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By Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-DiktaturHistory
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  • Prof. Dr. Fernando Barrientos: Democracy and Political Science. The Case(s) of Latin America
    100 Jahre nach der Russischen Revolution stellt sich im Hinblick auf Lateinamerika nicht nur die Frage, wie insbesondere marxistisch-leninistische Ideen im Laufe des vergangenen Jahrhunderts rezipiert wurden und welches die konkreten Auswirkungen der Russischen Revolution waren. Auch wie sich ein eigenes revolutionäres Potential in der Region entwickelte und in welchem Verhältnis dies zu europäischen Varianten der Etablierung, Sicherung, Überwindung und Erinnerung sozialistischer und kommunistischer Systeme steht, wirft ein Licht auf Spielarten einerseits und übergreifende Ansprüche sozialistischer und kommunistischer Strukturen andererseits: Wie entstanden mit dem kurzen 20. Jahrhundert in Lateinamerika Nährböden für sozialistische und kommunistische Utopien und welche Realitäten erwuchsen daraus, verschwanden oder blieben erhalten und wie werden diese Utopien und Realitäten erinnert?
    57 min
  • Vorbild oder Zerrbild? Die DDR-Schule in der gesamtdeutschen Bildungsdebatte
    Der "PISA-Schock" stieß in Deutschland eine intensive Diskussion über die Qualität des Bildungssystems an und führte zu mehreren tiefgreifenden Schulreformen. In der bis heute anhaltenden Debatte wird auch immer wieder die DDR-Einheitsschule mit ihrem Leistungsprinzip, dem einheitlichen und gemeinsamen Lernen über viele Jahre hinweg und ihrem Fokus auf die Naturwissenschaften als Modell herangezogen. Die negativen Seiten des SED-Erziehungssystems bleiben oft unterbelichtet: ideologische Indoktrination und politische Reglementierung, starre Lehrpläne und formalisierte Unterrichtsmethoden, fehlende Individualität für Lehrende und Lernende. Besonders einige ostdeutsche Bundesländer scheinen heute mit Anleihen und fortgesetzten Traditionen aus dem sozialistischen Unterricht Erfolge zu feiern. Sachsen und Thüringen belegen bei nationalen Vergleichsstudien regelmäßig Spitzenplätze.
    Die dritte Veranstaltung der Reihe "Deutschland 2.0" im Jahr 2017 nahm die Rolle der DDR-Schule in der gesamtdeutschen Bildungsdebatte in den Blick und fragte danach, welche Aspekte der DDR im föderal organisierten Bildungssystem heute nachwirken. Es wurde zudem diskutiert, ob es pädagogische Ansätze des untergegangenen Staates gibt, von denen Deutschland mit seinen aktuellen Herausforderungen auf dem Weg zur erfolgreichen Bildungsnation profitieren könnte.
    1 hr 57 min
  • Prof. Dr. Fernando Barrientos: Democracy and Political Science. The Case(s) of Latin America
    100 Jahre nach der Russischen Revolution stellt sich im Hinblick auf Lateinamerika nicht nur die Frage, wie insbesondere marxistisch-leninistische Ideen im Laufe des vergangenen Jahrhunderts rezipiert wurden und welches die konkreten Auswirkungen der Russischen Revolution waren. Auch wie sich ein eigenes revolutionäres Potential in der Region entwickelte und in welchem Verhältnis dies zu europäischen Varianten der Etablierung, Sicherung, Überwindung und Erinnerung sozialistischer und kommunistischer Systeme steht, wirft ein Licht auf Spielarten einerseits und übergreifende Ansprüche sozialistischer und kommunistischer Strukturen andererseits: Wie entstanden mit dem kurzen 20. Jahrhundert in Lateinamerika Nährböden für sozialistische und kommunistische Utopien und welche Realitäten erwuchsen daraus, verschwanden oder blieben erhalten und wie werden diese Utopien und Realitäten erinnert?
    57 min
  • Vorbild oder Zerrbild? Die DDR-Schule in der gesamtdeutschen Bildungsdebatte
    Der "PISA-Schock" stieß in Deutschland eine intensive Diskussion über die Qualität des Bildungssystems an und führte zu mehreren tiefgreifenden Schulreformen. In der bis heute anhaltenden Debatte wird auch immer wieder die DDR-Einheitsschule mit ihrem Leistungsprinzip, dem einheitlichen und gemeinsamen Lernen über viele Jahre hinweg und ihrem Fokus auf die Naturwissenschaften als Modell herangezogen. Die negativen Seiten des SED-Erziehungssystems bleiben oft unterbelichtet: ideologische Indoktrination und politische Reglementierung, starre Lehrpläne und formalisierte Unterrichtsmethoden, fehlende Individualität für Lehrende und Lernende. Besonders einige ostdeutsche Bundesländer scheinen heute mit Anleihen und fortgesetzten Traditionen aus dem sozialistischen Unterricht Erfolge zu feiern. Sachsen und Thüringen belegen bei nationalen Vergleichsstudien regelmäßig Spitzenplätze.

