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By Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-DiktaturHistory
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Geschichte(n) hören episodes

  • Kinder ehemaliger politischer Häftlinge
    Rund 300.000 Personen waren in der SBZ und der DDR aus politischen Gründen inhaftiert. Für viele von ihnen war die Haftzeit traumatisierend, die psychische Belastung für die Betroffenen hält oft bis heute an. Zwei Studien an der Universität Leipzig gehen den Fragen nach, wie die Kinder der Inhaftierten die Haftzeit verarbeitet haben. Was haben die Kinder im Zusammenhang mit der Inhaftierung der Eltern erlebt? Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Haft auch für die Kinder negative psychische Auswirkungen gehabt hat. Maya Böhm und Grit Klinitzke stellten die Ergebnisse ihrer Studien in Auszügen dar. Podiumsdiskussion: Myriam Ceglarek, Ulrich Schacht, Dr. Stefan Trobisch-Lütge.
    2 hr 26 min
  • Perspektiven für Korea nach dem Tod von Kim Jong-Il
    Gouverneur Kim Moon-Soo kämpfte 28 Jahre lang als Aktivist für die Rechte der Arbeiter und Demokratie gegen die südkoreanische Militärdiktatur (1970er und 1980er Jahre). Zudem setzt er sich aktiv für die Menschenrechte in Nordkorea ein. 2006 wurde er zum Gouverneur der Gyeonggi-Provinz gewählt und 2010 als Mitglied der Grand National Party in seinem Amt bestätigt. Im Rahmen seines Vortrags und der sich anschließenden Podiumsdiskussion behandelte Gouverneur Kim die Frage der weiteren Entwicklung der innerkoreanischen Beziehungen nach dem Tod Kim Jong-Ils im Dezember 2011 und beleuchtete mögliche Wege zur Wiedervereinigung auf der koreanischen Halbinsel.
    1 hr 26 min
  • »Norman Naimark: Stalin und der Genozid«
    Norman Naimark, Professor an der Stanford-Universität sprach über sein Buch "Stalin und der Genozid" (Suhrkamp 2010). In seinem Vortrag rekapitulierte er die Geschichte des Genozid-Konzepts und erläuterte die Zusammenhänge zwischen den Massentötungen in der Sowjetunion der 1930er und der politischen Linie bzw. dem Vorgehen Stalins. Naimark begründete seine Überzeugung, dass die stalinistischen Verbrechen als Genozid anzusehen und im Vergleich mit denen Hitlers und der Nazis zu betrachten seien.
    1 hr 33 min
  • Stalinistischer Terror in der Volksrepublik Polen. Vortrag von Piotr Madajczyk
    Der polnische Historiker Piotr Madajczyk (Warschau) sprach in seinem Vortrag über den stalinistischen Terror in der Volksrepublik Polen. Spätestens mit der Vereinigung von Kommunisten und Sozialisten im Dezember 1948 waren die letzten Hindernisse auf dem Weg zur Diktatur beseitigt. Unter ihrem Generalsekretär Bolesław Bierut, der selbst Gegenstand eines pompösen Personenkultes wurde, überzogen die Kommunisten das Land mit Terror und Gewalt.
    1 hr 31 min
  • »War die SED reformfähig? Chancen und Scheitern von Reformansätzen in der Staatspartei«
    Im historischen Rückblick erscheint die SED mit ihren 2,3 Millionen Mitgliedern als monolithischer Block politisch Gleichgesinnter. Dennoch gab es immer wieder Versuche, die Staatspartei und ihr Gesellschaftssystem zu reformieren. Sie alle scheiterten am kompromisslosen Machtwillen der SED-Spitze. Die zaghaften Reformversuche wurden rasch abgebrochen, nachdem die politische Labilität der SED-Herrschaft offen zutage getreten war. Welche Ziele und Konzepte verfolgten die Reformer und warum waren sie zum Scheitern verurteilt? Mit der Antwort auf diese Fragen spannt sich der Bogen des Vortrages von Dr. Andreas Malycha, Institut für Zeitgeschichte, von der Gründung der Partei 1946 bis zu ihrem Untergang 1989. Im Zentrum steht letztlich die Frage, ob die SED als Grundpfeiler des diktatorischen Herrschaftssystems reformfähig war.
