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Selbstlos - ein positiv konnotierter Begriff.
Dennoch, wenn man das Wort genau auf sich wirken lässt, fühlt es ich irgendwie erschreckend an, nach einer tiefen Leere. Selbst-LOS ...
Vor knapp 15 Jahren sagte eine Freundin - eine großartige Mutter und Macher-Frau – zu mir: “Du bist so selbstlos.” Ich fand diesen Begriff damals zunächst extrem altmodisch, wer sagt heute noch selbstlos? Aber ich habe nachgedacht, denn sie hat es damals keineswegs positiv oder als Kompliment gemeint. Sie war erst wenige Jahre in Deutschland, ihr Sprachgefühl war etwas anders und für sie war der Begriff absolut negativ besetzt.
Sie sagte: “Für deine Familie und für dein Team tust du alles. Du bist eine Super-Mutter und eine tolle Kollegin. Du bist perfekt organisiert und diszipliniert und bekommst Arbeit und Familie großartig vereinbart.” Dann zählte sie noch eine ganze Reihe an Aufgaben auf, die ich so nebenbei erledigte. Schließlich fragte sie: „... und wo bist du? Merkst du nicht, dass sich deine Persönlichkeit und dein Esprit immer mehr in deiner Selbstlosigkeit auflösen?“
Es gibt Fragen, die wirken nach, sie stoßen etwas an, was man tief in sich vergraben hat. Meine Kinder waren damals noch klein und natürlich haben sie mich gebraucht und ich war voll für sie da. Familie, Arbeit und Ehrenamt standen in meinem Selbstverständnis an erster Stelle. Aber was war mit mir, mit meinen Bedürfnissen? Tatsächlich konnte ich nicht mal wirklich sagen, welche Bedürfnisse ich hatte.
Und sehr häufig berichten mir Kunden von ähnlichen Situationen. Sie kümmern sich um ihr Team, um ihre Freunde und Familie, versuchen es ihrem Chef recht zu machen und ihre Mitarbeiter zu entlasten. Sie schlichten Teamkonflikte, arbeiten Berge von Aufgaben ab, machen jeden Tag Überstunden und kümmern sich nach Feierabend um ihre Familie und die Probleme ihrer Freunde.
Aber wer kümmert sich um sie?
Ihre persönlichen Bedürfnisse treten immer mehr in den Hintergrund. Das geht so weit, dass sie sie gar nicht mehr spüren und schon gar nicht formulieren können. Sie funktionieren von Tag zu Tag, von Woche zu Woche. Nur das Gefühl von Müdigkeit und Leere wird immer größer. Sie sind sich selbst los.
Diese Selbstlosigkeit geht aber nicht selten in Erschöpfung oder Sinnlosigkeit über. Bevor das passiert, sollten wir damit aufhören, selbstlos zu sein und selbstBEWUSST werden und anfangen, uns um uns selbst zu kümmern. Der erste Schritt dahin ist, sich die frage zu stellen: “Was will ich?”
Zeit ist für die meisten Führungskräfte ein knappes Gut. Die wichtigen Aufgaben gut und vor allem schnell zu erledigen, um die unternehmerischen Ziele zu erreichen, ist für viele eine dauernde Herausforderung.
Oft sind die To-Do Listen seitenlang. Viele berichten davon, dass sie im Arbeitsalltag das Gefühl haben, mit einer Hydra zu kämpfen. Für eine erledigte Aufgabe kommen mindestens zwei neue nach.
Führungskräfte meinen nicht selten, ein besseres Zeitmanagement sei die Lösung, um endlich die Kontrolle über den riesigen Berg an Aufgaben zu bekommen. Durch bessere Planung und Strukturierung ihres Arbeitstages hoffen viele, ihre Zeit besser einteilen zu können. Eigentlich geht es aber darum, mehr Aufgaben in eine kürzere Zeitspanne reinzupacken und diese dann noch schneller zu erledigen. Was aber passiert, ist Folgendes: man arbeitet noch härter, noch schneller, gönnt sich noch weniger Pausen und hängt wichtigen Aufgaben trotzdem hinterher.
