Jura Meistern

Jura Meistern

By Dr. iur. habil. Panajota LakkisHealth & FitnessMental HealthEducationSelf-Improvement
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Jura Meistern episodes

  • Kündigungsverzicht im Mietvertrag: Wirksam oder nicht?
    Aus dem Leben & aus dem Examen!

    Du suchst an deinem Studienort eine Wohnung oder ein WG-Zimmer, dein Vermieter präsentiert dir einen Mietvertrag, in dem ihr beide befristet auf das Recht auf ordentliche Kündigung verzichten sollt.

    Wann und warum diese Klausel unwirksam ist und wie man dies sauber prüft, erkläre ich zusammengefasst in der Podcastfolge und ausführlich im Video, das du auf YouTube und auch auf meiner Webseite einsehen kannst.

    Es stammt aus meinem Kursbereich, ich habe es aber gern für alle verfügbar gemacht, denn ich ärgere mich schwarz, dass 13 Jahre nach dem BGH-Urteil vom 15.07.2009 (VIII ZR 307/08) es so viele Vermieter "noch versuchen".

    Hat dir diese Folge und insbesondere die Art und Weise, wie ich an Jura rangehe, gefallen?

    Willst du Jura und insbesondere das Zivilrecht einfach besser verstehen?

    Dann schau doch mal vorbei!

    6 min
  • Musst du in Jura auswendig lernen?
    Nein!
    Was du hören wirst

    In Jura muss man sehr viel lernen, ohne Frage. Aber wieviel muss man auswendig lernen? Weniger, als du denkst!

    Nicht lange nachdenken müssen vs. auswendig lernen

    Dass der Stoff, den du lernen musst, in seiner Gänze gar nicht zu schaffen ist, haben wir bereits besprochen in Folge Nr. 99. Dort ist auch als Begriff "auswendig lernen" gefallen, den will ich diese Woche aufgreifen. Hier gilt es einiges klarzustellen: Es ist nichts dagegen einzuwenden, dass du - vom Ergebnis her betrachtet - juristische Inhalte auf Abruf parat hast, ohne darüber größer nachdenken zu müssen. Im Gegenteil, das ist ein Zustand, der sich automatisch einstellen wird, wenn du versuchst zu verstehen, worum es geht und den Fokus darauf legst. Und ja, wenn du regelmäßig wiederholst, dann ist genau das dein Ziel: Wissen zu verfestigen, damit es immer schneller reproduzierbar ist.

    Das ist aber nicht mit auswendig lernen gleichzusetzen, indem du mehr oder minder unkritisch einfach versuchst, Inhalte in dein Gedächtnis reinzustopfen, ohne sich mit ihnen auseinandergesetzt zu haben. Hier verwendest du weitaus mehr Mühe und dann kommt noch dazu, dass du aufgeschmissen sein wirst, wenn du etwas vergisst oder dich falsch erinnerst.

    Definitionen muss man aber doch auswendig lernen?

    Ich will dir ein Beispiel nennen:

    Die meisten meinen, sie müssten Definitionen einfach auswendig lernen. Nehmen wir mal die "arglistige Täuschung" - und ich spreche hier aus der eigenen Erfahrung, denn früher, als ich selbst mehr konsumierte als nachdachte, konnte ich mir die Definition auf gar keinen Fall merken.

    Die Definition lautet:

    Das bewusste Erregen oder Aufrechterhalten eines Irrtums durch Vorspiegeln falscher Tatsachen oder Vorenthalten wahrer Tatsachen trotz Offenbarungspflicht in der Absicht, den anderen zur Abgabe der konkreten Willenserklärung zu bestimmen.

    Diese Definition konnte ich mir ums Verrecken nicht vollständig merken. Bis ich sie mal erklären musste, zuvor musste ich sie selbst verstehen, danach war alles easy.

