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Minh-Khai Phan-Thi ist Schauspielerin und Moderatorin.
Sie ist vor allem für diejenigen, die in den 90er-Jahren VIVA geguckt haben, eine (kleine) TV-Legende. Damals hatte sie beim Musiksender ihre eigene Sendung und interviewte regelmäßig die Prominenz der deutschen und internationalen Musikszene.
Doch eigentlich wollte Minh-Khai lieber als ernstzunehmende Schauspielerin auf den Fernsehbildschirmen zu sehen sein. Deshalb beendete sie 1998 ihre VIVA-Karriere und widmete sich mehr und mehr der Schauspielerei. Vor allem durch die ZDF-Krimiserie „Nachtschicht“ schaffte sie ihren schauspielerischen Durchbruch. Gerade ist sie in der großartigen Serie “Doppelhaushälfte” zu sehen.
In ihrem Podcast „Anderssein“ führt sie seit zwei Jahren intensive Gespräche mit Menschen, deren Geschichte – genau wie ihre eigene – von einem vermeintlichen Abweichen von einer Norm geprägt ist und war. Ich wollte von ihr wissen, welche Rolle Anpassung in ihrem Leben gespielt hat, wie sie Erfolg für sich definiert und inwiefern ihr Werdegang sie in dem geprägt hat, was sie heute ist. Wir sprechen über Vorurteile, Krisen und Pausen.
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Richard David Precht ist Philosoph, Publizist und Autor und einer der profiliertesten Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. Seit seinem sensationellen Erfolg mit “Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?” waren alle seine Bücher zu philosophischen oder gesellschaftspolitischen Themen riesige Bestseller und wurden in mehr als vierzig Sprachen übersetzt. Seit 2012 moderiert er die Philosophiesendung “Precht” im ZDF, seit vergangenem Jahr gibt es seinen Podcast “Lanz und Precht”. Gerade ist sein neues Buch “Freiheit für alle!” erschienen, darin beschäftigt er sich mit dem Thema Arbeit.
Ich wollte ihn schon ganz ganz lange interviewen. Mich fasziniert, zu wie vielen Themen sich Richard David Precht – meistens sehr meinungsstark – äußert. Woher kommt das Wissen, die Überzeugung und auch die Meinungslust? Und wie geht es ihm damit, dass so viele Menschen auch eine Meinung über ihn haben? Wir sprechen über seine prägende Kindheit in Solingen, über Luxus, seine Präsenz in deutschen Talkshows und seine Faszination für das Gewesene. Mein Ziel war es hier ganz besonders, dem Menschen Richard David Precht näher zu kommen, ihn zu verstehen, ganz ohne Meinung. Ob das gelungen ist, dass entscheidet ihr.
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Claudia Roth ist Staatsministerin für Kultur und Medien und Parteimitglied von Die Grünen. Ihre Themen sind Kultur, Vielfalt, Menschenrechte, Feminismus und eine Welt – so schreibt sie es in ihrer Instagram-Bio.
Ich ergänze noch etwas: Claudia Roths politische Karriere begann 1985 als Pressesprecherin für Die Grünen. Davor hat sie als Dramaturgin am Theater und als Managerin von Ton Steine Scherben gearbeitet. 1989 wurde sie ins Europäische Parlament gewählt. Dort blieb sie bis 1998. 2001 wurde Claudia Roth erstmals Parteivorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. 2013 schied sie als Parteivorsitzende aus und wurde zur Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags gewählt. Jetzt ist sie Kulturstaatsministerin und Abgeordnete in Bayern.
Ich habe sie im September 2021 auf Wahlkampftour gesehen. Ich hatte das Gefühl sie ist so, wie sie ist. Sie verstellt sich nicht und stellt auch nicht etwas anderes dar. Sie ist Claudia. Und um diese Claudia kennenzulernen habe ich sie ins Hotel Matze eingeladen. Wir machen einen kleinen Ausflug in ihre Kindheit in Babbenhausen. Es geht um ihren Weg in die Politik, um einsame Hotelnächte, um Kunst und Kultur und was sie darunter versteht. Ein Hauptthema in unserem Gespräch ist ihr Lebensmotto: “Ich will ich sein, anders kann ich nicht sein.” Das ist ein Song von Ton Steine Scherben. Wie wird und wie bleibt man, wer man ist? Gerade in der Spitzenpolitik. Sie erzählt von einem interessanten Vertrag, den sie dazu abgeschlossen hat.
