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Finanzjournalist Martin Kwauka (K&), Gründer des Finanzjournalistenforums und Julia Kistner (K) haben sich die Dividendenzahler genauer angesehen und siehe da: Die Unternehmen zahlten im dritten Quartal 2022 Rekorddividenden aus. Die 3000 größten Unternehmen der Welt schütteten insgesamt , sieben Prozent mehr als noch 2021 aus. Zum einen sind die Unternehmenszahlen besser als erwartet, zum anderen gab es einen gewissen Nachholeffekt, weil während der Pandemie viele Unternehmen, die staatliche Hilfen in Anspruch nahmen, nicht ausschütten durften. Und nicht zuletzt sprudelten die Dividenden bei den fleißigen Auszahlern Ölfirmen, Energieversorger und Rohstoffminen kräftig. Das wird 2023 nicht mehr so stark der Fall sein.
Dividenden-Zahler haben leider einen kleinen steuerlicher Nachteil. So fallen zum Beispiel bei deutschen Dividenen-Auszahlungen Kapitalertragsteueren in Deutschland und dann auch in Österreich an. In Summe werden die Ausschüttungen dann mit 40 Prozent versteuert, in der Schweiz, oder den USA ist die Rückforderung im Ausland der zu viel bezahlten Steueren auch mühsam. Bei Dividendenfonds nehmen die Fonds die steuerliche Rückvergütung teilweise dem Anleger ab. Wenn man mit US-Dividenden unterwegs ist, soll man steuerlich ein wenig besser mit irischen Fondskonstrukten fahren.
Langfristig dürften die Dividenden-Auszahlungen in der nächsten Zeit Jahr für Jahr um sechs Prozent steigen, wobei Europas Unternehmen in Summe die besseren Dividendenzahler sind. Nächstes Jahr werden die Dividenden nicht mehr ganz
Martin verrät áuch eine seiner Dividenden-Quellen: https://www.janushenderson.com/de-de/investor/jh-global-dividend-index/
Als ETF-Auswahl empfiehlt Martin die Vergleichsplattform www.justetf.com , für gemanagte Fonds die Seite www.morningstar.de.
Dividenden ist eines, Anleihezinsen und Renditen die Alternative, wenn man das Risiko streuen möchte. Während ich bei Anleihen noch zurückhaltend bin, sieht Martin bei den gestiegenen Anleihen schon interessante Alternativen zu Dividendenaktien.
Mehr Tipps dazu in der aktuellen Folge der GELDMEISTERIN.
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Rechtlicher Hinweis: Das sind keinesfalls Empfehlungen, sondern nur meine persönlichen Gedanken. Die Autorin übernimmt keinerlei Haftung die daraus erwächst, dass man entsprechend Ihrer Medienbeiträge Investments tätigt.
Musik- & Soundrechte: https://www.geldmeisterin.com/index.php/musik-und-soundrechte/
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Foto: Finanzjournalistenforum
Das möchte Währungsexperte Gerhard Massenbauer, der für Industriebetriebe Währungsrisiken managt auch Privatanlegern mitgeben: Meist muss man über Währungsabsicherungen nicht nachdenken, aber es sei ein Akt grober Dummheit es nicht von Zeit zu Zeit zu tun. Aktuell hätten wir die größten Übertreibungen beim Dollar, die in den letzten vier Jahrzehnten vorgekommen sind Die Frage sei nicht, ob der Dollar abwerten wird, sondern wann und in welchem Ausmaß. Nach dem Big Mac-Index sei der US-Dollar derzeit 35 Prozent überbewertet. In den letzten fünf Jahrzehnten seit Aufgabe des Goldstandards habe sich der Dollar halbiert. Laut OECD-Kaufkraftparität-Messung müsst der Dollar bei 1,35 zu einem Euro stehen. Rund 15 Prozent der Euro-Schwäche gehen auf das Konto des Ukraine-Kriegs. Für Privatanleger gibt es zur Absicherung der US-Aktien Options-Strategien und Mini-Futures ohne Laufzeit. Bei den Mini-Futures eignet sich ein Hebel von drei bis vier Prozent. Das bedeutet also, dass man für eine Absicherung gegen einen Dollar-Verfall pro Jahr derzeit Kosten von 12,5 Prozent der investierten Summe hat. Daher würde der Währungsexperte Mini Futures, das sind Open-End-Zertifikate erst einsetzen, wenn der Dollar unter 0,96 je Euro fällt. Da sind wir nun.
