Leben ist mehr

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Leben ist mehr episodes

  • Mach den ersten Schritt

    In der Geschichte, die diesem Vers vorangeht, stellt ein reicher junger Mann Jesus die Frage, wie man ewiges Leben erhalten kann. Diese Frage ist gut. Sie ist die einzig wichtige, die existenzielle Frage für jeden Menschen. In dem Dialog, der sich anschließt, verweist der junge Mann zunächst auf seinen religiösen Lebensstil. Doch hierauf lässt sich Jesus nicht ein. In knappen Worten macht er deutlich: Die Frage nach dem ewigen Leben entscheidet sich ausschließlich an deinem Verhältnis zu Jesus. Seine Worte sind unmissverständlich: Komm, folge mir nach! Diese Nachfolge ist aber nicht nur ein theologisches Denkmodell. Sie ist verbunden mit einem sicht- und spürbaren ersten Schritt: Lass los, was dich von mir abhält, und komm, folge mir nach! Jetzt!

    Das, was zurückhält, muss nicht Wohlstand sein. Es kann die Sucht, der verlogene Lebensstil, es können die falschen Beziehungen oder die Angst vor dem Verlust des Ansehens sein. Aber wenn der Ruf des Sohnes Gottes dich trifft, dann entscheide dich.

    Der Zollbeamte Levi verließ auf den Ruf Jesu in die Nachfolge seinen Schreibtisch im Zollamt und ließ alles stehen und liegen. Den Fischer Petrus traf der Ruf Jesu, als er gerade die Netze auswerfen wollte. Auch er ließ seine Arbeit los und folgte ihm nach. Auch den reichen jungen Mann trifft der Ruf Jesu. Bezeichnend finde ich hierbei, dass dieser Ruf nicht kalter Befehl ist. Er wird getragen von der Liebe Jesu zu diesem Mann. Jesus weiß: Deine Erfüllung und dein Ziel – ewiges Leben – kannst du ausschließlich bei mir finden, wenn du dich mir bedingungslos und vorbehaltlos anschließt und mir nachfolgst. Der junge Mann hat diese absolute Frage verstanden – und das Angebot abgelehnt.

    Markus Majonica

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    4 min
  • Generalumbau

    Wir mussten umbauen. Warum? Unsere kleine Eigentumswohnung besaß ein völlig veraltetes Bad und WC. Die zwei Räume waren extrem eng. Sanierung allein reichte nicht aus. Deshalb haben wir uns entschlossen, einen Generalumbau in Auftrag zu geben: Die trennende Zwischenwand wurde niedergerissen. Alle alten Installationen mussten herausgerissen und durch neue ersetzt werden. Nach dem ersten Tag des Umbaus sah es aus, als ob eine Bombe eingeschlagen hätte. Alles war zerstört. Das musste so sein, damit etwas Neues, Schöneres entstehen konnte.

    Während dieser Wartezeit erinnerte ich mich an einen Lebensabschnitt, in dem alles zusammengebrochen war. Beruflich überschritt ich meine Kompetenzen. Knapp entging ich einer fristlosen Entlassung. Durch eigene Schuld zerbrach meine erste Ehe. In meiner Seele wurde es dunkel, Depressionen überfielen mich, Todesängste umgaben mich, Selbstmordgedanken waren an der Tagesordnung. Die »Räume meines Lebens« wurden sehr, sehr eng. Später begriff ich, dass Gott an mir arbeitete, damit etwas Neues entstehen konnte – so wie mit unserem Bad.

    Durch das Evangelium der Bibel stand Jesus vor mir und sagte: »Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich eingeht, wird er gerettet werden« (Johannes 10,9). Dieses Angebot nahm ich an, und – oh Wunder – alles wurde neu! Jesus Christus wurde das Zentrum meines Lebens. Er hat am Kreuz die trennende Zwischenwand der Sünde niedergerissen, die mich von Gott trennte. Jesus heilte alle Wunden, die ich mir selbst zugefügt hatte, und machte aus meinem kaputten Leben ein neues Leben, mit einem weiten Raum. Neue Gedanken wurden »installiert«. Voller Vorfreude warte ich nun auf eine noch viel schönere Wohnung bei Gott im Himmel.

