Geschichte(n) hören

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By Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-DiktaturHistory
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Geschichte(n) hören episodes

  • Die unbekannten Politikverhandler im Umbruch Europas
    Die Staatssekretäre der letzten DDR-Regierung sind in Öffentlichkeit und Geschichtswissenschaften kaum als Akteure des politischen Transformations- und Vereinigungsprozesses der DDR 1990 bewusst. Es gibt weder schriftliche Quellensammlungen noch systematische Zeitzeugeninterviews, die die politische Aufgabe und die biographisch geprägten Expertisen dieser letzten DDR-Staatssekretäre in den Blick nehmen. Dabei sind sie wichtige Zeitzeugen der friedlichen und demokratischen Transformation der DDR. Als Experten wussten sie in ihren jeweiligen Bereichen bestens über vorhandene Defizite, Probleme und Herausforderungen Bescheid – und auch über bis dahin von der SED-Diktatur unter Verschluss gehaltene Akten.
    In der Veranstaltung wurden Ausschnitte aus kürzlich aufgenommenen Zeitzeugeninterviews, die mit Staatssekretären und Staatssekretärinnen der letzten DDR-Regierung geführt wurden, gezeigt und auf dem Podium mit drei Staatssekretären vertieft.
    1 hr 47 min
  • Jahrbuch Deutsche Einheit 2022
    Die Folgen des politischen Umbruchs von 1989/90 wurden bislang vor allem mit Blick auf die Länder hinter dem einstigen Eisernen Vorhang untersucht. In gewisser Weise verlängert die zeithistorische Forschung damit jene Perspektive, die in den 1990er Jahren dazu führte, dass Transformation als einseitige Angleichung an den Westen verstanden wurde. Demgegenüber brachte Philipp Ther den Begriff der Kotransformation ins Spiel, um die vielfältigen Interaktionen und Rückwirkungen zwischen den postkommunistischen Umbruchprozessen in Osteuropa und dem vermeintlich stabilen Westen zu thematisieren. Der »Triumph« westlicher Ideen, liberaler Demokratie und kapitalistischer Marktwirtschaft erscheint auf diese Weise nicht mehr als ungebremster Siegeszug von West nach Ost, sondern als eine krisenhafte und widersprüchliche Beziehungsgeschichte mit offenem Ausgang.
    Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Ch. Links Verlag haben am 21.09.2022 zur Premiere des neuen »Jahrbuches Deutsche Einheit« eingeladen. Der dritte Band versammelt neben den konzeptionellen Überlegungen Philipp Thers zur Kotransformation erstmals empirische Fallstudien zur Kotransformation des Westens und richtet damit den Blick auch auf die Folgen des deutschdeutschen Vereinigungsprozesses für die Regionen der alten Bundesrepublik.
    1 hr 28 min
  • Folge 5: Erziehungsdiktatur
    So richtig die Wahl hatte man nicht in Sachen Bildung als junger Mensch in der SED-Diktatur –zumindest nicht, wenn man offen widersprach. Die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Jürgen Gutjahr, Johanna Kalex, Josephine Keßling, Bernd Stracke und Volker Wiederberg berichten in dieser Folge der Podcastreihe "Gegen alle Mauern" von ihren Erfahrungen als unangepasste junge Leute mit dem Bildungs- und Erziehungssystem in der DDR – und die waren für die damaligen Jugendlichen meist nicht besonders ermutigend.

    Eine Produktion von Musealis im Auftrag der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur und des Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland.
    Redaktion: Johannes Romeyke
    Sprecherin: Johanna Geißler
    Moderation: Martin Becker
    Technik: Friedhelm Mund
    Recherche: Mattis Kilian
    19 min
  • Tag der Demokratie 2022: Wir müssen reden!
    Viele Debatten der vergangenen Jahre zeichnen sich durch Zuspitzungen und vermehrt extreme Meinungsäußerungen aus. Beklagt wird von vielen ein zunehmend aggressives Gesprächsklima, das den Austausch kontroverser Ansichten und Argumente verhindert. Sei es bei der Corona-Politik, der Flüchtlingskrise, dem Klimawandel oder Fragen von Identität und sozialer Gerechtigkeit: Wird unsere Gesellschaft tatsächlich immer gespaltener und die Standpunkte unversöhnlicher? Die Bundesstiftung Aufarbeitung hat den Internationalen Tag der Demokratie genutzt, um über Fragen von demokratischer Teilhabe und Diskussionskultur zu reden. Welchen Einfluss haben die beobachteten Entwicklungen auf die Gestaltung von Politik, welche Auswirkungen auf unsere Gesellschaft?
    1 hr 10 min
  • Zwischen Befreiung und Beeinflussung -Vom Umgang mit der sowjetischen Besatzung im heutigen Kaukasus
    Jede Gesellschaft, jeder Staat steht nach Gewaltherrschaft, Diktaturen oder Kriegen vor der Frage, wie mit den begangenen Verbrechen, mit den Opfern und Tätern umgegangen werden soll. Die Formen des Umgangs mit der Vergangenheit sind dabei sehr vielfältig. Die 10-teilige Veranstaltungsreihe „Transitional Justice“ möchte anhand ausgewählter Länderbeispiele unterschiedliche Aspekte von gesellschaftlichen und rechtlichen Aufarbeitungsprozessen nach Systemumbrüchen aufzeigen sowie Einblicke in die Erinnerungskultur und -politik in ihrem jeweiligen nationalen Kontext geben. Moderiert wird die Reihe von Tamina Kutscher, Chefredakteurin von dekoder.org.
    Die fünfte Veranstaltung „Zwischen Befreiung und Beeinflussung – Vom Umgang mit der sowjetischen Besatzung im heutigen Kaukasus“ hat den Fokus auf die Staaten Georgien, Aserbaidschan und Armenien gerückt.
    1 hr 21 min
  • Folge 4: An den Rand gedrängt
    Wir waren wie Kanarienvögel in einem Spatzenhaus“, hat Bernd Stracke (damals Leipzig) die Situation der Jugendlichen in der SED-Diktatur zusammengefasst, die Anne Hahn (früher Magdeburg) als „bunte Leute“ bezeichnet. Beide Zeitzeugen erzählen uns, wie heftig der Staat durchgriff, wenn man als junger Mensch in der DDR einfach nur so sein wollte wie man will. Als Experten ordnen Jochen Voit und Bernd Lindner die Zeitzeugenberichte in dieser Folge der Podcastreihe „Gegen alle Mauern“ ein.

