(t) erklärt er, dass der Verkehr den menschlichen Fortschritt zwar lange befördert habe, mittlerweile aber zunehmend das Gegenteil hervorbringe.

    Schwedes argumentiert, dass der Verkehrssektor "einer der größten Produzenten von Klimagas im weitesten Sinne" sei und zu aktuellen Problemen wie dem Klimawandel beitrage. Gleichzeitig gibt der Mobilitätsforscher aber zu bedenken, dass Verkehr für kapitalistisches Wirtschaften zentral sei und Wirtschaftswachstum und Verkehrswachstum immer noch Hand in Hand gehe. "Wenn wir weniger Verkehrswachstum wollen, stellt das natürlich auch ein Problem dar, das berücksichtigt werden muss", sagt er.

    Dennoch haben Schwedes Erhebungen ihn nun zu einem durchaus unkonventionellen Lösungsansatz geführt. Er schlägt ein Verkehrssystem vor, bei dem die Menschen ohne eigenes Auto auskommen sollen. Dafür müsse eine Infrastruktur geschaffen werden, in der sich Menschen sowohl in der Stadt als auch auf dem Land öffentlich, mit dem Rad, zu Fuß oder durch Carsharing so gut organisieren können, dass sie kein eigenes Auto benötigen. Wie das funktionieren soll, erklärt er in dieser Folge von "Edition Zukunft".

    31 min
  • Juristin: "Der Algorithmus ist kein neutrales Ding"
    Von Jobangeboten bis zum Preis für Zahnpasta – Inhalte werden im Internet maßgeschneidert für jede einzelne Person angezeigt
    Sandra Wachter teilt keine privaten Informationen im Internet. Es habe sie einerseits nie gereizt, andererseits sei sie das aber wohl auch durch ihre Arbeit beeinflusst, sagt die Juristin und Datenethikern. Sie forscht an Algorithmen und Künstlicher Intelligenz am Internet Institute der Universität Oxford in Großbritannien.
    Gemeinsam mit ihrem Team versucht sie unter anderem das sogenannte Black-Box-Problem zu lösen. Denn derzeit wisse niemand genau, welche Regeln die KI zur Beantwortung einer Frage nutzt, oder warum diese Regeln überhaupt herangezogen werden.
    Wie dieses Problem gelöst werden kann, inwiefern KI die Demokratie gefährden kann und in welchen Bereichen Algorithmen unser Leben erleichtern werden, erzählt sie in dieser Folge Edition Zukunft.
    37 min
  • Wie der Mensch von nur drei Pflanzen abhängig wurde
    Biologin und Buchautorin Sarah M. Schmidt plädiert gerade in Zeiten des Klimawandels für mehr Vielfalt auf unseren Feldern und Tellern

    Die deutsche Biologin Sarah M. Schmidt erzählt in ihrem Buch "Ohne Mücken keine Schokolade", wieso zwar 3000 essbare Pflanzen auf der Erde wachsen, die heutige Nahrung der Menschen größtenteils aber auf nur 20 davon basiert. Wobei rund 60 Prozent unserer pflanzlichen Kalorien sogar nur aus drei Pflanzen kommen – Weizen, Reis und Mais. Ein Gespräch über das Imageproblem der Kartoffel, die Ahnen unserer heutigen Banane und den weltweiten Siegeszug des Weizens, der noch nicht vorbei ist.

    23 min

About Edition Zukunft

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Edition Zukunft ist der STANDARD-Podcast über das Leben und die Welt von morgen. Die Redaktion spricht mit Experten über Entwicklungen, die unseren Alltag verändern - von künstlicher Intelligenz und Robotern bis hin zu Migration und Klimawandel. Neue Folgen erscheinen jeden Freitag - jeweils abwechselnd mit "Edition Zukunft Klimafragen", dem Podcast zu Umwelt- und Klimathemen.

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