Geschichte(n) hören

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By Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-DiktaturHistory
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Geschichte(n) hören episodes

  • Daniela Münkel: Geheimdienstkrieg in Deutschland. Spionage, Propaganda, Gegenspionage
    Der Kalte Krieg war auch ein Krieg der Geheimdienste. Im Mittelpunkt der Ausführungen stehen die Auseinandersetzungen zwischen DDR-Staatssicherheit und der Organisation Gehlen/BND. Welche Strategien wurden verfolgt, wie konkretisierte sich Spionage und Gegenspionage und nicht zuletzt, welche Propagandastrategien begleiteten einzelne Aktionen?

    Referentin
    Prof. Dr. Daniela Münkel ist Historikerin, Leiterin der Abteilung Vermittlung und Forschung im Stasi-Unterlagen-Archiv/Bundesarchiv mit Schwerpunkten in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts, besonders des Nationalsozialismus, der Bundesrepublik und der DDR sowie zur vergleichenden Geheimdienstforschung.
    46 min
  • Enrico Heitzer: Sabotage und Infiltration: Antikommunistische Kampfgruppen im Spannungsfeld zwischen Widerstand und Geheimdienst
    Antikommunistische Organisationen wie die „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit“ standen für Widerstand gegen die SED-Diktatur – und zugleich für hybride Kriegführung im frühen Kalten Krieg. Der Vortrag beleuchtet die Verflechtung von humanitärem Engagement, politischer Strategie und nachrichtendienstlicher Instrumentalisierung und behandelt die Frage, wie Infiltration, Sabotage und psychologische Operationen als Mittel systematischen Widerstands eingesetzt wurden.

    Referent
    Dr. Enrico Heitzer ist Historiker, der sich schwerpunktmäßig mit der Geschichte der Scharnierzeit zwischen dem Ende des Zweiten Weltkrieges und dem frühen Kalten Krieg sowie Memorialkultur beschäftigt. Seit 2012 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten.
    48 min
  • Stadt oder Land – die neue Ost-West-Frage? – Vorstellung des Jahrbuchs Deutsche Einheit 2025
    35 Jahre nach der deutschen Einheit reicht der Ost-West-Gegensatz allein nicht mehr aus, um die politische Geografie Deutschlands zu beschreiben. Die Wahlen der letzten Jahre zeigen ein anderes Bild: grün-rote Großstädte, umgeben von blauer oder schwarzer Provinz. Politische Haltungen, Lebensstile, kulturelle Präferenzen, Mobilitätsmuster und Berufe sortieren sich zunehmend entlang der Linien zwischen urbanem Zentrum und ländlicher Peripherie.

    Das „Jahrbuch Deutsche Einheit“ analysiert seit sechs Jahren Geschichte und Gegenwart des Vereinigungsprozesses. Die aktuelle Ausgabe erweitert die Perspektive und fragt nach den neuen Trennlinien in der deutschen Gesellschaft. Im Fokus stehen unter anderem: Museumsarbeit in der von Neonazis bedrängten Provinz, Folgen des demographischen Wandels und Wahlen in Zeiten politischer und geographischer Polarisierung.

