Leben ist mehr

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Leben ist mehr episodes

  • Was ist Leben?

    Stellen Sie sich vor, ein Sterbender würde in seinem Bett auf eine ganz genaue Waage gestellt. Wenn nun der Oszillograf keinen Ausschlag mehr zeigt, der Tod also eingetreten ist, würde sich dann der Zeiger auf der Waage auch nur ein kleines bisschen bewegen, so als sei etwas fortgegangen? Nein, das entflohene Leben wiegt einfach nichts – und doch ist alles, was diesen Menschen ausmachte, plötzlich entschwunden. Das, was da im Bett liegt, enthält zunächst noch alles, was zum Leben notwendig war, und doch ist es vom Zeitpunkt des Todes an wehrlos allen Auflösungserscheinungen ausgeliefert. Einerlei, ob der Verstorbene ein edler Mensch oder ein Verbrecher war, ob ein guter Ehemann, Familienvater oder Künstler, alles hat mit dem Tod seinen endgültigen Abschluss gefunden.

    Im Gegensatz zu unserem Körper ist das Leben nicht den Naturgesetzen unterworfen, genauso wenig wie die Information in unserer DNS. Unser Tagesvers sagt uns, das Leben sei etwas Göttliches, und dieses Leben leiht der Schöpfergott seinen Geschöpfen für die von ihm zugemessene Zeit aus und nimmt es dann wieder zu sich.

    Stellen Sie sich das doch einmal richtig vor. Sie tragen etwas Göttliches in sich, etwas, was weder dem Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik noch der Schwerkraft, noch Zeit und Raum unterworfen ist. Welchen Adel verleiht Ihnen das! Dann gilt aber auch: Wie sehr sollten wir, die noch Lebenden, für diese unvorstellbar große Gabe dankbar sein, und wie sorgfältig sollten wir darum mit uns selbst und mit unseren Mitgeschöpfen umgehen! Vor allem aber: Wie sollten wir danach trachten, den Geber des Lebens durch unser Verhalten zu ehren. Denn wie wir mit diesem Geschenk des Lebens hier umgehen, entscheidet darüber, ob wir ewiges Leben in der Gegenwart Gottes erleben.

    Hermann Grabe

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    5 min
  • Mühsame Heilung

    Durch unser Wohnzimmerfenster sehe ich, wie drei Arbeiter nun schon seit zwei Tagen die Einfahrt unserer Nachbarin neu pflastern. Eine mühsame Arbeit, alles von Hand. Gleichzeitig höre ich in den Nachrichten, wie in der Ukraine täglich Hunderte von Einfahrten, Häuser und Straßen zerstört werden. ›Was wird das für eine enorme Arbeit sein, alles wieder aufzubauen!‹, muss ich unwillkürlich denken. Es ist so leicht, etwas zu zerstören, aber so schwer, es wieder ganz zu machen! – Meine Freundin hat sich letzte Woche das Sprunggelenk gebrochen. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit, und dann war es passiert. Zwei Operationen, viele Verbandswechsel und mehrere Wochen Krankengymnastik wird es brauchen, bis alles wieder verheilt und gebrauchsfähig ist.

    Wie schnell geht etwas kaputt, und wie kostspielig ist die Heilung! Genauso war es auch in unserer Beziehung zu Gott. Die erste Sünde des Menschen im Paradies hat unsere Beziehung zu einem heiligen, völlig guten Gott zerstört. Alles war kaputt, lag in Trümmern. Und wir waren völlig überfordert damit, diesen Schaden wieder in Ordnung zu bringen. Doch Gott nahm die mühsame Arbeit der Wiederherstellung auf sich. Sie kostete ihn alles, nämlich das Leben seines geliebten Sohnes. Jesus Christus starb am Kreuz qualvoll für unsere Sünde. Wer daran glaubt, der darf sich an einer wiedergutgemachten, intakten Beziehung zu Gott erfreuen.

    Unsere Nachbarin ist glücklich, dass die schweren Pflasterarbeiten nun fertig sind. Meine Freundin war so dankbar, dass sich gute Ärzte um ihr Bein kümmerten. Genauso froh sollten wir über Gottes Einsatz sein und sein Angebot, auch unsere ganz persönliche Beziehung zu ihm wiederherzustellen, nicht verstreichen lassen.

