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Fatih Akin ist Regisseur. Ich habe ihn durch den Film “Gegen die Wand” kennengelernt – das war 2004 – und seitdem verfolge ich, was er tut. “Auf der anderen Seite", "Aus dem Nichts", "Tschick" und der “Der goldene Handschuh” sind Meisterwerke. Sie sind irgendwie immer anders, doch im Kern bleiben sie echt. Am 27.10.2022 erscheint sein neuer Film "Rheingold". Darin erzählt er die echte Geschichte des Rappers Xatar. Ich durfte den Film vorab ansehen und war, so wie ich es von Fatihs Filmen kenne, gute zwei Stunden lang irgendwie nervös. Und ich wollte von ihm wissen, woher er die Inspiration für seine Arbeit nimmt, was ihn bewegt und was er braucht, um kreativ zu sein.
So vielschichtig wie seine Filme sind, ist auch unser Gespräch. Es geht um Kampfsport und Kriminalität. Es geht um Traditionen, Stolz und um das Erobern. Wir sprechen über Pickel und Fingernägel, über Kunst und Handwerk und darüber, wie diese vier Sachen zusammenhängen. Ich habe mich richtig gefreut, Fatih zu treffen. Denn obwohl ich seine Filme gut kenne, wusste ich gar nicht so viel über ihn persönlich. Ich hatte danach das Gefühl, ihn wirklich kennengelernt zu haben, denn Fatih – und das werdet ihr merken – ist ein sehr ehrlicher Gast.
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Ulrike Herrmann ist Wirtschaftsjournalistin der taz und Buchautorin. Gerade ist ihr neues Buch “Das Ende des Kapitalismus” erschienen und darin geht es – wie der Titel unschwer vermuten lässt – um das Ende vom Kapitalismus. Ulrike erklärt darin verständlich den Kapitalismus, legt dar, warum er jetzt wirklich am Ende ist und wie wir die Zukunft unseres Planeten sichern könnten.
In dieser Folge geht es um die Krankheit des Planeten und Ulrike hat mich hier das eine oder andere Mal in einen Realitätsschock versetzt. Sie analysiert sehr scharf und klar den Ist- und den Wird-Zustand und das ist nicht ganz einfach, denn so einige Seifenblasen platzen hier. Warum wir verzichten müssen, warum wir zurück zur Kriegswirtschaft müssen und warum grünes Wachstum nicht zukunftsfähig ist, das erklärt Ulrike Herrmann in dieser Folge.
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Friedrich Küppersbusch ist Journalist und TV-Produzent. Sein Name tauchte immer wieder in der Vorbereitung für viele Gäste im Hotel Matze auf. Zum Beispiel bei Kurt Krömer, Benjamin von Stuckrad-Barre, Sandra Maischberger oder Katrin Bauerfeind. Für sie war und ist er eine Art Startrampe, ein Mentor, eine Vaterfigur oder auch Kollege.
Irgendwann habe ich mich dann mal näher mit ihm beschäftigt. Ich habe seine Show “Zak”, die er Anfang der 1990er moderierte, entdeckt und bin in ein richtiges Internet Rabbit Hole abgetaucht. Wie kaum ein anderer verbindet Friedrich Küppersbusch darin Schlagfertigkeit, Neugierde und Empathie. Er war der junge, wilde Fernsehstar, der im Grunde den Popjournalismus der Bonner Republik erfand und ein krasser Interviewer.
Nach ein paar Jahren wechselte er – auf den ersten Blick unfreiwillig – die Seiten hinter die Kamera. Er produzierte unter anderem "Maischberger bei n-tv", “Raus aus den Schulden” mit Peter Zwegat und “Der große Deutsch–Test“ mit Hape Kerkeling. Und ganz aktuell “Chez Krömer”. Kennt ihr! Er erhielt viele, viele Fernsehpreise und entdeckte eben auch viele viele Fernsehgesichter. Heute ist er 61 Jahre und lebt mit seiner Frau in Dortmund, produziert noch immer und steht auch wieder selbst vor der Kamera.
