Geldmeisterin

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By Der Finanzpodcast mit Julia KistnerBusinessInvesting
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Geldmeisterin episodes

  • Eine erfolgreiche Geldanlage braucht noch natürliche Intelligenz

    „Mit AI kann man wunderbar Daten analysieren und sogar die Visagen der CEO´s bei Hauptversammlungen auswerten. Verlassen würde ich mich aber nicht darauf, dass das verzerrte Gesicht nicht auf Zahnschmerzen beruht", scherzt Raghavendra Rau, Inhaber der Sir Evelyn de Rothschild-Professur für Finanzen an der Judge Business School der University of Cambridge, Gründungsdirektor des Cambridge Centre for Alternative Finance. Er vergleicht Künstliche Intelligenz mit seinen Masterstutentinnen: „Die geben immer eine Antwort, auch wenn sie die in Wirklichkeit nicht kennen. Das ist natürlich gefährlich, wenn man entsprechend der AI-Antwort beispielsweise in Einzelaktien veranlagt."

    Raghavendra Rau investiert ohnehin nicht in Einzelaktien, das ist ihm zu riskant, sondern in Indexfonds. Technologie-Aktien seien interessant, doch bei den aktuellen Preisen müsse man nicht gleich zuschlagen.

    Wie man sich jetzt am Besten positioniert, warum die geopolitische Entwicklung und Handelskonflikte 2025 bestimmender sind als der Einsatz von AI erklart der Cambridge-Professor in der aktuellen Podcastfolge der GELDMEISTERIN.

    Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner.

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    Risikohinweis: Dies sind keine Anlageempfehlungen. Julia Kistner und ihr Podcast-Gast übernehmen keinerlei Haftung.

    #Aktien #AI #Fondsmanager #Vermögen #Cambridge #invest #Podcast

    24 min
  • „Kursfeuerwerk von ATX Total Return hat noch Potenzial.“

    Die Marktkapitalisierungen an den Börsen in  Deutschland und Österreich repräsentieren bei Weitem nicht die Wirtschaftskraft und konjunkturelle Situation der Länder,

    erklärt der Wiener Börse-Vorstand @ChristophBoschan in der aktuellen Podcastfolge der Geldmeisterin, warum sich die Kapitalmärkte boomen, die Realwirtschaft jedoch in der Rezession verharrt: „Wenn Sie den gesamten Börsenwert aller
    notierten Unternehmen zusammenrechnen ergibt das in Deutschland ungefähr 60 Prozent vom Nationaleinkommen, in Österreich sind es gerade einmal 35 Prozent. Im
    angloamerikanischen Raum schießt das weit über 100 Prozent, teilweise 200 Prozent hinaus.“

    Beflügelt von den US-Börsen habe auch Wien im Sommer außerordentlich hohe Börsenumsätze gesehen. Im September hat der ATX total return-Index, der auch die Dividendenerträge enthält mehrfach sein All time high gesehen. Christoph

    Boschan sieht beim ihm immer noch viel Potenzial: „Die österreichischen Betriebe sind im internationalen Kontext außerordentlich moderat bewertet mit Kurs Gewinn-Verhältnissen im Bereich von 6, 7 und 8, verglichen mit dem Dax oder dem EuroStoxx, die so von 11 bis 12 fluktuieren. Vor allem aber läge die Dividendenrendite des österreichischen Index bei durchschnittlich sechs Prozent pro Jahr, was insgesamt beim ATX Total return, der ebenso wie der DAX auch die Dividenden berücksichtigt einen Anstieg seit Jahresbeginn von rund zehn Prozent pro Jahr bei - verglichen mit US-Aktien - noch immer sehr moderaten Bewertungen der Aktien.

    Was noch für die Wiener Börse spricht und was nicht – etwa dass es europaweit viel zu wenig Kapitalmarktstellen

    gibt und die Politik die kapitalgedeckte Vorsorge kaum bis gar nicht fördert, erfahrt ihr in dieser Podcastfolge der Geldmeisterin.

    Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner

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    Risikohinweis: Dies sind keine Anlageempfehlungen. Julia Kistner und ihr Podcast-Gast übernehmen keinerlei Haftung.

    #Aktien #ATX_TR #Dividenden #Vermögen #Kursrally #invest #Podcast

    Foto: Boschan/Unsplash

    38 min
  • „Emotionen bringen keinen Mehrwert beim investieren."