    Sebastian Weißbacher

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    5 min
  • Biografien

    In den letzten Wochen habe ich die Biografie von Elon Musk gelesen. Beeindruckend, was er geschafft hat: PayPal, SpaceX, Tesla. Ein Mann, der polarisiert, der angriffslustig ist, speziell – aber es reden sehr viele über ihn. Nachhaltig hat er unsere Vorstellungen verändert, was die Banken, den Weltraum und das Automobil betrifft. Vor Jahren las ich die Biografie von Steve Jobs. Unglaublich genial, innovativ, ein wahrer Visionär. Was wird man in 50 Jahren über die beiden denken? Werden sie in Erinnerung bleiben?

    Ich habe schon viele Biografien gelesen. Von Musikern, Politikern, Nobelpreisträgern, Forschern. Viele haben mich, was die Lebensleistung betrifft, überrascht und herausgefordert. Große Leute mit starkem Ende, aber viele hatten auch große Schwächen. Wenn das Geld nicht mehr das Ziel war, wurden es dann Einfluss und Macht. Die Ehen und Beziehungen blieben häufig auf der Strecke, was mir sehr missfallen hat, trotz herausragender Lebensleistung.

    Doch meine »Lieblingsbiografie« befindet sich in der Bibel. So gerne lese ich jedes Jahr die Evangelien durch und sehe den Sohn Gottes. Immer wieder entdecke ich neue Herrlichkeiten an ihm. Kein anderer Mensch hat die Welt nachhaltiger geprägt und verändert als ER! Kein Buch wurde öfter gedruckt und mehr gelesen worden als sein Wort! Schon vor 2000 Jahren starb er (bevor er wiederauferstand), sein äußerlicher Nachlass war nichts als ein Gewand, und doch ist er immer noch in aller Munde.

    Vielleicht können Sie auch einmal wieder die Bibel zur Hand nehmen. Sie haben recht, es gibt darin Abschnitte, die schwere Kost sind, aber ich kann Ihnen sagen, wenn Sie im Neuen Testament beginnen, wird es Ihnen schwer werden, dieses Buch wieder aus der Hand zu legen.

    Peter Lüling

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    5 min
  • Ein neues Zuhause

    Tiere und Insekten sind oft beeindruckende Baumeister. Bienen und Wespen können mit ihrem Wachs kunstvolle Waben bauen. Ameisen errichten beeindruckende Hügel mit unzähligen Gängen. Ganzen Völkern bereiten sie auf diese Weise ihre Unterkunft vor. Termiten erbauen gemessen an ihrer Körpergröße so hohe Häuser, dass eine menschliche Behausung im gleichen Verhältnis zu ihrer Körpergröße fast 5000 m hoch sein müsste. – Oder nehmen wir den Biber. Er fühlt sich in Teichen wohl. Dort legt er Dämme an. Seine Unterkunft ist eine richtige Burg und hat Zugänge, die unter Wasser liegen. Danach folgen trockene Bereiche, in denen er schlafen kann und Nahrung für die kalte Jahreszeit lagert. Dachse wiederum graben über Generationen an ihren unterirdischen, oft Hunderte Meter umfassenden Bauten. Webervögel konstruieren z. B. um Telegrafenmasten riesige Gemeinschaftsnester, die jahrzehntelang bewohnt werden können.

    Als der Sohn Gottes vor 2000 Jahren mit seinen Jüngern in Israel unterwegs war, sprach er mit ihnen über ihr zukünftiges Zuhause. Sie sollten wissen, dass sie nach dieser Erdenzeit ein neues Heim bei ihm haben würden. Er versicherte ihnen: »Und wenn ich dann alles vorbereitet habe, komme ich zurück und werde euch zu mir holen, damit ihr auch da seid, wo ich bin« (Johannes 14,3). Diese Zusage gilt auch heute für jeden, der ein Jünger Jesu ist. Wenn wir unsere Sündenlast bei Jesus abladen und uns ihm anvertrauen, erhalten wir dieses Wohnrecht bei ihm.

    Wenn Gott nun schon Tiere und Insekten in nur sechs Tagen als so ausgezeichnete Baumeister geschaffen hat, wie viel schöner muss dann dieses neue Zuhause sein, an dem Jesus, durch den alles geschaffen ist, nun schon 2000 Jahre baut.

    Stefan Taube

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    6 min
  • Inder verklagt Eltern ...

