Leben ist mehr

Leben ist mehr

Download on the App Store

Leben ist mehr episodes

  • Jungfrauengeburt?!

    Die Geburt eines Kindes durch eine Jungfrau widerspricht unseren Erfahrungen. Die Jungfrauengeburt Jesu ist für viele Kritiker ein Schwachpunkt des Christentums. Für sie gehörte sie bestenfalls in die Schublade christlicher Mythologie. Aber was spricht für die Jungfrauengeburt?

    1. Die Jungfrauengeburt wird in der Bibel als Tatsache berichtet. Die Bibel ist für mich Gottes Wort. Was sie sagt, stimmt – auch dann, wenn ich es mit meinem kleinen Verstand nicht nachvollziehen kann. Wenn Gott Gott ist, dann ist ihm auch alles möglich – auch die Geburt eines Kindes durch eine Jungfrau.

    2. Die Jungfrauengeburt ist die Erfüllung prophetischer Aussagen. Der Prophet Jesaja schreibt 700 Jahre vor Christi Geburt in Kapitel 7, Vers 14: »Der Herr selbst wird euch ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären.«

    3. Die Jungfrauengeburt entspricht der Verheißung Gottes nach dem Sündenfall. Gott sagt zu der Schlange: »Ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen.« (1. Mose 3,15) »Ihrem Samen« und »Frau« – das sind deutliche Hinweise auf die Jungfrauengeburt – ein Mann ist offenbar nicht beteiligt.

    4. Die Jungfrauengeburt ist ein Ereignis, das Gott so gewollt hat. Gott suchte ein »Gefäß«, durch das sein Sohn Mensch werden sollte. Nur so konnte ein sündloser Mensch geboren werden. Hätte eine natürliche Zeugung durch Josef stattgefunden, wäre ein Mensch, belastet mit der Sünde zur Welt gekommen. Dann hätte Jesus Christus niemals den Lohn der Sünde, den Tod, stellvertretend für uns Menschen bezahlen können.

    Jeder, der Jesus Christus als seinen Retter erleben will, kommt an der Art seiner Menschwerdung nicht vorbei.

    Hartmut Jaeger

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de
    Audioaufnahmen: Radio Segenswelle

    4 min
  • Der bekehrte Bomberpilot

    »Kōgeki! Kōgeki!« Kapitän Mitsuo Fuchida gibt über Funk den Befehl zum Angriff. Es ist Sonntag, der 7. Dezember 1941. Die Armeeangehörigen des US-Marinestützpunkts Pearl Harbor auf Hawaii werden durch den Überraschungsangriff der japanischen Flugzeuge jäh aus dem Schlaf gerissen. Als dekorierter Marineflieger leitet Fuchida die erste Angriffswelle. Nach dem erfolgreichen Überfall wird er als Nationalheld gefeiert. Als Antwort auf den Überfall erklären die USA Japan allerdings den Krieg, der von nun an im Pazifik unerbittlich von Insel zu Insel ausgefochten wird. Fuchida kämpft bis zum bitteren Ende mit brennender Begeisterung für Japan. Doch am 2. September 1945, nach fast fünf Jahren Krieg, kapituliert Japan bedingungslos, und für Mitsuo Fuchida bricht eine Welt zusammen.

    Der gefeierte Nationalheld wird nach dem Krieg ein einfacher Bauer. In der ländlichen Stille beginnt er zu grübeln: »Der Hass der Völker wird immer wieder zu Kriegen führen. Wie werden wir das jemals ändern können?« Doch als ein Kamerad aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft heimkehrt, traut Fuchida seinen Ohren kaum. Dort kümmerte sich eine junge Amerikanerin aufopferungsvoll um die japanischen Gefangenen. Wie konnte das sein? Die Antwort der jungen Frau war: »Ihr Japaner habt meine Eltern umgebracht. Doch Jesus sagt mir, ich soll meine Feinde lieben!«

    Für Fuchida ist das der entscheidende Hinweis. Er besorgt sich eine Bibel und erkennt, welche Kraft die Botschaft von der Liebe Gottes zu den Menschen entfaltet. So wird aus dem ehemaligen Bomberpiloten ein überzeugter Christ und ein Botschafter des Friedens und der großen Liebe Jesu, die allen Hass und alle Feinschaft überwindet. In dieser Liebe steckt die Kraft, die von innen neu macht und echte Versöhnung schafft.

