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Im Tierpark durften wir erneut Zeugen der unglaublichen Schönheit des Tierreiches werden. Das wunderschöne Pfauen-Männchen wollte dem sich nähernden, sehr unscheinbaren Pfauen-Weibchen imponieren und spannte seine herrlich bunte Federpracht rund um seinen majestätisch blau leuchtenden Vogelkopf. Wie ein prachtvoll geschmückter König erregte der Vogel nicht nur das Aufsehen seiner Artgenossen, sondern besonders das der ihn beobachtenden Besucher.
Obwohl wir dieses Spektakel schon häufig bewundert haben, verschlug es uns wieder neu die Sprache. Wir staunten darüber, wie schön und beeindruckend ein »einfacher« Vogel doch sein kann. Man kann sich nicht sattsehen an ihm.
Ganz ähnlich ergeht es mir mit dem Kreuz. Ich habe es schon oft angeschaut und viel über dieses Thema nachgedacht, aber jedes Mal staune ich aufs Neue über die unfassbare Liebe, die Jesus dort zeigt: Ein Unschuldiger hängt am Kreuz und stirbt einen qualvollen Tod für mich. Aus Liebe und Barmherzigkeit gibt sich der Schöpfer selbst hin, um seine Geschöpfe von ihrer Schuld zu erretten.
Wenn ich das Kreuz anschaue und Jesus Christus danke, dass er dort auch meine Schuld getragen hat, dann erlöst er mich, und ich darf ein Kind Gottes sein. Wie wunderbar ist das!
Wenn ich einen herrlichen Pfau oder andere beeindruckende Tiere sehe, dann staune ich über Gott, der eine Natur voller Schönheit erschaffen hat. Aber wenn ich die Geschichte der Kreuzigung lese, dann staune ich noch mehr über Gott. Er ist nicht nur mein Schöpfer, sondern auch mein Erlöser, der seinen Sohn für mich gegeben und mir ewiges Leben geschenkt hat.
Kathrin StöbenerDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Das Radio im Auto, der Soundtrack im Hollywood-Streifen, die Kopfhörer im Bus: Ständig werden wir von Musik beschallt. Musste man in vergangenen Zeiten extra dorthin gehen, wo Musiker, Orchester und Opernsänger auftraten, kommt die Musik heute zu uns. Ein Abo bei einem der großen Musik-Streamingdienste verschafft uns per Fingertip Zugriff auf Millionen von Titeln aus aller Welt. Dauerbeschallung ist angesagt. In der Stadt begegne ich oft Leuten, die mit zwei kabellosen Knöpfen im Ohr herumlaufen, in ihrer Musik-Blase abgekapselt vom Rest der Welt. Der Musikgeschmack wandelt sich über die Zeit. Doch die besondere Wirkung, die von Musik ausgeht, nicht. Ein fröhlicher Song hebt unsere Stimmung, ein melancholisches Lied macht uns traurig. Und ein tiefer, wummernder Bass bringt Zehntausende von Menschen auf einmal zum Tanzen.
Seit jeher haben Menschen musiziert. Die vielleicht ausführlichste Aufzeichnung über Musik aus alter Zeit finden wir in der Bibel im Buch der Psalmen. Die Psalmen sind eine Sammlung von 150 Liedern über Gottes Größe, Freude und Trauer, Hoffnung und Verzweiflung. Da das längste Buch in der Bibel eine Liedersammlung ist, ist es Gott offenbar wichtig, dass wir Musik wertschätzen. Sie ist ein Geschenk Gottes an uns. Doch allzu oft macht man sich von der modernen Musik-Dauerbeschallung abhängig. Konzentriert arbeiten geht ohne Hintergrundmusik kaum noch. Ruhe zum Nachdenken und Innehalten wird uns fremd. Daher mein Vorschlag an Sie, bevor Sie den nächsten Titel einschalten: Lesen Sie stattdessen einmal einen Psalm. Sie können ganz vorne bei Psalm 1 anfangen. Halten Sie dabei bewusst inne vor Gott, der uns das Geschenk der Musik gemacht hat, damit wir ihm in unseren Herzen etwas vorsingen können.