    Der 27-jährige Raphael Samuel aus dem indischen Mumbai hatte seine Existenz satt – und zwar so sehr, dass er plante, seine Eltern zu verklagen. Er warf ihnen vor, ihn ohne seine Zustimmung zur Welt gebracht und dem Schrecken des Daseins ausgesetzt zu haben. Seine Forderung: »Wenn wir schon ohne unser Einverständnis in die Welt gesetzt worden sind, sollte man uns wenigstens ein Leben lang versorgen. Unsere Eltern müssen dafür bezahlen, dass wir leben.« Seine Mutter Kavita Karnad Samuel erklärte in einem Interview mit dem Fernsehsender BBC: »Ich bewundere die Dreistigkeit meines Sohnes, gegen seine Eltern vor Gericht zu ziehen – wo er doch weiß, dass wir beide Anwälte sind.«

    Eigentlich müsste Raphael Samuel nicht Vater und Mutter, sondern seinen Schöpfer anklagen. Immerhin ist er es, »der den Menschen den Atem gab und den [Lebens]hauch denen, die auf der Erde gehen« (Jesaja 42,5). Um Erlaubnis bitten muss er niemanden – nicht einmal Raphael Samuel aus Mumbai in Indien.

    Vielleicht haben Sie sich auch schon mal, wie Hiob, die Frage gestellt: »Warum starb ich nicht von Mutterleib an, verschied ich nicht, als ich aus dem Schoß hervorkam?« (Hiob 3,11). Der Kirchenlehrer Augustinus sagte dazu: »Die Sehnsucht Gottes ist der Mensch.« Wie Raphaels Eltern ihren Sohn gewollt und sich nach ihm gesehnt haben, verlangt es Gott nach einer Beziehung mit uns. Nicht nur, dass er Tag für Tag für uns sorgt – Jesus gibt »sich selbst als Lösegeld« für uns (1. Timotheus 2,6) und bezahlt für unsere Sünden, damit wir leben können! Nicht Gott schuldet uns etwas, sondern wir ihm! In einem Lied heißt es: »Was ich zum Dank auch gebe dir, / die ganze Welt ist noch zu klein. / Der Dank für diese Liebe hier, / kann nur mein eignes Leben sein.«

    Peter Güthler

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    6 min
  • Wenn Gott spricht

    Heute ist »Tag der deutsche Sprache«. Dieser Aktionstag wurde 2001 durch den Verein Deutsche Sprache e.V. initiiert. Er soll ein Sprachbewusstsein fördern, das den unkritischen Gebrauch von Fremdwörtern, insbesondere die Sucht, überflüssige englische Ausdrücke zu benutzen, eindämmt oder verhindert. Zudem soll bei den Bürgern der Sinn für die Schönheit und Ausdruckskraft der deutschen Sprache geweckt und der Wille gestärkt werden, gutes und verständliches Deutsch in Wort und Schrift zu gebrauchen. Ich selbst bin ein Fan der deutschen Sprache, und ich genieße es, immer wieder Texte zu kreieren, Formulierungen zu benutzen und ausdrucksstarke Wörter zu finden, die den Leser in Verstand und Herz erreichen. Unsere Sprache in ihrer Vielfältigkeit ist geeignet, vieles zu lehren und zu studieren, Menschen zu heilen und zu verletzen, sie zum Lachen und zum Weinen zu bringen.

    Die Bibel, das Wort Gottes an uns Menschen, ist in vielen unterschiedlichen deutschen Übersetzungen erhältlich. Darin ist die Sprache der Bibel zwar verständlich, jedoch oft in einem Deutsch geschrieben, wie es heute nur noch selten gesprochen wird. Andererseits ist gerade diese Art der deutschen Sprache so ausdrucksstark, so tiefgründig, so allumfassend, so herzergreifend und letztlich so klar, dass ich immer wieder erstaunt bin, wie klar und deutlich ich spüren kann, wie Gott durch sein Wort zu mir redet. Das inspirierte Wort Gottes vermag auch in Übersetzungen das zu bewirken, was Gott damit beabsichtigt hat: ihn kennenzulernen und das, was er getan hat, um den Menschen eine Leitlinie für ihr Leben zu geben und ihnen den Weg zu ihm zu weisen. Wir haben mit der Bibel in unserer Muttersprache einen unfassbaren Schatz, den es zu bergen und zu nutzen gilt.