    Sollten wir uns mehr um den Stadt-Land-Gegensatz kümmern als um das Verhältnis zwischen Ost und West? Über diese und weitere Fragen diskutiert Dr. Marcus Böick (King's College, University of Cambridge), Mitherausgeber, mit Autorinnen und Autoren des Jahrbuchs.
    1 hr 37 min
  • Tierisch geteilt?! Waschbär, Hase und Co. und die innerdeutsche Grenze
    Über 40 Jahre lang war Deutschland geteilt. Berliner Mauer und innerdeutsche Grenze trennten Familien, Freunde, S- und U-Bahnnetze, Dörfer und ganze Landschaften. Bis heute spüren wir die Folgen der Teilung in Politik und Gesellschaft. Doch was bedeuteten Stacheldraht und Todesstreifen eigentlich für die Tierwelt rund um Mauer und Grenze?
    Vom »Grünen Band« über Ost-West-Waschbären bis hin zu den berühmten Mauerhasen nehmen wir die Bedeutung der Teilung für Wildtierpopulationen und Artenvielfalt in den Blick. Und erfahren Überraschendes darüber, wie sie auch bei Waschbär, Hase und Co. bis heute nachwirkt.
    Die Wissenschaftsjournalistin Julia Vismann spricht mit Berlins Wildtierreferenten Derk Ehlert, der früheren Bundesumweltministerin Steffi Lemke sowie dem Zeithistoriker Dr. Clemens Maier-Wolthausen auf der Veranstaltung „Tierisch geteilt?! Waschbär, Hase und Co. und die innerdeutsche Grenze“, die am 16.09.2025 im Tierpark Berlin statt fand. Sie wurde in Kooperation zwischen der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, dem Tierpark Berlin und dem Zoo Berlin organisiert.
    1 hr 6 min
  • Wir müssen reden! Demokratieverständnis in Ost und West – ist das wirklich so unterschiedlich?
    Den Tag der Demokratie am 15. September 2025 nimmt die Bundesstiftung zum Anlass, um über Demokratie und Politikverständnis in der Gegenwart zu diskutieren:

    Ostdeutschland wird heute oft zur Projektionsfläche gemacht – für Entfremdung, Populismus und Politikverdrossenheit. Doch was sagt das über den Zustand der Demokratie und die Einstellungen gegenüber dem politischen System insgesamt? Zweifel an Repräsentation, Wunsch nach mehr Mitsprache, Entfremdung von politischen Institutionen. Das ist auch in Westdeutschland sichtbar, das ist inzwischen ein gesamteuropäisches Phänomen. Was sind die Ursachen? Wie kann es gelingen Vorurteile abzubauen, für Demokratie zu werben und neue Beteiligungsräume und Mitspracheräume zu schaffen? Gemeinsam mit unseren Gästen wollen wir diese Fragen diskutieren.
    1 hr 49 min
  • Die deutsche Einheit (er)leben – ein Generationendialog
    Wie erinnern Zeitzeuginnen und Zeitzeugen verschiedener Jahrgänge die deutsche Einheit vor rund 35 Jahren? Und welche Sichtweisen haben Nachgeborene auf das Leben in dieser Zeit?

    Der Einigungsprozess hatte nicht nur auf politischer Ebene eine große Tragweite, sondern wirkte direkt in den Alltag vieler Menschen hinein, insbesondere den der Ostdeutschen. Sie waren 1990 mehrfach zur Wahl aufgerufen – im März wurde die Volkskammer in der DDR erstmals frei gewählt, im Oktober fanden Landtagswahlen in den neuen Bundesländern statt und im Dezember folgte die gesamtdeutsche Bundestagswahl. Mit der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion traten am 1. Juli 1990 große Teile der bundesrepublikanischen Wirtschafts- und Sozialgesetze in der DDR in Kraft. Zudem wurde die D-Mark alleiniges Zahlungsmittel. Die rasanten Umbrüche und neu gewonnenen Freiheiten boten zahlreiche Möglichkeiten, gingen aber teilweise auch mit Überforderung und Existenzsorgen einher.

    Wie veränderte die deutsche Einheit die Lebensumstände von Jüngeren und Älteren, etwa in den Bereichen Bildung, Arbeit und Freizeit? Welche Wünsche und Hoffnungen verbanden die Menschen 1990 mit der Wiedervereinigung? Inwiefern tangieren die historischen Ereignisse Jugendliche heute und welche Fragen haben sie an die Eltern- und Großelterngeneration?

