Helle Panke

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Helle Panke episodes

  • Rainer Land & Michael Brie: China - Gelenkte Marktwirtschaft als Sozialismus des 21. Jahrhunderts?
    Aufzeichnung vom 8. April 2025
    Helle Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin, Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin
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    Die USA, Russland und die EU blicken derzeit gebannt nach Peking. Für die westlichen Gesellschaften und die gesamte Weltordnung stellt der Aufstieg des Landes eine gewaltige Herausforderung dar. Doch wie kam es zu diesem Boom, der aus einem sozialistischen Land innerhalb von drei Jahrzehnten eine der größten Wirtschaftsmächte der Welt machte? Der Ökonom Rainer Land analysiert die Entwicklung Chinas von der Planwirtschaft zur gelenkten Marktwirtschaft und zeigt, warum dieses Modell so erfolgreich sein konnte.
    Chinas Kommunistische Partei hat auf diesem Weg viele Doktrinen des sowjetischen Erbes über Bord geworfen und zugleich die wichtigste institutionelle Erfindung, die leninistische Partei, bewahrt und weiterentwickelt. Die Volksrepublik ist für Michael Brie der Beweis dafür, dass ein lebensfähiger Sozialismus im 21. Jahrhundert zugleich das kommunistische wie das liberale Erbe in sich aufnehmen muss. Was sind die verbundenen Perspektiven im politischen, wirtschaftlichen und ideologischen Bereich?
    In der Veranstaltung sprechen die beiden Referenten über Chinas Weg und dessen Rollen in der Welt. Die erste Hälfte des Mitschnitts spricht Rainer Land, ab ca. der Hälfte der Veranstaltung übernimmt Michael Brie.
    Von Dr. Rainer Land ist 2025 das Buch "Chinas gelenkte Marktwirtschaft. Hintergründe eines Booms" beim Promedia Verlag erschienen.
    Von Prof. Dr. Michael Brie ist 2023 das hellblaue Bändchen "CHINAS SOZIALISMUS neu entdecken" bei VSA erschienen. 2024 erschien von ihm im selben Verlag "Projekt »Schönes China«. Die ökologische Modernisierung der Volksrepublik. Eine Flugschrift"
    1 hr 7 min
  • Hermynia Zur Mühlen: Widerstand und Weitsicht
    Audio-Mitschnitt eines Vortrags von Katerina Brausmann am 20. März 2025 in der Bibliothek der Rosalux, Berlin
    Hermynia Zur Mühlen (1883–1951) war im Deutschland der 1920er und 30er Jahre als linksgerichtete Autorin bekannt, die mit ihren Texten explizit politische Ziele verfolgte. So auch mit ihrem Roman "Unsere Töchter, die Nazinen" (1934), in dem sie einen unüblichen Blick auf die Verhältnisse im Nazi-Deutschland warf – aus der Perspektive von drei weiblichen Figuren: In einem kleinstädtischen Setting treffen Faschistinnen und Antifaschistinnen verschiedener Generationen und Klassen v.a. in familiären Strukturen aufeinander. Mit diesem Text versuchte die Autorin die Öffentlichkeit vor den politischen Entwicklungen zu warnen, jedoch wurde er vom Nazi-Regime als radikaler Roman mit kommunistischen Tendenzen verboten und vernichtet. Verarmt stirbt Zur Mühlen am 20. März 1951 im britischen Exil, ihr Nachlass wird mutmaßlich als Müll entsorgt. Trotz der zeitweiligen Rezeption in der DDR wurde die Schriftstellerin bis zu ihrer Wiederentdeckung 2019 in die allgemeine Vergessenheit gedrängt. Anlässlich ihres Todestags möchten wir an Hermynia Zur Mühlen und ihr Werk erinnern: Wer war die Autorin? Wie sah ihr Leben als Widerstandskämpferin aus? Was für (politische) Texte schrieb sie? Und welche Relevanz hat ihr Schaffen heute noch? Um diese Fragen soll es im Vortrag gehen, wobei insbesondere ihr Roman "Unsere Töchter, die Nazinen" eine Rolle spielen soll.