Zwei Dinge könnten den Dollar auch noch stärker machen: Der Einsatz von atomaren Waffen oder ein flächendeckender Blackout in Europa. Damit rechnet Gerhard Massenbauer aber nicht. Mehr zur Bedeutung von Währungsrelationen für Wertpapierbesitzer in der aktuellen Podcast-Folge der GELDMEISTERIN. Zu Gast ist Gerhard Massenbauer, den man über www.thetreasuryscout.com oder auch hedgego.at direkt erreicht.
Eine erfolgreiche Anlagewoche wünscht GELDMEISTERIN-Podcasthost Julia Kistner.
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Foto: Gerhard Massenbauer
Zu Gast bei der Geldmeisterin ist Friedrich Mostböck, der meint, jetzt sei es an der Zeit mehr ins Risiko, also in Aktien zu gehen. Bei Anleihen werde man noch Renditesteigerungen sehen, das heißt also, wer sich jetzt schon Bonds kauft muss Kursverluste in Kauf nehmen. Bei den internationalen Bluechips setzt er auf die großen Werte. Österreich-Aktien kommen da schon aufgrund ihrer bescheidenen Größe nicht vor. Zu den Empfehlungen seines Teams gibt es einen eigenen investierbaren Fonds: ERSTE EQUITY RESEARCH - Factsheet (erste-am.at) Spannend ist die dazugehörige Globale Aktien-Empfehlungsliste, aus der der Fonds aussuchen kann: download (erste-group.com) . Auffällig ist hier, dass die chinesischen Aushängeschilder Alibaba, China Construction Bank und Tencent von „halten“ auf „verkaufen“ herabgestuft wurden.
Fritz Mostböck findet derzeit aber durchaus auch österreichische Aktien, die sehr günstig bewertet sind für attraktiv. Denn es war bisher immer so, dass sich so kleine Finanzplätze wie Wien nach einem Bärenmarkt dann auch am spektakulärsten wieder erholten. Hier würde er einerseits auf österreichische Global Nischenplayer wie Andritz oder AT& S setzen, andererseits auf Aktien wie die VIG, die vom Aufschwung Ost profitieren. Das Interview in voller Länge in der aktuellen Folge der GELDMEISTERIN, überall wo es Podcast gibt.
Eine erfolgreiche Anlagewoche wünscht GELDMEISTERIN-Podcasthost Julia Kistner.
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Foto: Erste Group/Daniel Hinterramskogler
2022 war bis jetzt nicht nur eine katastrophales Aktien-, sondern auch Anleihejahr. Genau genommen war es das bisher Schlechteste seit dem zweiten Weltkrieg mit zweistelligen Kursverlusten. Ausgehend von Null- bis Negativ-Verzinsungen sind die Zinsen überraschend schnell gestiegen. Selbst wenn man in ein- oder zweijährige Anleihen investiert wäre, hätte man zweistellig Verluste einfahren können, subsumiert Robert Karas, Chief Investment Officer bei der Bank Gutmann, die letzten zehn Monate an den internationalen Anleihenmärkten. Zu Gast beim Podcast GELDMEISTERIN erinnert er an das Wechselkursrisiko bei US-Staatsanaleihen, dass den derzeit beachtlichen Mehrertrag dieser Treasuries auch schnell wieder zu Nichte machen könnte. Da Anleihen Kredite an die Emittenten sind, ist das Rating der Schuldner so wichtig. Man will schließlich sicher gehen, dass die Schuldverschreibung später noch beglichen werden kann. Insgesamt seien Anleihen wieder wesentlich interessanter geworden als in den letzten zwei Jahren, betont Robert Karas. Der Vorteil von Anleihen sei, dass die Renditen in der Regel planbarer sind als die von Aktien.
Jetzt sei antizyklische Investieren am Anleihemarkt durchaus sinnvoll. Vorsicht bitte noch, bei den länger laufenden Anleihen, meine ich. Die reagieren deutlich stärker auf Zinsänderungen. All diese Zinsanhebungen, die demnächst noch kommen, sind bei Anleihen schon eingepreist. Das geht bei Bonds schneller als bei Aktien
Bei allen Chancen am Anleihemarkt, darf man nicht vergessen, dass der Anleihenmarkt nicht so liquide sind wie die großen Aktienbörsen, meine ich. Es ist auch etwas aufwendiger, die passenden Wertpapiere zu finden. Grundsätzlich würde ich da eher auf einen Anleihenfonds oder ETF setzen, nur Vorsicht. Da sollte man sich jetzt wirklich die Zeit nehmen, sich die Factsheets genau anzuschauen, welche schlecht verzinsten Altlasten noch im Fonds stecken.
