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Kunst ist nicht nur schön anzusehen. Sie wird mehr und mehr zur Wertanlage, sofern man sich wie bei allem auskennt. Wissen ist hier besonders viel Wert. Die Gelmeisterin hat sich deshalb eine ausgesprochene Koryphäe für Kunst und Kunstinvestments eingeladen: artnet Vice President Sophie Neuendorf (35). Mit ihren Brüdern Henri (33), Albert (29) und CEO Jacob (49) betreiben die Nachfolgen eines erfolgreichen Kunsthändlers (Vater) und Künstlers (Großvater Georg Karl Pfahler) das Familienunternehmen artnet mit Sitz in Berlin, New York und London. Die deutsche Kunst-verliebte Familie startete bereits 1989 mit der Online-Plattform artnet als Galerie-Netzwerk und führte 2008 die erste Online-Aktion ein. Mit „Price Database“ bietet artnet mit mehr als zwölf Millionen Ergebnisse das weltweit größte Archiv für Auktionsergebnisse – ein großer Fundus, um ein Gefühl für Kunstpreise zu bekommen. Sophie Neuendorf meint, dass bei steigender Inflation und Nervosität an den Kapitalmärkten es momentan eine relativ gute Zeit wäre, um in bekannte und weniger bekannte Künstler zu investieren. Welche? Sie empfiehlt in das zu investieren, was einem gefällt. Dann hat man auch noch seine Freude daran, wenn der Künstler nicht abhebt. Generell sei vor allem zeitgenössische Kunst oder Ultra Contemporary Art hoch im Kurs.
Auch die Preise für Kunst-NFTs gingen teilweise durch die Decke, auch wenn Sie nicht vom eigentlichen Kunstwerk, das sie wertmäßig digital abbilden, zu tun haben.
NFTs steht übrigens für Non-Fungible Tokens, ein nicht austauschbarer, einzigartiger, digitaler Vermögenswert zum Beispiel an einem digitalisierten Kunstwerk. NFTs sind deshalb nicht nachhaltig, weil sie mit Währungs-Token wie Bitcoins die Technik der Speicherung auf einer Blockchain gemein haben. Das heißt es braucht viel Energie, um NFTs ähnlich wie Bitcoins zu schürfen. Kunst wird tokenisiert, das heißt Besitzverhältnisse werden digital abgebildet. Man wird durch den Besitz von Tokens, auf deutsch Wertmarke in der Regel aber nicht Eigentümer des physischen Kunstwerks selbst sondern besitzt „nur“ einem Teil oder Bildschnipsel des digitalisierten Bildes. Der Wert eines NFTs eines Kunstwerks richtet sich übrigens nicht nach dem Preis des abgebildeten Kunstwerks.
Ob NFTs eine sichere Wertanlage sind wird sich erst weisten. Physische bildendende Kunst ist jedenfalls in Zeiten niedriger Zinsen, steigender Inflation und Nervosität an den Kapitalmärkten als sichere Anlage wieder hoch im Kurs. Vor allem weiblichen Künstlerinnen gewinnen an Wert Reinhören lohnt sich also :-) Mehr zu den teuersten Künstlerinnen auf www.geldmeisterin.com
Shalom, Servus, mas salamah wünscht Euch Podcasthost Julia Kistner
Rechtlicher Hinweis: Das sind keinesfalls Empfehlungen, sondern nur meine persönlichen Gedanken. Die Autorin übernimmt keinerlei Haftung die daraus erwächst, dass man entsprechend Ihrer Medienbeiträge Investments tätigt.
Musik- & Soundrechte: https://www.geldmeisterin.com/index.php/musik-und-soundrechte/
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Der bekannte deutsche Value-Investor Hendrik Leber, geschäftsführenden Gesellschafter des Vermögensverwalters Acatis präsentiert seinen Investmentansatz, der moderner sei wie jener seiner großen Vorbilder, des 91-jährigen Warren Buffet und dessen 98-jähriger Kompagnon Charles Munger. Hendrik Leber ist immer noch ein großer Fan ihres Investmentansatzes und er wird auch wieder am 30. April nach Pandemie-bedingter Pause wieder nach Omaha im US-Bundesstaat Nebraska pilgern zum Anual Meeting ihrer Beteiligungsholding Berkshire Heathaway, das als Woodstock der Kapitalisten gilt. Nur die Käufe, die die beiden US-Starinvestoren nocht tätigen, interessieren ihn nicht mehr. Sein Value-Ansatz, so Hendrik Leber, sei ein modernerer, der sich etwa auch mit der Biotech-Branche auseinandersetzt. Apropos modern: Hendrik Leber fasziniert die Blockchain-Technologie. Er sei auch Krypto-Währungen als Wertspeicher nicht abgeneigt. Auch Papiergeld lebe nur vom Vertrauen der Anleger.