    Vor kurzem hatte ich den Fondsmanager und Börsenkenner Wolfgang Matejka zu Gast, den der  zunehmende Einfluss von quantitativen Strategien und des Hochfrequenzhandels auf Börsenkurse frustriert, womit selbst Unternehmen mit fundamental guten Bilanzdaten am Parkett abgestraft würden.

    In der aktuellen GELDMEISTERIN-Folge diskutiere ich mit meinem Gast Erhard Radatz, Global Head of Portfolio Management, Invesco Quantitative Strategie, was Quant-Strategien überhaupt sind. So viel vorab: Sie  nutzen

    mathematische Modelle und Algorithmen, um große Datenmengen, etwa historische Kursdaten oder wirtschaftlichen Kennzahlen zu analysieren und somit Handelsentscheidungen weitgehend zu automatisieren.

    Beim kurzfristigen Traden können Algorithmen viel

    schneller auf neue Informationen reagieren als menschliche Trader. So kommt es aber auch zu schnelleren Kursbewegungen, vor allem bei plötzlichen Ereignissen.
    Sie erkennen auch Arbitragemöglichkeiten zwischen Märkten und Veranlagungsklassen viel schneller.

    Da hat Wolfgang Matejka schon recht: Wenn viele

    Quant-Strategien ähnlich  reagieren, können sie bestehende Trends auch noch verstärken, egal ob den Trends die
    fundamentale Grundlage entbehrt oder nicht.

    Erhard Radatz sieht das naturgemäß differenzierter.

    Zum eine schaue bei Invesco bei der Selektion der Aktientitel am Ende doch noch ein Mensch drüber. Zum anderen: „Nur weil wir quantitativ sind heißt es lange nicht, dass für uns nicht auch Fundamentaldaten zählen . Das Einzige, was wir unterschiedlich machen zur klassischen fundamentalen Analyse ist, dass wir uns eine ganze Breite von Aktien, ein globales Aktienuniversum von 12000 Aktien jeden Tag anschauen. Wir bewerten die Aktien dann eben sehr breit,  das heißt wir gehen weniger in die Tiefe für
    das einzelne Unternehmen sondern wollen aufgrund von statistischen Aussagen solche Unternehmen bevorzugen, die jener Gruppe angehören, die historisch attraktive Renditen gezeigt haben.“

    Quant-Investoren wollen vor allem Emotionen ausschalten, erklärt Erhard Radatz, „sie helfen uns nämlich nicht dabei, einen Mehrwert beim investieren zu erzielen. Wir möchten uns systematisch auf Informationen verlassen die in der Vergangenheit funktioniert haben und die aus der Vergangenheit aber auch für die Analyse der Zukunft Aussagekraft haben.“

    Quantitative Strategien eigneten sich gerade im langfristigen Vermögensaufbau ab Anlagehorizonte von fünf Jahren und hier durchaus auch als Kerninvestment. Radatz sieht sie irgendwo zwischen gemanagten Fonds und ETFs.

    Vergleichsweise attraktiv seien sie von den Gebühren und Gebühren sind bekanntlich eine wichtiger Faktor bei den langfristrigen Renditen.

    Alles weitere zu quantitativen Investmentstrategien mit praktischen Beispielen in der aktuellen Folge der GELDMEISTERIN.

    Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner

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    #Aktien #quantitative_Strategeien #Anlage #Vermögen #Kerninvestment #Quant #invest #Podcast

    Foto: Erhard Radatz

    26 min
  • Sparen ist Geldvernichtung!

    Laut jüngster Umfrage von JP Morgan Asset Management legt nicht einmal die Hälfte der österreichischen Bevölkerung am Kapitalmarkt an, 43 Prozent horten ihr Geld auf Sparbüchern und verlieren so Jahr für Jahr hier Kaufkraft. Zwölf Prozent legen überhaupt nichts zurück.

    Ein großer Fehler, wie Raiffeisen Research vorrechnet. Seit

    Ende 2019 ist das Geldvermögen der Österreicher zwar um 19 Prozent auf einen Rekordwert von 855 Milliarden Euro gestiegen. Wenn man sich aber die Kaufkraft dieses Vermögens anschaut, also die Teuerung berücksichtigt, können sich Herr und Frau Österreicher davon um vier Prozent weniger kaufen, gerade einmal so viel wie noch 2017.