    In der Veranstaltung kommen Menschen unterschiedlichen Alters ins Gespräch – über ihre persönlichen Erfahrungen, offene Fragen und Gedanken zum zukünftigen Umgang mit der gemeinsamen Geschichte.
    1 hr 30 min
  • Wir müssen reden! Verbrechen & Gewalt: Kommunismus und Nationalsozialismus in der Erinnerungskultur
    „Hoffen wir, dass bei der nächsten Gedenkfeier in zehn Jahren, 2015, die Erfahrung des GULag in unser kollektives europäisches Gedächtnis eingegliedert worden ist.“ — Jorge Semprún, Buchenwald-Rede 2005

    Heute, 20 Jahre später wirkt dieser Satz wie ein dringender Appell: Während die nationalsozialistischen Verbrechen fest im gesellschaftlichen Bewusstsein verankert sind, bleibt die Erinnerung an kommunistische Gewalt bis heute deutlich weniger präsent. Welche Ursachen hat diese Asymmetrie – historisch, politisch, gesellschaftlich? Und was bedeutet das für die europäischen Erinnerungskulturen? Welche Perspektive ist möglich, die weder die Verbrechen des NS-Regimes und die Shoa relativiert noch die Gewaltgeschichte des Kommunismus verharmlost? Wir wollen im Podiumsgespräch aus Anlass der Unterzeichnung des Hitler-Stalin-Pakts vor 86 Jahren der Frage nachgehen, wieso die beiden großen totalitären Ideologien und Regime trotz des Wissens um die Massenverbrechen der kommunistischen Diktaturen so unterschiedlich erinnert und behandelt werden.
    1 hr 43 min
  • Erfahrung, Erinnerung und Instrumentalisierung: Das lange Kriegsende in Europa Tag 2
    Ein neuer Krieg in Europa stellt das historische Erinnern und das offizielle Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor neue Herausforderungen. Seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine im Februar 2022 sind bisher gültige Deutungsmuster zum Ende des Zweiten Weltkriegs außer Kraft gesetzt und müssen hinterfragt werden. Ziel der Konferenz ist die kritische Auseinandersetzung mit etablierten Erzählungen und Narrativen sowie tradierten nationalen und internationalen Interpretationen. Dabei geht es zum einen darum, die Wirkmächtigkeit ausgewählter Überlieferungen zu hinterfragen und zum anderen, neue Impulse für demokratische Erinnerungskulturen zu setzen.
    6 hr 17 min
  • Fachtag Enteignungen 2025: Kriegsende 1945 – Bodenreform und Enteignungen in der SBZ: Geschichte, Erinnerung und Folgen
    1945-2025: 80 Jahre nach Kriegsende bietet die Veranstaltung die Gelegenheit zur Reflexion über die Enteignungen und damit verbundenen Umwälzungen in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ). Im Mittelpunkt steht die Enteignungspolitik der SMAD und die damit verbundenen Kulturgutverluste und der Kulturgutentzug. Unter der Parole „Junkerland in Bauernhand“ fanden ab September 1945 Enteignungen von Großgrundbesitzern statt. Wer mehr als 100 Hektar besaß, musste sein Land ohne Entschädigung abgeben. Die Besitzer wurden verfolgt und vertrieben. Der Besitz wurde sequestriert und zum Teil geplündert. Insgesamt waren rund 7.000 Landbesitzer betroffen. „NS- und Kriegsverbrecher“ wurden unabhängig vom Umfang ihres Landbesitzes enteignet. Die Vorwürfe waren teilweise begründet, oft unbegründet; sie wurden jedoch in keinem Fall gerichtlich überprüft.

    Auf dem Fachtag wollen wir u.a. folgende Fragen diskutieren: Wie wurden diese Maßnahmen gerechtfertigt und legitimiert? Welche langfristigen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Folgen lassen sich bis heute feststellen? Was bedeutet das in Bezug auf Unrechtskontexte und Entschädigungen? Welche Erfahrungen gibt es bei Verlust und dem Versuch der Wiedergewinnung von enteignetem Land- und Privatbesitz, Bauwerken, Möbel, Gartenkunst und Archivalien? Welche Strategien gibt es bei Sammlungen und Museen im Umgang mit enteigneten Objekten? Von welchen Debatten und Diskussionen wird das Thema seit 1990 begleitet?

    
Der Fachtag bündelt Fragestellungen und bietet einen Diskussionsraum über die historischen, wirtschaftlichen, sozialen und erinnerungskulturellen Entwicklungen der vergangenen 80 Jahre.
    5 hr 29 min

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