    Referentin: Katerina Brausmann (wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Neuere deutsche Literatur der Technischen Universität Braunschweig, ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Gegenwartsliteratur, der Gesellschaftskritik im Film sowie der Konstruktionen von Geschlecht und Familie in der Literatur, ihre jüngste Publikation trägt den Titel „Reichtum, Macht und Männlichkeit – Mary Harrons American Psycho (2000)“ und wird voraussichtlich im Frühjahr 2025 erscheinen)
    Moderation: Dr. Birgit Ziener
    Eine Kooperationsveranstaltung von "Helle Panke" e.V. und Rosa-Luxemburg-Stiftung. Die politische Bildungsarbeit von Helle Panke e.V. wird gefördert von der Berliner Landeszentrale für politische Bildung.
    52 min
  • Der „vormarxsche“ Marx im Vormärz
    Audio-Mitschnitt eines Vortrags von Michael Heinrich am 26. März 2025 in der Hellen Panke.
    Karl Marx kam nicht als jener Kapitalismuskritiker zur Welt, als den man ihn heute vor allem wahrnimmt. Die Entwicklung zu diesem "marxschen" Marx ist ohne den "vormarxschen" Marx kaum zu verstehen. Als Vorschau auf den 2. Band seiner Marx-Biographie ("Karl Marx und die Geburt der modernen Gesellschaft"), der Ende des Jahres erscheinen soll, wird Michael Heinrich einige Punkte der intellektuellen und politischen Entwicklung von Marx in den Jahren 1841–1843 skizzieren, so etwa Marx’ gemeinsam mit Bruno Bauer entwickelten revolutionären Republikanismus und seine davon bestimmte Arbeit bei der "Rheinischen Zeitung". Dabei werden nicht nur einige gängige Interpretationsraster dieser Periode kritisiert, es wird auch der Frage nach Kontingenz oder Zwangsläufigkeit der marxschen Entwicklung nachgegangen.
    Referent: Prof. Michael Heinrich
    Moderation: Dr. Birgit Ziener
    Eine Kooperationsveranstaltung von "Helle Panke" e.V. und dem Berliner Verein zur Förderung der MEGA-Edition e.V. Die politische Bildungsarbeit von Helle Panke e.V. wird gefördert von der Berliner Landeszentrale für politische Bildung.
    1 hr 18 min
  • Gefallene Brandmauer? Über Österreich und Deutschland, mit Robert Misik, Martina Renner und Gerd Wiegel
    Mitschnitt eines Gesprächs vom 10. März 2025 aus der Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin
    Eine Kooperationsveranstaltung von "Helle Panke" e.V. und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
    Oft wird das Wort "Brandmauer" bemüht, wenn es um mögliche Bündniskonstellation zwischen der AfD und anderen Parteien geht. Aber gibt es überhaupt noch diese "Brandmauer"?
    Auf was müssen wir uns in der nahen Zukunft gefasst machen, wenn schon der US-Amerikanische Außenminister Partei für diese Partei der extremen Rechten ergreift?
    Hilft ein Blick in unser Nachbarland Österreich, um eine mögliche Zukunft für uns auszumalen?
    Podiumsgespräch mit: Martina Renner (2013–2025 Abgeordnete des Bundestages und dort u.a. Sprecherin für antifaschistische Politik der Linksfraktion), Robert Misik (Journalist und Autor aus Wien) und Dr. Gerd Wiegel (Referatsleiter Demokratie, Migrations- und Antirassismuspolitik beim DGB)
    Moderation: Fabian Kunow
    1 hr 8 min
  • Ist der Westen der neue Osten? Podium mit Stefanie Hürtgen, Grit Lemke und Gesine Lötzsch
    Mitschnitt einer Podiumsdiskussion vom 9. Januar 2025 aus dem Stadtteilzentrum Kiezspinne in Berlin-Lichtenberg
    Ein Podium über den Stand der deutschen Einheit und die Lage im ländlichen Raum Ost/West
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    35 Jahre nach dem Mauerfall wird mehr denn je über „Ostdeutschand“ diskutiert. Der Begriff ist bereits zum Mythos geworden, der von Rechten bedient wird. Der Gesprächsbedarf ist riesig, die Bücher von Katja Hoyer und Dirk Oschmann haben eine breite Debatte im Feuilleton ausgelöst, Autoren wie Ilko-Sascha Kowalczuk unterstellen den Ostdeutschen, mit der Freiheit überfordert zu sein.