Wir sprechen auch über ein paar aktuelle Dinge, wie den offenen Brief, den einige Kreativschaffende an Bundeskanzler Olaf Scholz geschrieben haben, mit der Bitte keine Waffen in die Ukraine zu schicken. Wie sieht das die Kulturstaatsministerin? Und es geht auch um die Überarbeitung und das Schwäche-zeigen in der Spitzenpolitik.
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Ich glaube jede*r kennt ihr Namen und hat sie schon im Fernsehen gesehen. Ihre Karriere begann 1989 mit “Live aus dem Schlachthof” und “Talk im Turm”. Damals haben im Fernsehen fast nur Männer diskutiert, Sandra saß mittendrin. Als sie 30 Jahre alt war, sah es so aus, als wäre ihre Zeit im Fernsehen schon wieder vorbei. Doch dann ging es erst richtig los. Im Jahr 2000 startete ihre legendäre Sendung “Maischberger” auf ntv. Über 1200 Menschen hat sie dort in sechs Jahren interviewt, dann folgte der Umzug ins Hauptprogramm der ARD. Mit "Menschen bei Maischberger“, später umbenannt in “Maischberger. Die Woche”, moderiert sie eines der erfolgreichsten Talk-Formate im deutschen Fernsehen.
Dafür, dass sie so bekannt ist, kennt man sie eigentlich kaum, habe ich mir gedacht und sie ins Hotel Matze eingeladen. Ich wollte wissen, wie sie die geworden ist, die sie heute ist? Warum hatte sie es so eilig mit ihrer Fernsehkarriere und dem Erwachsenwerden? Sie sagt: “Ich war immer schon so – ich glaube, ich war immer ein bisschen zu ernst”. Welche Werte sind ihr wichtig? Ist sie Feministin? Ist sie Pazifistin? Ist sie konservativ? Warum teilt sie ihre Meinung nicht in der Öffentlichkeit? Warum macht sie das, was sie macht? Und wer ist Sandra? Das alles wollte ich wissen und noch viel mehr…
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Sibylle Berg ist Autorin. Ihr Werk umfasst 27 Theaterstücke, 15 Bücher, die in 34 Sprachen übersetzt wurden. Sie zählt zu einer der bekanntesten, zeitgenössischen Dramatikerinnen im deutschsprachigen Raum. Für ihren letzten Roman “GRM – Brainfuck“ wurde sie unter anderem mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet. 2020 erhielt sie für ihr Werk den Grand Prix Literatur, die höchste Auszeichnung, die die Schweiz für literarisches Schaffen vergibt.
Ihr neues Werk heißt “RCE - Remote Code Execution” und ist im Grunde eine Anleitung zur Revolution. Die Welt bekommt in ihrem Buch einen Restart. Das Besondere daran ist, dass sich Sibylle Berg an realen Personen und Fakten orientiert. Man bekommt als Lesende*r wirklich eine Idee davon, wie alles zusammenhängt. Es ist eine Mischung aus einer fast wissenschaftlichen Arbeit und Roman.
In unserem Gespräch geht es um Liebe, Hass, Macht, Geld, Literatur und Chöre. Sibylle sagt: “Ich liebe nichts mehr als chorsingende Menschen. Weil in der Zeit können sie keine Scheiße ins Internet schreiben”. Und davon gibt es noch mehr.
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Philip Siefer und ich haben uns intensiv mit dem Thema Einfluss auseinandergesetzt. Was beeinflusst uns und wie beeinflussen wir? Welche Einflüsse sind gut und welche nicht? Ist man für den eigenen Einfluss auf andere Menschen verantwortlich? Wir sprechen über Kritik und Werbung, über die Weitergabe von selbst erlebten Einflüssen und über Verantwortungseigentum.
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André Schürrle war Fußballer und nicht irgendeiner. André hat den Traum vieler junger Fußballer*innen gelebt. Dank seiner Flanke zu Mario Götze holte die deutsche Nationalmannschaft 2014 den Weltmeistertitel in Brasilien. André schrieb damit Fußballgeschichte. Bereits als Fünfjähriger stand er das erste Mal auf dem Platz in seiner Heimat und legte eine Bilderbuch-Laufbahn als Sportler hin. Er spielte unter anderem für Mainz 05, FC Chelsea, VfL Wolfsburg und Borussia Dortmund.