Wenn wir uns an dieser Stelle klarmachen, dass das klassische Zeitmanagement seinen Ursprung im Industriezeitalter hat, wird ganz schnell deutlich, dass es in einer Führungsposition nicht wirklich hilfreich sein kann. Was in der Produktion und vielleicht auch noch im operativen Geschäft funktionieren kann, ist für die Führungsposition definitiv keine Lösung.
Führungskräfte sind damit beschäftigt, komplexe Aufgaben zu analysieren und zu lösen, strategisch zu agieren und konzeptionell zu denken, Beziehungen zu pflegen und kreative Lösungen zu finden.
All das lässt sich nicht wie am Fließband ableisten. Es funktioniert auch nicht mit dem Hintergrund von mehr, schneller und härter.
Deshalb lohnt es sich, an dieser Stelle die Denkweise einmal völlig umzudrehen.
Anstatt sich die Fragen zu stellen, wie kann ich noch mehr machen? Wie schaffe ich es in kürzerer Zeit noch mehr abzuarbeiten und noch schneller voranzukommen?
Vielleicht kommt dir jetzt der Einwand, leicht geschrieben und gesagt, aber bei mir ist das anders. In meiner Firma und in meiner Situation kann man mit einer alternativen Denkweise und einem Perspektivenwechsel nichts machen. Und wie immer gilt es, genau diese Situation differenziert zu betrachten. Denn vor lauter Arbeit hat man oft keine Kraft und keine Energie, andere Perspektiven einzunehmen oder neue Denkweisen zuzulassen. Und gerade deshalb lade ich dich ein, zu einem kostenfreien Gespräch mit mir. In diesem Gespräch schauen wir uns deine individuelle Situation genau an und gemeinsam werden wir erarbeiten, wie du es schaffen kannst, weniger zu arbeiten und gleichzeitig mehr und bessere Ergebnisse zu erzielen. Hier findest du den Link zu meiner Planungsseite: https://aldonagiesbrechtconsulting.de/termin/
Im mittleren Management leisten Führungskräfte meistens richtig gute Arbeit, es passiert aber nicht selten, dass diese Leistung wie selbstverständlich hingenommen wird. Oft haben sie das Gefühl nur dann für ihren Vorgesetzten sichtbar zu sein, wenn es mal wieder eine neue Aufgabe gibt, die sie übernehmen sollen oder wenn sie erneut für jemanden einspringen dürfen.
Sie sind motiviert, fleißig und “schaufeln” jeden Tag einen ganzen Berg an Aufgaben weg, sie lösen Probleme in ihrem Team und löschen Brände und dennoch werden sie das Gefühl nicht los, für ihren Chef unsichtbar zu sein.
Wie kann man aber sichtbarer werden für seine Kollegen und Vorgesetzten und zwar nicht nur, wenn es mal wieder etwas zu tun gibt. Wie kann man sich die Wertschätzung holen, die man sich so sehr wünscht und die auch mehr als fair ist?
An dieser Stelle wird empfohlen, nicht nur Gutes zu tun, sondern auch laut darüber zu reden. Dieser Tipp macht durchaus Sinn. Denn der Vorgesetzte ist auf seiner Ebene auch entsprechend eingebunden und bekommt oft nicht wirklich mit, was seine Leute alles leisten.
Dennoch ist die Problematik wie immer vielschichtiger und differenzierter und lässt sich selten mit einem einfachen: “Mache Werbung für dich” lösen. Denn wie kann man über seine Erfolge reden, für sich einstehen oder für sich Werbung machen, wenn man selbst an seiner eigenen Leistung zweifelt.
Wenn ich meine Kunden auf ihre wirklich außergewöhnliche Leistung und ihren überdurchschnittlichen Einsatz für ihr Unternehmen anspreche, höre ich häufig: “Naja, das ist doch selbstverständlich.” “Ich bin mir da nicht so sicher, vielleicht ist der andere Kollege sogar besser als ich.” “Meine Vorgängerin, die hat noch viel mehr gewuppt.” “Manchmal denke ich, ich bin immer noch zu langsam.” “In der Gehaltsklasse ist es doch selbstverständlich.” usw.
