Teil Nummer 2 der Kopfnüsse zur EU-Wahl beschäftigt sich den Folgen des Wahltages
Warum Wahlen bei uns immer ein Beben sind "Wann war eine Wahl in Österreich eigentlich das letzte Mal kein Beben? Also ganz simpel eine Wahl, die Leute geben ihre Stimmen ab, daraus errechnet sich ein Ergebnis, die einen freut´s, die anderen nicht? Bei uns: immer Gezische. Ich denke, an Wahlsonntagen kommen die Reporter in die Newsrooms, fahren ihre Computer rauf, tippen das Wort "Beben" in die Textmasken für Onlineartikel und Zeitungsberichte und dann sagen sie: "So, jetzt können die Resultate kommen, wir wären bereit."
Warum das Beben kein Beben war "Also zunächst war es schon ein Beben und viele beschrieben das Beben auch als Beben. Furchterregend! Aber am Ende des Tages, und das ist in diesem Fall wortwörtlich zu verstehen, entpuppte sich das Beben als Rülpser. Schon auch laut und beachtlich, aber die Tassen im Kuchlkastl von Tante Erna fingen nicht an zu klirren."
Was die Folgen waren "Österreich ging mit dem Bewusstein schlafen, dass die FPÖ einen Triumph erzielt hatte und wachte mit einem Brust-an-Brust-an Brust-Rennen um Platz 1 auf. Die Freiheitlichen lagen immer noch vorn, aber nun nur mehr 0,8 % von der Volkspartei entfernt. In Rülpsweite also."
Was es für die SPÖ heißt, Dritter zu sein "Vor ein paar Wochen war ich in einem Wiener Wirtshaus einen Happen essen, ich kam mit dem Besitzer ins Gespräch, ein fröhlicher Typ, um die 40, politisch schwer einschätzbar. "Die SPÖ", sagte er am Ende in einer Mischung aus Verwunderung und Bewunderung, "kämpft mit großer Leidenschaft für die Themen, die vor 20 Jahren wichtig waren".
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