    • "Täuschen" bedeutete nun mal, dass der andere nicht die Wahrheit kennt, sondern sich irrt.
    • Wie kann ich einen anderen "täuschen"? Durch lügen natürlich - aber auch durch Verschweigen.
    • Ist das reine Schweigen rechtlich relevant? Nur, wenn es eine Pflicht gegeben hätte, aufzuklären.
    • Und natürlich muss alles im Zusammenhang mit der Willenserklärung stehen, die angefochten werden soll.
    • Und da bereits "arglistig" angeführt bin, muss ich auch bewusst und zielgerichtet täuschen.
    • So einfach war & ist das!

      Wenn ich die Definition länger nicht gebraucht habe, dann muss ich nur kurz innehalten und mir die Elemente zusammenklauben, danach nur in elegantere Sprache packen, fertig!

      Probier es aus!

      Versuch doch mal mit dieser Methode zu lernen. D.h., du prägst dir nicht eine Reihe von Wörtern oder Sätzen oder Schemata ein und versuchst, sie dir reinzupauken.

      Stattdessen versuchst du alles zu verstehen.

      • Warum ist eine Definition so?
      • Was kommt dir seltsam vor?
      • Warum wird es wohl so geregelt?
      • Welche Funktionselemente beinhaltet sie?
      • Ähnlich bei Problemen, Meinungsstreitigkeiten usw.

        Wenn du verstehst, worum es geht, dann kannst du es erst einmal schneller behalten und dann bist du aber auch nicht mehr so sehr darauf angewiesen, denn du hast die Chance, das Gelernte später zu reproduzieren, auch wenn es nicht direkt und auf Abruf parat war.
        Plus du schießt nicht einen Bock, nur, weil du ein Element falsch in Erinnerung hattest, dies aber nicht gemerkt hast, weil du dich nie kritisch damit auseinandergesetzt hat. Oder weil du im Dunstkreis der Frage parates Wissen hattest, das aber nicht ganz zur Frage passte.
        Und die restlichen paar Dinge, die du dir wirklich als solche merken musst, weil sie einfach so sind, ohne dass man sie irgendwie erklären könnte, die wirst du dann auch leichter auswendig lernen können - denn sie sind außergewöhnlich und sie sind die Ausnahme.

        Hat dir diese Folge und insbesondere die Art und Weise, wie ich an Jura rangehe, gefallen?

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        13 min
      • Was wäre, wenn? - 100 Folgen & 1 Zauberformel
        Eine Jubiläumsfolge

        Von Meilensteinen, Durchhaltevermögen & der einen Frage, die dabei hilft.

        Ein Meilenstein - mehr nicht

        100 Folgen also. Klingt irgendwie signifikant und als Grund zu feiern - ähnlich wie runde Geburtstage. Letztlich ist es nur eine Folge, mehr nicht. Aber warum nicht einen Meilenstein draus machen? Als Anlass, kurz innezuhalten, zu reflektieren und mit frischem Mut weiterzugehen? So soll es sein!

        Die Herausforderung des langen Weges

        Wie kommt man zur 100sten Folge? Man nimmt eine Folge auf, dann noch eine, dann noch eine. Und gerade anfangs erscheint das zäh und man hat das Gefühl, nicht weiterzukommen und es ist furchtbar schwierig, am Ball zu bleiben und diese nächste, eine Folge aufzunehmen.

        Das kennst du auch vom lernen! Auch hier sitzt du Tag für Tag für Tag und du weißt zwar so rein theoretisch, dass du irgendwann auch an einem Meilenstein angelangt sein wirst, aber der Weg dahin ist so lang und zäh…

        Warum Affirmationen & Visualisierungen oft nicht wirken

        Es gibt viele Wege sich zu motivieren und über einige habe ich schon einmal hier gesprochen. Ich nutze sie alle wann und wo sie gerade passen. In der Theorie sehr gut funktionieren Affirmationen & Visualisierungen: Lege deinen Fokus nicht auf das Problem, sondern auf den Punkt, wo du hinwillst. Und tu so, als wäre es bereits vollbracht. Wunderbar, aber was ist, wenn du nicht dran glauben kannst? Ich übertrage mal auf deine Lernsituation.

        Du sagst dir vielleicht:

        Ich lerne jeden Tag mit Freude

        oder

        Ich halte mich an meine Lernpläne

        usw.