Selbstzweifel zu überwinden und den eigenen Wert für die Firma zu erkennen ist der Schlüssel, um für seinen Vorgesetzten und Kollegen sichtbar zu werden und die Wertschätzung zu bekommen, die man sich wünscht und verdient.
Was sich aber so simpel niederschreiben lässt, ist in der Praxis ein komplexer, vielschichtiger Prozess. Wenn du den Prozess anstoßen möchtest, hilft es dir vielleicht, deine Selbstzweifel von einem guten Freund in Frage stellen zu lassen, oder dir von einer guten Freundin deine Stärken aufzählen zu lassen. Meistens ist jedoch eine professionelle Unterstützung am besten. Wenn du deine Selbstzweifel nachhaltig in Angriff nehmen möchtest, buche dir sehr gerne ein kostenloses Strategiegespräch und wir schauen uns gemeinsam an, wie du deine Selbstzweifel in Angriff nehmen kannst.
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Das Projekt läuft aus dem Ruder, das Teammeeting war ein Desaster. Die neue Kollegin, die richtig gute Arbeit gemacht hat, hat nach vier Monaten gekündigt, und ein neuer aufwendiger Bewerbungsprozess fängt wieder von vorne an. Ein Mitarbeiter ist langzeitkrank und man darf sich voll und ganz um das operative Geschäft kümmern, obwohl man mit den strategischen Dingen mehr als genug zu tun hat. Und natürlich macht auch noch der Chef immer mehr Druck. Im Prinzip ein ganz normaler Alltag einer Führungskraft.
Wenn wir in solchen schwierigen und belastenden Situation stecken, passiert es sehr schnell, dass wir uns in einer Art Abwärtsspirale der Gefühle nach unten drehen. Es geht uns immer schlechter. Die Probleme und Herausforderungen erscheinen uns immer größer und belasten uns immer mehr.
Wir fokussieren uns auf unsere Probleme, was unsere Situation kein bisschen besser macht, vielmehr lähmt es uns, macht uns müde und raubt uns unsere kostbare Energie. Befinden wir uns einmal in der Negativspirale auf dem Weg nach unten, empfinden wir unsere Probleme als unüberwindbar und es fällt uns immer schwerer, Lösungen zu finden.
Diese Probleme und Schwierigkeiten sind unbestritten da, wir können sie nicht leugnen.
Möglicherweise ist es das schöne Büro … der Blick aus dem Fenster… vielleicht schmeckt der Kaffee auf der Arbeit besonders gut … oder der Kaffee im Homeoffice ist besonders lecker … vielleicht gibt es den einen netten Kollegen, der immer lächelt und hilfsbereit ist ... Und es gibt auch ganz sicher Dinge, die gerade richtig gut laufen …
Wie wäre es, wenn wir diesen Prozess direkt anstoßen? Schreibe doch gerne in den Kommentar, oder wenn es dir lieber ist, in einer PN an mich, was du an deinem Arbeitsalltag besonders schätzt.
Instagram: https://www.instagram.com/p/CWI_7RSs5Gp/
LinkedIn: https://www.linkedin.com/posts/aldona-giesbrecht-6ab1021bb_was-gibt-es-positives-an-deinem-arbeitsalltag-activity-6864585230880243713-0gaZ
“Der Weg ist das Ziel.” Dieser in der fernöstlichen Philosophie verankerter Spruch war der Lieblingsspruch einer meiner Lehrer in meiner Ausbildung. In meiner Klasse war er damals zu einem Running Gag geworden und auch ich musste immer wieder darüber schmunzeln. Dennoch speicherte ich diesen Spruch in meiner Sprüchesammlung unter der Rubrik: da muss ich mal in Ruhe darüber nachdenken. Vielleicht wäre es besser gewesen, ich hätte sofort darüber nachgedacht und diesen Spruch verinnerlicht …
Aber, wie die meisten meiner Freunde, Verwandten und Bekannten, begab ich mich sehr schnell auf den Weg zum Ziel. Und mein Ziel war definitiv nicht der Weg. Das Ziel war immer wieder neu. Auf dem Weg zum Ziel hat mich ständig der Gedanke begleitet: “Wenn ich dieses Ziel erreicht habe, dann kann ich endlich anfangen zu leben, dann bin ich angekommen.”
