Geschichte(n) hören

Geschichte(n) hören

By Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-DiktaturHistory
Download on the App Store

Geschichte(n) hören episodes

  • Podiumsdiskussion: Wende-Bilder. Künstlerische Blicke auf die Jahre um 1989
    Im Rahmen der Abschlusstagung präsentieren Forscherinnen und Forscher des „Medienerbes“ die Ergebnisse ihrer Arbeit und treten in den Dialog mit Expertinnen und Experten aus Kunst-, Geschichts- und Filmwissenschaft, Soziologie, Geschichtsdidaktik und Museen. Bereichert wird die Tagung durch Vorträge externer Referentinnen und Referenten, darunter aus den Partner-Verbünden zur DDR-Forschung „Das umstrittene Erbe von 1989“ und „Diktaturerfahrung und Transformation“.

    Auch an die breitere Öffentlichkeit richtet sich die Podiumsdiskussion am Donnerstagabend. Im Mittelpunkt stehen künstlerische Reflexionen der späten DDR sowie der Umbruchs- und Transformationszeit – von Fotografie bis zur bildenden Kunst.
    5 hr 29 min
  • Zukunft wählen – Stimmen für morgen – Abendveranstaltung mit Impulsen und Gesprächen
    Die Wahlen zur Volkskammer der DDR am 18. März 1990 waren nicht nur eine politische Richtungsentscheidung – nach 40 Jahren diktatorischer Bevormundung bedeuteten sie für die Menschen in der DDR auch einen Akt demokratischer Selbstermächtigung. Dass nach den Jahrzehnten der SED-Diktatur und nur vier Monate nach dem Fall der Mauer wieder ein freigewähltes demokratisches Parlament in Ostdeutschland zusammentrat, markiert einen der zentralen Erfolge im Prozess der Selbstdemokratisierung der DDR, der mit der Friedlichen Revolution eingesetzt hatte.

    Wählen inmitten des Umbruchs: Welche Zukünfte versprachen Plakate, Programme, Personen und Parteien im Frühjahr 1990? Mit welchen Erwartungen gingen die Menschen an die Wahlurnen? Wie viel Vertrauen hatten sie in die neue demokratische Praxis, wie viel in die Zukunft?

    Zum 35. Jahrestag wollen wir neue Fragen an die historische Wahl stellen, welche die Menschen in der DDR 1990 hatten und trafen. Zugleich blicken wir auf Wahlkämpfe, Wahlverhalten und Wahlergebnisse in Zeitenwenden: Wie mächtig sind Zukunftsversprechen, wenn die Welt im Wandel ist? Wie wirken Erfolge und Enttäuschungen fort? Wie viel Einfluss hat die Politik aufs „Morgen“?

    Gemeinsam mit Expertinnen und Experten, Zeitzeugen der Volkskammerwahl und jungen Wählern diskutieren wir in der zweiten Veranstaltung unserer Reihe „Zurück in die Zukunft!“, wie wir als Gesellschaft unsere Zukunft wählen können.
    2 hr 7 min
  • Erfahrung, Erinnerung und Instrumentalisierung: Das lange Kriegsende in Europa Tag 3
    Ein neuer Krieg in Europa stellt das historische Erinnern und das offizielle Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor neue Herausforderungen. Seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine im Februar 2022 sind bisher gültige Deutungsmuster zum Ende des Zweiten Weltkriegs außer Kraft gesetzt und müssen hinterfragt werden. Ziel der Konferenz ist die kritische Auseinandersetzung mit etablierten Erzählungen und Narrativen sowie tradierten nationalen und internationalen Interpretationen. Dabei geht es zum einen darum, die Wirkmächtigkeit ausgewählter Überlieferungen zu hinterfragen und zum anderen, neue Impulse für demokratische Erinnerungskulturen zu setzen.
    3 hr 36 min
  • Erfahrung, Erinnerung und Instrumentalisierung: Das lange Kriegsende in Europa Tag 1
    Ein neuer Krieg in Europa stellt das historische Erinnern und das offizielle Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor neue Herausforderungen. Seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine im Februar 2022 sind bisher gültige Deutungsmuster zum Ende des Zweiten Weltkriegs außer Kraft gesetzt und müssen hinterfragt werden. Ziel der Konferenz ist die kritische Auseinandersetzung mit etablierten Erzählungen und Narrativen sowie tradierten nationalen und internationalen Interpretationen. Dabei geht es zum einen darum, die Wirkmächtigkeit ausgewählter Überlieferungen zu hinterfragen und zum anderen, neue Impulse für demokratische Erinnerungskulturen zu setzen.
    1 hr 5 min
  • Zukunft teilen – Jüdische Aufbrüche im geteilten und vereinten Deutschland
    Inmitten des demokratischen Umbruchs von 1989/90 in der DDR fiel eine wichtige Entscheidung für die Zukunft des jüdischen Lebens in Deutschland: Am 12. Februar 1990 folgte der Zentrale Runde Tisch einer Initiative des Jüdischen Kulturvereins Berlin zur Aufnahme von Jüdinnen und Juden aus der Sowjetunion. Zwei Monate später bekannte sich die frei gewählte Volkskammer im Namen aller Bürgerinnen und Bürger der DDR zur moralischen Mitverantwortung an der Shoa und verpflichtete sich, das jüdische Leben in besonderer Weise zu fördern und zu schützen. Im Mai 1990 öffneten die DDR ihre Grenzen für alle Jüdinnen und Juden, die in der Sowjetunion durch Antisemitismus diskriminiert oder bedroht waren. In den Folgejahren waren sie wesentlich am Aufbau der jüdischen Gemeinden in Ostdeutschland beteiligt und prägen das jüdische Leben im vereinten Deutschland bis heute.