        Was oft passieren wird ist, dass das Teufelchen in deinem Kopf dir folgendes erwidern wird:

        Du kriegst es nicht hin, du hältst dich nie an Pläne und überhaupt bist du eine Niete.

        Wunderbar, jetzt hast du auch noch zusätzlichen Stress und Frust und fühlst dich noch schlimmer - die Chance, dass du dich an deinen Lernplan hältst, wird immer geringer.

        Die Zauberfrage: "Was wäre, wenn?"

        Kürzlich habe ich die Lösung zu diesem Problem gefunden. Wenn dir mein Teufelchen nicht glaubt, wenn du affirmierst und visualisierst, dann stelle ihm einfach geschickte Fragen! Gegen Fragen kann es nicht rebellieren, denn es sind ja keine Feststellungen, sondern Fragen! Und gleichzeitig wird das kleine Teufelchen und dein Unterbewusstsein doch im Hintergrund für Wege finden, denn die Vorstellung ist doch eigentlich angenehm?

        Du könntest dich z.B. fragen:

        Was wäre, wenn ich mich heute an meinen Lernplan halten würde?

        oder

        Was wäre, wenn ich die Faszination des Bereicherungsrechts finden würde?

        Merkst du was? Du fragst dich, wie es wäre, wenn du die Faszination finden würdest! Und was tut dein Teufelchen vielleicht künftig? Danach suchen!

        Was wäre, wenn ich mich schon längst weiterentwickelt hätte und planvoll lebe und lerne, ich es nur nicht bewusst gemerkt hätte?

        oder

        Was wäre, wenn die mündliche Prüfung angenehm und erfolgreich verlaufen würde?

        oder

        Was wäre, wenn ich erkenne, wie schön es ist, jeden Tag etwas Neues gelernt zu haben?

        Du kannst die Fragen beliebig formen und beliebig oft wiederholen. In allen Bereichen!

        Gern auch als Meta-Frage:

        Was wäre, wenn ich jeden Tag ein bisschen weiterkäme und es mir immer leichter fiele, an meinen Zielen zu arbeiten?

        Probier es aus und sag mir Bescheid, wie es funktioniert!

        14 min
      • Wann hast du GENUG gelernt?
        Nie - oder besser, wenn du es sagst
        Was du hören wirst

        Der potenzielle juristische Prüfungsstoff ist immens. Selbst in Bereichen, in denen die entsprechende Prüfungsordnung Einschränkungen des Typs "die Grundzüge" macht, ist dies keine allzu große Erleichterung. Ob sich das ändern sollte oder nicht (Stichwort Reform der JuristInnenausbildung), ist eine große Frage, der ich mich hier nicht widmen werde . Vielmehr will ich mich mit dem status quo befassen und den Möglichkeiten, damit du nicht (zu oft) daran verzweifelst.

        Du wirst NIE "genug" gelernt haben

        Die schiere Anzahl der Fächer, die abgeprüft werden, ist bereits geeignet, einen zu erschlagen. Hier gibt es auch nicht wirklich einen "echten" Stoff, in welchem z.B. konkret stünde, welche genauen Problemfelder ausgenommen wären. Das bedeutet, dass potenziell ALLES drankommen könnte. Da es kein Diplom-, sondern ein Examensstudiengang ist, kannst du nicht einmal von den Vorlieben deiner Dozierenden gewisse Rückschlüsse auf eine Stoffeingrenzung ziehen.

        Das ist eine absolut unlösbare Aufgabe. Nicht einmal die Profs können sicher sein, alles "drauf" zu haben. Selbst die größten Namen und hellsten Köpfe kommen immer wieder in die Situation, dass sie etwas schlicht und einfach nicht wissen. Und ja, nicht immer in der noblen Variante, zu erkennen, dass man etwas nicht weiß, sondern auch manchmal als mehr oder minder große Peinlichkeit.
        Lange Rede, kurzer Sinn: Jura ist nicht statisch beherrschbar. Es wird nie ein Zeitpunkt kommen, zu dem man sagen kann "jetzt weiß ich alles, ab jetzt brauche ich nur noch wiedergeben". Nicht einmal das heute Vorhandene kann ein Mensch alles beherrschen - die ständigen neuen Entscheidungen, Entwicklungen & Neuregelungen mal ganz außen vor gelassen.