    Aber haben die Sparerinnen nicht zumindest vor den drei

    Zinssenkungen 2023 vom Anstieg der Zinsen profitiert? Viel zu wenig, meint Oswald Salcher, Country Manager für Österreich des Online-Brokers Trade Republik:
    „Die Online-Banken haben in Österreich in den letzten zwölf Monaten 1,2 bis 1,3 Prozent Sparzinsen hergegeben, Filialbanken sogar nur 0,4 Prozent. Der Durchschnittszinssatz lag bei 0,87 Prozent während die Banken das Geld bei der EZB um durchschnittlich
    3,4 Prozent anlegen konnten. Die österreichischen Sparerinnen erhielten drei Milliarden, die Inflation kostete ihnen zwölf Milliarden – somit wurde netto
    neun Milliarden an Vermögen vernichtet.

    Oswald Salcher empfiehlt deshalb das Fondssparpläne. Aber hier die richtige Aktie zu finden sei wirklich riskant und schwierig: „Daher ist ja auch der allgemeine Grundsatz, dass man breit gestreut nie bereut. In jeden Fall ist

    es ganz gut und wichtig, dass man ganz lange in die Zukunft hinein investiert bleibt."

    Bei Sparplänen mache es dann auch nichts, wenn der Markt ein bisschen runtergeht  - das könnte nach den US-Wahlen passieren – und man fürs seine ständig gleich hohe Investitionssumme meher Anteile erhält.

    Was Oswald Salcher anlagetechnisch jetzt noch empfiehlt hört ihr in dieser Podcastfolge.

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    #Aktien #Sparplan #Sparbuch #Cash #Sparbuch #EZB #Bank #invest #Podcast

    Foto: Oswald Salcher

    28 min
  • „Erleben bald eine Überraschung nach unten"

    Auf Sicht fahren mit Pharma, Banken, Versicherungen,

    Wohnimmobilien, 20 Prozent Cash, Gold und Silber


    „Es ist ein irritierendes Umfeld. Wir sehen gerade Auskehrmechanismen, die mit den Fundamentaldaten der darunter liegenden Unternehmen so nichts zu tun haben", beklagt Wolfgang Matejks von Matejka & Partner Asset Management. Manche Large Caps seien so gut gelaufen, dass sehr viele Institutionelle ein oder zwei Prozent aus ihrem Portfolio rausschmeißen, fundamental völlig unbegründet. Auch werde teilweise alles, was unter einer Milliarde Marktkapitalisierung notiert einfach abgestoßen.

    „Fondsmanagement ist leider oberflächlich geworden“, meint ein frustrierter Fondsmanager Wolfgang Matejka, „schauen Sie sich etwa den Kurs der AMAG-Aktie an. Die hat in Wirklichkeit sämtliche Erwartungen der letzten Jahre geschlagen und zählte im eigenen Sektor immer zu den Besten, mit Geschäftssparten, deren Zyklen sich unterscheiden. Das alles ist vollkommen egal, wenn Norsge raus geht.“ Norsge Bank ist der Verwalter des norwegischen Staatsfonds.

    Wolfgang Matejka rechnet, beginnend noch 2024, spätestens 2025 mit kräftigen Kurskorrekturen. Nämlich dann, wenn den Anlegern nach einem Reality-Check die hohen Bewertungen bei den gedämpften Aussichten

    bewusst werden. Im zweiten Halbjahr 2025 würden die Börsen dann aber wieder anziehen.
    Wolfgang Matejka hat persönlich seinen Anteil an US-Aktien reduziert. Sektor bezogen fühlt er sich mit Pharmawerten, aber auch Banken- und Versicherungs-Aktien wohl, findet Wohnimmobilien attraktiv, eine Cashquote von 20 Prozent sowie Gold aufgrund der „Fluchtreflexe“ und Silber auch wegen des hohen Industrie -Bedarfs für die Photovoltaik.

    Wie man sich als Privatanleger jetzt besser und sicherer aufstellen kann erfährst Du in dieser Podcastfolge der

    GELDMEISTERIN.

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    #Aktien #Korrektur #Markt #Risiko #USA #Versicherungen #Bank #Biotech #Pharma #Gold #Silber #Tech #invest #Podcast

    Foto: Wolfgang Matejka, Background Foto von Tim Mossholder/Unsplash

    40 min
  • „Value-Investoren wollen eben nie zu viel bezahlen!"

    Auf nach Europa! Dort sind die Bewertungen noch deutlich niedriger.