Warum er jetzt fast zu hundert Prozent in Aktien investiert ist und was man jetzt kaufen kann, das hört Ihr am Besten selbst in dieser Podcast-Episode.
Viele Hörvergnügen wünscht GELDMEISTERIN-Podcasthost Julia Kistner
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Das von Goldmann Sachs-Staranalyst Jim O´Neilll vor 20 Jahren verfasste Investmentkonzept BRIC - investieren in die vier am schnellsten wachsenden Emerging Markets Brasilien, Russland, Indien und China - hat in den lezten zwei Jahrzehnten den S&P500 und auch den MSCI World bei Weitem outperformt. Trotz allem fährt selbst Goldman Sachs in den letzen Jahren ein ganzheitlicheren, mehr auf Unternehmen als auf Regionen fokussierten Emerging Markets-Ansatz. Luke Barrs, Head of Fundamental Equity for EMEA Bei Goldman Sachs Asset Management meint, dass vor allem Indien auf dem Entwicklungspfad, den China schon hinter sich hat, jetzt durchstarten könnte, wenn es die Reformen der letzten fünf bis sieben Jahre weiterführt und die Chancen stünden hierfür gut. Russland ist wiederum auf seinem Weg, seine Industrie zu dekarbonisieren. Doch die Dominanz fossiler Brennstoffe und der starke staatliche Einfluss in den Unternehmungen bremst weiterhin den russischen Kapitalmarkt. Und anfängliches Wachstumswunder Brasilien hat seinen Bonus als weltweiter Emerging Market-Darling längst verspielt, den er vor allem im Rohstoffsuperzyklus ab den 2000er Jahren genoss. Dieser war bis zum Ausbruch der Finanzkrise getrieben durch den Rohstoffhunger der stark wachsenden Schwellenstaaten und endete mit der Finanzkrise 2011 bis 2012. Auf diesen Bonus habe man sich zu lange ausgeruht. Jetzt sei der Pfad, den Brasilien politisch nach links oder rechts bis zu den Wahlen im Herbst 2022 zu unsicher und das Investmentrisiko zu groß.
In China sind wiederum 50 bis 60 Prozent der Marktkapitalisierung in Staatshänden und hier besteht die Gefahr, dass man als privater Minderheitsaktionär seine Rechte und Ansprüche nicht durchsetzen kann, formuliert es Luke Barrs höflich. Allerdings habe man in den letzten fünf Jahre doch einige Reformen gesehen und es wurden kleiner lokale Industrieunternehmen vom Staat zu großen, effizienteren Playern in China zusammengeführt, die aber natürlich immer noch in Staatsbesitz sind. Goldman Sachs findet als Investor in China vor allem die entstehenden, staatlich geförderten Technologie -Unternehmen sehr interessant, mit denen sich China in den hochtechnologischen Sektoren weniger abhängig von der westlichen Welt machen möchte. Das sind die Bereiche Hard- und Software, Biotech und saubere Energie, da China auch bis 2060 klimaneutral sein möchte.
Was generell für die Schwellenstaaten spricht ist 1.) das vor allem US-Investoren hier derzeit stark untergewichtet sind 2.) dass viele EM-Staaten schon in lokaler Währung verschuldet sind und daher vom Dollar nicht mehr so abhängen. Mehr über die Mega-Chancen in den Emerging Markets hört ihr in dieser Episode der GELDMEISTERIN.
Shalom, servus, mas salamah sagt Julia Kistner
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Zinsanstiege begünstigen nicht nur die Rotation von Technologieaktie in weniger zinsabhängige Value-Werte, sondern auch das Aktienkarussell raus aus den US-Kapitalmärkten, rein in die europäischen Börsen und in die Schwellenstaaten ex China – soweit die These von Florian Ielpo von der schweizerischen Fondsgesellschaft Lombard Odier Investment Managers. Das hieße aber nicht, dass wir 2022 nicht positive Aktienrenditen sehen werden.