    Axel Schneider

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    5 min
  • Beten und Protestieren

    Seit 2009 organisiert Gerda Ehrlich jede Woche die »Beständige Mahnwache vor der nordkoreanischen Botschaft« in Berlin (idea vom 2.6.21). Die gelernte Außenhandelsökonomin will damit auf die brutale Diktatur und das Leid der Christen in dem kommunistischen Land aufmerksam machen. Das tut sie, ob es stürmt oder schneit, ob es in Strömen regnet oder die Sonne scheint. Die Nordkoreaner beschweren sich regemäßig beim Auswärtigen Amt und der Polizei über diese Mini-Demonstration. Einmal in der Woche gibt es diesen kleinen Protest, von vielen nicht registriert, aber in Treue und Beharrlichkeit durchgeführt.

    Die mutige Frau ist in der DDR aufgewachsen und hatte wegen ihrer Haltung und ihrer Mithilfe in der Jugendarbeit einer christlichen Gemeinde berufliche Nachteile in Kauf genommen. In den 90er-Jahren hörte sie einen Vortrag von »Open Doors« über die extrem schlimme Situation der Christen in Nordkorea, u. a. von brutalen Vergewaltigungen, Zwangsabtreibungen, Folter, Erschießungen und den Konzentrationslagern. Zwei Bibelworte ließen sie nicht mehr los. Das im Tagesvers zitierte Bibelwort sowie zwei weitere Verse aus den Sprüchen: »Errette, die zum Tode geschleppt werden, und die zur Würgung hinwanken, o halte sie zurück! Wenn du sprichst: Siehe, wir wussten nichts davon – wird nicht er, der die Herzen wägt, es merken? Und er, der auf deine Seele achthat, es wissen? Und er wird dem Menschen vergelten nach seinem Tun« (Sprüche 24,11-12).

    Diese unmissverständlichen Bibelworte machen deutlich, dass Gott das Schicksal von Menschen, die verfolgt und bedrängt werden, nicht egal ist. Und er stellt uns in die Verantwortung, die Stimme zu erheben und sich für sie einzusetzen.

    Martin Reitz

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    5 min
  • »Likes« als Währung für die Beliebtheit

    So lautet die Überschrift eines Artikels über die Wichtigkeit von »Likes« und »Followern« in den sozialen Medien. Die eigene Beliebtheit wird an der Anzahl der Reaktionen auf eigene Posts gemessen. Das kann Selbstwert und Selbstbewusstsein fördern oder reduzieren. Im Freundeskreis kann das zu einem regelrechten »Konkurrenzkampf« um die meisten »Likes« führen. Um einen noch besseren Eindruck zu machen, kann man sich sogar Likes kaufen. Das Thema der Suche nach Bedeutung ist nichts Neues. Heute geben die sozialen Netzwerke das besonders deutlich wieder. Wenn wir von Menschen Zustimmung suchen, wird das eine nie endende Suche bleiben.

    Die Frage nach »Likes« taucht auch auf, als Jesus mit seinen Jüngern unterwegs ist. Sie streiten darüber, wer der Größte von ihnen ist. Wer hat mehr Bedeutung? Wer ist wichtiger? Was Jesus ihnen zeigt, verblüfft. Er stellt ein Kind in ihre Mitte und nimmt es in den Arm. Das Kind ist (noch) nicht besorgt um seine Bedeutung und Wichtigkeit. Jesus stellt es in die Mitte und schenkt ihm so Bedeutung und Wertschätzung. Er drückt Liebe und Annahme aus, indem er es in den Arm nimmt. Den Jüngern begegnete Jesus genauso, als er sie rief, ihm zu folgen. Sie brauchten »Ansehen« nicht mehr voreinander und voneinander suchen.

    Jesus will uns gerne das allergrößte »Like« schenken. Wir dürfen und sollen erkennen, dass er uns seine Aufmerksamkeit schenken will. Wir sollen begreifen, dass er uns bedingungslos liebt, denn das hat er am Kreuz bewiesen, als er für uns starb. Er allein kann geben, was kein Mensch wirklich geben kann. Bei ihm endet unsere Bedürftigkeit und Sucht nach Anerkennung. Wenn wir zu ihm kommen und seine Vergebung in Anspruch nehmen, wird er uns auf ewig annehmen.

