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Rückblick und Zusammenfassung
Beratungsangebote und Beratungsnachfrage
Luhmanns Steuerungsskepsis und Systemtheoretische Wende
Hochzeit zwischen existenzialistischem Humanismus und Systemtheorie
Weg in die Beratungsgesellschaft
Blick in die Zukunft
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PS: Wir bitten um Entschuldigung für die nicht berauschende, weil berauschte Tonqualität dieser Folge! Sie ist Zeugnis eines sehr heißen Sommertages ;-)
Informationen zur Reihe „Geschichte der Beratung“
Inhalte:
In Teil 1 überfliegen wir die Antike und das Mittelalter und lernen verschiedene Ideen zur Beratung an.
Teil 2 führt in die Frühe Neuzeit und Moderne, vor allem in die Epoche der Aufklärung, die auch für die Idee der Beratung eine Zeitenwende war, deren Resultat eine tiefe Beratungsskepsis mit sich brachte.
Teil 3 wird sich erneut mit einer fundamentalen Wende beschäftigen, die sich in der Postmoderne ereignete und zum Konzept des Beratens ohne Ratschlag führte.
Leitidee
Inhalte von Teil 2:
"Wer Rat sucht, hört nicht genügend in sich hinein - und wer Rat gibt, ist anmaßend."
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Inhalt:
(Auszug aus: Balling, Rolf: Dilemmata in der Mediation, in: Theorie und Praxis der Transaktionsanalyse in der Mediation, Ein Handbuch, Nomos-Verlag, 656 S., 2014)_
Definitionen und grundsätzlichen Erwägungen zum Dilemma
Dilemma nennt man eine Entscheidungssituation, in der die Folgen aller bekannten Handlungsalternativen, als unbefriedigend/unakzeptabel erlebt werden.
Klassische Dilemma-Situationen
a. Dilemmata mit zwei gleich guten Alternativen.
Das klassische Beispiel hierfür ist das Esel-zwei-Heuhaufen-Dilemma nach Buridan, bei dem ein Esel verhungert, weil er zwischen zwei gleich großen und gleich entfernten, Heuhaufen steht, was unseren Esel handlungsunfähig macht.
Ein modernes Beispiel hierfür könnte sein: Da hat jemand zwei gleich interessante Job-Angebote. Und er kann sich nicht für eines entscheiden, auch aus Angst, dass sich seine Wahl nachträglich als falsch erweisen könnte.
Zu fragen wäre dann:
Könnte der sich das nachträglich verzeihen? (Skript-Ebene)
b. Dilemmata mit zwei unakzeptablen Auswirkungen
Da will einer sein ererbtes Vermögen in hehrem Gedenken an seine Eltern erhalten. Aber bei ‚sicherer‘ Anlage mit Staatsanleihen ist die Inflation höher als die Zinsen; eine inflationsausgleichende Verzinsung gibt es allerdings nur bei erheblich höherem Risiko, das ihn nachts nicht schlafen lässt. Hier braucht man einen durchdachten und emotional akzeptierten Kompromiss, der noch gerade die Nachtruhe sichert, und mit dem man – bis zur nächsten Überprüfung der Dilemma-Situation – leben kann.
Strukturen und Prozesse einer Organisation als Dilemma-Inszenierung
Organisationen verstehen sich in einem technokratischen Paradigma, als gut konstruierte Maschinen, die reibungslos funktionierten, … wenn die Menschen nicht dauernd Probleme machen würden.
Tatsächlich muss sich jede Organisation mit vielen system-immanenten Dilemmata auseinandersetzen, die keineswegs von Menschen hineingetragen werden. Mit diesen Dilemmata im streng technokratisch-mechanischem Paradigma umzugehen, führt zu suboptimalen Entscheidungen, weil hierbei die Welt – trivialisierend – dem Paradigma angepasst wird.
