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Charly Hübner ist Schauspieler, Regisseur und Autor. Man kennt ihn als Kommissar Bukow aus dem Rostocker „Polizeiruf 110“, aus Filmen wie „Unter Nachbarn“, „Bornholmer Straße“ oder “Mittagsstunde”. Er spielt den Mörder Fritz Honka im Hamburger Schauspielhaus, hat ein Buch über seine Liebe zu Motörhead geschrieben und eine Dokumentation über Monchi gedreht. Im August kommt sein neuer Film “Sophia, der Tod und ich” ins Kino. Charly hat den Bestseller-Roman von Thees Uhlmann sehr eigenwillig und sehr sehenswert verfilmt.
Wir haben uns über prägende Momente seiner Kindheit und Jugend in Mecklenburg-Vorpommern und die Stasi-Vergangenheit seines Vaters unterhalten. Wir sprechen übers Tagebuchschreiben, seine innere Unruhe und die Sehnsucht nach der Stille. Es geht um Leben und Tod und den Sinn im Unsinn. Ich wollte Charly Hübner schon ganz lange sprechen und nach fünf Minuten im Gespräch wusste ich auch, warum.
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Dirk Oschmann ist Literaturwissenschaftler und Autor. Dieses Jahr erschien sein Buch “Der Osten: eine westdeutsche Erfindung” und brachte den bis dahin nicht-öffentlichen Dirk Oschmann nicht nur in den Fokus einer breiten Öffentlichkeit und der Medien, sondern löste auch eine Debatte über die Diskriminierung ostdeutscher Menschen aus, die anhält. Das Buch polarisiert und er selbst nennt es gerne “einen polemischen Lang-Essay mit dem Zweck, den Finger in die Wunde zu legen”. Mich hat das Buch sehr beeindruckt und ich freue mich, dass ich mit ihm darüber sprechen konnte.
Ich wollte von ihm wissen, warum er das dringende - um nicht zu sagen wütende - Bedürfnis gespürt hat, all das niederzuschreiben und natürlich, wie seine eigene Geschichte aussieht. Wir sprechen über die bis heute anhaltende Distanz zwischen Ost und West, es geht um die Abkehr von der Demokratie und um die Wurzeln wesentlicher inner-deutscher Probleme. Es ist ein sehr informatives Gespräch, bei dem ich selbst nach dem Lesen seines Buches noch etwas gelernt habe.
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Lutz ist Moderator und “King of Spontanbefragung”. Bestimmt kennt ihr seine Beiträge für die heute-show. Er ist auf Parteitagen, Demonstrationen oder Einkaufsstraßen unterwegs. Er klebt sich mit Klima-Aktivisten und Aktivistinnen auf der Straße fest, testet mit seinem Kollegen Fabian Köster die Deutsche Bahn und isst die schärfste Currywurst Deutschlands mit Hazel und Thomas.
Er ist schlagfertig, sympathisch und sehr lustig - und er kriegt aus seinem Gegenüber immer ein Stück Wahrhaftigkeit raus. Ich muss immer lachen, wenn ich seine Beiträge sehe. Doch die meisten lustigen Menschen haben hier im Hotel Matze über ihre ganz andere Seite gesprochen. Und oftmals waren die Extrovertierten doch eher introvertiert. So war es auch bei Lutz. Wir sprechen über seinen Drang nach Anerkennung, die schwere Arbeit an der Leichtfüßigkeit und über die Lust von Lutz an der Furcht.
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Thilo ist Investigativreporter, Autor, Moderator und Fernsehjournalist. Und er ist ein Freund von mir. Im vergangenen Jahr haben wir immer wieder mal in der Suite eingecheckt und uns darüber ausgetauscht, in welchen Recherchen Thilo gerade steckt und was das mit ihm macht.
Für ProSieben-Reportagen reist er um die Welt und deckt Umstände und Themen auf, die wohl vielen Menschen eindeutig zu heikel wären. Dabei ging es in der Vergangenheit zum Beispiel um rechte Untergrund-Gruppierungen in Deutschland, um Drogenkartelle oder um Menschen, die in den Dschihad ziehen. Gerade kam er frisch von Dreharbeiten aus Nigeria zurück.
Er berichtet von dieser Reise, wir sprechen über Rassismus, es geht um den Umgang miteinander innerhalb der Gesellschaft und wir tauschen uns darüber aus, warum man eigentlich immer mit Menschen sprechen sollte - auch, oder gerade dann, wenn das Gegenüber in der Kritik steht. Im zweiten Teil geht es auch noch um das Älterwerden der eigenen Eltern und um die Angst vor dem Tod. Themenmäßig sind wir nicht gerade sommerlich unterwegs, aber weil man mit Thilo über alles reden kann, wiegt es nicht zu schwer.
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Moritz Neumeier ist Stand Up Comedian und Podcaster. Zusammen mit Till Reiners macht er seit vielen Jahren den Podcast “Talk ohne Gast”.
Ich habe Moritz zuerst durch seine politischen Kommentare wahrgenommen. Einmal pro Woche hat er sich auf Kaffee- oder Zigarettenlänge über ein aktuelles gesellschaftspolitisches Thema ausgelassen. In den letzten Jahren ist seine öffentliche Haltung ein wenig in den Hintergrund getreten - statt nach außen, schaut Moritz nun mehr nach innen. In seinen Programmen und im Podcast spricht er über sein Leben als Familienvater auf dem Land, über Panikattacken und Depressionen.