Wenn ihr mich persönlich fragt, sehe ich das ähnlich. Ob ich aber den großen Aktienaustausch von Tech- durch Value-Titel als langfristiger und/oder junger Anleger unbedingt im vollen Ausmaß mitmachen muss und sollte, steht auf einen anderen Stern. Vorausgesetzt man hat fundamental solide Unternehmen und keine Meme-Aktien im Portfolio, die der letzte Schrei in der COVID-19-Pandemie waren, aber jetzt verstummen. In meinem werktäglichen Podcast BÖRSENMINUTE habe ich ja schon verraten, dass ich letzte Woche mit Teilverkäufen meine Microsoft-Position in meinem Portfolio reduzierte. Nicht, dass an dieses Unternehmen nicht mehr glaube, sondern um meine Nerven zu schon. Nach dem 30-prozenigen Kursplus hat Microsoft inzwischen mehr als zehn Prozent meines Depotwerts ausgemacht. Für meinen Geschmack zu viel Risiko. In meinem Indexfonds, der die Technologiebörse Nasdaq abbildet bleibe ich aber trotzdem investiert. Ob ich jetzt Tech-Aktien jetzt rausschmeiße und in Value reinrenne hängt nämlich auch von meinem Anlagehorizont ab. Als Langfristanleger sehe ich keine Notwendigkeit. Sollte ich mein Aktienvermögen aber schon in ein bis zwei Jahren versilbern wollen oder müssen, wäre jetzt vielleicht doch der richtige Zeitpunkt Tech-Titel-Gewinne noch mitzunehmen und Risiko aus dem Depot rauszunehmen.
Uih, das war jetzt schon wieder ein zu langer kurzer Ausflug in meine persönliches Anlageuniversum. Zurück zum Anhänger einer Aktienrotation, Florian Ielpo: Am Besten hier hört Euch seinen Argumente selbst an. Nur so viel darf ich von der LOIM-Aktienmarktanalyse spoilen: Ein Anstieg der Zinsen um zwei Prozent würde die Gewinne von Growth-Aktien um zehn Prozent schmälern, bei Value-Aktien wären würden die Gewinn „nur“ um fünf Prozent zurückgehen.
Und wenn ihr die GELDMEISTERIN unterstützen wollt, dann empfiehlt sie doch bitte weiter, abonniert sie kostenlost auf einer Podcast-App, auf Spotify oder YouTube . Und wenn ihr noch mehr für die Bewegung tun möchtet, dann votet doch bitte noch bis 6. Februar beim ORF-Podcastaward für die GELDMEISTERIN.
Hier geht´s direkt zur Abstimmung: https://oe3.orf.at/podcastaward/stories/3020908/
Vielen Dank, Shalom, servus, mas salamah sagt Julia Kistner
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„Man teilt sein Portfolio mit Länder-ETFs ein in 28 Prozent USA, 24 Prozent Europa, sechs Prozent Japan, investiert ungefähr drei Prozent die Region Asian Pacific ohne Japan und 39 Prozent Schwellenländer“ ist die Empfehlung von justETF.com-Analyst Jan Altmann für ein ETF- Starterpaket. Er ist zu Gast beim Podcast GELDMEISTERIN.
Jan Altmann wählt also ein Depot mit einer geographischen Abdeckung entsprechend der Wirtschaftsleistung der jeweiligen Regionen, wobei er sich hier an den Statistiken des Internationalen Währungsfonds orientiert. Wer nachrechnet kommt natürlich nur auf 94 Prozent. Altmann hat zur Risikostreuung persönlich auch noch Anleihen-ETFs und Gold-ETCs im Portfolio. Da ein ETF zur Risikostreuung aus mindestens zehn Einzelwerten bestehen muss, zum Beispiel in verschiedenen Rohstoffarten anlegen muss, gibt es reine Gold-Produkte nur als Exchange Traded Commodities, die kein Sondervermögen im Gegensatz zu ETFs darstellen und so einen Emittenten-Risiko haben. Sie sind dennoch sehr sicher, da die großen Emittenten von Gold-ETCs das Gold, in das sie investieren, physisch in einem Goldspeicher hinterlegen.
Mehr dazu wie ein ETF-Starterpaket jetzt im Detail aussieht, was der Unterschied zwischen einem physisch und synthetisch abgebildeten ETF ist, das erfährst Du in dieser Episode der GELDMEISTERIN. Viele Vergnügen!