        Und doch willst du irgendwann "genug" sagen

        Wenn das alles so wenig handhabbar ist, dann wäre der normale Impuls, aufzugeben. Viele Studierende kommen vielfach während ihres Studiums bis an diese Klippe. Ich verrate dir was - selbst ich denke manchmal, dass ich besser eine Wissenschaft gewählt hätte, die sich nicht ständig verändert. Klar, auch in Mathe oder Physik gibt es immer wieder neue Entwicklungen. Aber da wird nicht ein gesamter Bereich einfach mal "modernisiert" oder sonst irgendwie so verändert, so dass man alles von vorn lernen muss. Und dann erinnere ich mich an das, was ich auch dir mitgeben will.

        • Wenn ein Problem systemimmanent (in der Natur der Sache) ist, dann bin ich nicht irgendwie defekt, wenn ich dieses Problem habe.
        • Viele Studierende haben bereits das Staatsexamen, ergo IST es machbar.
        • Wenn ich warte, bis ich mich "bereit" fühle, werde ich schon mumifiziert sein und immer noch weiter lernen wollen. Um Nike zu zitieren: Just Do It!
        • Wenn es mehr zu lernen gibt, als ich in einer akzeptablen Zeit lernen kann, dann will ich lernen, Prioritäten zu setzen.
        • Es ist mit Jura lernen wie auch sonst im Leben: Es gibt ein zuviel an Vorbereitung, so dass ab diesem Punkt sogar schlechtere Ergebnisse erzielt werden, zumindest der Aufwand nicht zum Ertrag passt. Letztlich geht es um Prioritäten, Planung und auch um ein bisschen Mut. Wieviel von allem? Das ist keine exakte Wissenschaft, sondern Kunst. Eines ist aber klar: Bewusstes Handeln ist immer gut.

          Hat dir diese Folge und insbesondere die Art und Weise, wie ich an Jura rangehe, gefallen?

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          18 min
        • Aus Juraexamen Stressfrei wurde Jura Meistern!
          Was sich ändert und was nicht

          Neuer Name, neues Cover, neue Domains.

          Was ändert sich, was nicht?

          Eine kurze Sonderfolge mit allen Infos, die du brauchst!

          Warum die Änderung?

          Nun, der alte Name war doch etwas sperrig und zu sehr aufs Examen fixiert.

          Der neue Name zeigt besser auf, dass es mir darum geht, dir zu helfen… Jura zu meistern. Sozusagen "als solches". Nicht nur (natürlich auch!) bezüglich der Examensklausuren.

          Was ändert sich?

          Inhaltlich kaum etwas - natürlich bleibt auch weiterhin das Examen ein großes Thema!

          Es ändern sich aber einige Formalitäten:

          Die Domain

          Aus https://juraexamen-stressfrei.de wird https://jura-meistern.de

          Mach dir keinen Stress, wenn du alte Links gespeichert hast - ich habe auch eine Umleitung eingerichtet, so dass auch diese noch funktioneren.

          Der YouTube-Kanal

          Er heißt nunmehr auch Jura Meistern.

          Der alte Link zum Kanal bleib unverändert, wenn du ihn abgespeichert hast, brauchst du nichts zu ändern!

          Jetzt gibt es aber auch einen neuen Link, den du dir gut merken kannst:

          https://youtube.com/c/Jurameistern

          (Vergiss nicht das /c/! Es ist das Zeichen für den YouTube-Server, dass dahinter eine Wunsch-URL kommt.)

          5 min
        • Sind juristische Fälle weltfremd?
          Das Leben ist bunt - Jura auch

          Das unzutreffende Gerücht, dass Jura weltfremd sei, hält sich hartnäckig. Es bezieht sich nicht nur auf die ominöse Gutachtentechnik (auf die wir noch in einer separaten Folge zurückkommen werden), sondern auch auf die Fallbeispiele, die wir im Studium nutzen. Beides wird verkannt und kommt mitten aus dem praktischen Leben, heute widmen wir uns den Fallbeispielen.

