Im November 2025 fand die zweite So Many Voices statt. Es ging um Vielfalt in der Branche, um Recherchen, Technik, gute Interviewführung, um Communitys und wie man als Indie-Podcast überlebt.
Auf der Großen Bühne haben wir ein Aufnahmegerät mitlaufen lassen und veröffentlichen die Vorträge und Diskussionen nach und nach hier im hauseins-Podcast – für alle, die nicht in München dabei sein konnten oder zu diesem Zeitpunkt in einer anderen Session steckten, oder die sich das Gesagte noch mal in Ruhe anhören wollen.
Mit statt über Menschen sprechen
Die meisten Produktionsfirmen sitzen in westdeutschen Metropolen und in Berlin, ebenso die meisten Podcaster*innen. Das sorgt dafür, dass so wie in anderen Medien auch in vielen Podcasts ein verzerrtes Bild von “dem Osten” dargestellt wird. Wie können wir das besser machen? Was braucht es, damit wir Geschichten besser erzählen? Und welche Bedingungen braucht es, damit ostdeutsche Podcastmacher*innen in der Branche den Einfluss bekommen, der ihnen zusteht?
Disktiert haben darüber Dennis Chiponda, Pia Stendera und Judith Geffert, moderiert wurde das Panel von Eva Morlang.
Eva Morlang arbeitet als freie Journalistin und Podcast-Produzentin zu Themen an der Schnittstelle von Kultur und Gesellschaft zu Fragen von Diversität und sozialer Gerechtigkeit, u.a. für MDR Kultur, SWR 2 und Deutschlandfunk. Seit 2021 ist sie Produzentin und Geschäftsführerin der Leipziger Produktionsfirma Good Point Podcasts, die Auftragsproduktionen für den ÖRR macht aber auch partizipative Projekte vor Ort.
Dennis Chiponda, 1991 in der Lausitz als Sohn von Vertragsarbeitern geboren, lebt heute in Leipzig. Als Journalist, Diversity Manager und politischer Bildner setzt er sich intersektional mit Fragen von Ostdeutschland, Rassismus und Klassismus auseinander. Zudem ist er Host des Einheitspodcasts „Mauerecho – Ost trifft West“ der Taz Panter Stiftung.
Pia Stendera ist freie Reporterin, Autorin und Podcast-Host. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit der Frage, wie Macht in unterschiedlichen Kontexten wirkt – immer mit dem Ziel, tief recherchierte Geschichten so zu erzählen, dass sie Gehör finden. Besondere Aufmerksamkeit erhielt sie für den Spotify Original Podcast “Boysclub – Macht und Missbrauch bei Axel Springer” und ihre Berichterstattung zum rechtsextremen Attentat von Halle.
Judith Geffert, geboren 1989 in Magdeburg, ist freie Radio-Autor*in. Sie studierte Literatur- und Theaterwissenschaft, sowie Kultur und Geschichte Mittel- und Osteuropas in Berlin und Frankfurt (Oder). Seit 2013 produziert sie Features, Storytelling-Podcasts und experimentelle Dokus für Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur, radio3 (ehemals rbb kultur) und freie Radios. Sie ist außerdem Co-Kurator*in der 2023 eröffneten Wanderausstellung „Gemeinsam sind wir unerträglich. Die unabhängige Frauenbewegung in der DDR“ der Agentur für Bildung, Geschichte und Politik e.V.
Links und Hintergründe
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