    Doch wie viel hat das alles mit der Realität zu tun? Gibt es überhaupt „den Osten“? Sind nicht in den fünf „neuen“ (seit 35 Jahren!) Bundesländern selbst große sozio-ökonomische Unterschiede feststellbar? Hat nicht der abgehängte ländliche Raum in der Lausitz viel mehr gemein mit dem abgehängten ländlichen Raum auf der Schwäbischen Alb oder im Emsland als mit Leipzig, Erfurt oder Potsdam? Ist es dann nicht viel eher ein ökonomisches als ein Ost-West-Phänomen? Oder gibt es tatsächlich „den Osten“, dessen Identität nicht durch 40 Jahre DDR, sondern durch eine gemeinsame Erfahrung der Entmündigung innerhalb eines sehr kurzen Zeitraumes nach der „Wiedervereinigung“ geschaffen wurde? Fragen über Fragen, die wir zum Auftakt des neuen Jahres diskutieren wollen.
    Eine Kooperationsveranstaltung von "Helle Panke" e.V. - Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
    1 hr 9 min
  • Franz Heilgendorf - Was ist "kategoriale Kritik" bei Marx?
    Mitschnitt vom 23. Oktober 2024
    Referent: Dr. Franz Heilgendorff, ist gegenwärtig als PostDoc am Institut für Soziologie der TU Dresden mit dem Übergang von der Philosophie in das Studium der wirklichen Welt beschäftigt. 2023 erschien sein Buch "Kategoriale Kritik. Zur Bedeutung von Kategorie und Begriff in der dialektischen Methode bei Marx" beim Karl Dietz Verlag.
    Moderation: Dr. Frank Engster
    Wie lässt sich etwas so Komplexes wie die kapitalistische Produktionsweise begreifen und darstellen? Und zwar so, dass die Darstellung zugleich Kritik ist und nicht nur die Bestimmungen ihres Gegenstand trifft, sondern ihn auch radikal infrage stellt? Und was ist diese "dialektische Methode", die eine solche Kritik einzulösen verspricht?
    Diese Frage der Kritik ist Gegenstand der Untersuchungen von Franz Heilgendorff. Sein Buch "Kategoriale Kritik" zeigt eine gravierende Lücke in der kaum noch überschaubaren Forschung zu Marx und zum Kapital auf: Trotz aller Bemühungen um Marx’ Kritik der ökonomischen Kategorien fehlt eine historisch-kritische Rekonstruktion, warum Marx überhaupt von einer "Kritik der Kategorien" sprechen kann und was "Kategorien" sind. Dies ist umso fataler, als ein Verständnis der Bedeutung und Funktion von Kategorien ein entscheidender Schlüssel zum Verständnis dialektischen Denkens ist und das Problem des Verhältnisses von Gesellschafts- und Erkenntniskritik aufwirft.
    Eine Kooperation von Helle Panke e.V. mit dem Verein zur Förderung der MEGA-Edition.
    56 min
  • Bürgerkrieg und Romantik im Realsozialismus – Das Beispiel Rudolf Bahro
    Mitschnitt vom 31. Januar 2024
    Referent: Dr. Thomas Schubert
    Moderation: Dr. Alexander Amberger
    Der damals 41-jährige Rudolf Bahro ist im August 1977 über Nacht vom unscheinbaren SED-Funktionär zum weltweit bekannten DDR-Dissidenten geworden. Grund war die Veröffentlichung seines Buches "Die Alternative" im Westen. Doch wo kam dieser Bahro her, was hatte er vor der "Alternative" intellektuell geleistet?
    In seiner dieser Tage erschienenen Dissertation stellt Thomas Schubert sämtliche Texte und Gedichte Bahros aus der Zeit vor der "Alternative" vor. Das weithin unbekannte Frühwerk wird in klassisch-hermeneutischer Manier einer Würdigung und Kritik unterzogen. Subjektive und objektive Sinn- und Motivstrukturen der Texte werden ausführlich analysiert, zudem geht Schubert der Frage nach, was sich daran für die Epoche des deutschen Realsozialismus an Charakteristischem ablesen lässt.