Jan KleinDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Ob Verabredung, Einkaufsliste oder Standortmitteilung, ob Bilder, Sprachnachrichten oder Telefonate: Wir verschicken eine Menge Nachrichten und Informationen mit unserem Handy. Die verschiedenen Nachrichtendienste sind aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Am 4. Oktober 2021 allerdings konnten plötzlich keine Whatsapp-Nachrichten mehr empfangen und verschickt werden. Die kleine graue Uhr in der rechten unteren Ecke zeigte an, dass das Gegenüber die Mitteilung nicht erhalten hatte. Gar nicht so einfach, diese eingeschränkte Erreichbarkeit und Kommunikationsfähigkeit hinzunehmen und zu akzeptieren! Nach einiger Zeit war damals klar, dass der Nachrichtendienst offline war und ein technisches Problem vorlag. Nichts ging mehr.
Später erinnerte ich mich an diesen Vorfall und musste an meine Beziehung zu Gott denken. Gott hat uns Menschen erschaffen. Er liebt uns und möchte mit uns Gemeinschaft haben. Viele Erlebnisse, die Menschen mit Gott hatten, können wir in der Bibel nachlesen und daran sehen, wie Gott ist. Wir stellen dabei fest, dass Gott sich um jeden einzelnen Menschen bemüht und mit ihm eine persönliche Beziehung haben möchte.
Sind Sie gerade offline? Vielleicht haben Sie die Sorge, dass Gottes Angebot nicht für Sie, sondern nur für die anderen gelten würde. Oder Sie haben kein Interesse an Gott und seine Nachricht, im übertragenen Sinn, einfach weggeklickt. Wie wunderbar ist es, dass Gott niemals offline ist, sondern dass wir ihn jederzeit ansprechen dürfen! Mit jedem Thema dürfen wir zu ihm kommen.
Wie gut, dass Gott so anders ist als unsere technischen Hilfsmittel und es von seiner Seite keine Kommunikationsprobleme gibt!
Ann-Christin BernackDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
In der Schweiz nennen wir diesen Tag schlicht Dank-, Buß- und Bettag. Als meine Tochter, während ich diese Zeilen schrieb, mitbekam, dass am morgigen Sonntag dieser Tag gefeiert wird, war sie ganz erstaunt, dass es so etwas gibt. Ich habe sie dann daran erinnert, dass wir an der deutschsprachigen evangelischen Kirche in Addis Abeba Erntedank gefeiert haben und immer noch feiern. Dabei werden allerhand Gemüse, Früchte und Getreide, Teigwaren, Speiseöl etc. von den Kirchgängern mitgebracht und vor den Altar gelegt. Am folgenden Montag werden diese Gaben dann an die Familien der Kinder in der Schule der Gemeinde verteilt. Ich finde, das ist ein sehr schöner Brauch. Der Erntedank-Gottesdienst, angesichts all dieser Gaben, macht uns so richtig bewusst, wie dankbar wir sein können für all diesen Segen Gottes, den wir das ganze Jahr über empfangen dürfen – und der nicht selbstverständlich ist.
Womit haben wir diesen Segen verdient? Gott hat seinem Volk Israel den Segen landwirtschaftlichen Ertrags, der Vermehrung des Viehs und der Existenzsicherung durch ausreichende Vorräte an Nahrungsmitteln versprochen, wenn es ihm gehorchen würde. Wenn sie sich jedoch von ihm abwenden würden, würde sie statt Segen der Fluch treffen. Doch Gottes Gnade ist so groß, dass er auch allen übrigen Menschen seit jeher viel Gutes zukommen ließ (vgl. Apostelgeschichte 14,17), obwohl sie sich diesen Segen nicht verdient haben.
Gott hat in seiner unendlichen Gnade noch viel mehr getan: Er hat unsere Schuld am Kreuz auf seinen Sohn geladen, der für uns gestorben ist, und damit allen Fluch von uns abgewendet. Wenn wir Jesus Christus in unser Leben aufnehmen, werden wir zu Kindern Gottes gemacht und können allen Segen Gottes dankbar in Anspruch nehmen.