    Elisabeth Weise

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    5 min
  • Verlorene Generation?

    Seit 2008 organisiert der Verlag Langenscheidt jedes Jahr die Wahl »Das Jugendwort des Jahres«. Bis einschließlich 2018 erfolgte die Wahl durch eine Jury unter der Leitung des Verlages, danach änderte sich der Modus, und nachdem die Wahl 2018 ausfiel, kann sich seit 2019 jeder online an der Wahl beteiligen.

    2020 war das Jugendwort des Jahres »lost«, was übersetzt ins Deutsche »verloren« bedeutet. Gemeint ist damit, dass jemand ahnungslos, unsicher oder unentschlossen ist. Dieses Wort erhielt 48 % der Stimmen. Man kann davon ableiten, dass eine große Zahl aller Jugendlichen in Deutschland orientierungslos ist, wenn es um Berufswahl, Partnerwahl, Urlaubsplanung, Freizeitgestaltung usw., aber auch um die Antwort auf existenzielle Fragen geht. Soll man sich in einem Sportverein ehrenamtlich betätigen oder in einer Kirchengemeinde? Oder soll man sich doch lieber der Querdenker-Szene anschließen oder freitags für den Klimaschutz demonstrieren, statt zur Schule zu gehen? – I am lost – ich bin verloren! Offenbar empfindet sich der Großteil einer ganzen Generation als »lost«.

    Das ist eine belastende Erkenntnis. Es muss aber nicht dabei bleiben. Denn der Tagesvers spricht davon, dass es gerade die Mission des Sohnes Gottes war, Menschen zu suchen und zu retten, die verloren sind. Die Erkenntnis der eigenen Verlorenheit trifft hier auf den, der sich kompetent dieser Verlorenheit annehmen will: Jesus Christus. Gott möchte nicht, dass wir diesbezüglich im Dunkeln tappen, sondern erkennen, dass eine Lebensübergabe an Jesus Christus das Verlorensein beendet. Gott will nicht, dass jemand verlorengeht, sondern sich – am besten schon als junger Mensch – von ihm retten lässt.

    Hartmut Ulrich

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    5 min
  • Unglaublich

    Geglaubt habe ich schon immer an Gott. Zumindest glaubte ich daran, dass er die Welt erschaffen hat und wir nicht durch Zufall entstanden sind oder gar vom Affen abstammen. Allerdings wollte ich nie etwas mit Gott zu tun haben, denn für mich war er ein Langweiler und Spielverderber, bei dem ohnehin alles verboten ist.

    Als Baby wurde ich katholisch getauft, als Teenager evangelisch konfirmiert, mit 18 Jahren bin ich, wegen der Kirchensteuer, aus der Kirche ausgetreten und habe viel über Gott gelästert. Weil ich keine Heuchlerin sein wollte, lehnte ich es ab, kirchlich zu heiraten, und auch in meinem Berufsleben habe ich bei der Vereidigung auf die Formel »so wahr mir Gott helfe« verzichtet. Ich war mächtig stolz auf mich. Niemals hätte ich oder irgendjemand sonst gedacht, dass ich eines Tages an Gott glauben würde, aber bei Gott sind tatsächlich alle Dinge möglich.

    Dann ging es ziemlich schnell bergab in meinem Leben. Ich wurde sehr krank, und es gab wirklich niemanden, der mir helfen konnte. Die Arbeit, bei der ich so stolz war, sie ohne Gottes Hilfe zu schaffen, verlor ich letztendlich auch noch. Aber Gott gab mich nicht auf. Heute weiß ich, dass es die Gebete einer Freundin waren, die mich zu Jesus gezogen haben. Allerdings war sie damals eher eine Feindin, weil ich sie, wie so viele andere Menschen auch, sehr verletzt hatte. Aber sie tat genau das, was Jesus in unserem Tagesvers sagt: »Liebt eure Feinde und betet für sie.«

    Danke Margret, diese Geschichte ist dir gewidmet, denn Jesus kennenzulernen, war das Beste, was mir jemals in meinem Leben passiert ist. Er hat mir meine Schuld vergeben und meinem Leben Sinn, Halt und Freude geschenkt.