Wir sprechen über Idealbilder. Ich wollte wissen, wie er seinen Kindern ein realistisches Bild von sich selbst vermittelt. Es geht um die Schwierigkeit, einen Zugang zu den eigenen Gefühlen zu haben und um seine Ablehnung gegenüber der Spiritualität. Moritz, das hat er mir im Podcast gesagt, ist ins Hotel Matze gekommen, um mehr von sich zu zeigen und sich zu öffnen. Ich hätte vorher nicht gedacht, dass das grundsätzlich ein Problem für ihn ist.
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Carla ist Sprecherin des Bündnisses “Letzte Generation”, viele würden sie wahrscheinlich als Aktivistin bezeichnen. Sie selbst nennt sich lieber Protestierende.
Die Letzte Generation ist seit anderthalb Jahren immer wieder in den Medien und polarisiert durch die Aktionen, mit denen sie für eine bessere Klimapolitik kämpft: Kartoffelbrei oder Tomatensuppe auf Kunstwerken und das Festkleben auf der Autobahn haben bisher die lautesten und kontroversesten Diskussionen losgetreten. Und erst vergangene Woche besprühten Mitglieder der Letzten Generation unter anderem einen Privatjet auf Sylt mit oranger Farbe.
Gesprochen wird immer wieder über die Art des Widerstands, Protestierende werden in Interviews gefragt, welchen Sekundenkleber sie benutzen, ob die benutzten Farben abwaschbar sind und warum es denn gerade der Monet sein muss, der das Kartoffelpüree abbekommt. Worüber verhältnismäßig wenig gesprochen wird, ist der Grund für die Proteste: Der bevorstehende Klimakollaps und welche politischen Maßnahmen gefordert werden, um ihm entgegenzuwirken. Ich wollte wissen, warum sich eine 21-jährige auf Straßen festklebt und sich einer so großen Gefahr aussetzt. Wir sprechen über Demokratie und Politik, natürlich über das Klima und darüber, wie die letzten 1,5 Jahre Carla verändert haben.
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Monchi ist Sänger und Frontmann der Band “Feine Sahne Fischfilet”. Letztes Jahr hat er sein Buch “Niemals satt” veröffentlicht, in dem er darüber schreibt, wie er 65 Kilo abgenommen hat und wie sein intensives Leben aussieht.
Und intensiv heißt bei Monchi wirklich intensiv. Mit 18 wurde dem Hansa-Rostock-Fan ein bundesweites Fussballstadion-Verbot erteilt, seine Band und er wurden als linksextrem eingestuft und standen mehrere Jahre unter Beobachtung vom Verfassungsschutz.
Ich wollte von Monchi wissen, warum er gerne streitet, was Gewalt für ihn bedeutet, wie er die politischen Entwicklungen in Deutschland beobachtet und warum er in keine Schublade passt. Es ist ein Gespräch über Herkunft, Eskalation, Politik, Vereinnahmung, Macht und Aktivismus.
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Philip und ich haben eingecheckt und wollten eigentlich über Familie sprechen. Stattdessen wurde es ein buntes Potpourri an Themen, die wir besprochen haben: Es geht um Tantra, die Zukunft des guten Gefühls, Marketing und Nachhaltigkeit - und wir sprechen über die Arbeitsmoral der Gen Z, Statussymbole, Kapitalismus und Aufmerksamkeitsökonomie.
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Sawsan Chebli ist Autorin, Sozialdemokratin und ehemalige Staatssekretärin. Ihr Buch „Laut – Warum Hate Speech echte Gewalt ist und wie wir sie stoppen können“ ist vor zwei Monaten erschienen. Und darin beschäftigt sich Sawsan mit dem Thema Hass im Netz. Sawsan ist eine der Personen des öffentlichen Lebens, die regelmäßig extreme Anfeindungen in den Sozialen Medien erfährt.
Ich wollte von ihr wissen, wie sie damit umgeht, was das Wort Hass für sie bedeutet, wie sie ihr Aufwachsen in einer 14-köpfigen Familie mit palästinensischen Wurzeln geprägt hat und in welchen Momenten sie trotz ihrer Widerstandskraft eine Ohnmacht verspürt. Wir haben über Macht gesprochen, über Deutschsein, über strukturelle Probleme unserer Gesellschaft und darüber, warum Sawsan nicht still sitzen kann.
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Milan Peschel ist vor allem Schauspieler und Regisseur. Viele werden ihn aus Komödien wie “Schlussmacher”, “Rubbel die Katz” oder “Der Nanny” kennen. Aber auch durch ernste Rollen wie in “Halt auf freier Strecke” oder “Je suis Karl”. Aktuell ist er in der zweiten Staffel der sehenswerten Serie „Doppelhaushälfte“ im ZDF zu sehen.
Ich wollte von Milan wissen, wie er zur Schauspielerei gekommen ist, was Kunst für ihn bedeutet und wie er es schafft, im Hier und Jetzt zu sein. Das war mein Plan. Wir haben lange über die ehemalige DDR und Erinnerungskultur gesprochen und auch über die aktuellen Vorwürfe gegen Til Schweiger und Milans Blick darauf.
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