Und so lief ich von einem erreichten Ziel zum nächsten. Wenn ich mein Abi bestanden habe, dann bin ich am Ziel. Wenn ich die Seminararbeit abgegeben habe, dann habe ich das Ziel erreicht. Wenn ich den Studienabschluss habe… Wenn ich den Job habe… Wenn ich diese Position habe... Wenn ich das Gehalt erreicht habe… Wenn der neue Kollege eingearbeitet ist… Sobald das neue Tool etabliert ist… Wenn das neue Projekt zu Ende ist … Wenn diese Phase überstanden oder jene Phase vorbei ist… wenn, wenn, wenn… Kleine und große Ziele reihten sich aneinander, und der Weg fühlte sich an, wie ein Laufband, das sich immer schneller und schneller bewegte. Egal welches Ziel ich erreichte, ich hatte nie wirklich das Gefühl, angekommen zu sein. Es gab immer ein neues Ziel, das ich erst erreichen musste.
Irgendwann kam mir der Gedanke, dass ich vielleicht das Laufband wechseln sollte. In einer anderen Firma wird es sicher besser, da bewegen sich die Laufbänder sicherlich langsamer und entspannter, da kann ich bestimmt einfacher ankommen. Und so wechselte ich das Laufband, in der vollen Überzeugung, diesmal wird alles anders, diesmal wird es gemütlich und ich werde endlich genug Zeit haben für meine Kinder, meine Familie, vielleicht sogar für mich… Aber auch dieses Laufband drehte sich in kürzester Zeit so schnell, dass ich das Gefühl hatte, im hohen Bogen herauszufallen.
Und als ich mal wieder auf meinem Laufband, erschöpft, aber entschlossen wie immer, einem neuen Ziel hinterhereilte, stolperte ich zufällig über diesen, inzwischen altbekannten Spruch: “Der Weg ist das Ziel.”
Der Weg ist das Ziel! Ich habe einige Tausende von Kilometern gemacht, ohne zu wissen, dass ich schon längst angekommen bin! Ich habe nicht verstanden, dass ich den Weg auch gemütlich laufen kann, dass immer wieder eine Bank da ist, um kurz innezuhalten und dass ich am Wegesrand auch picknicken darf. Mir war nicht bewusst, wie wunderschön dieser Weg ist und dass ich ihn genießen darf. In meinem Fokus auf meine Ziele habe ich den Weg völlig ausgeblendet.
Aber unsere Ziele sind nur bestimmte Stationen auf unserem Weg, die wir anstreben dürfen. Wir sollen auch feiern, wenn wir sie erreichen. Aber unser Leben besteht aus dem Weg, der zu diesen Zielen führt.
Jeder einzelne Augenblick auf diesem Weg ist genauso wertvoll, wie die Momente, in denen wir unsere Ziele erreichen. Wir dürfen jeden einzelnen Augenblick auf diesem Weg schätzen und ihn ganz bewusst genießen. Wenn wir diesen Weg achtsam gehen, verstehen wir, dass dieser unser Weg das eigentliche Ziel ist. Und wenn der Weg das Ziel ist, dann sind wir bereits angekommen.
Auch wenn man als Führungskraft sehr viel erreicht, bedeutet das nicht automatisch, dass man mit seiner Position und mit sich selbst zufrieden ist. Es gibt immer wieder herausfordernde Situationen, nicht selten hat man das Gefühl gegen Windmühlen zu kämpfen. Man arbeitet hart und engagiert sich emotional, damit das Team funktioniert und die Ziele entsprechend erreicht werden und doch tritt man nicht selten gefühlt auf derselben Stelle. Oft macht man sich Gedanken über die eigenen Fähigkeiten, hat Zweifel an seiner Eignung und stellt sich Fragen wie: “Bin ich überhaupt für die Führungsposition geschaffen?”, “Bringe ich die nötigen Kompetenzen und Eigenschaften mit, um eine gute Führungskraft zu sein?”, “Will ich die verdammte Position überhaupt?”