Eine erfolgreiche Anlagewoche wünscht GELDMEISTERIN-Podcasthost Julia Kistner.
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Leute, das ist die hundertste Folge der Geldmeisterin heute und bestimmt nicht die Letzte. Der Podcast GELDMEISTERIN hat schon zwei Krisen erlebt: die Covid-Krise und die Ukraine-Invasion und sie werden nicht die letzten sein. Doch auch wenn es an der Börse immer wieder zu Übertreibungen in die eine oder andere Richtung kommt: letztendlich spiegelt der globale Aktienmarkt langfristig das Wachstum der Weltwirtschaft wieder. Und das ist mit ziemlicher Sicherheit höher als die Zinsen am Sparbuch. Zur hundertsten GELDMEISTERIN-Folge habe ich einen alten Bekannten eingeladen, Bernd May, Generalsekretär der Vereinigung Ausländischer Investmentgesellschaften mit jahrelanger Investmenterfahrung, auch als früherer Managing Director von JP Morgan Österreich. Wir sprechen über das optimale Kriseninvestment. Tendenziell werden Anleger in Krisenzeiten defensiver, was ja auch Sinn mache. Augen zu und durch ist nicht der Rat. Man sollte jetzt schon sein Portfolio beobachten. Wenn man sich aber breit aufstellt, also in unterschiedliche Finanzprodukte bzw. Aktien investiert und so Risiko diversifiziert und zu unterschiedlichen Zeitpunkten kauft, dann müsse man auch nicht so viel an seiner Investmentstrategie feilen und umschichten. May empfiehlt hier einen globalen Aktienfonds und alles weitere in der aktuellen Podcastfolge der GELDMEISTERIN. Bernd May investiert übringens auch in Wein, aber das ist eine andere Geschichte....
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Bei der GELDMEISTERIN zu Gast ist Oswald Salcher, Country Manager Trade Republic Austria, der einen Einblick gibt, worauf junge Anleger in der aktuellen schwierigen Börsenlage setzen. Das sind weit weniger "Geheimtipps", als man vielleicht glauben mag. Der Trend hin zu Tech-Aktien sei nicht mehr so stark, aber immer noch da. In Deutschland sei bei Trade Republic das beliebteste Aktieninvestment Apple, gefolgt von 2. Amazon, 3.Tesla, 4. Microsoft und 5. Alphabet. Beim deutschen Börsenbarometer DAX 40 sei eine ganz konservative Aktie ganz vorne, die Allianz.
Das Sparbuch sei jedenfalls tot. Trotz massiven Kurskorrekturen an den internationalen Börsen werde weiterhin an den Aktiensparplänen nicht nur festgehalten, sondern sie werden auch weiterhin fleißig bespart. Das macht ja auch wegen des Cost-Average-Prinzip, den günstigeren Durchschnittskosten für Aktien auch sinnvoll.
Dass es keine Renaissance des Sparbuchs gibt angesichts der starken Kursverluste ist auch gut so. Auch wenn man von der Vergangenheit nicht in die Zukunft schließen darf und die Gewinne der Unternehmen in den nächsten Jahren generell nicht mehr so üppig ausfallen dürften waren Unternehmensbeteiligungen, somit Aktien in der Vergangenheit immer ein guter Inflationsschutz und werden es meiner persönlichen Meinung nach auch in Zukunft weiterhin sein.
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Riesige Zuflüsse in nachhaltige Produkte
Es gibt kein Zauberwerk das ohne Risiko das Vermögen bewahrt, betont Philipp Vorndran, Kapitalmarktstratege von Flossbach von Storch, der aktuell noch nicht auf Anleihen setzen würde und immer noch voll zu 100 Prozent in Aktien investiert ist. Vorsichtig ist Vorndran bei Investments in Europa, das noch länger mit sich selbst zu kämpfen habe. Aber mit einem langen Zeitraum von zehn Jahren und mehr vor der Brust, könne man schon sukzessive einsteigen. Grundsätzlich sei die Börsenstimmung sehr schlecht. Mehr dazu, wie Börsenprofi Philipp Vorndran die Zukunft der Kapitalmärkte sieht in dieser aktuellen Podcastfolge der GELDMEISTERIN.