    Eine Produktion von Musealis im Auftrag der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur und des Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland.

    Redaktion: Tabea Soergel
    Sprecherin: Johanna Geißler
    Moderation: Martin Becker
    Recherche: Mattis Kilian
    Technik: Friedhelm Mund
    18 min
  • Glaube verbindet? Religion im Wandel
    Zwar trug der Marxismus-Leninismus durchaus Züge einer politischen Religion, indes vermochte die Staatsideologie der DDR die Bedeutung von Religion(en) und Glauben nicht vollständig zu verdrängen. Nach der Friedlichen Revolution hatte der Marxismus-Leninismus als Mittel des Machterhalts und der Herrschaftslegitimation ausgedient, und trotzdem trug der Systembruch kaum zum Bedeutungsgewinn von Religion und Glauben bei. Bis heute sind die ostdeutschen Bundesländer säkularisierter als die westdeutschen – wenngleich die überweltlichen Religionen auch im Westen Deutschlands an Bedeutung verlieren. Doch was an der ostdeutschen Entwicklung lässt sich als Vorläufer der westdeutschen interpretieren – und was als (zum Teil historisch bedingte) Geschichte eigener Art? Diese und andere Fragen wurden in der zwölften Veranstaltung der Reihe „Zukunftswerkstatt Einheit“ diskutiert.
    1 hr 34 min
  • Folge 3: Das Schreckgespenst namens Punk
    Diesmal wird es ziemlich wild: In Folge 3 der Podcastreihe „Gegen alle Mauern“ erleben wir explodierende Radios und Bands, die anderthalb Stunden nach ihrer Gründung schon auf der Bühne stehen. Dafür gehen wir nach Leipzig und Berlin in den frühen 1980er-Jahren und lernen „Chaos“ und „Pankow“ kennen, beide Gründer von Punk-Bands der ersten Stunde in der DDR. Beide sind für ihre Musik und ihren Lebensstil von Polizei und Stasi brutal verfolgt worden – und haben sich doch nicht brechen lassen. Experten sind Jochen Voit und Bernd Lindner.

    Eine Produktion von Musealis im Auftrag der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur und des Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland.

    Redaktion: Tabea Soergel
    Sprecherin: Johanna Geißler
    Moderation: Martin Becker
    Recherche: Mattis Kilian
    Technik: Friedhelm Mund
    22 min
  • Folge 2: Nischen ohne Angst
    In Folge 2 der Podcastreihe „Gegen alle Mauern“ geben uns Josephine Keßling und Chris Lopatta Einblicke in ihr junges unangepasstes Leben in der DDR und zeigen uns auch, dass es sich lohnen konnte, in der SED-Diktatur für die Nische zu kämpfen, in der man weitgehend tun und lassen konnte, was man mochte – ob nun in der Jungen Gemeinde in Halle oder als Fußballfan von Union Berlin. Experte ist der Historiker Stefan Wolle.

    Eine Produktion von Musealis im Auftrag der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur und des Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland.

    Redaktion: Tabea Soergel
    Sprecherin: Johanna Geißler
    Moderation: Martin Becker
    Recherche: Mattis Kilian
    Technik: Friedhelm Mund
    19 min
  • Folge 1: Freiheit und Zwang
    In Folge 1 der zehnteiligen Podcastreihe „Gegen alle Mauern“ geben Dorothea Fischer, Mitbegründerin der Jungen Gemeinde in Jena sowie Frank Ebert, damals Umwelt-Bibliothek Berlin (UB), unter anderem Einblick in das Spannungsfeld zwischen Freiheit und Zwang, in dem sich oppositionell eingestellte Jugendliche in der DDR bewegten. Experte ist Peter Wurschi, Landesbeauftragter des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

    Eine Produktion von Musealis im Auftrag der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur und des Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland.

    Redaktion: Tabea Soergel
    Sprecherin: Johanna Geißler
    Moderation: Martin Becker
    Recherche: Mattis Kilian
    Technik: Friedhelm Mund
    18 min

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Mit diesem Podcast-Angebot stellt die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Audio-Mitschnitte von Veranstaltungen zum Nachhören zur Verfügung.

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