    Manfred Herbst

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    4 min
  • Lebenslauf

    Unser Leben ist wie ein Wettlauf. Nein, es ist kein 100-Meter-Sprint, eher ein Langlauf. Da muss man Geduld haben, und man weiß, man ist nicht gleich am Ziel. Bei dem einen dauert es länger, bei dem anderen ist der Lauf schon sehr früh beendet. So mancher, der mitläuft, wird von Ihnen überholt oder er überholt Sie. Vielen begegnen Sie gar nicht, aber sie sind mit Ihnen auf der Strecke. Alle haben aber das gleiche Ziel: Gut durchkommen, keine großen Risiken eingehen! Und manchmal ist vielleicht auch ein bisschen Schummeln dabei, oder man fährt die Ellbogen aus, damit der andere nicht überholen kann.

    Auf diesem Lauf kann es stark regnen, ein bisschen weiter kommt Ihnen ein heftiger Wind entgegen. Sie werden müde, haben ab und zu einen »Durchhänger«. Sie denken vielleicht: Ich schaffe es nicht! Sie kommen an Ihre Grenzen. Aber Sie geben nicht auf. Es geht über holprige Straßen, durch enge ungemütliche Gassen, durch furchteinflößende Gegenden. Ihr Weg führt Sie durch dunkle Wälder, durch tiefe Täler, aber auch auf lichte Höhen. Da ist manchmal große Freude und Zuversicht und gleich darauf Trauer und Schmerz. Bei alledem gilt es, durchzuhalten und den Weg nicht aus den Augen zu verlieren. Wer beharrlich und mit Herz läuft, wird schließlich auch ankommen – oder?

    Für viele Menschen heute scheint der bekannte Spruch zu gelten: Der Weg ist das Ziel. Hier hat ein Umdenken stattgefunden, das jeden sportlichen Wettbewerb unsinnig machen würde. Warum also sollte er für das Leben sinnvoller sein? Letztlich kommt es auf das Ziel an. Wo werde ich sein, wenn mein Leben zu Ende ist? Und dann ist tatsächlich auch der Weg entscheidend, den ich wähle. Jesus ist der Weg zu Gott. Ohne ihn werde ich dort nicht ankommen.

    Axel Schneider

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    5 min
  • Zwei Weltanschauungen

    Sie kennen sicher die Geschichte von der Arche, die Noah baute. Wenn nicht, können Sie sie in der Bibel im ersten Buch Mose, Kapitel 6 bis 9, nachlesen. Da wird gesagt, dass Noah, bevor er mit seiner Familie und den Grundtypen aller Tiere in den riesigen, von ihm erbauten Kasten stieg, Nahrung für Mensch und Tier anhäufen sollte.

    Nach monatelanger Fahrt über das Wasser der Sintflut ging es allmählich mit dem Futter zu Ende. Aber wir lesen nichts davon, dass Noah sich Sorgen gemacht hätte, dass das Futter nicht ausreicht und die Tiere dann auf die Menschen losgingen. Vielmehr war ihm klar, dass Gott weiß, was er tut, und er nur das tun muss, was Gott sagt. So war der schwindende Futtervorrat eher ein Zeichen dafür, dass diese Fahrt bald ein Ende haben musste. Das beruhigte alle Befürchtungen und erfüllte die Insassen der Arche sogar mit großer Hoffnungsfreude.

    In dieser Welt geht es jedoch meistens anders zu. Dasselbe Phänomen, das den einen ein Grund hoffnungsvoller Erwartung ist, ist den anderen ein Grund tiefster Bestürzung. Für das Ende dieser Weltzeit werden uns in der Bibel wirre und verwirrende Zeichen angekündigt, genau wie wir sie rings um uns her erleben. Die Lage wird für viele immer bedrohlicher. Anscheinend wissen die Politiker selbst keinen Rat mehr. Außerdem laufen die Propaganda-Maschinen auf Hochtouren. Und wer die propagandistische »Lufthoheit« hat, sagt uns, was wir glauben sollen, da es absolute Wahrheit angeblich nicht gebe.

    Doch die Bibel hat genau das vorhergesagt, und wenn es stimmt, dürfen solche, die dem Wort Gottes vertrauen, auch glauben, dass der Rest stimmen wird, nämlich, dass Gott selbst dem Treiben ein Ende machen wird, einerlei, wie selbstherrlich die »Macher« auftreten.

    Hermann Grabe

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    9 min

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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…

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