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#PhilippVorndran #Risikostreuung #FlossbachvonStorch #Kapitalmärkte #KGV #Bewertung #Aktien #Europa
Foto: Flossbach von Storch
Vom genauen Markttiming hält Hendrik Leber, Begründer der Value-Fondsboutique ACATIS nichts. Es funktioniert nicht. Sehr wohl sieht er jetzt viele Einstiegschancen, waren doch schon im Sommer dieses Jahres über 20 Prozent des weltweiten attraktiven Aktienuniversums unter einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von zehn. Sprich, der Aktienkurs liegt „nur“ noch beim zehnfachen eines Jahresgewinns und darunter. Ein KGV von zehn ist für Hendrik Leber eine magische Value-Grenze: „Unterhalb von zehn ist es so richtig günstig und oberhalb muss man einmal genauer hinschauen. Ich habe einige Aktien bei fünf gesehen, eine BMW bei drei, eine Biontech bei vier und da dachte ich, irgend etwas stimmt da nicht, da muss ich reingreifen.“ Trotz der vielen Bewertungsschnäppchen empfiehlt Hendrik Leber, nicht sein ganzes Geld zu einem Zeitpunkt zu investieren, sondern in Etappen zuzuschlagen. Denn keiner weiß, wie und wann der Krieg in Europa und der damit verbundene Energienotstand endet. Bei welchen Technologiewerten Hendrik Leber jetzt konkret zugeschlagen hat und noch zuschlagen will und warum er bei traditionellen Qualitätstitel vorsichtig wäre, die bei der aktuellen Unsicherheit an den Kapitalmärkten naturgemäß sehr hoch bewertet sind verrät der Begründer von Acatis in der aktuellen Folge der GELDMEISTERIN. Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner, Podcasthost der GELDMEISTERIN.
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GELDMEISTERIN-Podcast-Gast ist in dieser Episode Helmut Horeth. Der ehemalige Vorstand der Nürnberger Versicherung betreibt heute die Goldakademie, eine Schulungsschmiede für Finanzdienstleister und unterstützt Golden Gate beim Vertrieb in Österreich, die Ansparpläne für bis zu acht Anlagemetalle anbietet.
Helmuth Horeth hätte vor zwei Jahren mir noch zugestimmt, dass man die volatilen Rohstoffe höchstens bis zu 10 bis 15 Prozent im Portfolio gewichten sollte. Heute sieht er das nach der Pandemie und aufgrund des Krieges in Europa anders. Er würde je nach Risiko-Appetit auch bis zur Hälfte oder sogar 70 Prozent des gesamten verfügbaren Anlagevermögens in Metalle und Edelmetalle investieren und dabei die 60:20:20-Regel anwenden. Rund 60 Prozent des Rohstoffanteils im Portfolio würde er in das noch vergleichsweise sicherere Gold investieren, 20 Prozent in Silber und 20 Prozent in einen Korb aus liquiden, lagerbaren strategischen Metallen investieren. Den Industriemetall-Anteil würde Helmut Horeth zu 50 Prozent mit Germanium abdecken, zu je 20 Prozent in Indium und Gallium und zu zehn Prozent in Hafnium. Alles Metalle, die für die Energiewende, die Digitalisierung, Technologisierung und die Telekommunikation benötigt werden. Gerade bei Metallen empfiehlt sich mit Ansparplänen nicht alles auf einmal zu investieren, da sie im Wert stark schwanken
Also wenn ihr mich nach meiner persönlichen Meinung fragen solltet: Ich finde Gold, Silber und strategische Industriemetalle als Beimischung auch spannend, aber nicht in diesem Ausmaß. Ich persönlich besitze zur geringfügigen Beimischung im Portfolio einen ETF auf strategische Metalle und einen weiteren ETF, der in einen Korb von Minenaktien investiert. Zusammen machen die Investments bei mir aber - weil zyklisch, stark schwankend und stark von der Geopolitik abhängig - knapp zehn Prozent meines veranlagten Vermögens aus, davon nur die Hälfte in physischer Form. Bei Gold darf man auch nicht vergessen, dass der Goldpreis fällt, wenn die Realzinsen steigen und da sind wir noch lange nicht am Ende der Fahnenstange, so meine ganz persönliche Meinung. Viel Hörvergnügen!
Eine erfolgreiche Wochen wünscht Podcasthost der GELDMEISTERIN, Julia Kistner.
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