Gerade die menschliche Dilemmata-Kompetenz, nicht das technokratische Kalkül, ist es, die es Organisationen erlaubt, gute Entscheidungen in seinen originären Dilemmata zu kreieren. Beispiele für Organisationsdilemmata sind:
Standardisierte und damit kostengünstige Produkte (sagt die Fertigung) versus Kundenbedarfs-genauem Variantenreichtum, der teurer ist (sagt der Vertrieb)
Eine funktionale Struktur-/Prozess Organisation inszeniert ihre relevanten Organisations-Dilemmata in ihrem strukturell-sozialen Raum mit dem Mittel einer entsprechenden Aufbau-Organisation. Die Vorteile einer solchen Vorgehensweise sind:
Die Dilemmata werden damit entpersonalisiert und enttabuisiert,
Damit Dilemma-Inszenierungen in Organisationen gute Ergebnisse bringen können, braucht es weiterhin:
Eine angemessene Machtbalance zwischen den Vertretern der Polaritäten,
Fritz Simon sieht die Möglichkeit zur Dilemma-Inszenierung als großen Vorteil, den eine Organisation gegenüber einer einzelnen Person hat, welche ihre Dilemmata intrapsychisch – in allenfalls zwei Brusthälften differenziert – bewältigen muss.
Auch in Organisationen gibt es kulturell konstruierte Dilemmata, die auf dysfunktionalen Glaubenssätzen beruhen. Eine davon ist das Prinzip ‚Win-Win‘ in Verhandlungen, wenn es verabsolutiert wird. Was ist denn, wenn tatsächlich keine andere Möglichkeit besteht, als dass eine Verhandlungs-Partei zum ‚Looser‘ wird, und man deren Verlust auch nicht wirklich kompensieren kann? Hier wird manchmal die Enttrübung eines unrealistischen Win-Win-Glaubenssatzes nötig, um wieder handlungsfähig zu werden.
Beratungs-Strategien bei der Bearbeitung von Dilemmata
Die Erlaubnis, sich im Dilemma befindlich zu sehen und zu fühlen
Mitgehen mit den Ambivalenzen
Gemeinsames Leiden in identischen oder unterschiedlichen Dilemmata
Umgang mit geheimen und unbewussten Loyalitäten
Das Dilemma in den sozialen Raum bringen
Die Rahmung von Suchprozessen mit den Dilemma-Beteiligten
Eskalation im Rahmen der Klärung von Dilemmata
Die Funktion von befürchtetem Fehler mit Reue und/oder Scham
Der Aufbau von Dilemma-Kompetenz als Person und Rollenträger von Organisationen
Links:
Rolf Ballings Webeseite: https://www.rolf-balling.de/
Neuen Ausbildungskurse ab Oktober 2021 und Februar 2022. Mehr Informationen.
Lern- und Wissensmanagement-Tool: www.elemente-der-mediation.de
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Inhalte:
"I've never kissed a system."
Blogbeitrag: Praktische Diagnose einer Organisationskultur mit dem Kulturdiagnose-Dreieck nach Rolf Balling
Balling-Paper: Diagnose von Organisationskulturen
Podcast: #22 – Ballings Kulturdiagnose von Organisationen angesichts agiler Arbeitsweisen
Mohr-Paper: Systemdynamiken (PDF)
Gareth Morgan: Bilder von Organisationen (PDF english)
Nikolai D. Kondratieff: Kondratieff-Zyklen (bpb-Artikel)
Ulrich Bröckling. Das Unternehmerische Selbst.
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Informationen zur Reihe „Geschichte der Beratung“
Inhalte:
In Teil 1 überfliegen wir die Antike und das Mittelalter und lernen verschiedene Ideen zur Beratung an.
Teil 2 führt in die Frühe Neuzeit und Moderne, vor allem in die Epoche der Aufklärung, die auch für die Idee der Beratung eine Zeitenwende war, deren Resultat eine tiefe Beratungsskepsis mit sich brachte.
Teil 3 wird sich erneut mit einer fundamentalen Wende beschäftigen, die sich in der Postmoderne ereignete und zum Konzept des Beratens ohne Ratschlag führte.