    Sabine Stabrey

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    5 min
  • Freundlich und geduldig

    Meine Kinder helfen bei uns im Haushalt mit, ihrem Alter entsprechend. Ganz ehrlich – alleine wäre ich meistens schneller! Wenn der Kleinste voller Tatendrang den großen Esstisch wischen möchte, freue ich mich über seine Begeisterung und seinen Willen zu helfen. Auch, wenn der Tisch hinterher nicht richtig sauber ist. Mich macht froh, wenn die Großen mir beim Staubsaugen oder bei der Spülmaschine helfen – auch, wenn ich danach noch Krümel sehe oder viel Geschirr einfach daneben steht, weil sie noch nicht an die hohen Schränke kommen oder unsicher sind, wohin sie es räumen sollen.

    Mich erinnert das immer wieder an Gottes Handeln mit uns. Wir sind wie kleine Kinder, machen Fehler, stehen wieder auf, lernen stetig dazu und sind uns unserer Abhängigkeit vom Vater im Himmel oft gar nicht bewusst. Würde Gott nicht viel schneller ohne uns ans Ziel kommen? Genau genommen braucht er uns nicht. Er als Schöpfer aller Dinge ist absolut allmächtig und zu allem fähig! Doch er gebraucht uns trotz all seiner Größe. Er möchte, dass wir lernen. Er möchte unseren Glauben stärken, unseren Charakter und unser Herz verändern. Er freut sich, wenn uns etwas gelingt, und trägt uns durch die schweren Zeiten. Er lässt uns bildlich den Tisch wischen, obwohl wir Krümel hinterlassen und das vielleicht nicht einmal bemerken. Aber darauf kommt es auch gar nicht an, denn Gott sieht unser Herz! Er weiß vorher, ob wir Fehler machen oder »langsam« sind, ob wir aushalten oder zweifeln. Und dennoch gibt er uns nicht auf.

    Wo mir die Geduld mit meinen Kindern ausgeht, ist Gottes Langmut unendlich viel größer. Er stellt uns in seinen Dienst und ist dabei viel freundlicher und geduldiger, als wir es je könnten.

    Ann-Christin Ohrendorf

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    5 min
  • Wie werde ich meine Sorgen los?

    Als der Arzt mir meine Schwangerschaft bestätigt, strahle ich vor Glück – jedoch nur kurz. Nach einer vorangegangenen Fehlgeburt rollt in den nächsten Wochen und Monaten eine Lawine von Sorgen über mich hinweg. Vor allem in den ersten Wochen lässt sich kaum etwas dafür tun, dass sich das kleine Leben gesund weiterentwickelt. Es liegt außerhalb meiner Kontrolle. Was, wenn das Herz aufhört zu schlagen? Wenn das Kind nicht normgerecht wächst? Wie werde ich die Geburt überstehen und kann ich überhaupt eine gute Mutter sein?

    Sorgen beschäftigen sich mit der Zukunft, aber sind dabei nicht neutral. Eine Gefahr oder Not wird in Betracht gezogen und immer wieder durchdacht. Die Aufmerksamkeit verschiebt sich auf Befürchtungen, die vielleicht niemals eintreten. So war es letztendlich auch bei meiner sehr glücklich verlaufenen Schwangerschaft. Alles Sorgen war umsonst.

    Jesus Christus thematisiert Sorgen in Matthäus 6,27 mit der Frage: »Wer von euch kann sich denn durch Sorgen das Leben auch nur um einen Tag verlängern?« Er fordert uns auf, uns nicht um die Zukunft zu sorgen, und weist als Beispiel auf die Vögel hin, die sich keine Vorräte für den nächsten Tag anlegen und doch von Gott, dem Vater, versorgt werden. Dieser wird sich umso mehr um uns kümmern, weil wir ihm so viel wertvoller sind als Vögel. Doch was tun, wenn die Sorgen über uns hereinbrechen? David, ein Mann, der viele Jahre seines Lebens unter Verfolgung lebte, fordert dazu auf: »Wirf dein Anliegen auf den HERRN, und er wird für dich sorgen!«

    Wir müssen unsere Sorgen nicht verdrängen. Denn es gibt einen Ort, wo sie gut aufgehoben sind! Dorthin können wir sie bringen. Gott selbst möchte sich um sie kümmern.

