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Deutschland und Österreich teilen sich eine rund 800 Kilometer lange Grenze von Tschechien bis an den Bodensee. Geht es nach dem deutschen Innenminister Alexander Dobrindt, müssten Asylsuchende an den Übergängen dort systematisch zurückgewiesen werden. Daran will Dobrindt auch nach dem Beschluss des Berliner Verwaltungsgerichts festhalten, das die Zurückweisung von drei Somaliern auf deutschem Staatsgebiet für rechtswidrig erklärt hat.
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Am Dienstag, dem 10. Juni, stürmt ein junger Mann in ein Schulgebäude in Graz. Es ist sein ehemaliges Gymnasium. Er feuert mit einer Schrotflinte und einer Pistole um sich. Tötet zehn Menschen, neun Schülerinnen und Schüler, eine Lehrerin. Anschließend erschießt der Täter sich selbst.
Das ganze Land steht in Schockstarre. Es ist das wohl verheerendste Massaker in Österreich seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Und neben der Trauer ist es auch eine Frage, die viele Menschen umtreibt: Wie ist es möglich, dass ein 21-Jähriger Kurz- und Langwaffe besitzt und die Möglichkeit hat, entsprechende Munition zu kaufen und damit dieses grässliche Massaker anzurichten?
In dieser Folge zu hören: Oona Kroisleitner (Ressortleiterin Chronik und Innenpolitik, DER STANDARD), Fabian Schmid (Leitender Redakteur Investigativ, DER STANDARD), Peter Zellinger (Redakteur Web, DER STANDARD), Colette Schmidt (Redakteurin Innenpolitik, DER STANDARD); Skript & Moderation: Lucia Heisterkamp; Redigat: Zsolt Wilhelm und Benjamin Braden; Produktion: Christoph Neuwirth
Für Menschen in Krisensituationen und deren Angehörige gibt es eine Reihe von Anlaufstellen. Unter suizid-praevention.gv.at finden sich Notrufnummern und Erste Hilfe bei Suizidgedanken. Gesprächs- und Verhaltenstipps insbesondere für Kinder und Jugendliche bietet bittelebe.at.
Telefonische Hilfe gibt es auch österreichweit bei:
Spezielle Nummern und Anlaufstellen in den Bundesländern finden Sie hier.
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Das idyllische Alpendörfchen Blatten im Löschtal existiert nicht mehr. Am Mittwoch, dem 28. Mai, um 15.24 Uhr bebte die Erde. Der Berg rutschte ins Tal, das Dorf wurde innerhalb von Minuten von einer Eis- und Gesteinslawine verschluckt.
Der Bergsturz von Blatten wirft viele Fragen auf. War es der menschengemachte Klimawandel, der den Gletscher ins Tal kommen ließ? Könnten solche Ereignisse durch den Klimawandel häufiger werden und auch österreichische Täler treffen? Darum geht es in dieser Folge.
In dieser Folge zu hören: Margreth Keiler (Professorin am Institut für Geografie der Universität Innsbruck und Leiterin des Instituts für Interdisziplinäre Gebirgsforschung an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften), Reinhard Kleindl (Redakteur im Wissenschaftsressort des STANDARD); Skript: Antonia Arbeiter-Rauth und Lucia Heisterkamp; Moderation: Antonia Arbeiter-Rauth und Lucia Heisterkamp; Redigat: Zsolt Wilhelm und Anne Martin; Produktion: Philipp Fackler
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Sebastian Kurz hat im Untersuchungsausschuss doch nicht gelogen – zu diesem Schluss kam das Oberlandesgericht Wien diese Woche in zweiter Instanz. Der Ex-Kanzler wurde freigesprochen – und sieht sich selbst als Opfer der Justiz.
Anfang Mai wird eine Frau in Maria Alm auf offener Straße erschossen. Der mutmaßliche Täter: ihr Ex-Partner. Der Fall lässt Österreich geschockt und mit Fragen zurück. Das Opfer hat den Mann wenige Monate zuvor angezeigt – trotzdem konnte er sich legal eine Waffe besorgen. Haben die Behörden versagt?
Überall in Europa wächst der Zuspruch für rechtspopulistische und teils rechtsextreme Parteien stark. Österreich stand erstmals kurz vor einer FPÖ-geführten Regierung. In Deutschland hat die AfD bei der letzten Bundestagswahl ihr Ergebnis verdoppelt. Was können Medien in Österreich und Deutschland im Umgang mit AfD und FPÖ voneinander lernen? Was passiert, wenn rechtsradikale Parteien mitregieren? Wie sollten Medien mit Politikern und Politikerinnen umgehen, die die Demokratie angreifen?
Auf dem berühmten Kapuzinerberg liegt das Paschinger Schlössl. Eine jahrhundertealte Villa, in der Nannerl Mozart Klavier unterrichtete und der Schriftsteller Stefan Zweig tausende Manuskriptseiten verfasste. Seit er, nach Schikanen durch die Austrofaschisten und der Angst vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten, die Villa verkaufte, stand sie leer. Nun hat Wolfgang Porsche sie erworben.