    Das Frühwerk Bahros entfaltet in dieser Betrachtungsweise einen dreifachen Wert: einen in sich, einen im Vorblick auf spätere Texte und einen dokumentarischen Wert zum Verständnis von deutscher Geschichte im 20. Jahrhundert.
    Den Begriffen „Bürgerkrieg“ und „Romantik“ kommt darin eine besondere Bedeutung zu. Es handelt sich nicht nur um die zentralen polit-ästhetische Kategorien in Bahros Frühwerk, sondern auch um zentrale – wenn auch vergessenen – Kategorien eines Anfanges, für den dieses Werk beispielhaft steht: eine marxistische Romantik oder eine romantische Vorstellung vom revolutionären Bürgerkrieg.
    54 min
  • Das Skandalon der Philosophie. Kritische Theorie und DDR
    Mitschnitt vom 3. Juli 2024 aus der Reihe "Philosophische Gespräche"
    Referentin: Kathrin Witter
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    In einer Notiz Max Horkheimers heißt es: „Die europäische Kultur ist mangels einer Zukunft eingegangen, denn die Individuen hören auf, sich zu entfalten, wenn keine kollektive Aufgabe mehr da ist, mit der sie sich ineinssetzen können.“ (~1960) Die DDR hatte der Idee nach den Anspruch, ein solches kollektives Projekt zu sein, bei dem nicht mehr und nicht weniger als die Verwirklichung der Menschheit auf dem Spiel stand. Ihr Scheitern gibt darum die Aufgabe auf, dieses in die gattungsgeschichtliche Reflexion miteinzubeziehen. Die kritische Theorie wusste von diesem Scheitern schon immer, doch sie wusste noch nichts vom historischen Ende des Realsozialismus.
    In der heutigen Situation stellen sich daher erneut die Fragen nach dem Verhältnis von kritischer Theorie und DDR, damit von negativer Dialektik und Staatssozialismus – die doch beide auf die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie zurückgehen. Der Vortrag wird sich diesen Fragen widmen, indem er einige derjenigen betrachtet, die Formen der sozialismusimmanenten Selbstreflexion zu praktizieren suchten.
    Kathrin Witter schreibt ihre Dissertation über die kritische Theorie und die DDR; ihre Masterarbeit beschäftigte sich mit den Mikrologien Benjamins und Adornos. Neben der frühen kritischen Theorie gilt ihr Interesse der Zeit des deutschen Idealismus sowie der klassischen Moderne und der deutschsprachigen Literatur der Nachkriegszeit. Gelegentlich und gern schreibt sie journalistisch, im Neofelis Verlag erschien die von ihr mit herausgegebene Anthologie Ultima philosophia. Zur Transformation von Metaphysik nach Adorno.
    Moderation: Dr. Falko Schmieder
    47 min
  • Holger Czitrich-Stahl: Die linke Gegenmacht kapituliert vor der neoliberalen Wende?
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    Aufzeichnung vom 14. November 2023, aus der Kopenhagener Str. 9 in Berlin
    Vortrag im Rahmen der Konferenz "1982 ff.: Der verhaltene Weg in den Neoliberalismus. Die bundesdeutsche "Erfolgsgeschichte" mit langem Atem"
    1982 wird Kohl nach dem Umfallen der FDP Bundeskanzler und löst mit seiner Regierung die sozialliberale Koalition ab, 1983 gewinnt er die Bundestagswahl. Es scheint möglich, den neoliberalen Kurswechsel von Thatcher und Reagan auch in Deutschland zu wiederholen. Der Vorstoß bleibt aber zaghaft. Noch ist die Stimmung im Lande dafür nicht reif, noch scheint die DDR vor der Tür mit ihrem alternativen System das wichtigste Gegenargument zu sein. Das sollte sich alles erst mit der gescheiterten antistalinistischen Revolution in der DDR und der Flucht des ganzen Landes unter die Fittiche der kapitalistischen BRD ändern. Endlich hatte die neoliberale Politik ein Experimentierfeld in einer angeschlagenen, bald zerschlagenen ostdeutschen Transformationsgesellschaft. Was dort experimentiert wurde, sollte alsbald die Realität des vereinten Deutschlands zwischen Rhein und Oder bestimmen.