    Die dritte Veranstaltung der Reihe "Deutschland 2.0" im Jahr 2017 nahm die Rolle der DDR-Schule in der gesamtdeutschen Bildungsdebatte in den Blick und fragte danach, welche Aspekte der DDR im föderal organisierten Bildungssystem heute nachwirken. Es wurde zudem diskutiert, ob es pädagogische Ansätze des untergegangenen Staates gibt, von denen Deutschland mit seinen aktuellen Herausforderungen auf dem Weg zur erfolgreichen Bildungsnation profitieren könnte.
    1 hr 57 min
  • Sandrine Kott: Ende des Staatssozialismus - Ende des Sozialstaats? Sozialpolitik im langen 20. Jahrhundert
    Im Manifest der kommunistischen Partei formulierte Marx eine grundlegende Kritik der sozialen Reform: "Ein Teil der Bourgeoisie wünscht den sozialen Mißständen abzuhelfen, um den Bestand der bürgerlichen Gesellschaft zu sichern." Die kommunistischen Parteien und Regime griffen diese Kritik auf und taten bis in die 1960er Jahre "Sozialpolitik" als eine "Krücke des Kapitalismus" ab. Zugleich aber begünstigte die Angst vor einer revolutionären Ansteckung in Europa seit 1919 die Entstehung einer internationalen sozialpolitischen Agenda. Während des Kalten Kriegs sorgte die Systemkonkurrenz auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs für ein weiteres Anwachsen der Ausgaben für Sozialpolitik. Lässt sich im Umkehrschluss folgern, dass Niedergang und Sturz des kommunistischen Modells das Ende des westlichen Wohlfahrtsstaats verursacht haben?
    1 hr 36 min
  • Ankunft in Europa. Ostdeutsche Perspektiven auf die europäische Integration seit 1989
    Vom geteilten Land im Kalten Krieg zur "Macht in der Mitte" - Deutschlands Rolle in Europa hat sich seit der Wiedervereinigung 1990 grundlegend geändert. Aktuelle politische Herausforderungen wie die andauernde Finanzkrise, der "Brexit" oder militärische Konflikte an den Grenzen der Europäischen Union (EU) führen dazu, dass sich die Bundesrepublik steigenden Erwartungen ihrer Partner gegenübersieht. Für das außenpolitische Handeln und das Selbstverständnis des vereinigten Deutschlands spielen nicht nur die Geschichte des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges eine entscheidende Rolle, sondern auch die Erfahrungen Ostdeutschlands aus vier Jahrzehnten kommunistischer Diktatur, die es mit den Staaten Ostmitteleuropas teilt. In der gesellschaftlichen Debatte über die Zukunft der EU sowie über die Beziehungen zu Russland und anderen autoritären Staaten treten dabei auch immer wieder unterschiedliche Sichtweisen der Menschen in Ost und West zu Tage.

    Die erste Veranstaltung der Reihe »Deutschland 2.0« im Jahr 2017 versuchte zu ergründen, inwieweit sich die Situation Deutschlands in Europa durch die Erweiterung der "alten Bundesrepublik" durch Ostdeutschland verändert hat. Zudem wurde gefragt, welche besonderen Probleme, aber auch welche Chancen sich für die deutsche Europapolitik aus der kommunistischen Vergangenheit Ostdeutschlands ergeben.
    1 hr 59 min
  • Catherine Gousseff: Zwischen Anerkennung und Manipulation. Russland, die Nation und das Erbe des kommunistischen Völkergefängnisses
    Der Zusammenbruch der Sowjetunion lässt sich auf einen doppelläufigen Prozess zurückführen: einerseits die Explosion der Volksrepubliken innerhalb der Föderation, andererseits die Implosion der Kommunistischen Partei als dem politischen Herzen des Zentralstaats. Hatten die Sowjetrepubliken einen Grad der Emanzipation erreicht, dass sie die dominierende Vision der UdSSR als "Gefängnis der Völker" de facto widerlegen konnten? Wie ist die historische Entwicklung der Sowjetischen Föderation 25 Jahre nach ihrem Verschwinden und nach zwei Jahrzehnten, in denen sich Russland als größter Nachfolgestaat der UdSSR durch vermehrte Einmischung in die nationalen Konflikte an seinen Grenzen hervorgetan hat, zu lesen?
    1 hr 52 min
  • Ulbrichts Wirtschaftswunder - Wie die DDR den Westen überholen wollte
    Mit dem "Neuen Ökonomischen System (NÖS)" wollte die DDR in den 1960er Jahren neue Wege gehen und die Zukunft im Wettstreit mit der Bundesrepublik Deutschland für sich gewinnen. Mit Rationalisierung und Automatisierung sollte die Planwirtschaft revolutioniert und die Mangelwirtschaft mit Personalmangel und Materialknappheit beseitigt werden. Neue Denkmethoden und neue Technologien sollten dazu beitragen, dass der Mensch künftig im Produktionsprozess entbehrlich wird. Letztlich sollte damit der Westen wirtschaftlich überholt und der Weg zur kommunistischen Weltherrschaft geebnet werden.
    Im Fokus des Films steht die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der DDR in jener Zeit, die Zukunftsvisionen von einer automatisierten, rationalisierten und damit besseren Welt versprach. Doch die von Walter Ulbricht forcierte Öffnung der zentralistisch geleiteten Volkswirtschaft scheiterte. Alle Maßnahmen des NÖS, wie etwa Prämien für die Werktätigen oder größere betriebliche Freiheiten für die Kombinate, konnten die DDR-Ökonomie nicht retten. Mit der Machtübernahme durch Erich Honecker wurde das innerparteilich stets umstrittene Projekt eingestellt und die Reformen rückgängig gemacht.
    1 hr 12 min

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