Und wenn Euch diese Folge gefallen hat, würde ich mich freuen, wenn Ihr bis zum 2. Februar beim Ö3-Podcast-Award 2022 für die GELDMEISTERIN votet:
https://oe3.orf.at/podcastaward/stories/3020908/
Shalom, Servus, mas salamah wünscht Euch Podcasthost Julia Kistner
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Europa will der erste klimaneutrale Kontinent werden. Nur: um diesen Wandel zu einer höheren ressourceneffizienten Wirtschaft hinzubekommen braucht es jede Menge Rohstoffe, die mehr oder weniger ökologisch und sozial gefördert werden. Der Bedarf steigt vor allem an Kupfer, Nickel, Lithium, Kobalt enorm. Platin braucht man übrigens für die Elektrolyse, also zur Gewinnung von Wasserstoff. Darunter leiden viele rohstoffintensive Industrien wie die Stahl- und Aluminiumbranche, die bestimmte Rohstoffe dringend benötigen und jetzt das ohnedies knappe Angebot zunehmend mit neuen „grünen“ Industriezweigen teilen müssen. Bei der GELDMEISTERIN zu Gast ist Benjamin Louvet, Rohstoff-Experte bei der französischen Kapitalgesellschaft OFI Asset Management. Benjamin Louvet legt in dieser Episode dar, warum er bestimmte Rohstoffe für die „grünen“ Game-Changer hält, die eine Dekarbonisierung der Wirtschaft überhaupt erst möglich machen und die als längerfristiges Investment interessant sein könnten.
Die GELDMEISTERIN gibt zu bedenken, dass man sich mit Rohstoffen noch intensiver als mit Aktien befassen muss, um beim Veranlagen erfolgreich zu sein, dass man Lagerkosten und etwaige Rollverluste einkalkulieren muss, die Rohstoff-Investments auch dann schlecht performen lassen können, wenn der Preis des zugrunde liegenden Rohstoffes steigt. Durch aktives Management Rollverluste zu vermeiden und Rollerträge zu nutzen versuchen übrigens der GSCI-Agriculture-E28-Indizes von Goldman Sachs oder auch der RICI-Enhanced-Agriculture-Index von Jim Rogers – beide mit mäßigem Erfolg.
Rollverluste kann man auch vermeiden, wenn man statt in Rohstoff-Terminkontrakte direkt in Rohstoff- oder Minenaktien investiert. Gerade bei Rohstoffveranlagungen muss man zwischen synthetischen und physischen Fonds unterscheiden, wo tatsächlich Rohstoffe eingekauft werden. Bei Letzteren hat man Lagerkosten, bei synthetischen Fonds, die in Terminkontrakte und nicht tatsächlich in Rohstoffe investieren womöglich Rollverluste.
Wie und warum eine Beimischung von künftig mehr denn je gefragten Rohstoffen Sinn machen kann, auch wenn sie in den letzten Jahrzehnten stärker geschwankt und wenig Performance gebracht haben als Aktien erfährst Du in der aktuellen Folge der GELDMEISTERIN. Viel Hörvergnügen wünscht Podcasthost Julia Kistner, der sich freuen würde, wenn ihr diese Podcast sowie die BÖRSENMINUTE kostenlos abonniert und Freunden, Bekannten und Verwandten weiterempfiehlt. Vielen herzlichen Dank!!!!
Rechtlicher Hinweis: Das sind keinesfalls Empfehlungen, sondern nur meine persönlichen Gedanken. Die Autorin übernimmt keinerlei Haftung die daraus erwächst, dass man entsprechend Ihrer Medienbeiträge Investments tätigt.