    Jan Klein

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de
    Audioaufnahmen: Radio Segenswelle

    5 min
  • Advent

    Fragt man, was »Advent« bedeutet, so wissen viele Leute noch, dass es das Wort für »Ankunft« ist. Leider ist das für die meisten nur ein Begriff, den sie vor allem aus der Weihnachtszeit kennen, mit dem sie aber in Wirklichkeit nichts verbinden. Dabei hat Jesus Christus, der Sohn Gottes, nachdem er schon längst nicht mehr als Kind in der Krippe lag, zu seinen Jüngern gesagt, was in unserem Tagestext steht. Da lesen wir von einem wunderbaren, ganz neuen Advent, nämlich von dem Kommen des Sohnes Gottes, um seine Nachfolger zu sich in sein himmlisches Reich zu holen.

    Nun wissen wir allerdings, dass in allen Ländern der Erde nur wenige zu den Nachfolgern Christi gerechnet werden können. Die anderen glauben weder an das Kommen dieses großen Königs, noch haben sie ein Ohr für seine Botschaft. Und in der Bibel wird uns noch dazu gesagt, dass, je länger der verheißene König abwartet, auch seine Nachfolger immer schläfriger werden, bis sie völlig eingeschlafen sind.

    Da bedarf es wohl einiger energischer Weckrufe, aber die erleben wir gerade in unseren Tagen in verstärktem Maß. So verändert sich das Wetter in der Weise, dass vielerorts die Menschen nicht mehr satt werden und verdursten. An anderen Orten werden die Menschen durch den Anstieg der Meeresspiegel ihrer Existenzgrundlage beraubt. Aber am deutlichsten erkennen wir die Anzeichen der Endzeit daran, dass die Regierenden ratlos Löcher zu stopfen versuchen, indem sie neue Löcher aufreißen, und die Regierten immer unregierbarer werden, weil sie ohne Unrechtsbewusstsein nur an den eigenen Vorteil denken.

    Wenn das zutrifft, wäre es doch wohl höchste Zeit, sich auf den Empfang, also auf den Advent, des großen Himmelskönigs vorzubereiten.

    Hermann Grabe

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de
    Audioaufnahmen: Radio Segenswelle

    5 min
  • Glauben heißt (nicht) wissen

    Was heißt eigentlich glauben im biblischen Sinne? Man kennt den Spruch: »Glauben heißt nicht wissen.« Die Bibel behauptet das Gegenteil: »Glauben heißt wissen.«

    Stellen Sie sich vor, an ihrem Arbeitsplatz wurde ein neuer Kollege eingestellt! Sie fragen nach seinem Namen, und er stellt sich Ihnen mit »Philipp« vor. Am nächsten Tag fragt Sie ein anderer Kollege: »Weißt du, wie der Neue heißt?« Sie sagen: »Ja, weiß ich: Philipp.« Um Philipps Namen herauszufinden, war kein Beweis nötig. Zwar hätten Sie bei Ihrem Gespräch auch Philipps Ausweis verlangen können; aber das wäre eine merkwürdige Art, jemanden kennenzulernen, oder? Sie haben seinem Wort vertraut. Der Glauben an sein(e) (Ant)Wort gibt Ihnen Gewissheit.

    Jesus will, dass wir aufgrund seines Wortes glauben. Misstrauen, also Zeichen, Wunder, Beweise fordern, ist nicht glauben. Nein, wir sollen auf der Basis von Vertrauen mit ihm umgehen.