Leitidee
Inhalte von Teil 1:
…ein paar Worte zur Person
…ein paar Worte zur Idee der Beratung
Beratung = Formen der kognitiven Hilfe zum Überlegen, eine Beeinflussungskommunikation, bei der der Vorteil des Ratnehmers im Vordergrund steht und von dem die – im Grundsatz freiwillige – Initiative ausgeht.
Etymologische Bedeutung von RAT und BERATUNG?:
Antike
„Die erste Intervention im Coaching ist, einen ersten Termin zu finden.“
Erkenntnisse für Beratungsprozesse?
Fähigkeit des Ratgebens war neben der Fähigkeit zum Kämpfen eine der Haupttugenden in der Antike (Homers Odysseus Schläue)
Heute Zukunftsforschung als Beratungsangebot: Früher waren das Eingeweide- und Vogelflugbeschauer (Auguren).
Frage als Leitinstrument
Sophisten (450-380 v.Chr.) brechen mit dem geheimnisumwitterten Orakeln und machten aus ihrer Wahrheitsliebe eine irdische Dienstleistung. Was wissen wir von den Sophisten für unser Thema?
Platon
CHARISMATISCHE BERATUNG (Platon, Orakel etc., Weisheit, Präsenz, Suggestion des Wissens vom richtigen Weg) vs. PRAGMATISCHE BERATUNG (SOKRATES, Sophisten, Wissen und Erfahrung)
Prophezeiungen und Horoskope
Mittelalter
Beratung war zwingende, wechselseitige Rechtshandlung; die einen mussten Rat geben, der Herrscher Rat nehmen.
Hofnarren und Mätressen
Sekretäre und Geheimräte ersetzen die Ständischen Räte im Übergang von Mündlichkeit zur Schriftlichkeit
Links:
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Inhalte:
Angesprochene Konzepte zur Identifizierung und Einordnung von organisationalen Konfliktpotenzialen sind:
Links:
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Mediation im Gesundheitswesen:
Weitere Themen im Arbeitsleben bei Mediation im Gesundheitswesen sind:
Links:
Initiative Mediation und Gesundheit: www.imug.eu
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- Rückblick BIGFAM
- Konfliktbearbeitung in Familien: Mediation oder Familientherapie?
- Umgang mit Rechtsanwälten in der Familienmediation
- Veränderte Familien- und Sozialstrukturen und Auswirkungen auf die Familienmediation
Link
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Konflikte wollen - durch die Konfliktparteien nicht immer sofort und schon gar nicht immer - entschieden, sondern zunächst einmal moderiert werden. Es soll ein Umgang mit Konflikten in Gruppen, zwischen einzelnen Menschen in Gruppen oder auch nur zwischen einzelnen Menschen gefunden werden, der Zeit zum Nachdenken, zum Verstehen und zum Reflektieren belässt und die verfahrene oder auch nur unübersichtliche Situation aufklaren hilft.
Auf der Grundlage von publizierten Konfliktlösungskonzepten und der Befragung von zahlreichen Praktiker*innen hat Alexander Redlich und sein Team auf der Basis von Konfliktvermittlungserfahrungen ein Moderationsmodell entwickelt, das die Reisemetapher ins Zentrum rückt:
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**Inhalte:
Auftrag an den Dritten
mentale Vorstellungsbilder (Landkarten)
Glaubenspolaritätenmodell nach Varga Kibéd/Sparrer
Vertrauenspol
Wissenspol
Struktur- und Ordnungspol
Erste Mediationserfahrungen in der Mediationsausbildung
Innere Erfahrungsbilder leiten den Frageprozess
Unsicherheiten zu Beginn
Paradoxe Wirkungen geschlossener Fragen
Wie gelingt der Ko-Kreation?
Tipp für Beginner:innen: Selbstbefragung
Wie geht’s mir?
Was kann hier am Schlimmsten passieren?
Wenn ich gute Fragen stellen will, muss es mir gut gehen.
Das Mediationssetting:
Wieso denken Mediator*innen, dass die Konfliktparteien ihnen ihre Geschichten erzählen wollen?
Konflikte in Organisationen
Links:
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