    In der ersten Veranstaltung unserer diesjährigen Reihe „Zurück in die Zukunft!“ fragen wir nicht nur nach der historischen Verantwortung und dem sich daraus ergebenden Wandel in der deutschen Erinnerungspolitik, sondern auch nach und den Visionen, die sich mit der Entscheidung über die Aufnahme sowjetischer Jüdinnen und Juden verbanden. Damalige Verantwortliche und Zeitzeugen sowie Vertreter der jüdischen Community diskutieren, welche Hoffnungen die Menschen mitbrachten, welche Rolle sie bei der Gestaltung der gemeinsamen, gesamtdeutschen Zukunft spielten und wie sie sich im Zuge der deutschen Einheit mit ihrem Jüdischsein auseinandersetzten.
    1 hr 48 min
  • Zukunft erfinden – Innovation und Imagination im geteilten und vereinten Deutschland
    Mit der Friedlichen Revolution von 1989 stellten hunderttausende Menschen unter Beweis, dass sich Zukunft gestalten lässt: Ihr politischer Selbstermächtigungsakt machte Freiheit und Demokratie – kurz zuvor noch unvorstellbare Zukunftsvisionen – rasant zur Realität. Und dies in einer kommunistischen Diktatur, die die Zukunft ebenso kontrollierte wie die Gegenwart. Die Propaganda der SED verordnete ein optimistisch-utopisches Zukunftsbild, das vom ungebrochenen Glauben an Fortschritt, Wissenschaft und kommunistischer Gesellschaftsordnung geprägt war. Alternative Entwürfe für ein anderes „Morgen“ waren nicht vorgesehen, die zentralistische Planwirtschaft erstickte jede Form von Innovation und Reform. Im paradoxen Gegensatz dazu stand die realsozialistische Wirklichkeit: Mangelwirtschaft führte zu Improvisation und Erfindungsreichtum, Zensur zu Kreativität und individuellem Eigensinn.

    Gemeinsam mit Experten der Zukunftsforschung sowie „Zukunftspraktikern“ blicken wir in der dritten Veranstaltung unserer Reihe „Zurück in die Zukunft“ auf alternative wie kreative Visionen aus der DDR: Mit welchen Ideen trotzen die Menschen Unfreiheit, Mangel und Tristesse? Welche davon blieben Utopie, welche wurden Wirklichkeit? Wie bewerten wir heute die Erfindungen und Technologien, die damals als Fortschritt galten? Und welche Zukunftspotenziale brachte das vereinte Deutschland hervor?
    1 hr 34 min
  • Wie George Orwells Roman „1984“ fast in der DDR erschienen wäre
    George Orwells Roman '1984' spielte in den Debatten des Kalten Krieges eine zentrale Rolle. Seine literarische Darstellung eines totalitären Systems wurde auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs überwiegend einseitig als Kritik am Stalinismus verstanden, den der Sozialist Orwell als Mitglied der Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg selbst erlebt hatte. Der Roman war im gesamten Ostblock verboten. Besitz und Verbreitung konnten zu Gefängnisstrafen führen. 1984 änderte sich der Blick auf den Roman. Im Osten versuchte man, dem Westen den Spiegel vorzuhalten, ihn als Kritik an westlichen "Missständen" zu interpretieren. Fünf Jahre später bereitete der Verlag Volk und Welt Berlin eine Ausgabe vor, die mit dem Fall der Mauer obsolet wurde. Seine Wortschöpfungen wie „Big Brother“ leben heute in unserem Wortschatz weiter.