Wir unterhalten uns über seine Sicht auf die deutsche Medienlandschaft und wie diese sich verändert hat. Es geht um seine Familiengeschichte, seine Karriere, das Entdecken, den Umgang und das Trennen von großen Persönlichkeiten. Es geht um Märchen, Krieg und das gute alte Ego.
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Im übertragenen Sinne: Wir haben uns diesmal eingehend mit dem Thema Krise beschäftigt.
Was macht eine Krise aus, wie kann und sollte man mit ihr umgehen und wann wird sie zur Katastrophe?
Es geht um eine spezielle Krise von Philip, wir analysieren unseren persönlichen Blick auf Krisen und sprechen über das Thema Resilienz.
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Kontra K ist Rapper und Unternehmer und heißt eigentlich Maximilian Diehn. Wenn es um Spotify-Streams, YouTube-Klicks und die Anzahl der Tätowierungen geht, dann ist Kontra K hier der Spitzenreiter im Hotel Matze. Ich dachte eigentlich, dass ihm das wichtig ist, nach diesem Gespräch bin ich mir da nicht mehr so sicher. Seit 2010 hat er elf Alben veröffentlicht, sein aktuelles heißt “Für den Himmel durch die Hölle”. In seinen Texten geht es um das Dranbleiben, Durchhalten, um Dämonen, Zweifel, Verrat, Liebe und die Straße.
Wir schauen uns heute sein Leben als Film an. Max erzählt von seiner schwierigen Kindheit, von der kriminellen Jugend, von der ersten Wohnung und den ersten Tracks und seinem anhaltenden Tanz auf der Klinge. Man merkt ihm an, wie sehr er darum kämpft, ein guter Mensch zu sein. Ich wollte von ihm wissen, wo die Grenze zwischen böse und zu böse verläuft. Wann es Zeit ist, aufzugeben und woran er glaubt.
Seine Lebensrealität scheint von meiner weit entfernt. Ich habe mich gefreut, als er meine Einladung angenommen hat, war mir aber nicht sicher, wie nah er mich an sich heran lässt.
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Mai-Thi Nguyen-Kim ist Wissenschaftskommunikatorin. Ich bin mir sicher, ihr kennt ihre maiLab-Videos auf YouTube, in denen sie Wissenschaft verständlich erklärt. Und das macht sie auch im Fernsehen in ihrer Show “MAITHINK X”. Sie ist Autorin von zwei Bestsellern, promovierte Chemikerin und seit Corona eins der wichtigsten Gesichter der Wissenschaft.
Wir sprechen über das Wunder und die Grenzen der Wissenschaft, über die Verantwortung von Medien und Wissenschaft, es geht um Puzzles, Elefanten und die Informationskrise. Was ist False Balance und was sind die Sorgen, die sich Mai Thi gerade macht. Wir reden über religiöse Momente, Urlaub mit dem Kind, Glück und ihre Zeitrechnung. Vor allem wollte ich von ihr wissen: Was kann man wissen?
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Ich habe Judith als Sängerin von Wir sind Helden kennengelernt. Wir sind Helden waren eine der prägenden, deutschsprachigen Indie-Bands. Vier Alben haben sie veröffentlicht und sich danach in einen sehr ausgedehnten Winterschlaf verabschiedet. Judith hat als Solokünstlerin zwei Alben herausgebracht, ein Gedichtband über Tiere und jetzt ganz neu das Buch “Die Träume anderer Leute”. Darin verarbeitet sie ihr Leben als Künstlerin und hat aufgeschrieben, wie es ist “Top of the Pops” zu sein und was passiert, wenn man wieder nach unten klettern muss.