Um sich diese Fragen zu beantworten, lohnt es sich, die Methode des aktiven Zuhörens auszuprobieren. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Methode ist es, den emotionalen Inhalt einer Botschaft nachzuvollziehen und zu ergründen, was emotional in dem Gesagten steckt. Der Psychologe Carl Rogers hat diese besondere Form des Zuhörens als eine Methode entwickelt, um seine Klienten richtig zu verstehen und um ihre Selbstakzeptanz zu fördern. Es ist also in erster Linie ein Werkzeug, um seine Gesprächspartner besser zu verstehen und die zwischenmenschliche Kommunikation zu verbessern. Dennoch macht es durchaus Sinn, gerade dieses Werkzeug im Selbstgespräch zu nutzen und sich selbst ganz bewusst aktiv zuzuhören. Es lohnt sich, in sich zu gehen und sich mit dem emotionalen Inhalt der inneren Botschaften auseinanderzusetzen und zu ergründen, was emotional - in dem Fall- im Gedachten steckt.
“Bin ich überhaupt für die Führungsposition geschaffen?” und all die anderen Fragen...
Was kann die emotionale Botschaft solcher Gedanken, Zweifel und Fragen sein? Vielleicht hast du Angst, es nicht zu schaffen und den Ansprüchen der Position oder deines Vorgesetzten nicht zu genügen oder Angst, dein Team zu enttäuschen? Vielleicht bist du mit falschen Aufgaben beauftragt und du würdest als Führungskraft an einer anderen Stelle viel wirksamer agieren können und im Grunde bist du wütend darauf, deine Stärken nicht ausleben zu können? Vielleicht fehlt dir die Freude an den Aufgaben und du langweilst dich in Wirklichkeit, weil du unterfordert bist oder weil die Aufgaben nicht deinen eigentlichen Interessen entsprechen? Vielleicht bist du einfach nur müde, und mit genügend Pausen und Ruhezeiten würde die Situation für dich ganz anders aussehen?
Die emotionalen Inhalte unserer Gedanken und die Auswirkungen auf unsere Arbeit sind sehr vielschichtig und dürfen sehr differenziert betrachtet werden. Dennoch lohnt es sich durchaus, mal richtig in sich hineinzuhören und sich in Ruhe mit sich selbst und den emotionalen Inhalten der eigenen Gedanken auseinanderzusetzen. Denn die Erkenntnis, die daraus erfolgt, ist entscheidend, um wieder mit seiner Position und mit sich selbst zufrieden sein zu können. Und ganz im Sinne von Rogers, um wieder Selbstakzeptanz zu erleben. Wann hast du dir das letzte Mal wirklich aktiv zugehört?
Kostenloses Gespräch: https://aldonagiesbrechtconsulting.de/termin/
Diesen Spruch habe ich neulich auf Instagram gelesen. Er wird auch auf Wikipedia als Goldene Regel aufgeführt. Sein Ursprung wird in der Bibel gesucht, wo es heißt: “Liebe deine Nähchsten, wie dich selbst.” (Markus 12:31)
Auch verschiedene andere religiöse und philosophische Überlieferungen früherer Kulturen und Weltanschauungen werden als Ursprung für diesen Spruch angegeben. Hier lässt sich auch der kategorische Imperativ von Kant anreihen.
Ich möchte diesen Spruch aber tatsächlich strikt infrage stellen. Es gibt nämlich einen entscheidenden Unterschied zwischen diesem Spruch und zwischen dem Bibeltext, dem kategorischen Imperativ, oder den anderen Ursprungstexten. Denn in der Aussage: “Behandle andere…” geht es um das Verhalten, während in den Ursprungsüberlieferungen die respektvolle Einstellung, die wertschätzende Absicht dem Andern gegenüber im Mittelpunkt steht.