    Die Bibel lehrt uns vieles, das wir von uns aus niemals wissen könnten. Zum Beispiel eröffnet sie uns, was nach dem Tod geschieht, oder welche Wesensmerkmale Gott hat. Die großen Zusammenhänge kenne ich als Mensch mit meinem eingeschränkten Horizont nicht. Aber wenn Gott mich informiert, dann weiß ich, was ich vorher nicht einmal geahnt habe, weil ich seinem Wort vertraue. Glauben heißt also wissen: »Ich wusste es nicht. Du sagst es mir. Ich vertraue dir. Darum weiß ich es jetzt.«

    In Samaria hat Jesus nach allem, was wir wissen, keine Wunder vollbracht. Umso mehr muss sich Jesus über den Glauben der Samariter gefreut haben, die sagten: »Nun glauben wir, weil wir ihn selbst gehört (nicht Zeichen gesehen) haben ... Jetzt wissen wir, dass er wirklich der Heiland der Welt ist« (Johannes 4,42).

    Markus Wäsch

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de
    Audioaufnahmen: Radio Segenswelle

    5 min
  • Underdressed?

    Ein König bereitet die Hochzeit für seinen Sohn vor. Nachdem die Ehrengäste die Einladung ausgeschlagen haben, lädt er dazu alle ein, die auf den Straßen und Plätzen zu finden sind. So füllt sich der Hochzeitssaal mit Gästen. Schließlich kommt der König selbst in den Saal und sieht, wer gekommen ist. Da entdeckt er eine Person, die nicht die Hochzeitskleidung trägt, die in diesem Land für eine Hochzeit erforderlich ist. Er fragt ihn: »Mein Freund, wie bist du überhaupt ohne Festgewand hereingekommen?« Der Mann gibt ihm darauf keine Antwort. Da befiehlt der König seinen Dienern: »Fesselt ihm Hände und Füße, und werft ihn hinaus in die Finsternis.«

    Diese Geschichte erzählte Jesus seinen Zuhörern im Tempel in Jerusalem; sie hat eine übertragene Bedeutung: Mit dem König ist Gott gemeint, der Hochzeitssaal ist eine Metapher für den Himmel. Die angemessen gekleideten Gäste sind Menschen, die Gottes Einladung in den Himmel angenommen haben, indem sie Jesus ihre Schuld gebracht und so Vergebung bekommen haben. Sie wissen genau, dass sie an und für sich nicht in den Himmel gehören; sie verdienen ihn nicht. Aber Gott rechnet ihnen ihre Schuld nicht zu, weil Jesus sie auf sich genommen hat.

    Und wie steht es mit dem Mann, der völlig »underdressed« ist? Auch er war eingeladen, hätte allerdings passend angezogen kommen müssen. So aber hat er seinen Platz an der königlichen Tafel verwirkt. Übertragen heißt das: Wer nicht mit Jesu Gerechtigkeit »bekleidet« ist, kann auch nicht im Himmel sein.

    Wir brauchen also dringend neue Kleidung, um in den Himmel zu kommen. Wie können wir die bekommen? Die Bibel sagt es uns: »Kehrt jetzt um und wendet euch Gott zu, damit er eure Schuld auslöscht!« (Apostelgeschichte 3,19).

    Uwe Harald Böhm

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de
    Audioaufnahmen: Radio Segenswelle

    5 min
  • Unwissenheit schützt nicht vor den Folgen

    Letztes Jahr hätte ich beinahe durch Unwissenheit einen Hausbrand verursacht. Ich wollte unansehnlich gewordene Stühle abschleifen und anschließend durch eine Leinölbehandlung wieder frisch machen. Aus Zeitgründen verschob ich die Aufarbeitung des zweiten Stuhls auf den nächsten Tag und legte den mit Leinöl getränkten Baumwolllappen auf einen Holzstoß im Kellerabgang unseres Hauses. So gegen Mitternacht stach meiner Frau und mir ein brenzliger Geruch in die Nase, da wir bei geöffnetem Fenster schlafen. Wir ordneten diesem Umstand einem vermeintlichen Brand drei Häuser weiter zu, da genau zu diesem Zeitpunkt drei große Fahrzeuge mit Blaulicht auf der Straße standen.

