heise meets … Julian Kramer, AI Evangelism Leader EMEA bei Adobe
Die Aufmerksamkeit im Marketing verschiebt sich rasant – immer mehr Produktrecherche erfolgt über Large Language Models wie ChatGPT, Gemini oder Claude. Julian Kramer, AI Evangelism Leader bei Adobe, erklärt im Gespräch mit „heise meets …“, warum Marken jetzt maschinenlesbar werden müssen – mit Fakten, Features und FAQs als Pflichtprogramm.
Wer in den Antworten der Chatbots vorkommen will, braucht verifizierte Inhalte und eine technisch optimierte Auslieferung. LLM-Traffic konvertiert um rund 31 Prozent besser als klassischer Suchverkehr – ein starkes Argument für die neue Disziplin der „Generative Engine Optimization“.
Gleichzeitig wächst der Druck auf die Content-Produktion. Die Halbwertszeit von Assets sinkt, Varianten für unterschiedliche Märkte zählen bald zum Pflichtprogramm. Generative KI hilft bei Übersetzungen und bei der Marktforschung – etwa beim Testen humorvoller Werbespots in Fokusgruppen, bevor die teure Produktion startet.
Der nächste Schritt heißt agentische KI. Kreative und Marketingprofis bauen dann ganze Produktionsstraßen, statt einzelne Pixel zu schieben. Bewertungskompetenz, Empathie und kluge Fragen werden wichtiger als die reine Ausführung.
Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels und demografischer Herausforderungen sieht Kramer darin eine Voraussetzung, um Service-Level aufrechtzuerhalten und neue Märkte zu erschließen.
Im Podcast verrät der Adobe-Experte außerdem,
wie die fünf F – Facts, Figures, FAQs, Features, Flock & Fight – Marken sichtbar machen,warum Skills wie Resilienz und Neugier bei der Einstellung von Personal zählen undwie Explainability-by-Design agentische Systeme transparent macht.Keine Folge verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Podcast heise meets… – Der Entscheider-Talk auf Apple Podcasts, Spotify und Deezer oder per RSS.