Gerade als Führungskraft darf man an diesem Punkt besonders sensibel sein, denn jeder ist individuell und ganz sicher wollen nicht alle so behandelt werden, “wie du von ihnen behandelt werden willst.”
Ich möchte dies an einem einfachen Beispiel verdeutlichen.
Es gibt Menschen, die legen sehr viel Wert darauf, in einer E-Mail höflichst angesprochen zu werden. Sie wollen gerne eine förmliche Begrüßung und einen netten Einstieg, bevor der Kern der Mail, z. B. die Aufgabe, die erfüllt werden soll, folgt. Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die von dem ganzen “drumherum” völlig genervt sind und viel lieber einen einzigen klaren Satz als E-Mail bekommen möchten, mit einer eindeutigen Ansage, die sie auf einen Blick erfassen können.
Treffen diese zwei Menschen aufeinander, kommt es sehr leicht zu Missverständnissen. Ist derjenige, der großen Wert auf Höflichkeit und Form legt, der Mitarbeitende und derjenige, der knappe Aussagen bevorzugt der Chef, ist das Missverständnis noch viel größer.
Als Führungskraft sollte man wirklich nicht davon ausgehen, dass die Mitarbeitenden so behandelt werden wollen, wie man selbst gerne von seinem Vorgesetzten behandelt werden möchte. Viel wichtiger ist es, mit einer grundsätzlichen respektvollen Einstellung und einer wertschätzenden Absicht seinem Mitarbeitenden gegenüber zu treten. Es gilt herauszufinden, wie der Mitarbeitende behandelt werden möchte und was er braucht, um sich eben respektiert und wertgeschätzt zu fühlen. Dann kann man ihm entsprechend das geben, was er braucht, um sich zu entfalten. Gleichzeitig darf man aber auch als Mitarbeitender lernen, die eigenen Bedürfnisse klar zu formulieren und seinem Chef gegenüber deutlich zu kommunizieren.
Kommunikation ist an dieser Stelle der Schlüssel für ein gelungenes wertschätzendes und erfolgreiches Miteinander.
Wenn du lernen möchtest, deine Mitarbeitenden, Kollegen, Vorgesetzten so zu behandeln, wie SIE behandelt werden möchten, dann vereinbare für dich ein kostenloses Strategiegespräch mit mir. Gemeinsam schauen wir uns an, wie es in deinem Arbeitsalltag am besten gelingt. Hier findest du den Link zu meiner Planungsseite: https://aldonagiesbrechtconsulting.de/termin/
Als Führungskraft im mittleren Management befindet man sich in einer herausfordernden Situation. Man arbeitet hart, um sein Team voranzubringen, führt unzählige Mitarbeitergespräche, Teammeetings, schlichtet Konflikte und motiviert seine Mitarbeiter.
Frustrierend ist es, wenn man schließlich mit hohem Zeit- und Energieeinsatz die Firmenziele erreicht, aber keinerlei Reaktion seitens des eigenen Vorgesetzten erfolgt. Keine Anerkennung, keine Wertschätzung, einfach kein Kommentar… außer vielleicht eine Ladung an neuen Aufgaben, die man übernehmen soll.
Fehlende Wertschätzung ist einer der häufigsten Gründe, warum man in seiner Arbeit unzufrieden und unmotiviert ist. Wie kann man diesen Frust verhindern und endlich die Wertschätzung und Anerkennung bekommen, die man ohne Zweifel verdient?
Wenn ich Führungskräfte, die die Wertschätzung seitens ihres Vorgesetzten vermissen, auf ihren auffallenden Einsatz und ihre großartige Leistung anspreche, kommen ganz oft Aussagen wie: “Naja, das ist doch selbstverständlich..., Das ist doch mein Job…, In der Gehaltsklasse kann man das ja von mir erwarten …, In dieser Gehaltsstufe macht man das eben…, Das erwarte ich von mir selbst als Führungskraft…”
Und natürlich stellt sich hier sofort die Frage, wie soll der Vorgesetzte die Leistung des Bereichsleiters anerkennen und wertschätzen, wenn der Bereichsleiter selbst seine Leistung als selbstverständlich bewertet?