    Am nächsten Morgen stellte ich mit Erschrecken fest, dass sich der ölgetränkte Lappen im Treppenabgang unter unserem Schlafzimmerfenster selbst entzündet hatte und auch bereits einige Holzscheite angekohlt waren. Gott sei Dank war nicht mehr passiert. Ich hatte die kleingedruckte Warnung auf der Leinöldose nicht gelesen, dass leinölgetränkte Tücher sich selbst entzünden können.

    In unserem Tagesvers spricht der Apostel Paulus in Athen von einer Zeit der Unwissenheit, die Gott bisher großzügig übersehen hat. Nun jedoch, nachdem Gott Jesus von den Toten auferweckt hat, sei es an der Zeit, durch Umkehr und Glauben auf dieses Ereignis zu reagieren. Wenn einem wichtige Informationen fehlen, kann das weitreichende und schlimme Folgen haben. Gott hat uns aber in der Bibel alle wichtigen Informationen für ein gelingendes Leben gegeben. Lesen wir diese aber nicht, wird es dramatische Folgen haben. Eine sehr wichtige Anweisung lautet: Wir müssen von unserer Sünde gereinigt werden, um nicht im Feuer der ewigen Verdammnis zu enden.

    Bernhard Czech

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de
    Audioaufnahmen: Radio Segenswelle

    6 min
  • Krisenmodus – Wort des Jahres 2023

    Jedes Jahr wählt die Gesellschaft für deutsche Sprache aus zehn Vorschlägen das Wort des Jahres aus. 2023 war es das Wort »Krisenmodus«, das die öffentliche Diskussion geprägt hatte. Das Wort wurde ausgewählt, weil sich die Gesellschaft mit Blick auf die Corona-Pandemie, den Überfall Russlands auf die Ukraine, die Energiekrise, die Bildungsmisere und den Angriff der Terrormiliz Hamas auf Israel ständig im Krisenmodus befinde. Krise bedeutet so viel wie kritischer oder entscheidender Punkt, Höhe- oder Tiefpunkt einer gefahrvollen Entwicklung. Dagegen steht Modus u. a. für Verfahrensweise. Krisenmodus wäre also zu übersetzen mit einer planmäßigen Verfahrensweise in einer schwierigen Lage. Es wird alles getan, um aus der Krise wieder herauszukommen.

    Auch wenn es um die Beziehung zwischen Gott und uns Menschen geht, befindet sich die Welt im Krisenmodus. Kaum jemand fragt nach Gott, und viele leben ihr Leben völlig ohne ihn und sind nicht bereit, auf ihn zu hören und seinen Willen zu tun. Doch das ist eine ernsthafte Krise, denn ohne Gott laufen wir unweigerlich auf eine Katastrophe zu.

    Gott will, dass die Krise zwischen ihm und seinen Geschöpfen bewältigt wird. Und er hat den ersten Schritt dazu getan. Er hat seinen Sohn Jesus Christus für uns und unsere Sünden am Kreuz von Golgatha sterben lassen! Jesus hat alles getan, um die Krise zu bewältigen, und jeder, der das glauben kann, wird mit Gott versöhnt. – Ist das nicht erstaunlich? Der allmächtige Gott bittet die Menschen, sich mit ihm zu versöhnen! Dabei müssten doch eigentlich die Menschen um die Versöhnung bitten. Gott zwingt also niemanden. Aber er freut sich, wenn Menschen den Weg aus der Krise suchen und in Jesus Christus den Weg zu ihm finden.

    Herbert Laupichler

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de
    Audioaufnahmen: Radio Segenswelle

    5 min
  • Rückblicke

    Hier wird ein Mann des Alten Testaments bei einer königlichen Audienz nach seinem Alter befragt. Jakob, so sein Name, ist schon 130 Jahre alt, und seine Rückschau auf diese Zeit fällt ernüchternd aus: Wenig und böse. Rein menschlich betrachtet hat Jakob recht. Er hatte seinen Bruder hinsichtlich des Erstgeburtsrechts und Erbes über den Tisch gezogen und seinen Vater mehrfach belogen, um seine Ansprüche zu sichern. Er war ein Betrüger. Das wird sich rächen: Später wird er selbst von seinem Schwiegervater mehrfach betrogen, hinsichtlich seiner Braut und seines Lohnes für seine viele Arbeit. Seine vielen Söhne machen ihm wenig Freude: Sie bringen ihn in der Nachbarschaft in Verruf, ein Sohn schläft mit einer von Jakobs Frauen, und schließlich täuschen sie den Tod seines Lieblingssohnes Joseph vor, über den Jakob dann jahrelang Trauer trägt.