    Wolfgang Both (*1950) ist promovierter Informatiker und lebt in Berlin. Er entdeckte früh die Science-Fiction für sich, ist seit 1973 im Fandom aktiv und hat Sachbücher und Aufsätze zum Thema verfasst. Seine Geschichte linker Utopien „Rote Blaupausen“ wurde 2008 mit dem Kurd-Laßwitz-Preis ausgezeichnet. 2021 erschien eine erweiterte Neuauflage bei Memoranda. Seit mehr als zehn Jahren beschäftigt er sich auch mit der frühen Raumfahrtgeschichte und hat dazu das Buch „Kulturaufgabe Weltraumschiff - Die Geschichte des Vereins für Raumschiffahrt“ (2020) veröffentlicht. Für den Ausstellungsteil „SF in der DDR“ im Rahmen von „Leseland DDR“ erhielt er 2023 erneut den Kurd-Laßwitz-Preis.
    1 hr 30 min
  • Buchpremiere: Die befohlene Zukunft. DDR-Science-Fiction zwischen Zensur und Selbstzensur
    Wie jede andere Literatur unterlag auch die SF der DDR der als Druckgenehmigungsverfahren getarnten staatlichen Zensur mit ihren Gutachten und kulturpolitischen Erwägungen. Die Einflussnahme begann jedoch schon ganz am Anfang des „literarischen Entwicklungsprozesses“: Wie weit wagte man sich als Autor an kritische Themen? Wo nahm man zensierende Eingriffe vorweg? Auf welche Passagen war man bereit zu verzichten, um wichtigere Aussagen beibehalten zu können?
    1 hr 41 min
  • Zukunft leben – Lebensentwürfe und Identitäten im Wandel
    Im 35. Jahr der deutschen Einheit leben wir heute auch diejenigen Zukünfte, die Menschen und Ost und West mit der Überwindung der Teilung verbanden. Vieles, was in der historischen Zeitenwende 1989/90 erkämpft, erdacht und ersehnt wurde, ist Wirklichkeit geworden. Manche Hoffnungen blieben unerfüllt, wieder anderes war 1990 noch nicht vorstellbar. Am Ende unserer zweijährigen Veranstaltungsreihe „Zurück in die Zukunft!“ wollen wir Bilanz ziehen: Welche vergangenen Visionen sind wahrgeworden, welche bleiben auch im Jahr 2025 Zukunftshoffnungen? Dabei richten wir den Blick insbesondere darauf, wie sich Lebensentwürfe und Identitäten seit 1990 gewandelt haben: Wirkt die Teilung noch nach in unseren Vorstellungen von Beziehung, Familie und Ehe? Spielen Ost und West eine Rolle dabei, wie wir unsere Freizeit gestalten, Beruf und Karriere organisieren oder uns gesellschaftlich engagieren? Welche Gegenwartsthemen sind hinzugekommen und werden unsere eigene Zukunft prägen – etwa Klimawandel, Migration oder Vereinsamung? Mit spannenden Gästen unterschiedlicher Herkunft und Hintergründe reisen wir zum Abschluss der Veranstaltungsreihe nochmals zurück in die Zukünfte der letzten 35 Jahre und treten zugleich die Reise ins heutige Morgen an.
    1 hr 41 min

About Geschichte(n) hören

From the publisher's feed

Mit diesem Podcast-Angebot stellt die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Audio-Mitschnitte von Veranstaltungen zum Nachhören zur Verfügung.

More shows like Geschichte(n) hören

WDR Zeitzeichen by WDR

WDR Zeitzeichen

72 Listeners

Radiowissen by Bayerischer Rundfunk

Radiowissen

110 Listeners

Hintergrund by Deutschlandfunk

Hintergrund

58 Listeners

Zwischen Hamburg und Haiti by NDR Info

Zwischen Hamburg und Haiti

18 Listeners

Geschichten aus der Geschichte by Richard Hemmer und Daniel Meßner

Geschichten aus der Geschichte

182 Listeners

Das Wissen | SWR by SWR

Das Wissen | SWR

107 Listeners

Eine Stunde History - Deutschlandfunk Nova by Deutschlandfunk Nova

Eine Stunde History - Deutschlandfunk Nova

103 Listeners

ZEIT WISSEN. Woher weißt Du das? by DIE ZEIT

ZEIT WISSEN. Woher weißt Du das?

41 Listeners

Weltspiegel Podcast by ARD Weltspiegel

Weltspiegel Podcast

34 Listeners

Geschichte Europas by Tobias Jakobi

Geschichte Europas

7 Listeners

Alles Geschichte - Der History-Podcast by ARD

Alles Geschichte - Der History-Podcast

64 Listeners

ZEIT Geschichte. Wie war das noch mal? by DIE ZEIT

ZEIT Geschichte. Wie war das noch mal?

35 Listeners

Der Rest ist Geschichte by Deutschlandfunk

Der Rest ist Geschichte

17 Listeners

Was bisher geschah - Geschichtspodcast by Joachim Telgenbüscher, Nils Minkmar

Was bisher geschah - Geschichtspodcast

54 Listeners