Martin GrunderDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Wer beim Bäcker eingekauft hat, sagt der Verkäuferin auch wohl: »Dankeschön!« Aber so richtig dankbar ist man nur, wenn man etwas bekommt, was man nicht erwartet hat und für das man nichts bezahlte oder das man überhaupt nicht bezahlen konnte – wenigstens sollte man dankbar dafür sein.
Leider ist Dankbarkeit heute keine Selbstverständlichkeit mehr; eher steht sie auf der »Roten Liste aussterbender Arten« wie die Blauwale und die Goldregenpfeifer. Besonders in Wohlstandszeiten kommt man je länger, je mehr zu der Ansicht, täglich leckeres Essen, schicke Kleidung, eine großzügige Wohnung und ein flottes Auto ständen einem zu. Wieso sollte man dann dankbar dafür sein? Ja, man kann bei allem Wohlergehen sogar zum notorischen Nörgler werden. So gab es einmal nach Jahren mäßiger Ernten endlich auch wieder eine reiche Kartoffelernte mit vielen großen Kartoffeln. Ein Bauer stand vor dem riesigen Berg großer »Erdäpfel« und wusste nichts Besseres zu sagen als: »Was für ein Jammer. Jetzt fehlen die Kleinen für die Schweine!«
Aber unser Tagesvers bleibt nicht beim Sichtbaren stehen, sondern spannt den Rahmen noch viel weiter. Gott, der allmächtige Schöpfer aller irdischen Reichtümer, hat für die an ihn Glaubenden noch weit Besseres vorgesehen. Er hat ihnen ein Erbteil in seinem Himmel versprochen. Das ist nun wirklich ein völlig unverdientes, riesengroßes Geschenk, zu dem wir nicht das kleinste bisschen zugezahlt haben und es auch gar nicht konnten, und das Gottes Sohn, Jesus Christus, uns erworben hat. Bei dem Dank dafür sollten wir es nicht bei Worten belassen, sondern ihm in Gehorsam zu dienen versuchen. – Möge Gott uns allen die Augen dafür öffnen, sodass wir tief dankbare Menschen werden!
Hermann GrabeDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Bei manchen Aufgaben im Arbeitsalltag stößt mein Arbeitscomputer an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit. Wenn das passiert, nutze ich eine sogenannte »Virtuelle Maschine«, die mir erlaubt, auf die Ressourcen eines leistungsstärkeren Gerätes an einem anderen Ort zuzugreifen. Mein eigener Computer dient in diesem Moment lediglich als physisches Hilfsmittel und Schnittstelle. Und so können Probleme gelöst werden, mit denen mein Gerät eigentlich überfordert ist.
In meinem persönlichen Leben geht es mir manchmal genau so wie meinem Rechner. Auch ich stoße immer wieder an die Grenzen meiner Leistungsfähigkeit. Im Umgang mit bestimmten Menschen oder Situationen fehlt mir zum Beispiel oft die nötige Liebe und Geduld. Egal, wie sehr ich mich auch bemühe, ich schaffe es einfach nicht, so zu reagieren, wie es eigentlich richtig wäre. Die »Virtuelle Maschine« aus meinem Arbeitsalltag erinnert mich dann aber immer wieder daran, dass ich als Christ nicht auf meine eigenen Kräfte und Tugenden beschränkt bin. Als Kind Gottes kann ich auf übernatürliche, göttliche Kräfte zugreifen! Ich muss meine Probleme nicht alleine lösen, sondern kann von dem unendlichen Gott Weisheit, Liebe und Geduld bekommen.
Situationen, in denen wir überfordert sind und spüren, dass unsere eigenen Kräfte nicht ausreichen, sind eine Chance, uns nach Gott auszustrecken. Es ist gut, wenn wir merken, dass wir ihn brauchen. Wenn Sie Jesus Christus Ihre Schuld bekennen und glauben, dass er für Sie am Kreuz gestorben ist, dann stehen Sie Ihren Problemen, Begrenzungen und Herausforderungen nicht mehr allein gegenüber. Sie können dann Gottes übernatürliche Kraft in Ihrem Leben erfahren. Etwas Besseres gibt es nicht!