Doch am 17. Juli 2020 beendete er im Alter von 29 Jahren seine Profikarriere vorzeitig durch die Vordertür und irritierte damit viele Fans und Sympathisant*innen: Denn er prangerte Probleme im System des Profi-Fußballs an und erklärte, dass er dem enormen Druck nicht mehr gewachsen sei und sich nur noch einsam gefühlt habe. “Ich brauche keinen Beifall mehr”, sagte er im großen Spiegel-Interview zu seinem Karriereende.
Ich wollte von André wissen, was er jetzt ist? Wie es ihm geht?
Es ist ein sehr tiefgründiges Gespräch. Ich glaube auch wenn man kein Weltfußballer ist und, wie ich, auch eher weniger mit Fußball anfangen kann, kann man sich darin wiederfinden. Es war aber auch sehr unterhaltsam, denn André gibt auch einige Einblicke in die doch sehr kuriose Welt des Fußballs.
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Kevin Kühnert ist Generalsekretär der SPD und Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Berlin-Tempelhof-Schöneberg. Kevin wurde 1989 in Berlin geboren, bereits mit 15 Jahren wurde er Parteimitglied und zählt nun zu den bekanntesten Politikern.
Als Juso-Vorsitzender hat er die eigene Partei ordentlich aufgewirbelt, in dem er eine Kampagne gegen die GroKo geführt hat. Danach wurde es als stellvertretender Parteichef nicht unbedingt ruhiger für ihn, denn es gab ja noch die Bundestagswahl 2021 zu gewinnen. Kevin galt lange als kleiner Störgeist. Durch die beeindruckende Dokumentation “Kevin Kühnert und die SPD“ wurde vor allem deutlich, dass er einer DER Strategen seiner Partei ist.
Wir sprechen über seine neue Rolle als Chef und darüber, ob er jetzt braver geworden ist oder nicht. Es geht um Glaube, Glaubwürdigkeit und Selbstwahrnehmung. Ein großes Thema in unserem Gespräch war mentale Gesundheit. Mich wundert es, dass im Politikbetrieb so wenig darüber gesprochen wird. Politikerinnen arbeiten wahnsinnig hart, aber Burnout findet hier angeblich nicht statt. Müssen Politikerinnen sich immer nur stark zeigen?
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Peter Brugger ist Sänger und Gitarrist der Band Sportfreunde Stiller.
Die Sportfreunde zählen zu den bekanntesten deutschsprachigen Gitarren-Bands. Sie haben sich 1995 in München gegründet. Ihre großen Hits heißen “Ein Kompliment”, “Wellenreiten”, “Applaus, Applaus”, “Ich, Roque” und natürlich die gigantische Fußball-WM-Hymne “‘54, '74, '90, 2006". Vielleicht habt ihr euch auch gefragt, wo denn die Sporties in den letzten Jahren gesteckt haben. 2017 haben sie ihr letztes Konzert gespielt und danach ist es ganz, ganz leise geworden.
Ende 2021 tauchten kleine Schnipsel im Netz auf, die besagten, dass die Sportfreunde 2022 wieder live spielen werden und dass sie neue Musik machen. Interessant. Ich habe meinen alten Weggefährten Peter direkt eingeladen, damit er mir erzählen kann, was vor und nach dem letzten Konzert passiert ist. Warum haben sich die Wege von Rüde, Flo und Peter getrennt und wie haben sie wieder zusammen gefunden? Wir sprechen über Freundschaft und Sprachlosigkeit, über das Auf und Ab ihrer Karriere und die komplizierte, spezielle und auch wunderschöne Welt des Bandlebens.
Und es geht um Peter. Ich wollte wissen, wie sich sein Leben in den letzten Jahren verändert hat und wie er damit umgeht, dass die Welt auch ziemlich anders ist.
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Im zweiten Check-In mit Philip dreht sich alles um Gefühle. Wir haben uns darüber unterhalten, wie man ins Fühlen kommt, wann Gefühle hilfreich sind und warum wir sie allesamt akzeptieren sollten.
Und wir haben analysiert, was es mit der patriarchalen Unterdrückung von Gefühlen auf sich hat.
Außerdem hat Philip Barfußschuhe für sich entdeckt.
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