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Man findet vermutlich nur sehr sehr schwer eine Person, die nicht weiß, wer Anke ist. Und man findet wohl auch nur sehr schwer eine Person, die nichts mit ihr anfangen kann. Wenn der Name Anke Engelke fällt, kommen alle Altersklassen ins Schwärmen.
Anke blickt inzwischen auf über 40 Jahre Karriere zurück und galt lange Zeit als “die lustigste Frau Deutschlands“ – und das auch, weil sie so ziemlich die einzige lustige Frau im deutschen Fernsehen war. Als 12-Jährige stand bzw. saß Anke für Radio Luxemburg vor dem Mikrofon. Nur zwei Jahre später moderierte sie das erste Mal im Fernsehen.
Ein paar ihrer Leuchttürme: “Die Wochenshow”, “Ladykracher”, “Anke Late Night”, “Ladyland”, “Blind Date”. Die Moderationen für den Eurovision Song Contest oder bei der Berlinale. Seit 2007 ist sie die deutsche Stimme von Marge Simpson, sie war als Schauspielerin u.a. in der großartigen Netflix-Serie “Das Letzte Wort” zu sehen. In diesem Jahr habe ich sie bei “LOL: Last on Laughing” und im Kino mit “Mein Sohn” gesehen.
Ich habe in meiner Beschäftigung mit ihr nichts gefunden, was qualitativ nicht so gut war. Bei einer so langen Karriere, bei so vielen Produktionen, wollte ich wissen, wie ihr das gelingt. Wie gelingt es ihr Qualität herzustellen? Wie gelingt es ihr Leichtigkeit herzustellen? Sie erklärt mir die Kriterien der Auswahl und ihre große Lust und die Notwendigkeit, die Kontrolle abzugeben. Es geht um ihre Neugierde auf neue Projekte, aber auch um die Wichtigkeit ihrer sogenannten Standards. Wir sprechen aber auch über Moral, Neid, über Musik und Smartphones und ganz am Ende über ihre Wünsche für 2022.
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Daniel Schreiber ist Autor. In diesem Jahr ist sein Buch “Allein” erschienen, ein Buch, das ich schon ganz oft empfohlen und verschenkt habe und jetzt am Ende des Jahres als mein Lieblingsbuch 2021 bezeichne.
Daniel beschäftigt sich darin mit der Frage, ob wir ein zufriedenes, glückliches Leben führen können, ohne in einer romantischen Beziehung zu leben. Es geht um den Wert von Freundschaften, den Unterschied zwischen Alleinsein und Einsamkeit. Es geht um ein Gefühl, das alle kennen, aber niemand wahrhaben will. Es ist ein kleines, rührendes und wunderbar tiefgründiges Buch. Es ist ein riesiger Erfolg und seit Monaten in den Bestsellerlisten.
Daniel ist 1977 geboren und in einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen. Wir sprechen über seine Kindheit im Wald und traumatische Erinnerungen an die Schulzeit in der DDR. Es geht um den Aufbruch nach Amerika, das Entdecken des Schreibens, aber auch das Entdecken das Alkohols und seine Alkoholsucht. In den Büchern “Zuhause” und “Nüchtern” schreibt er darüber.
Wir sprechen auch über das Alleinsein, über Eitelkeit, unerfüllte Träume, das Wandern, das Verzeihen, das Unterbewusstsein und ganz ganz viel mehr. Mich hat das Gespräch, ähnlich wie sein Buch, sehr berührt.
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Immer wieder – aber vor allem in jüngster Zeit – wurde Svenja zur Reizfigur in den (sozialen) Medien. Ihr Hinterfragen gesellschaftspolitischer Phänomene und deren Ursachen stoßen nicht ausschließlich auf Zustimmung und Gegenliebe. Im Gegenteil: Sei es ihre Auseinandersetzung mit der #MeToo-Debatte oder auch ihre aktuelle Frage nach der Balance zwischen Sensibilität und Resilienz; Svenja Flaßpöhler polarisiert und muss sich nicht selten mit ihr zugeschriebenen Labels wie jenem der „rechtsreaktionären Feministin“ oder der „Querdenkerin“ auseinandersetzen. Und das, obwohl sie sich selbst darin überhaupt nicht sieht und sich immer wieder deutlich davon distanziert.
Ich wollte wissen, wie sie damit umgeht, immer wieder missverstanden zu werden. Und wie sie selbst Grenzen setzt und Zumutbarkeiten definiert. Wir sprechen über Empathie und Unterforderung, ein ausbalanciertes Miteinander, das sich zwischen Sensibilität und Ermutigung bewegen kann. Es geht um soziale Medien, um Hass und um den Perspektivwechsel. Und es geht um Svenjas persönliche Geschichte, warum sie eine Psychoanalyse hinter sich hat und wie sie mit ihrem ganz persönlichen Thema, dem Verzeihen, umgegangen ist und wie sehr das ihre Arbeit prägt.