    Die Cash-Quote der Fondsmanager sei mit vier Prozent laut Umfrage so niedrig wie zuletzt 2021, meint Heiko Böhmer, Chefstratege der deutschen Fondsgesellschaft Shareholder Value Management. Er sieht nach einer Überbewertung der US-Growth-Werte wieder attraktivere Kaufgelegenheiten
    bei europäischen Value-Werten.

    Die Geschichte habe gelehrt, dass der Markt irgendwann doch wieder die Kurs-Gewinn-Verhältnisse in den Fokus

    rückt und die Bewertung sei in Europa eben günstiger und hier findet man auch die klassischen Industriewerte, die wieder gefragt sind.
    Heiko Böhmer und sein Team favorisieren derzeit Versicherungswerte und auch Diagnostik-Unternehmen, untergewichtet sind sie in US-Techaktien: „Value-Investoren wollen eben nie zu viel bezahlen. Das ist halt immer
    dieser Klassiker: man hat vielleicht ein tolles Unternehmen gefunden, das Management passt, das Geschäftsmodell passt, die Aussichten sind gut aber der Preis passt eben nicht dann nimmt man so ein Unternehmen auf die Watchlist und wartet auf die nächste Korrektur und freut sich,
    dass man dann günstig einsteigen, kann.
    Mehr zu aktuellen Value Investing-Strategien in dieser Podcastfolge der GELDMEISTERIN.
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    #Aktien #Value #Markt #Risiko #USA #Europa #Tech #Diagnostik #Versicherungen #invest #Podcast

    Foto: Shareholder Value Management

     

    21 min
  • „Ein Konto gegen die Verarmung, eines für die Lust auf Reichtum"

    „Aktienportfolio für den Reichtum , Geldmarktprodukte gegen die Verarmung"

    „Es sind zwei Dinge, die den Kapitalmarkt treiben“, meint

    Professor Dr. Thomas Mayer, Leiter des Research Institut von Flossbach von Storch, „die Furcht vor Verarmung und die Lust auf Reichtum.“ Und es brächte nichts gegen diese beiden Triebe anzukämpfen. Er persönlich würde vielmehr eine Zwei-Kontenstrategie fahren: „Eines für den Schutz vor Verarmung. Hier würde ich wenig risikoreiche, kurzlaufende Staatsanleihen oder Unternehmensanleihen hoher Qualität oder auch Geldmarktfonds legen. Auf das andere Konto für die Chance auf Reichtum legen Sie am Besten ein breit
    diversifiziertes Aktienportfolio. Das kann man auch noch ein bisschen mit anderen Assets wie Gold absichern. Das Aktienkonto können sie liegen lassen und wenn die Welt nicht untergeht, dann wird es mittel- bis langfristig wieder nach oben gehen. Das ist zumindest mein Ansatz: Diversifizierung und mentales Konto.“

    Zu den hohen Bewertungen meint Thomas Mayer, dass man hier langfristig einen Anstieg des „Cape“, soll heißen „Cyclically Adjusted Price Earnings Ratio“ erkennt. Eine Kennzahl des Wirtschaftsnobelpreisträgers Robert Schiller, die den laufenden Kurs der Aktie ins Verhältnis zum Durchschnitt der Gewinne der letzten zehn Jahre setzt.

    So kosteten US-Aktien über mehr als hundert Jahre knapp das 15-fache der Unternehmensgewinne der vergangenen zehn Jahre. „Diese Durchschnitte haben sich in den letzten 30 Jahren deutlich nach oben verschoben, von 1990 bis 2019 bei den großen Internetfirmen auf 25 und jetzt liegt der Mittelwert schon bei 30. Die Bewertungen haben sich in der Erwartung nach oben verschoben, dass die technische Revolution durch das Internet und die höhere Produktivität durch KI dies rechtfertigen.“

    Das könne man auch nicht ganz negieren. Die Tech-Firmen arbeiten vor allem mit Humankapital und weniger mit kostenintensiven Produktionsanlagen wie die alte Industrie. Bei Humankapital seien de facto die Margen größer, weil

    sich die Software-Experten (noch) nicht entsprechend ihrer Ausbildungskosten entlohnen lassen, die sie oftmals nicht selber, sondern der Staat oder die Eltern bezahlt haben.

    Weitere spannende Wirtschafts- und Finanzthesen von Prof. Dr. Thomas Mayer, auch warum man nicht versuchen sollte, schlauer als der Markt zu sein hört ihr in der aktuellen Folge der GELDMEISTERIN.