Doch der Kauf und die aufwendige Renovierung sind nicht das, was Salzburg gerade umtreibt. Der Porsche-Milliardär will einen Privattunnel, um seine Autos in eine geplante Garage unter der Villa fahren zu können. Das Projekt spaltet die Stadtpolitik – und lässt Vorwürfe um Hinterzimmer-Deals und Sonderrechte für Superreiche laut werden.
Warum Aktivisten gegen den Privattunnel mobil machen, wie das Projekt weltweit für Schlagzeilen sorgt, und warum es ein Symbol für die Macht der Superreichen gesehen werden kann – darum geht es in dieser Folge von Inside Austria.
In dieser Folge zu hören: Michael Völker (Ressortleiter Innenpolitik beim STANDARD), Stefanie Ruep (Salzburg-Korrespondentin beim STANDARD), Benita Kogler und Tobi Rosswog (Aktivist:innen "Salzburger Porschetunnel-Festspiele"); Moderation: Antonia Rauth und Lucia Heisterkamp, Skript: Antonia Rauth und Lucia Heisterkamp; Redigat: Zsolt Wilhelm und Andreas Landberg; Gestaltung und Produktion: Christoph Neuwirth
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Das Thema Migration beschäftigt Österreich und Deutschland seit vielen Jahren. Spätestens seit der großen Fluchtbewegung 2015 ringt die Politik um den richtigen Umgang mit Asylsuchenden und Einwanderinnen, die zumeist aus dem Globalen Süden nach Europa kommen. Der Streit um Migrationsfragen findet aber auch an Küchentischen statt, bei Familienfeiern oder in der Kneipe.
Mitte der 2010er-Jahre regierte in Deutschland noch die christdemokratische Kanzlerin Angela Merkel, Österreich hatte damals als Außenminister und später Kanzler Sebastian Kurz. Beide sind mit völlig unterschiedlichen Haltungen zur Fluchtbewegung bekannt geworden. Und trotzdem stehen Deutschland und Österreich heute vor denselben Herausforderungen bei der Migration – oder?
In dieser Interviewfolge von Inside Austria erzählt Hasnain Kazim. Aufgewachsen als Sohn indisch-pakistanischer Eltern in Deutschland, lebt der ehemalige SPIEGEL-Korrespondent heute in Wien, wo er als freier Autor tätig ist. Er hat mehrere Bücher veröffentlicht, in denen er sich mit Themen wie Einwanderung, Leitkultur, Integration und Streitkultur beschäftigt.
In dieser Folge zu hören: Hasnain Kazim (ehemaliger SPIEGEL-Korrespondent, heute freier Autor), Moderation: Antonia Arbeiter-Rauth und Lucia Heisterkamp; Redigat: Benjamin Braden; Produktion: Christoph Neuwirth
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Am Sonntag wählt Wien den Gemeinderat und die Bezirksvertretungen. Die SPÖ dürfte stärkste Kraft werden, die FPÖ nach dem Wahlfiasko 2020 wieder auf Platz zwei landen. Spitzenkandidat Dominik Nepp dürfte das trotz Spesenskandal und Taxiaffäre gelingen, DER STANDARD berichtete. Und das waren nicht die einzigen Aufreger im Wahlkampf.
Obwohl die FPÖ gegen angebliche "Asylmillionen" wettert, die SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig verteile, wirbt sie auch um migrantische Wählergruppen und Muslime. Journalisten beobachten einen Schattenwahlkampf mit Besuchen bei Moscheevereinen und Pressekonferenzen für türkischsprachige Medien.
Was sich die Freiheitlichen etwa von Anhängern des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan erhoffen, warum die Parteispitze zu den Bemühungen um Migranten schweigt und ob diese Taktik auch nach hinten losgehen könnte – darum geht es in dieser Folge von Inside Austria.
In dieser Folge zu hören: Kathrin Stainer-Hämmerle (Politikwissenschafterin), Sandra Schieder (Redakteurin Innenpolitik beim STANDARD), Oliver Das Gupta (Autor beim "Spiegel" und beim STANDARD), Ann-Katrin Müller (Politikredakteurin beim "Spiegel") und Thomas Hofer (Politikberater); Skript: Antonia Arbeiter-Rauth und Lucia Heisterkamp; Moderation: Margit Ehrenhöfer und Lucia Heisterkamp; Redigat: Benjamin Braden; Produktion: Christoph Neuwirth
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Am 1. März 2025 landet ein Flugzeug in Wien. An Bord sitzt eine junge Frau namens Evelyn T. Sie ist 26 Jahre alt. Die letzten Jahre hat sie in einem Gefangenenlager in Syrien verbracht. Evelyn T. ist eine der Österreicherinnen, die vor Jahren nach Syrien ausgewandert sind, um sich der Terrormiliz IS anzuschließen. Doch kaum ist sie in der IS-Hochburg angekommen, bereut sie ihre Entscheidung.
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