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Er ist Stefan Raab, Klaus Kinski, Robert Habeck, Osama bin Laden, Karl Lagerfeld und mindestens noch 55 weitere Personen. Max Giermann ist unter anderem Parodist und durch seine genialen Darstellungen großer und kleiner Persönlichkeiten berühmt geworden. Aber natürlich reicht das nicht aus, denn Max Giermann ist auch Clown, Schauspieler, Maler und ein sehr entspannter Typ. Aber da würde er vermutlich schon widersprechen.
Ich habe ihn durch seine Teilnahme bei der Show “LOL: Last One Laughing” zum ersten Mal ohne all seinen Masken gesehen und fand ihn dort ganz wunderbar. In der Show geht es darum, andere zum Lachen zu bringen und dabei selbst nicht zu lachen. Die anderen sind die erfolgreichsten Witzemacher*innen Deutschlands. Die Sendung ist das Komischste, was ich in diesem Jahr gesehen habe.
Ich wollte wissen, wer Max Giermann ist und woher er kommt. Wir sprechen über seine schönsten Widersprüche, Enttäuschungen in seiner Karriere und wohin diese geführt haben. Es geht auch um seine ewige Unzufriedenheit. Max nimmt mich mit in seinen Keller, wo er sich seine Figuren hart erarbeitet. Wir hören sogar in ein paar alte Kassetten rein. Und am Ende geht es noch – und das meine ich ganz ernst – um seinen Penis.
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Matze und Philip haben ihr gemeinsames Tagebuch durchgearbeitet und reflektieren das Jahr. Was waren die besten Erlebnisse und Tage in 2021? Welche Tiefpunkte gab es? Es geht um persönliche Veränderung, um magische Momente und um Gespräche über Penisse.
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Er ist 1971 in Offenburg geboren und gründete 1993 in Hamburg gemeinsam mit Arne Zank und Jan Müller Tocotronic. Seit 1995 sind 12 Alben erschienen, im Januar 2022 erscheint das nächste und das nennt sich “Nie wieder Krieg”.
Wer hier häufiger zuhört, wird bemerkt haben, dass Tocotronic einen großen Einfluss auf mein Leben hatten. Ich habe sie mit ihrem ersten Album “Digital ist besser” entdeckt und habe mich in meinem kleinen Heimatdorf Gröden verstanden und nicht mehr allein gefühlt. Nach ihrem Vorbild habe ich angefangen, Trainingsjacken und Cordhosen zu tragen und eine eigene Band gegründet.
Ich habe Dirk schon unzählige Male auf der Bühne gesehen und seine Stimme gehört, im Hotel sind wir uns jetzt das erste Mal begegnet. Weil es manchmal so scheint, als wäre die Band nicht von dieser Welt, wollte ich wissen, wie das Weltgeschehen Einfluss auf ihn nimmt? Wir sprechen über seinen Einfluss: Wie ist es, wenn man im Kinderzimmer davon träumt, Musiker zu werden und dann eines Tages auf der Bühne steht und vor einem sehen alle aus wie man selbst? Denn so war das damals auf den Konzerten. Alle sahen gleich aus, alle haben Trainingsjacken und schiefe Frisuren getragen, alle fühlten sich zusammen allein.
Wir sprechen über seinen kreativen Prozess, über Selbstdarstellung, Selbstauflösung und seine Sonderstellung in der Band. Es geht um das Berühren durch Kunst, um Männlichkeit, Bürgerlichkeit und ganz viel mehr.
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Ein bisschen Biografie: Stefan Sagmeister wurde 1962 in Bregenz geboren. 1993, nach seinem Studium und mehreren Agenturaufenthalten, gründete er in New York sein eigenes Studio Sagmeister Inc, um hauptsächlich Plattencover zu gestalten. Und diese Cover kennt man. Er arbeitete unter anderem für die Rolling Stones, die Talking Heads, Jay Z, Lou Reed und wurde mit zwei Grammys ausgezeichnet. Nach sieben Jahren wurde ihm das zu viel. Er hat für ein Jahr sein Studio geschlossen, um ein Sabbatical zu machen, was er nun alle sieben Jahre macht.
Nach seiner Rückkehr hat er mit Plattencovern aufgehört und sich größeren Kund*innen geöffnet, vor allem aber auch persönlichen Projekten. Im zweiten Sabbatical entstand die Idee zum Dokumentarfilm “The Happy Film”, in dem er sich auf die Suche nach Glück und Zufriedenheit macht. Die thematisch zugehörige Ausstellung “The Happy Show” konnte man weltweit sehen. Seit einigen Jahren gibt es die zweite Ausstellung “Beauty”. Zusammen mit Jessica Walsh untersucht er darin die “Schönheit”.