Kathrin StöbenerDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Die Reaktion des Zöllners Levi auf die Aufforderung Jesu, ihm nachzufolgen, ist so einfach wie konsequent: Er steht auf und folgt ihm nach. Mit dieser Begebenheit macht Jesus sehr deutlich, wie man ein Jünger Jesu wird und was Nachfolge bedeutet: Auf den Ruf folgt die Tat. Hier finden wir keinen langen Dialog, kein Ausräumen von Bedenken, kein Abwägen von Für und Wider. Es geht Jesus auch nicht um ein Lippenbekenntnis, sondern um eine Entscheidung und folgerichtiges Handeln. Wir finden hier keine Aufspaltung in Glauben einerseits und Tun andererseits. Das Vertrauen in den, der hier ruft, kommt darin zum Ausdruck, dass Levi das, was er bisher getan hat, beendet und alles aufgibt, um Jesus nachzufolgen.
Levi folgt hierbei keinem Programm, keinem Lehrsystem, keiner allgemeinen religiösen Erkenntnis oder einer Idee, ja, noch nicht einmal einer bestimmten Glaubensgemeinschaft, sondern der Person Jesu. Der deutsche Theologe Dietrich Bonhoeffer hat zu diesem Bibelvers in seinem Buch über die Nachfolge deshalb geschrieben: »Der Ruf in die Nachfolge ist also die Bindung an die Person Jesu Christi allein.«
Nachfolge ist also nicht kompliziert. Sie ist nicht nur eine Sache für besonders gute, religiöse oder kluge Menschen. Der Zöllner Levi war eher Sinnbild für einen egoistischen, raffgierigen, diesseitsbezogenen Menschen. Nachfolge ist einfach: Den Ruf Jesu hören und diesem Jesus gehorsam folgen. Und da dieser Jesus der Sohn Gottes ist, der Christus, hat er auch das Recht, zu rufen und Gehorsam einzufordern. Jesus muss hier nichts erklären oder sich irgendwie legitimieren. Er ruft aus der alten Existenz, die zurückbleibt, in eine neue Beziehung, in der er absolute Priorität hat.
Markus MajonicaDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
In New Mexico, USA, gibt es einen Nationalpark mit den sogenannten Carlsbad-Caverns, Tropfsteinhöhlen mit einer Tiefe bis zu rund 500 Metern. Im Eingangsbereich einer der Haupthöhlen wurde ein Weg in steilen Serpentinen errichtet, um den Zugang zur Höhle zu erleichtern, die jährlich von Tausenden von Besuchern besichtigt wird. Interessanterweise wird dieser Zugang zur Höhle auch als Road to Hell (Straße zur Hölle) bezeichnet.
So verständlich dieser Bezug auf die biblische Hölle auch ist, um den Anreiz für die Touristen etwas zu erhöhen, so wenig passend ist er, wenn man bedenkt, was die Hölle laut Bibel wirklich ist. Sie ist ein Ort, an den eigentlich keiner herantreten will. Sie ist auch keine Sehenswürdigkeit, die man nur besuchsweise in Augenschein nehmen könnte, um dann wieder unbehelligt ins Leben zurückzukehren. Die Hölle ist ein Ort ohne Wiederkehr. Sie ist den Menschen bestimmt, die für ihre Sünde und Schuld keine Vergebung und keinen Fürsprecher in Anspruch genommen haben.
Wenn die Bilder für die Hölle schon so drastisch sind (siehe Tagesvers), wie schreckenerregend wird dann ihre Wirklichkeit erst sein! Die Bibel lässt keinen Zweifel daran, dass es der schlimmste Ort ist, den man sich vorstellen kann. Und sie mahnt dazu, ihn ernst zu nehmen als tatsächliche Bedrohung für jeden, der es versäumt, sich in seinem Leben hier auf Gottes Seite ziehen zu lassen. Das eigentlich gute Leben, das wir hier auf Erden zumeist genießen können, sollte uns nicht drüber hinwegtäuschen, dass es diesen schrecklichen Ort tatsächlich gibt. Keiner hat öfter davor gewarnt als Jesus selbst. Aber er ist auch derjenige, der uns vor der Hölle bewahren kann, denn er will jeden, der zu ihm kommt, retten und ihm ewiges Leben schenken.