    Vier Jahrzehnte später wollen wir zurückblicken. Die Langzeitwirkungen dieses Kurswechsels in Deutschland wie in der gesamten westlichen Welt sind unübersehbar. Betriebswirtschaftliches Denken für den maximalen Profit zerstört volkswirtschaftliches Herangehen und den sozialen Anspruch, die soziale Rückversicherung eines effektiven Kapitalismus. Das Individuum und seine freie umfassende Entfaltung auch zu Lasten der anderen Gesellschaftsmitglieder bestimmt zunehmend zerstörte gesellschaftliche Bindungen und Verhältnisse. Das Schwinden von Solidarität, Zusammengehörigkeitsgefühl, der Bereitschaft der Ausgebeuteten, ihr individuelles Schicksal mit denen ihrer Leidensgenossen zu verknüpfen, trägt zur Selbstzerstörung linker, sozialorientierter Gegenmacht im Kapitalismus bei und vertieft den Bruch, der mit dem Untergang des Realsozialismus das Ende auch des "sozialdemokratischen Jahrhunderts" eingeläutet hat.
    Programm:
    * Dr. Stefan Bollinger: Das Ende der bipolaren Weltordnung und der vermeintliche Triumph eines Gesellschaftsentwurfs – der Weg zur scheinbar monolithischen unipolaren Welt am "Ende der Geschichte"
    * Prof. Dr. Georg Fülberth: Der Bruch der sozialliberalen Koalition und der Triumpf eines ungebremsten Kapitalismus?
    * Dr. Florian Weis: Rammbock Thatcher: Deregulierung gegen Gewerkschaftsmacht und Sozialstaat
    * Dr. Frank Thomas Koch: Die neoliberale Zurichtung der "Neuen Bundesländer"
    * Dr. Holger Czitrich-Stahl: Die linke Gegenmacht kapituliert vor der neoliberalen Wende?
    25 min
  • Labour’s coming home? Zum Ausgang der britischen Unterhauswahlen am 4. Juli 2024. Mit Florian Weis.
    Labour’s coming home? Zum Ausgang der britischen Unterhauswahlen am 4. Juli 2024. Mit Florian Weis.
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    Aufzeichnung vom 11. Juli 2024 aus der Kopenhagener Straße 9 im Prenzlauer Berg.
    Mit: Dr. Florian Weis (ist Historiker mit einem Schwerpunkt zur jüngeren und jüngsten britischen und deutschen Geschichte, Promotion 1998 mit einer Arbeit zu den Nachkriegsplanungen der Labour Party 1939-1945. Seit 1999 arbeitet er in unterschiedlichen Funktionen in der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Er ist Co-Herausgeber einer kleinen Reihe zu "Jüdinnen und Juden in der internationalen Linken" ( https://www.rosalux.de/publikation/id/50775/die-arbeiterinnenbewegung-als-emanzipationsraum).
    Moderation: Dr. Birgit Ziener
    Im Mai 2010 verlor die Labour Party unter Gordon Brown nach 13 Jahren die Regierungsmacht. Es folgten 14 Jahre konservativer Regierungen, wobei diese alleine in den letzten fünf Jahren dreimal die Premierminister*innen austauschten (Theresa May zu Boris Johnson, folgend Liz Truss und Rishi Sunak). Am 4. Juli hat die Labour Party die Wahl zwar klar gewonnen und erhielt einen ungeheuren Zuwachs an Sitzen. Allerdings hat sich die Partei unter Keir Starmer weit vom linken Kurs unter Jeremy Corbyn entfernt und in die politische Mitte orientiert. Zugleich verdeckt das Wahlsystem in Großbritannien das eigentliche Stimmverhalten und das Wahlergebnis, das keineswegs so klar zugunsten von Labour ausfiel, wie es Sitzverteilung vermuten lässt.
    34 min

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