    Janina und Philipp Strack

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    5 min
  • I do it yourself

    Vertrauen ist die Überzeugung in das Handeln von Personen. Wie oft wird dieses Vertrauen missbraucht, und wie oft ist jeder von uns schon enttäuscht worden? Vertrauen in Gott ist die Überzeugung und somit der Glaube, dass er alles in unserem Leben in der Hand hält und zu seiner Ehre und unserem Nutzen verwendet. Gott ist der Einzige, dem man absolut vertrauen kann.

    Aber mal ehrlich, wie oft fehlt uns das vollkommene Vertrauen in unseren Schöpfer? Es gibt so viele Dinge, die wir selbst regeln und nicht einem »fernen« Gott überlassen wollen. Warum auch, wir haben doch alles im Griff – oder? Da gibt es Umstände und Herausforderungen, die trauen wir Gott nicht zu. Vielleicht wollen wir Gott gar nicht in unsere Entscheidung einbinden, weil es sein könnte, dass er etwas anderes von uns will, als wir es eigentlich beabsichtigt haben. Soll Gott etwa unsere Pläne durchkreuzen? Lieber legen wir selbst Hand an, damit alles zu unserer Zufriedenheit erledigt wird. Sicher ist sicher! Andere Meinungen können dabei nur hinderlich sein.

    Lange habe ich auch so gedacht, und auch heute noch fällt es mir schwer, Gott bei jeder Entscheidung mit einzubeziehen. Ich fühle mich intelligent und fähig genug, alles alleine zu regeln, ohne die Hilfe anderer. Aber ich spüre auch, dass diese Einstellung oft naiv ist und mit Selbstüberschätzung einhergeht. Ich handle auch oft autonom und selbstbewusst, anstatt bewusst auf Jesus zu blicken, der selbstverständlich alles besser weiß als ich.

    So bin ich immer noch ein Lernender. Ich muss lernen, Jesus in allem zu vertrauen. Aus diesem Vertrauen und mit seiner Hilfe und Führung kann ich meine alltäglichen Pflichten »selbstbewusst« erfüllen.

    Axel Schneider

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    5 min
  • Das Wunder vom Hudson River

    Auf dem LaGuardia Airport in New York startet der US-Airways-Flug 1549 mit 155 Menschen an Bord. Knapp zwei Minuten später erreicht der Airbus A320 eine Höhe von 1000 Metern. Doch plötzlich gerät eine Schar Kanada-Gänse in den Flugweg – es gibt keine Chance mehr, den Tieren auszuweichen. Der Vogelschlag lässt beide Triebwerke ausfallen. Kein Flughafen kann bei dieser Flughöhe ohne Triebwerke noch erreicht werden. Flugkapitän Sullivan entschließt sich zur Notwasserung auf dem Hudson River. Das waghalsige Manöver gelingt. Alle Insassen werden gerettet. Diese fliegerische Meisterleistung ist als das »Wunder vom Hudson« in die Geschichte eingegangen. Auf Youtube sind einige Statements der Geretteten wiedergegeben:

    Vor der Notwasserung: »Das ganze Leben zieht in so einem Augenblick an dir vorbei. Du fragst dich, ob du diese oder jene Person noch einmal sehen oder sprechen wirst. Wenn jetzt alles zu Ende ist: War ich der Mensch, der ich sein wollte? Ich war noch nicht bereit zu sterben, ich hatte noch so viel zu tun. Es kann einfach nicht wahr sein. Es war wie ein böser Traum. Ich hatte Angst vor einem zweiten ›11. September‹«. Nach der Rettung: »Seitdem weiß ich, dass es so vieles gibt, was ich im Leben noch tun sollte. Ich weiß jetzt, dass ich mit meinem Leben anders umgehen muss. Ich sehe das als zweite Chance. Mein Mann und ich werden ein Baby adoptieren ... Ich wäre fast gestorben. Jeden Morgen sehe ich meine Frau jetzt mit anderen Augen, umarme meine Kinder anders.«

    Manchmal braucht es eine Katastrophe, um zur Besinnung zu kommen; und nichts wäre dann wertvoller, endlich zu begreifen, dass Gott uns vor dem ewigen Verderben retten will, und diese Rettung auch anzunehmen.