    Vielleicht geht es manchem Leser ähnlich: Rückblickend auf das Leben fallen einem die vielen Fehler und ihre bitteren Konsequenzen ein. Schnitte man all diese Sequenzen zu einem Film zusammen – wie schrecklich wäre der anzuschauen. Welches Bild vom eigenen Leben ergäbe das: böse und kurz.

    Doch derselbe Jakob schildert kurz vor seinem Tod einen Rückblick anderer Art: »Der Gott, vor dem meine Väter Abraham und Isaak gewandelt sind, der Gott, der mein Hirte gewesen ist mein Leben lang bis auf diesen Tag, der Engel, der mich erlöst hat von allem Übel ...« (1. Mose 48, 15f.). Jakob weiß um seine Fehler und ihre negativen Folgen. Aber er hat auch erlebt, was es bedeutet, wenn sich ein gnädiger Gott einem sündigen Menschen zuwendet und ein krummes Leben gerade macht. Er hat erlebt, dass dieser Gott sein Hirte und sein Erlöser war, bis zu seinem Tod.

    Markus Majonica

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de
    Audioaufnahmen: Radio Segenswelle

    8 min
  • Die Zeit läuft ab

    Weihnachtszeit in der ältesten Stadt Deutschlands. Die adventliche Stimmung genießen bei Glühwein, gebrannten Mandeln und Jingle Bells. Geselligkeit im abendlichen Lichterglanz. Einfach schön. Wer erwartet da etwas Böses?

    Am 1. Dezember 2020 fuhr jemand ein Auto in die Fußgängerzone der Trierer Innenstadt und tötete dabei sechs Menschen, darunter ein wenige Wochen altes Baby. 23 weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Die Schrecklichkeit dieses Ereignisses ist nicht in Worte zu fassen und noch weniger zu begreifen. Dabei stellt sich mir unweigerlich die Frage: Was, wenn ich dabei gewesen wäre? Als jene verstorbenen Menschen am Morgen des 1. Dezembers aus dem Bett aufstanden, wussten sie nicht, dass ihnen nur noch wenige Stunden blieben. Sie waren völlig ahnungslos, wurden jäh aus dem Leben gerissen.

    Die Plötzlichkeit und Unvorhersehbarkeit dieser Tragödie zeigen die Aktualität des Tagesverses. Zwar sind es eher wenige Menschen, die auf so tragische Weise ihr Ende finden, aber es gibt noch zahllose weitere Beispiele für ein unerwartetes Ableben, z. B. durch Herzinfakt, Schlaganfall oder Unfälle jeglicher Art. Niemand kann am Morgen sagen, dass er am Abend noch leben wird. König David sagt einmal: »Nur ein Schritt ist zwischen mir und dem Tod!« (1. Samuel 20,3). Im Grunde ist das eine Feststellung, die immer und für jeden gilt.

    Darum ist es weise, aus der Allgegenwart des Todes die richtige Konsequenz zu ziehen. Was wäre denn diese? Klugheit angesichts des drohenden Todes bedeutet, noch heute unseren Frieden mit Gott zu machen. Das können wir nämlich nur im Diesseits, im Jenseits ist es zu spät. Dort werden wir vor ihn treten müssen, dann ist die Stunde der Wahrheit gekommen. Die Zeit läuft ab. Worauf warten Sie noch?