Letzte Woche habe ich dich dazu eingeladen, dich am Feierabend bewusst zu feiern. Ich lade dich auch diese Woche dazu ein, dich als Führungskraft und deine eigene Leistung bewusst anzuerkennen und zunächst dir selbst die Anerkennung und Wertschätzung zuzusprechen, die du ohne Zweifel verdienst.
Wenn du das Gefühl hast, dass es dir schwer fällt, deine eigene Leistung und deinen Einsatz wirklich anzuerkennen und dich als Führungskraft wertzuschätzen, melde dich bei mir und wir schauen uns in einem gemeinsamen Gespräch an, wie du hier gezielt vorgehen kannst. Hier findest du den Link zu meiner Planungsseite: https://aldonagiesbrechtconsulting.de/termin/
Wann hast du DICH am Feierabend das letzte Mal so richtig gefeiert?
Schnell noch die letzten paar Punkte auf der To-Do-Liste für den nächsten Tag notieren, Unterlagen auf dem Schreibtisch grob sortieren, PC herunterfahren - Feierabend! Und dann?
Meist sieht der Feierabend so aus, dass wir in Gedanken direkt bei den Dingen sind, die noch privat erledigt werden müssen. Oder wir planen schon den nächsten Arbeitstag und schicken uns selbst auf dem Weg nach Hause Sprachmemos, um nicht zu vergessen, was wir morgen dringend erledigen müssen.
Und nicht gerade selten wird darüber gegrübelt, was alles nicht so gut gelaufen ist. Die E-Mail an den Vorstand war nicht richtig formuliert, das Konzept hat noch keine perfekte Struktur, das Telefonat mit Frau X hat nichts gebracht und das Gespräch mit Herrn Y war irgendwie seltsam. Die Kalkulation hat bestimmt einen Fehler und der Projektplan ist immer noch nicht fertig….Und von der To-Do-Liste ist schon wieder kaum etwas abgehackt!
Wann hast du dich am Feierabend das letzte Mal so richtig gefeiert?
Damit meine ich nicht die Tage, an denen du der Geschäftsführung eine besonders gelungene Präsentation vorgestellt hast, oder die Tage, an denen du ein Projekt erfolgreich zu Ende gebracht hast. Obwohl auch diese Erfolge viel zu selten wirklich gefeiert werden… Ich meine einen ganz normalen Tag.
Wie viele Mails hast du heute nebenher beantwortet? Welche Geplänkel unbemerkt geschlichtet und so größeren Konflikten vorgebeugt? Welche vermeintlich kleinen und großen Entscheidungen hast du getroffen? Wie viele Gespräche hast du geführt, am Telefon, im Flur, ungeplant, nicht offiziell aber doch so wichtig für dein Team und die Zusammenarbeit? Wie viele kleine und große Anliegen deines Teams hast du wahrgenommen und als deine Verantwortung abgespeichert. Wie viele Dinge, die nicht auf deiner To-Do-Liste standen, aber wichtig und dringend waren, hast du nebenbei getan und erledigt.
Ich möchte dich heute einladen, deinen Feierabend zu feiern. Bevor du dein Büro verlässt, egal ob Home-Office oder in der Firma, setzt du dich für eine viertel Stunde hin, mit einer Tasse Tee oder einem alkoholfreien Bier (du bist ja noch bei der Arbeit ;)) und schreibe eine Done-Liste. Gehe in dich und notiere dir alles, was heute gut gelaufen ist, was du getan hast. Nicht nur die Dinge, die unmittelbar zum Ergebnis geführt haben, sondern auch die Dinge, die zwischendrin und nebenher “über einen Tisch” gelaufen sind. Warte nicht darauf, bis dein Vorgesetzter dir seine Anerkennung ausspricht. Nimm du dir die Zeit und erkenne selbst an, was du geleistet hast. Wertschätze dich und feiere dich an deinem Feierabend! Und ich wünsche dir richtig viel Spaß dabei!
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