    Martin Reitz

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    4 min
  • Wie wir finden, wonach wir suchen

    Ein Archäologe sucht nach Spuren alter Kulturen und versucht, sie zu verstehen. Ein Astronom strebt nach mehr Verständnis des Universums und seiner Entstehung. Ein Anthropologe versteht sich auf die Erforschung des Menschen und seiner Abstammung, körperlichen Beschaffenheit, seines Wesens und Verhaltens. Hinter diesem Suchen, Streben und Forschen steht die Frage nach unserer Identität. Wer sind wir? Woher kommen wir? Und wie geht es mit uns weiter? Die Wissenschaft meint vielleicht, dass diese Fragen auf der Grundlage dessen zu beantworten sind, was sichtbar und greifbar ist. Aber führt das wirklich zu einem umfassenden und schlüssigen Ergebnis?

    Wenn wir alles Leid der Welt, alles Übel, die vielen Probleme und auch alles Hoffen und Träumen berücksichtigen, so zeigt das doch ziemlich klar, dass unser Dasein mehr ausmacht als nur Materie. Wie viele Träume werden in dieser turbulenten und auf den Kopf gestellten Welt geträumt! Unzählige Fragen hören nicht auf, bis … ja, bis wir vielleicht Antworten auf unsere Fragen gefunden haben. »Was ist Wahrheit?«, fragte sich auch der Statthalter von Judäa, Pontius Pilatus, als Jesus ihm gegenüber den Ausspruch tat: »Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis gebe. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme« (Johannes 18,37-38). Eine zuverlässige Quelle, die uns verlässliche Auskunft gibt, ist also der Sohn Gottes selbst.

    Wenn wir beginnen, ihm zuzuhören, dann fällt uns bald auf, dass Jesus über das Leben hier hinaus auf ein Ziel weist, das es zu erreichen gilt, nämlich ewiges Leben durch den Glauben an ihn. Die freiwillige Bindung an ihn eröffnet uns einen ganz neuen Horizont: ewige Gemeinschaft mit ihm und Gott, dem Vater.

    Sebastian Weißbacher

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    5 min
  • Was muss ich tun?

    Die Geschichte um den Tagesvers beschreibt einen reichen jungen Mann, der zu Jesus kommt und eine konkrete Frage hat: Er will ewiges Leben! Das ist keine Kleinigkeit. Und ein echt erstrebenswertes Ziel. Irgendwie geht er, wie seine Frage zeigt, davon aus, dass das Erreichen dieses Ziels von seinem Verhalten abhängt. »Was soll ich tun?« Dieser Gedanke ist vielen religiösen Menschen nicht fern: Wenn ich die Regeln einhalte, komme ich ans Ziel. Doch wann reichen meine Bemühungen? Hierzu möchte der junge Mann verlässliche Informationen von Jesus. Denn offenbar ahnt er, dass ihm noch etwas Entscheidendes fehlt. Aber was?

    Jesus geht vordergründig auf seine Sicht ein. Er nennt ihm verschiedene Gebote, die alle das Wohl des Nächsten zum Gegenstand haben. Dazu sagt der Mann: Das habe ich alles erfüllt. Kein Problem. Dann geht Jesus einen Schritt weiter: Gib deinen ganzen Reichtum auf! Diese Forderung schlägt ein wie eine Granate! Was? Das kann ich nicht. Und traurig geht er weg. Warum reagiert Jesus so? Sagt er nicht an anderer Stelle (Johannes 5,24): »Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod in das Leben übergegangen«? Hätte er diesem ernsthaften jungen Mann nicht diese Antwort geben können? Widerspricht sich Jesus selbst, wenn er hier Taten fordert, dort »nur« Glauben?

    Tatsächlich war der junge Mann noch der Auffassung, es irgendwie selbst zu schaffen. Jesus zeigt ihm auf, dass er mit seiner Kraft aber – was das ewige Leben angeht – sehr bald am Ende sein wird. Er musste erst an seinen eigenen Fähigkeiten verzweifeln. Wer an diesen Punkt kommt, dem gilt Jesu Wort: Fürchte dich nicht; glaube nur.

    Markus Majonica

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    5 min

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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…

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