Joachim PletschDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Durch einen Zeitungsartikel »Wenn Dorflinden erzählen könnten« wurde mein Interesse geweckt, mich mit Linden zu beschäftigen. Diese Bäume können sehr alt werden, tauchen des Öfteren in Bezeichnungen von Gaststätten (z. B. »Zur Linde« oder »Unter den Linden") auf und haben in Dörfern als markante Punkte früher eine bedeutende Rolle gespielt. So war in Kierspe-Rönsahl (Sauerland) 1824 eine uralte Dorflinde gefällt worden, unter der von der dortigen Gerichtsbarkeit etliche Schicksale von Menschen entschieden worden waren. Manche Bäume wurden daher auch »Gerichtslinde« genannt. An der Göttinger Gerichtslinde wurde am 20. Januar 1859 die letzte öffentliche Hinrichtung durch das Schwert in Norddeutschland vollzogen.
Wie froh bin ich, dass ich heute eine Linde bewundern kann, ohne dies gleich mit einem solchen Gericht zu verbinden! Und doch erinnert mich eine Linde daran, dass es einmal durch den von Gott verordneten Richter Jesus Christus ein gerechtes Gericht geben wird, was zeitliche Dinge betrifft, die aber ewige Auswirkung haben. Er, der selbst am Kreuz für unsere Sünden, also Straftaten, starb, damit wir unbehelligt bleiben können, er wird auch der gerechte und unbestechliche Richter aller Menschen sein!
Wer jedoch vorher die Schuldfrage mit ihm geklärt hat, der wird schon jetzt freigesprochen und muss gar nicht mehr vor diesem »letzten Gericht« erscheinen. Denn der zukünftige Richter ist jetzt noch unser Retter, wenn wir mit allem zu ihm kommen, ihm unsere Sünden bekennen und für uns in Anspruch nehmen, dass er an unserer Stelle im Gericht am Kreuz bestraft wurde. Dann wird der Freispruch wirksam, und unsere Gedanken können sich darauf richten, wie viel Gutes uns daraus noch erwachsen wird.
Martin ReitzDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Neben dem Haus meiner Schwiegereltern steht ein altes Bauernhaus. Bis vor ein paar Jahren wohnte in diesem Haus eine nette Frau, die ich nur als alte Dame kennengelernt habe. Neben vielem, was man über sie schreiben könnte, sticht heraus, dass sie niemals einen Umzugskarton füllen musste, zumindest nicht für sich selbst. Ihr gesamtes Leben, Kinderbett, Kräutergarten und Keramik-Teetassen, lebte sie in diesem einen Haus. Verblüffend, oder?
Gerade leben meine Frau und ich in Amerika. Mit 25 Jahren ist dies schon meine siebte Bleibe mit mindestens einem halben Jahr Aufenthalt. Als wir ankamen, war für uns alles fremd. Aber wir wurden überschüttet mit Freundlichkeit. Jemand brachte ein Kinderbett für unsere kleine Tochter und baute es auf, jemand anderes brachte Spielzeug, und sogar ein Auto stand vor unserer Tür, das wir kostenlos nutzen durften – für unseren gesamten Aufenthalt – neun Monate! Wie wir später erfahren sollten, waren viele bis kurz vor unserer Ankunft mit Streichen, Säubern und Möblieren der Wohnung beschäftigt. Wir waren überwältigt. Was für ein Service!
Ohne dass wir es wussten, waren Leute dabei gewesen, uns eine »Stätte«, eine Wohnung zu bereiten. Ich musste an die Worte Jesu denken: »Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten.« Jesus Christus spricht hier davon, dass er in den Himmel geht, um einen Ort für seine Nachfolger zu bereiten. Das tat er nicht, indem er ein Willkommensschild an die Himmelstür hing, sondern indem er durch sein Sterben an einem blutigen Kreuz die Tür zu Gott öffnete, die uns bis dahin verschlossen war. Wir alle werden eines Tages umziehen müssen, unser Leben auf der Erde ist begrenzt. Aber es kommt darauf an, wo wir empfangen und einziehen werden.
Jannik SandhöferDiese und viele weitere Andachten online lesen
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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…
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