    1 hr 54 min
  • Erich Loest: Man ist ja keine Achtzig mehr
    Was ist mit über achtzig Jahren für einen Schriftsteller zu tun? Den nächsten Roman beginnen? Warum noch einen - alle Geschichten sind erzählt. Doch was jeder Tag aufs Neue bringt, das sind Begegnungen und Erkenntnisse. Erich Loest hat sie notiert und ausgeformt zu Miniaturen voller Weisheit und trockenem Humor. Zwischen August 2008 und September 2010 hielt er fest, was ihn beschäftigte und bewegte: Politisches und Persönliches, Geschichten von unterwegs und von daheim. Heiter-gelassen beobachtet er auch sich selbst. Um das Leben von Tag zu Tag auf den Punkt zu bringen, ist das Tagebuch die ideale Form - für sein erklärtes »Letztbuch« bedient sich Erich Loest ihrer zum ersten Mal. Kurz vor seinem 85. Geburtstag präsentierten die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Steidl Verlag Erich Loests »Man ist ja keine Achtzig mehr« in einer gemeinsamen Veranstaltung der Öffentlichkeit.
    1 hr 21 min
  • Die Kunst des Erinnerns. Über die Deutungskonkurrenz zwischen Zeitzeugen und Zeithistorikern
    Die politische und historische Debatte wird immer wieder geprägt von der Frage, wie wir uns richtig an die SED-Diktatur erinnern sollen. Erinnerungskultur und Wissenschaft befinden sich dabei in einem spannungsvollen Verhältnis. Hinter dem gerne zitierten Bonmot vom »Zeitzeugen als natürlichem Feind des Historikers« geht es um einen weit tieferen Konflikt zwischen dem moralischen Duktus der Erinnerung und dem rationalen Erklärungsanspruch der Wissenschaft. Zeitzeugen vermitteln oft emotionale Bilder von der erlebten Vergangenheit. Indem sie von ihren persönlichen Erfahrungen berichten, tragen sie zur Individualisierung der Geschichte bei. Dagegen bemüht sich der Historiker um eine distanzierte, weitgehender Objektivität verpflichteten Herangehensweise. Für ihn ist der Zeitzeuge eine von vielen wichtigen Quellen und zugleich authentischer Rahmen der wissenschaftlichen Erzählung. Längst aber hat sich die Generation der Mitlebenden von ihrer Rolle als Quelle emanzipiert und beansprucht eine eigene Deutungskompetenz. Droht hier eine Entmachtung der Historikerzunft? Was leisten Zeitzeugen, was Historiker nicht können? Was können Historiker, was Zeitzeugen fehlt? Welche Ansprüche, Sichtweisen und Deutungskompetenzen können sie jeweils in der Erinnerungsarbeit geltend machen? Nach einer Einführung durch Prof. Dr. Alexander von Plato diskutierten auf dem Podium: Prof. Dr. Bernd Faulenbach, Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk, Dr. Günter Kröber und Bettina Effner. Es moderierte Dr. Jens Hüttmann.