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#Rohstoffe #Nickel #OFI #Fidelity #Vorsorge #Finanzpodcast #Börsen #Nickel #Kobalt #Lithium #Kupfer #Gold #Silber #Palladium #Platin #Finanzierung #Lagerkosten #Backwardation #Contango #Rollverluste #Preise #Dekarbonisierung #Klimaschutz #fossile_Brennstoffe #Öl #Gas #Uran #Inflation #EU-Taxonomie #Lagerkosten #Börseeinsteiger #ETF #ETC #Derivate #Zertifikate #CFDs #Benjamin_Louvet #Commodities #Rohstoffindex #Rici #GSCI-Agriculture-E28-Index
Worauf ich in meinem Langfristportfolio für die 20er-Jahre schon seit Jahren baue sind Unternehmen, die von Infrastrukturinvestitionen profitieren. Die Kassen der meisten Staaten waren zwar schon vor Ausbruch der Pandemie leer. Länder wie Deutschland oder die USA ist es aber durchaus bewusst, dass Straßen, Stromleitungen, die Wasserversorgung, Krankenhäuser und Telekommunikationsnetze im Argen liegen und jetzt massiv investiert werden muss. Es gibt Billionen schwere Infrastrukturprojekte jenseits und diesseits des Atlantiks. Das von US-Präsident Joe Biden angekündigte 3,5 Billionen US-Dollar schweres Klimaschutz- und Sozialpaket ist zwar vorerst auf eine Infrastrukturinitiative von rund 550 Milliarden-US-Dollar zusammengeschrumpft. Mit bereits veranschlagten Projekten will man trotz allem über eine Billionen Dollar in die US-Infrastruktur stecken. Aus Brüssel fließen im Rahmen des „Next Generation EU“-Programms 750 Milliarden Euro in die Infrastruktur und ich bin mit einem Infrastruktur-ETF dabei. Mein Denkfehler beim ETF-Kauf vor ein paar Jahren war nur, dass ich Infrastruktur ausschließlich mit der Verkehrsinfrastruktur und den großen Baufirmen gleich gesetzt habe, die tatsächlich auch gut an den staatlichen Aufträgen verdienen. Viel öffentliches Geld fließt jetzt aber auch in die E-Mobilität, in die medizinische Infrastruktur, in Robotics & Automatisation oder auch in die 5-G-Technologie. Selbst Metalle profitieren von den großen Infrastruktur-Investitionen. Für Wasserleitungen wird in den USA viel Kupfer gebraucht, die die Bleirohre ersetzen sollen. Analysten gehen von einem jährlichen Verbrauch an raffiniertem Kupfer in den USA von ca. 1,8 Mio. Tonnen pro Jahr aus. Durch das Biden-Konjunkturpaket werden rund 500.000 Tonnen Kupfer zusätzlich benötigt. Und Nickel ist wiederum Hauptbestandteil von Elektrobatterien. Alles Dinge, die mein traditioneller Infrastruktur-ETF, der ishares Global Infrastructure UCITS ETF nicht abdeckt. Hier sind die größten Positionen Energieunternehmen wie der US-Versorger NextEra Energy, Eisenbahnunternehmen wie Union Pacific Corporation oder Canadian National Railway sowie Immobilien-Kapitalgesellschaften wie American Tower Reit Corporation. Alles in Ordnung, über eine Jahresperformance von 9,5 Prozent in den letzten fünf Jahren kann man sich nicht beklagen. Nur, Infrastrukturausgaben sind in den nächsten Jahren vor allem Klimaschutzinvestitionen, wofür eine klassischer Infrastrukturfonds nicht unbedingt das zielführende Investmentvehikel ist. Da macht es Sinn künftiges Vermögen vermehrt in nachhaltige Fonds und ETFs zu investieren. Als hippe Infrastruktur-Alternative werden gerne ETFs auf den MSCI Smart Cities ESG angeboten. Der Index umfasst nachhaltige Unternehmen, die sich mit dem Städtebau der Zukunft beschäftigen. Die zehn größten Positionen sind mir allerdings unbekannt und blindlings würde ich persönlich nirgends investieren. Da ist noch jede Menge Recherche notwendig
Bei der Geldmeisterin zu Gast ist Dr. Manfred Frühwirth, außerordentlicher Professor an der WU Wien am Institut für Finance, Banking & Insurance, der sich viel mit Behavioral Finance, also der Verhaltensökonomie und Psychologie der Anleger und ihre Auswirkungen auf die Kapitalmärkte beschäftigt. Manfred Frühwirth warnt vor grenzenloser Selbstüberschätzung, zu der gar nicht so sehr die Neoaktionäre, sondern vielmehr erfahrene Trader neigen. Denn die führen ihre gelungenen Trades auf ihr Gespür zurück. Während sie für Verluste exogene Faktoren verantwortlich machen wie Insidertrading durch andere, eine nicht vorhersehbare Pandemie usw. Es kommt mit jedem weiteren erfolgreichen Trade zu einer gelernten Selbstüberschätzung. Ein anderer typischer Anlegerfehler sei, dass man von Anlageerfolgen aus der Vergangenheit auf eine positive Entwicklung in der Zukunft schließt. Man denkt der Kurs ist im Steigen, dabei ist der Kurs gestiegen. Umgekehrt glaubt man, der Kurs ist im Fall, dabei ist er gefallen. Damit kauft man automatisch zu teuer und verkauft zu günstig. Ein weiterer Fehler ergibt sich aus dem Dispositionseffekt: Weil Menschen risikoavers sind verkaufen sie gut laufende Wertpapiere zu früh und trennen sich von Verlustbringern zu spät. Frühwirth ist kein Freund von Börsenweisheiten, schon gar nicht vom Sprichwort „the trend is your friend“, weil ein solches Herdenverhalten zu irrationalen Übertreibungen führt und die Blasen dann irgendwann platzen. Ein Tipp von Manfred Frühwirth lautet, die Kursziele, die man für jedes Wertpapier beim Kauf definiert auch schriftlich festzuhalten, um nicht mit der Zeit inkonsistent zu handeln.
