In der jüngsten Folge des „Presseclub“ unterhalten sich Ali Masarwah und Björn Drescher mit Friedhelm Tilgen. Tilgen ist Leiter des Ressorts „ntv Geldanlage“ und vielen Zuschauerinnen und Zuschauern als Gesicht der Formate „ntv Zertifikate“ und „ntv Fonds“ bekannt. Der Diplom-Journalist ist ein Urgestein des deutschen Wirtschaftsfernsehens: Seit 1992 ist er dabei, seit 2011 verantwortet er die Formate rund um Geldanlage bei ntv, arbeitet als Moderator und Reporter vom Frankfurter Parkett und fungiert als Chef vom Dienst in verschiedenen News- und Börsenformaten.
Tilgen hat zwei Themen im Gepäck: das Altersvorsorgedepot, das ab 2027 kommen soll. Der Gesetzentwurf befindet sich aktuell im parlamentarischen Verfahren, es ist also absehbar, dass noch etliche Änderungen vorgenommen werden. Entsprechend geht es im Gespräch nicht nur um den aktuellen Stand, sondern auch um Wunschvorstellungen: Tilgen plädiert für eine unkomplizierte, einfache, staatlich geförderte private Altersvorsorge, die die Schwächen der Riester-Rente ausbügelt.
Das zweite Thema dreht sich um die Frage, ob sich ETFs und aktive Fonds sinnvoll ergänzen können oder ob es sich eher um konkurrierende Produkte handelt. Der Spoiler vorweg: Bei ntv werden Fonds und ETFs ganz bewusst im selben Sendungsformat behandelt.
Natürlich kommt auch die Literatur nicht zu kurz. Als Lektüretipps hat Friedhelm Tilgen zwei Bücher im Gepäck: Zum einen „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ von Yuval Noah Harari, im Original „Sapiens: A Brief History of Humankind“, das die Entwicklung des Homo sapiens von den Anfängen bis heute nachzeichnet. Zum anderen empfiehlt er „Kreuzfahrer. Der epische Kampf um das Heilige Land“ des britischen Historikers Dan Jones, das die Geschichte der Kreuzzüge nacherzählt.
Ali Masarwah steuert als Buchtipp „High Returns from Low Risk“ von Pim van Vliet und Jan de Koning bei. Van Vliet leitet beim niederländischen Asset Manager Robeco den Bereich für konservative Aktienstrategien und ist einer der Chefstrategen für quantitative Anlagestrategien. Das Buch zeigt, warum risikoärmere Aktienportfolios langfristig oft höhere Renditen erzielen als vermeintlich „heiße“ High-Beta-Wetten.
Björn Drescher liest aktuell „Idiokratie: Vom Aufstieg der Dummheit“ von Matthias Kurt, ein pointiertes Sachbuch über den Triumph der Lautesten über die Klügsten und die Gefahr, die von einer systematischen Abwertung von Expertise und Vernunft ausgeht.