          Das weltfremde und überkonstruierte, aber echte Beispiel

          Denkst du manchmal auch "völlig übertrieben", wenn du ein Fallbeispiel liest? Oder, wenn im Lehrbuch durchexerziert wird, was in Variante 1, was in Variante 2, was in Untervarianten 1-40 gilt usw.? Mir ging es früher definitiv so - ich war felsenfest überzeugt, dass das überkonstruierte und weltfremde Beispiele seien. Waren sie aber nicht - in den meisten Fällen war es nicht die Fantasie der AutorInnen und Dozierenden, sondern eine Gerichtsentscheidung, die die Idee lieferte.

          Warum sind Beispielfälle so abstrus?

          Juristische Systeme sind entwickelt worden, um das menschliche Leben zu ordnen. Entsprechend spiegeln sie dessen Komplexität (und teilweise Absurdität) wider.

          Die skurrilsten Sachverhalte haben nicht ProfessorInnen in mehr oder minder euphorisierter Stimmung erstellt, vielmehr basieren sie auf Gerichtsentscheidungen. Die Komplexität menschlicher Konflikte, die die Rechtsordnung (und letztlich DU als AnwenderIn) immer wieder zu lösen hat, kann kein Gesetz (und auch kein Lehrbuch) im Voraus regeln. Letztlich wird es also immer… auf… du ahnst es… den… Einzelfall ankommen. Und der kann skurril ausarten.

          Wie du die Erkenntnis für dich arbeiten lassen kannst

          Wir haben festgestellt: Es gibt nichts, was es nicht gibt. Das gilt leider auch für Prüfungssachverhalte. Spätestens dann, wenn als Basis eine Gerichtsentscheidung steht. Jetzt denkst du vielleicht, die Lösung zu haben: Einfach alle Gerichtsentscheidungen (auswendig) lernen. Wird aber nicht funktionieren - weder kannst du alle Entscheidungen lernen (ok - hier schließe ich von mir auf andere) noch kannst du dich darauf verlassen, dass diese nicht abgewandelt werden.

          Was also tun, sprachen Zeus & Hera?
          Optimalerweise siehst du Jura nicht mehr nur als relevant für dein Studium, sondern als Möglichkeit, die Regeln des menschlichen Miteinanders im weitesten Sinne zu verstehen.
          Das Leben ist bunt - und Jura ist es deswegen auch. Was, wenn dich die ständig wechselnden Farben faszinieren würden? Was, wenn du selber malen lernst und mitmachst? Was, wenn du an Fälle mit Neugierde und Pioniergeist rangehst?
          Was, wenn Jura richtig Spaß machen könnte und würde?

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          14 min
        • Korrekturanmerkungen (Jura) verstehen
          Von der Korrektur zum Feedback
          Was du heute hören wirst

          Korrekturanmerkungen werden oft als frustrierend und demotivierend wahrgenommen und sie verfehlen damit ihren eigentlichen Zweck. In dieser Episode erkläre ich, warum das so ist und welche Möglichkeiten sich daraus für dich ergeben.

          Das Setting/Problem

          Die Klausuren werden zurückgegeben, Du schaust auf die Note, überfliegst die Korrekturanmerkung, dein Blutdruck schießt direkt hoch. Oft hast du das Gefühl, dass an dir "rumgemeckert" wird und du bzw. deine Arbeit nicht hinreichend gewürdigt wurden. Diese Situation kennen ALLE Jura-Studierenden - nur die Häufigkeit variiert.

          Verstehen, worum es geht (ab ca. Min. 1:01)

          Definition der Korrektur im Duden:

          Substantiv, feminin – 1a. Verbesserung; Berichtigung; Richtigstellung; 1b. Korrekturfahne; 2. [Veränderung]

          Die Polung liegt also auf "finde den Fehler".

          In Wahrheit (und prüfungsrechtlich) ist es aber keine "Korrektur", sondern "Feedback": Auch die positiven Aspekte sind zu erwähnen.
          Warum überwiegen dann die "negativen" Kommentare?