    2 hr 4 min
  • »Unteilbar? Menschenrechtspolitik vor und seit 1989«
    Die Charta der Vereinten Nationen formulierte 1945 das hehre Ziel, "die Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten für alle ohne Unterschied der Rasse, des Geschlechts, der Sprache oder der Religion zu fördern und zu festigen". Die internationale Staatengemeinschaft ist weit von diesem Ziel entfernt. Und dennoch scheinen Menschenrechte in der internationalen Politik seit der Überwindung des Kalten Krieges an Bedeutung gewonnen zu haben. Was hat sich durch die friedlichen Revolutionen des Jahres 1989, mit denen die kommunistischen Diktaturen Ostmitteleuropas überwunden wurden, in der internationalen Menschenrechtspolitik verändert? Welchen Stellenwert hat die Umbruchserfahrung für politische Protagonisten innerhalb und außerhalb des einstigen Ostblocks? In welchem Maße ist Menschenrechtspolitik Teil der Außenpolitik europäischer Staaten geworden? Sind die Menschenrechte auch weiterhin unteilbar, wenn diese mit Sicherheitsfragen und Handelsinteressen kollidieren? Antworten auf diese Fragen hatten die Veranstalter (Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Menschenrechtsbeauftragter im Auswärtigen Amt, Heinrich-Böll-Stiftung und Robert-Havemann-Gesellschaft) im Rahmen eines Podiumsgesprächs gesucht. Es diskutierten: Volker Beck, Iwona Kozlowska, Gerd Poppe und Irina Scherbakowa. Moderation: Margit Miosga.
    1 hr 47 min
  • Die SED in der staatssozialistischen Gesellschaft
    Die Geschichte der DDR ist immer wieder als Geschichte der SED-Diktatur geschrieben worden. Durchaus zu Recht, denn die Entwicklung der ostdeutschen Gesellschaft zwischen 1949 und 1989 folgte in fast jeder Hinsicht dem Diktat der »führenden Partei«. Je erfolgreicher sich die SED allerdings in der ostdeutschen Gesellschaft ausbreitete, je mehr Menschen ihr angehörten, je selbstverständlicher ihr Einfluss auf Berufskarrieren, Betriebe und alle möglichen Organisationen war, desto mehr wurde sie aber selbst Teil der Gesellschaft, was nicht ohne Folgen für die Partei und die diktatorische Herrschaft »als soziale Praxis« blieb. Der Vortrag von Professor Dr. Ralph Jessen, Universität Köln, skizzierte beide Aspekte dieser besonderen Stellung der SED in der DDR und diskutierte, welche Fragen sich hieraus für eine Sozial- und Herrschaftsgeschichte der SED und der DDR ergeben.
    2 hr 10 min
  • »Der Beitritt - Die letzten sechs Monate der DDR«
    Knapp 200 Tage regiert das einzige demokratisch legitimierte Kabinett der DDR unter Lothar de Maizière - bis zum 2. Oktober 1990. Es ist eine Zeit ungeheurer Dynamik, die eine Arbeit unter stetigem Zeitdruck und sich ständig verändernden Bedingungen erfordert. In dem von Rainer Burmeister und Hans Sparschuh erstellten Dokumentarfilm wird dieser Abschnitt der jüngeren deutschen Zeitgeschichte aus der Sicht der damals politisch Verantwortlichen geschildert. Erzählt wird aus der individuellen Sicht der Minister, der Staatssekretäre, der Oppositionsführer und ihrer politischen Berater und Sprecher. Im Fokus stehen die damaligen Motivationen und der private Lebensweg der Einzelnen in den Monaten des Umbruchs. Ausgangspunkt ist der 18. März 1990, an dem die erste und einzige freie Wahl zur DDR-Volkskammer stattfand. Die Dokumentation orientiert sich an den wichtigsten Entscheidungen und Ereignissen in diesen sechs Monaten, in denen der Grundstein für die Einheit Deutschlands gelegt wurde: 759 Kabinettsvorlagen werden debattiert, 143 Verordnungen werden von de Maizière unterschrieben und 96 Gesetze in der Volkskammer beschlossen - in knapp 200 Tagen. Im Gespräch waren Dr. h.c. Lothar de Maizière (1990 Ministerpräsident der DDR) und Markus Meckel (1990 Minister für Auswärtige Angelegenheiten der DDR) moderiert von Dr. Hermann Rudolph (Herausgeber Der Tagesspiegel).
    1 hr 22 min

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Mit diesem Podcast-Angebot stellt die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Audio-Mitschnitte von Veranstaltungen zum Nachhören zur Verfügung.

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