Für mich war Judith immer eine Künstlerin, die sehr eigenwillig ihr Ding macht. Beim Lesen des Buches wurde mir deutlich, dass das gar nicht so stimmt. Wir sprechen über falsche Selbst- und Fremdwahrnehmung, Überlastung, gut gemeinte Ratschläge und warum die nicht immer gut sind. Wir sprechen über die Kunst und das Musikgeschäft. Judith kann wie kaum eine andere deutschsprachige Künstlerin mit ihrer Musik und ihren Texten berühren. Songs wie “Kaputt” oder “Ein Elefant für dich” bedeuten vielen Menschen sehr viel. Ich wollte wissen, was ihr ihre Songs bedeuten, wann es wieder Frühling bei den Helden wird und wovon sie gerade träumt.
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Das Hotel Matze ist aus der Sommerpause zurück und ich habe endlich wieder mit Philip eingecheckt. Es geht in dieser Folge um Aufmerksamkeit in vielerlei Hinsicht – aber auch um Perspektiven, Gleichzeitigkeit, Veränderungen und um einen kleinen Trip, den Philip unternommen hat.
Wir haben uns sehr intensiv darüber unterhalten, was der erste Shitstorm im Hotel Matze bedeutet (hat) und versucht, trotz der Tatsache, dass wir zwei weiße Männer sind, ein angemessenes Gespräch zum Thema Rassismus zu führen.
Schön, wieder da zu sein!
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Mein heutiger Gast ist ein alter Bekannter aus dem Hotel: Micky Beisenherz. Micky ist Autor, Moderator, Kolumnist, Podcaster – und einer der größten Twitterer, den ich kenne. Er ist immer up to date und man kann ziemlich sicher sein, zu jedem größeren und kleineren Ereignis etwas von ihm zu lesen, zu hören oder zu sehen.
Und genau deshalb wollte ich mit keinem anderen als Micky einen ausführlichen Halbjahresrückblick machen, bevor das Hotel in die Sommerpause geht. Was hat die Welt – und Micky – bewegt? Was können wir aus dem vergangenen Halbjahr lernen? Können wir überhaupt was lernen? Wie schaut er auf die politische Lage und auf die Berichterstattung der Medien? Was sieht er, was andere vielleicht übersehen? Und wie sind seine Prognosen für die nächsten sechs Monate von 2022?
Es geht um Olaf, Christian, Boris, Wladimir, Robert und Gerhard. Um Verzichtserotik, Brandmauern und moralische Flexibilität.
Und auch wenn es weniger persönlich ist, bekommt man eine Ahnung davon, wo das Verständnis beim Diplomaten und Optimisten Beisenherz aufhört.
Ich gehe mit einem informierten Gefühl in die Ferien und ich hoffe, ihr auch!
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Joachim Meyerhoff “Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war” - https://tidd.ly/3Htqkg3 *
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Marc-Uwe Kling ist vor allem Autor, aber seit Kurzem auch Regisseur. Die Bände seiner Känguru-Chroniken zählen zu den größten Erfolgen der deutschen Gegenwartsliteratur. Der “Vater des Kängurus” begeistert mit seinen Werken Jung und Alt, während über ihn persönlich nur sehr wenig bekannt ist. Denn: Marc-Uwe Kling gibt eigentlich keine Interviews. Umso mehr habe ich mich gefreut, als er sich entschlossen hat, diese Gewohnheit in Frage zu stellen.
Es hat auch etwas mit seinem neuen Film zu tun. Der zweite Känguru Film “Die Känguru Verschwörung” kommt am 25. August in die Kinos. Marc-Uwe hat Regie geführt und sich ein bisschen verschätzt. Denn er hatte keine Ahnung, wie viel Arbeit in so einem Film steckt und möchte nun noch mehr, dass man das sieht. Und es lohnt sich!
Wir sprechen über seine Biografie, seinen Kontrollzwang und seinen Erfolg. Ich wollte wissen, wie der sich mit seinen linken Idealen verbinden lässt. Es geht um das Zweifeln und das Zweifeln am Zweifeln. Marc erklärt wie seine Texte entstehen, was für ihn Arbeit ist, welchen Luxus er sich leistet und worüber er sich Sorgen macht. Wir sprechen über den Kapitalismus, über Verschwörungstheorien, über das NeinHorn (seine andere tierische Erfindung) und ein bisschen über das Känguru.
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