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    #Aktien #MSCI #Markt #Risiko #invest #Podcast

    Foto: Thomas Mayer

     

    31 min
  • „Der Dollar kann für den Anleger zum Problem werden"

    „Währungsrisiken werden ignoriert"

    Was man gerne ignoriert sind die Auswirkungen der Währungen auf den Investmenterfolg. Dabei spiele insbesondere der Euro-Dollar-Wechselkurs eine Rolle, warnt Vermögensverwalter und Währungsexperte @GerhardMassenbauer. Egal ob man in Gold oder sonstige Rohstoffe investiert, die in Dollar gehandelt werden oder auch in global agierende börsennotierte Unternehmen, die im Ein-wie Verkauf sehr viel in Dollar fakturieren, der Wechselkurs spiele eine wichtige Rolle für den Ertrag, auch wenn Unternehmen das Währungsrisiko großteils hedgen.

    Das treffe allerdings etwa für Maschinenbauer wie Andritz weniger zu, da ihre Projekte sich oft länger über zwei Jahre strecken, was das Hedgen schwieriger und teurer macht.

    Die wenigsten wüssten beispielsweise auch, dass der Schweizer Pharmakonzern Novartis zu 100 Prozent in Dollar bilanziert. Ebenso investiere man mit einem ETF auf den MSCI World in einen US-Fonds, garniert noch mit ein bisschen internationale Investments. Rund 70 Prozent der weltweiten Marktkapitalisierung sei nun einmal in den USA. Wenn man deshalb alles in Europa investiert habe, haben man in den letzten Jahrzehnten aber auch einen großen Fehler gemacht, ergänzt der Währungsexperte in der aktuellen Folge der GELDMEISTERIN.  

    Das Wechselkursrisiko stets mit Derivaten wie Optionen und Zertifikaten zu hedgen ist für Privatanleger nicht nur kostspielig, sondern auch sehr schwierig zu timen. Durch Aktieninvestments in unterschiedlichen Währungsräumen ließe sich aber das Wechselkursrisiko begrenzen. Gerhard Massenbauer hält derzeit viel von Asien ex China, insbesondere Australien. Nicht, weil Australien so viele große Minenproduzenten beheimatet, sondern weil Australien einer der weltweit wichtigste Wasserstoff-Lieferant sein wird.

    Gerhard Massenbauer rechnet nicht, dass man sich über den Dollarkurs in den nächsten zwölf  Monaten Gedanken machen muss. Aber wenn ich als Anleger nicht selten zu 70 Prozent in Dollar in irgendeiner Weise investiert bin, müsse man sich schon eine Grenze setzen ab welchen Dollarkurs man die Währung absichert, um als Europäer nicht zu hohe Verluste einzufahren.

    Da man um  den Dollar einfach nicht herum kommt – Gehard Massenbauer ist  persönlich sowohl in Euro als auch in Dollar investiert – müsse man für sich einschätzen, wo der Dollar sich hinbewegt.  Gerhard Massenbauer rechnet, dass er aufgrund der hohen Staatsverschuldung sich von derzeit 1,10 (für einen Euro erhält man 1,1 Dollar) auf 1,40 fällt. Wann das sein wird, können er nicht genau sagen.

    Ab welchem Dollar-Kurs er sich persönlich absichert, für wie stark er den chinesischen Renmimbi, die Ostwährungen oder auch die türkische Lira hält erfahrt ihr in dieser GELDMEISTERIN-Podcastfolge.

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    #Währungsrisiko #Euro #Dollar #Renmimbi #CHF #Franken #Absicherung #Kursverfall #invest #Podcast

    Foto: Gerhard Massenbauer/Bearbeitung GELDMEISTERIN

     

    35 min
  • Spricht jetzt was für Laufzeitfonds, Herr Kaller?

    Warum Laufzeitfonds seit Ende der Nullzinsphase wieder so populär sind? Ganz einfach. Man will Privatanlegern jetzt, wo es wieder  bzw. noch Zinsen gibt den Kauf von Anleihen mit fixer Laufzeit ermöglichen.

    Denn wer einmal versucht hat etwa mit dem Anleihefinder der Stuttgarter Börse investierbare Einzelaktien als Kleinanleger zu finden, der weiß wovon ich spreche. Der Markt ist um ein Vielfaches größer und damit unübersichtlicher als der Aktienmarkt, die Stückelungen mit 10.000 oder ga 100.000 Euro zu groß für das eigene Geldbörsl. Oft ist es auch die Regulatorik, die Privatanlegern den Kauf bestimmter Anleihen nicht erlaubt.