    Jacob Ameis

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de
    Audioaufnahmen: Radio Segenswelle

    4 min
  • Wie ein Gruß aus dem Himmel

    Ein Freund von mir schrieb mir eine E-Mail zum Geburtstag. Er würde zurzeit den Hausstand seiner Eltern auflösen, die beide vor ungefähr zwei Jahren im Abstand von wenigen Monaten gestorben waren. Sein Vater gehörte zu den Leitern einer christlichen Gemeinschaft und suchte für die Geburtstagskinder immer mit viel Liebe einen passenden Bibelvers aus. Den er dann auch sonntags nach dem Gottesdienst vorlas und überreichte. Weiter schrieb mein Freund, dass ihm jetzt ein Zettel seines Vaters in die Hände gefallen sei. Den hatte er seiner E-Mail angehängt. Ich öffnete die Datei und las: »Wer aber auf den HERRN vertraut, den umgibt er mit Gnade« (Psalm 32,10). Darunter standen in roter Schrift mein Geburtsdatum und mein Name. Wahrscheinlich als Vorbereitung für einen Geburtstagsgruß.

    Diese unerwartete Botschaft aus dem Himmel hat mich sehr berührt, und ich dachte über die Gnade Gottes nach: Gott bietet uns seine Gnade an. Doch wir müssen entscheiden, ob wir sie annehmen oder nicht. Solange wir leben und bei klarem Bewusstsein sind. Gnade und Gerechtigkeit sind für uns Menschen eigentlich unvereinbar. Wenn ein Verbrecher begnadigt wird, ergeht Gnade vor Recht. Menschliche Gnade setzt die Gerechtigkeit beiseite.

    Bei Gott ist das anders. Seine Gnade gibt er nie auf Kosten der Gerechtigkeit. Bei ihm stimmen Gnade und Gerechtigkeit überein. Ja, seine Gerechtigkeit fordert die Bestrafung der Menschen für ihre Sünden, aber in seiner Liebe und Gnade hat Gott seinen eigenen Sohn als »Sühnung für unsere Sünden« gesandt. Am Kreuz auf Golgatha sind Gottes gerechte Forderungen durch Jesus vollständig erfüllt worden. Und auf dieser Grundlage bietet Gott uns jetzt seine Gnade an. Wir müssen ihm nur vertrauen und die Gnade annehmen.

    Herbert Laupichler

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de
    Audioaufnahmen: Radio Segenswelle

    4 min

About Leben ist mehr

From the publisher's feed

»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…

Best of Leben ist mehr

Ranked by our users in the last 21 days

More shows like Leben ist mehr

Das Wissen | SWR by SWR

Das Wissen | SWR

106 Listeners

Verbrechen by DIE ZEIT

Verbrechen

247 Listeners

Betreutes Fühlen by Atze Schröder & Leon Windscheid

Betreutes Fühlen

42 Listeners

Smarter leben by DER SPIEGEL

Smarter leben

51 Listeners

Das wahre Leben by SWR

Das wahre Leben

30 Listeners

Quarks Science Cops by Quarks

Quarks Science Cops

17 Listeners

Couple Of by Iris Gavric & Matthias Renger

Couple Of

2 Listeners

Siege der Medizin | Der medizinhistorische Podcast by Apotheken Umschau & gesundheit-hören

Siege der Medizin | Der medizinhistorische Podcast

2 Listeners

Dr. Matthias Riedl – So geht gesunde Ernährung by FUNKE Mediengruppe

Dr. Matthias Riedl – So geht gesunde Ernährung

7 Listeners

Copa TS by Tommi Schmitt & Studio Bummens

Copa TS

19 Listeners

Kaulitz Hills - Senf aus Hollywood by Spotify & Bill und Tom Kaulitz

Kaulitz Hills - Senf aus Hollywood

97 Listeners

PLOT HOUSE by Lottie & Studio Bummens

PLOT HOUSE

30 Listeners

Zwischen Fortschritt und Frevel by Jonathan Focke und Maximilian Doeckel

Zwischen Fortschritt und Frevel

0 Listeners

Wie geht's? mit Robin Gosens by Norddeutscher Rundfunk

Wie geht's? mit Robin Gosens

5 Listeners

feinstoff by Guido Maria Kretschmer

feinstoff

12 Listeners