Irrational handeln aber nicht nur Privatanleger, sondern auch Unternehmen bei der betrieblichen Finanzierung. Darum geht es in seinem neuesten Buch Behavioral Corporate Finance Grenzen der Rationalität in der betrieblichen Finanzierung. Es handelt vom Einfluss der Irrationalität der Anleger und der Irrationalität Manager auf betriebliche Finanzentscheidungen. Weitere Info zu seinem jüngsten Werk auf https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:6862662175077478400/ sowie auf
https://www.lindeverlag.at/person/fruehwirth-manfred-10563
Man findet Professor Manfred Frühwirth unter seinem Namen auf LinkedIn und auf YouTube. Viel Vergnügen mit und mehr Einsicht nach dieser Episode! Servus, shalom und mas salamah wünscht Julia Kistner
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Die Inflation, die wir derzeit bei den Verbraucherpreisen sehen haben die Aktienmärkte und vor allem Immobilienpreise ja schon vorweggenommen. Sind Immobilien bei den aktuellen Preisen überhaupt noch ein gutes Investment? Und was sollte ich bei meinem Wohnkredit beachten, wenn die Kreditzinsen wieder empfindlich steigen. Dazu hat die Geldmeisterin Peter Hrubec zu Gast, Prokurist von Infina, dem größten unabhängigen österreichischen Kreditvermittler. Er warnt zwar davor, dass in Städten wie Salzburg, Innsbruck oder Wien die Wohnimmobilienpreise schon sehr hoch sind und sich Vorsorgewohnungen hier nur bedingt rechnen. Doch glaub er auch, dass wir aufgrund des weltweiten hohen Anlagevermögens, das investiert werden will, wir durchaus noch höhere Preisniveaus - ähnlich wie bei den verrückten Bewertungen mancher Aktien – sehen könnten, die wir uns jetzt noch gar nicht vorstellen können. Aber hört Euch am Besten den Kreditprofi Peter Hrubec himself an.
Hier erreicht ihr Peter Hrubec direkt:
INFINA Credit Broker GmbH
Und wenn Euch dieser Podcast gefällt würde ich mich sehr freuen, wenn ihr die GELDMEISTERIN über eine Podcast-App, auf Spotify oder YouTube abonniert und vielleicht sogar bewertet oder auch für den direkten Austausch der Facebook-Gruppe GELDMEISTERIN beitretet. Ihr könnt das Projekt auch unterstützen, indem ihr Freunden, Bekannten und Verwandten den Podcast weiterempfehlt. Vielen, vielen Dank!
Servus, shalom, mas salamah und ein gutes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2022 wünscht allen GELDMEISTER:INNEN Julia Kistner
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Im Pandemiejahr 2020 flossen 233 Milliarden Euro frisches Kapital in Europas nachhaltige Fonds, doppelt so viel wie 2019, so die Berechnungen des Analysehaus Morningstar. In Summe sind 1,1 Billionen Euro in nachhaltigen Fonds veranlagt. Indexfonds, sprich ETFs machen davon erst zehn Prozent vom Kuchen aus, aber es gibt sie! Nach welchen Kriterien man nachhaltige Exchange Traded Funds aussuchen kann erklärt Analyst Jan Altman von der Vergleichsplattform justETF, zu Gast bei der Geldmeisterin. Welche ETFs besonders stark nach sozialen und ökologischen Kriterien Unternehmen ausschließen kann findet man auch unter https://www.justetf.com/at/how-to/invest-in-social-responsibility-world.html.
Am rigidesten geht hier das Analysehaus MSCI beim MSCI World vor: Der MSCI World ESG wählt unter dem Universum von 1600 rund 400 Unternehmen aus, die nach ihren Kriterien noch am nachhaltigsten sind. Darunter sind allerdings auch eine Apple oder Coca Cola. Was für und wider nachhaltige ETFS gegenüber nachhaltigen gemanagten Fonds spricht diskutiert Jan Altmann mit Julia Kistner in der aktuellen Folge der Geldmeisterin.
Servus, shalom, mas salamah und ein gutes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2022 wünscht allen GELDMEISTER:INNEN Julia Kistner
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