          Es gibt dazu einen guten (und positiven) Grund: Du sollst daraus lernen und daran wachsen. Und da sind nun einmal die Kritikpunkte wichtiger.

          Das Problem: Wenn dadurch die Adressaten demotiviert werden. Ich weiß, wovon ich spreche und ich spreche davon im Podcast...

          Handlungsoptionen (ab ca. Min. 12:20)

          Was jetzt tun mit diesen Erkenntnissen? Korrekturanmerkungen ab jetzt mit der richtigen Brille lesen und folgendes beachten:

          • Mengenmäßig werden IMMER mehr "negative" Dinge vermerkt sein - denn an ihnen wirst du wachsen.
          • Je mehr Detailkritik angebracht wurde, desto besser für dich - damit hast du konkrete Punkte, die du in Angriff nehmen kannst
          • Nicht jeder Punkt für sich allein trägt das Ergebnis - es ist eine Gesamtschau. Beachte also stärker die zusammenfassende Aussage als die einzelnen Punkte.
          • Beachte ganz bewusst die positiven Anmerkungen oder die "Häkchen".
          • Und wenn du immer noch Fragen offen hast? Frag nach, wo möglich - und natürlich kannst du auch immer remonstrieren.

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            20 min
          • Pausen machen - aber mit Köpfchen
            Für jede(n) die richtige Pause

            Eine Sache vorab: Pausen sind wichtig und ohne sie wird irgendwann gar nichts mehr gehen.

            Das ist wie beim Akku: Irgendwann ist er leer, wenn du ihn nicht auflädst. Und wenn der Ladestand zu niedrig fällt, dann leidet der Akku extrem.
            Dasselbe gilt für dich - Stichwort "burnout".
            In dieser Folge geht es nicht um derartige extreme Situationen, sondern um Pausen im regulären, geplanten Lernbetrieb.
            Die Hauptfrage, die sich stellt, ist:
            Wie lang und wie verteilen?
            Die Antwort erahnst du vermutlich:
            Es kommt darauf an.
            Es gibt unterschiedliche Typen und dann gibt es unterschiedliche Aufgabensituationen.
            Je mehr du dich selbst und die Vor- und Nachteile bestimmter Pausenarten kennst, desto besser wirst du mit etwas Übung ganz intuitiv die richtige Pausenform anwenden.

            • Fällt es dir sehr schwer, nach einer Pause wieder anzufangen? (Stichwort Aktivierungsenergie).
            • Lernst du gerade eine schwierige Materie, die volle Konzentration erfordert, um einen konkreten Zusammenhang zu verstehen?
            • Übst du Definitionen?
            • Für alle diese Situationen gibt es mehr oder minder passende Pausenmodelle.

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              20 min
            • Effektives Lernen & Wiederholen
              Vom Wiedererkennen zum Reproduzieren

              Wie oft ist es dir nach einer Klausur schon passiert, dass du - als du die Lösung gesehen hast - diese wiedererkannt hast? MaW du hast gedacht "Mensch, wusste ich…".

              Du hattest also das entsprechende Problem in deinem passiven Gedächtnis, so dass du es wiedererkennen konntest. Aber du konntest es nicht aktiv reproduzieren.
              Nun kommt es aber in der Prüfung nicht auf das passive Wiedererkennen an, sondern auf das aktive Reproduzieren.
              Wie du dein Lernen und vor allem dein Wiederholen anpassen kannst, damit du genau das übst, was du später brauchen wirst, erkläre ich in dieser Podcastfolge.

              Hat dir diese Folge und insbesondere die Art und Weise, wie ich an Jura rangehe, gefallen?

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              20 min
            • Repetitorien: Eine sinnvolle Ergänzung
              Du musst nur wissen, was sie leisten können - und was nicht

              Oft werde ich gefragt, ob ich Repetitorien für erforderlich oder auch für sinnvoll halte.

              Meine Antwort ist, dass es ohne geht, dass sie aber eine sinnvolle Ergänzung sein können.

              Wie dir ein Repetitorium helfen kann, woran du erkennst, wann es sich lohnt zu bleiben sowie was du letztlich nur selbst meistern kannst - darum geht es in dieser Podcastfolge.

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              19 min

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