    Ein Laufzeitfonds oder ETF kauft zu einem bestimmten Zeitpunkt festverzinsliche Anleihen mit fixer, gleicher oder ähnlicher Laufzeit ein, streut so für den Privatanleger das Risiko von Ertragsausfällen durch Insolvenz eines Anleihe-Emittenten und bietet eine fixe Verzinsung und Rückzahlung zu einem Zeitpunkt in rund  fünf Jahren an.

    Gemanagte Laufzeitfonds lassen sich zwar auch wie die börsengehandelten ETFs jederzeit verkaufen, aber nur mit Abschlägen um die zwei Prozent. Zu zahlen ist auch eine

    Verwaltungsgebühr zwischen 0,2 und 0,3 Prozent bei Laufzeit -ETFs und 0,5 Prozent bei gemanagten Fonds.

    Um eine Rendite von vier bis fünf Prozent vor Gebühren zu erzielen müssen Laufzeitfonds derzeit risikoreichere High Yield Bonds ins Portfolio legen.

    Was jetzt unmittelbar nach der Zinssenkung der FED um 50 Basispunkte und der EZB um 25 Basispunkte noch für Anleihen spricht und hier vor allem für Laufzeitfonds begründet #MarkusKaller , Investmentexperte und Leiter des Privatkundenvertriebs der Erste Group

    Viel Hör- und Anlagevergnügen wünscht Julia Kistner

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    #Anleihen #FED #Zinsschritt #Laufzeitfonds #Bonds #HighYield #Rezession #Konjunktur #invest #Podcast

    Foto: Erste Group

     

    29 min
  • „Tech-Titel sind nicht alle zu teuer“

    „Schauen uns jetzt in der zweiten Reihe um."

    Nicht nur, dass die bekannte Technologiewerte mit AI-Phantasie schon super gut gelaufen und damit hoch im Kurs sind – eine Nvidia kostet trotz Korrektur noch über das 54-fache seines Jahresgewinns.

    Die Europäer sind außerdem schon stark in Tech-Werte investiert. Laut dem „Trendmonitor Vermögensverwaltung 2024“ vom Institut für Vermögensverwaltung IVA und der Wealth Management Plattform QPLX fließt jeder achte (!) Euro von deutschen Anlegern alleine in die glorreichen

    sieben US-Tech-Aktien Microsoft, Amazon, Alphabet, Apple, Nvidia, Tesla und Meta.

    Wenn man allerdings glaubt, dass diese Unternehmen, die an der Börse bis zum 50-fachen ihres Jahresgewinns notieren, den hohen Preis durch massive Gewinnsteigerungen in absehbarer Zeit locker reinverdienen,  ja dann macht es auch Sinn, hier munter

    weiter zu investieren.

    Und wenn man nicht auf die sehr hoch bewerteten, ursprünglichen „Magnificent Seven“ starrt, sondern auf den breiteren Technologie-Index NASDAQ insgesamt, der 100 Werte enthält, wird man vielleicht überrascht sein, dass die Tech-Werte gar nicht so teuer sind. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis des  NASDAQ liegt bei 18,44 und damit 30

    Prozent unter dem Wert vor einem Jahr. Da betrug es 26,42. So ein niedriges KGV wie heute haben wir übrigens das letzte Mal vor sieben Jahren im September.

    Technologie gehört meiner ganz persönlichen Meinung nach  - egal welche Börsenwetterlage herrscht – immer ins Langfristportfolio. Ich bin überzeugt, dass sich dort das Wachstum im nächsten Jahrzehnt abspielt -  und im Pharmasektor.

    Wie viel Technologie ins Portfolio gehört, da hat mein GELDMEISTERIN-Podcast-Gast Thomas Seuberth einen

    sehr guten Richtwert: „Man orientiert sich einfach am Anteil der Tech-Werte im MSCI World. Der liegt aktuell bei 34 Prozent, wenn man den Telekom-Sektor dazu zählt.“

    Im Podcast erzählt der Vertriebsexperte vom  norwegischen

    Fondsanbieter DNBA Asset Management mehr über ihre zehn größten Positionen ihres Technologie-Fonds – Samsung, Microsoft, Nvidia, Alphabet, Amazon, Western Digital, Mastercard, Visa, Nokia und Ericsson.

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    #Aktien #FED #Zinsschritt #Technologie #KGV #invest #Podcast

    40 min

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