Stefans außergewöhnliche Design-Arbeiten und seine eigenwillige Kreativität begeistern und inspirieren mich schon seit Jahren. Design und Kunst verschwimmen und berühren mich immer wieder. Dazu schafft er es, sich immer wieder selbst einzubringen, sodass man nur staunen kann. Um Aufmerksamkeit zu erzeugen, hat er zur Eröffnung seines Studios ein Nacktbild von sich an seine zukünftigen Kund*innen geschickt.
Wir laufen ein paar biografische Knotenpunkte ab. Ich wollte wissen, was ihn glücklich macht, wie sich seine Kreativität über die Jahre verändert hat. Wir sprechen über Ideenfindung und die Herausforderungen der Umsetzung. Mich hat überrascht, dass er in der Zwischenzeit gar kein großes Studio mehr hat, sondern nur noch mit freien, kleinen Teams arbeitet. Wir sprechen über Design, Kunst, Funktionalität, seine persönliche Bucketlist, es geht um Mut und die Grenzen der kreativen Freiheit.
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2018 haben wir uns das erste Mal getroffen, damals war Fynn hauptberuflich der Heimwerkerkönig auf YouTube mit einem eigenen Land, dem Kliemannsland. Fynn war kurz davor, seine erste Platte zu veröffentlichen. Damals habe ich ihn schon gefragt, warum er so viel arbeitet und wie er das alles hinbekommt. Doch im Vergleich zu dem, was er Ende 2021 alles so macht, war das noch gar nichts.
Ein Überblick: 2021 ist zum ersten Album “Nie” auch ein zweites mit dem Titel “Pop” gekommen. Durch seine ungewöhnliche Veröffentlichungsweise hat er die Musikindustrie einmal kurz durchgeschüttelt. Er produziert noch immer YouTube-Videos und fährt mit Monstertrucks und Schrottkarren durch das Kliemannsland. Er betreibt sein eigenes Modelabel, produziert aber auch Klamotten für viele andere Künstler*innen, er ist Mit-Besitzer des berühmtesten Hausboots in Deutschland, er kauft Immobilien in Brandenburg und Frankreich und baut sie um, er mient NFTs, handelt mit Krypto, baut Webseiten und Hanf an, er macht Events, war kurz mal der größte Maskenlieferant in Deutschland und nach der Musikindustrie steigt er nun der Kunstwelt auf den Kopf. Fynn hat die Malerei für sich entdeckt. In diesem Jahr hat er sehr erfolgreich seine eigene Kunstedition veröffentlicht.
Ich stehe oft staunend davor und muss zugeben, manchmal auch mit einem schlechten Gewissen, weil ich denke, ich müsste auch noch viel mehr machen. Ich glaube, damit bin ich nicht allein.
Wir haben uns auf seinem Hausboot getroffen und ich versuche das alles zu entwirren und allem auf den Grund zu gehen. Wir sprechen über Fynns ungewöhnliche Kindheit, sein ADHS, die vielen Projekte, über seine Sucht und seine Wünsche für die Zukunft. Wir sprechen auch über die Kritik, die er seit neuestem immer wieder bekommt, über Vorbilder und seine Vorbildfunktion.
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Er gehört eindeutig in die erste Liga deutscher Filmemacher. Ich habe ihn in “Soloalbum” das erste Mal im Kino gesehen. Mit Filmen wie “Schiller”, “Kammerflimmern” und “Baal” hat er es schnell geschafft, die Filmkritiker*innen des Landes zu beeindrucken.
Dann folgte “Keinohrhasen”, damit ging es auf die ganz großen Leinwände und – zugegeben – ein bisschen weg aus meinem persönlichen Blickfeld. Nach dem Vorbild von Til Schweiger hat Matthias angefangen, selbst Filme zu produzieren und Regie zu führen. Ein paar davon: “What a man”, “Vaterfreuden” und “Schlussmacher”.
Nun steht ein neues Kapitel an. Denn in den letzten Wochen konnte man Matthias tanzend und grinsend in amerikanischen Talkshows sehen. Sein neuer Film „Army of Thieves“ läuft erfolgreich auf Netflix und ich glaube, dass Matthias nun zum internationalen Star wird.
Wir laufen seine Karriere durch und bleiben an den Wendepunkten stehen. Wir sprechen übers Erwachsenwerden, seine Beschäftigung mit der japanischen Lebensform Iikigai und sein Aussehen.
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Darüber, wann man die eigenen Vorbilder hinterfragen sollte und wie sie sich im Laufe des Lebens verändern. Es geht um problematische Idealbilder, um Vater-Sohn-Beziehungen und um Superhelden, die dem Kapitalismus frönen.
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