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Noch eine Kreuz Dame und ich habe meine Reihe, um bei Rommé rauszukommen. Doch was ist das? Mein Vorgänger legt ab, die erste Reihe und dann Hand-Rommé. Das Spiel ist aus, und ich sitze auf meinen schönen Sammlungen an Reihen, Drillingen und Jokern. Alles umsonst. Vorbei. So schnell und unvorhergesehen, dabei hatte ich alles so gut geplant.
Ist das nicht genauso mit unserem Leben? Wir wissen, dass es irgendwann aus und vorbei ist. Bei Rommé geht es in die nächste Runde, neues Spiel, neues Glück. Aber in unserem Leben? Wir sammeln vielleicht auch Wissen, Abenteuer, Besitz, Aufstiegschancen, Kontakte, aber dann kommt plötzlich und unvorhersehbar das Ende. Ohne eine nächste Runde. So wie jedes Spiel mit Sicherheit sein Ende nimmt, manchmal nach 20, nach 30 Minuten oder nach einer Stunde, so geht auch unser Leben, egal, wie gut wir es geplant haben, einmal zu Ende. Vielleicht in 1, 3 oder 10 Jahren – oder sogar schon heute? Und dann? Wissen Sie, was dann kommt? Sammeln Sie nur, oder sind Sie auch auf das »Aus« des Spiels vorbereitet?
Die Bibel lässt uns nicht im Dunkeln, was nach dem Spiel auf uns zukommen wird. Sie sagt: »Und ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Thron (das ist der Thron Gottes) stehen, und Bücher wurden aufgetan; und ein anderes Buch wurde aufgetan, welches das des Lebens ist. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben war, nach ihren Werken. ... Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in dem Buch des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen« (Offenbarung 20,12.15). Das gehört zur Spielanleitung des Lebens. Nach dem »Aus« des Lebens kommt es nicht darauf an, ob ich gesammelt habe, sondern ob mein Name im Buch des Lebens steht.
Verena JohnDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Kommt es zu besonders aufsehenerregenden Straftaten, dauert es selten lange, bis jemand fordert: Die Täter müssen mit der ganzen Härte des Gesetzes bestraft werden! Dies war z. B. nach den massenhaften Übergriffen am Kölner Hauptbahnhof zu Silvester 2015 der Fall. Doch warum gilt diese Forderung nur jenen Tätern?
Zwar kann ich die spontane Empörung über Delikte verstehen, die sehr stark in das Bewusstsein der Öffentlichkeit dringen. Doch es ist ein Prinzip eines jeden Rechtsstaates, dass nicht nur besonders dramatische Straftaten nach dem strengen Maßstab des Gesetzes verurteilt werden müssen, sondern grundsätzlich jede. Auch wenn eine einzelne Straftat für die Gesellschaft wenig Bedeutung haben mag: Das konkrete Opfer erleidet oft großen seelischen, wirtschaftlichen oder körperlichen Schaden. Deswegen muss jedes Verhalten, das die Rechte anderer verletzt, nach der individuellen Schuld und dem Maßstab des Gesetzes geahndet, bestraft und gesühnt werden.
Dies ist mit der göttlichen Strafverfolgung vergleichbar: Gott sieht auch nicht nur auf einige besonders spektakuläre Taten. Er sieht jedes Unrecht, mag es für sich genommen auch nicht so schlimm erscheinen. Er nimmt jeden Neid, jede Lüge, jede Untreue wahr. Und all das muss durch ihn bestraft werden! Wer nicht alles tut, was Gott von uns verlangt, steht unter dem Fluch seines Gesetzes. Die Folge ist die ganze Härte des Gesetzes für jeden Täter: Hölle auf ewig! Gibt es einen Ausweg? Tatsächlich hat Gott an seinem Sohn Jesus Christus bereits die Strafe für jedes menschliche Unrecht vollzogen. Doch straffrei geht bei Gott nur der aus, der seine Lebensschuld erkennt, bekennt und Jesu Opfer als Sühnung für seine Taten akzeptiert.
Markus MajonicaDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Caffè Sospeso beschreibt keine Zubereitungsart, sondern eine wunderschöne Geste. Besonders um die Weihnachtszeit wird sie lebhaft praktiziert. Die Idee mit dem Caffè Sospeso entstand in Neapel, einer Stadt, deren Bewohnerschaft aufgrund großer Armut schon immer eng zusammenhielt. Fast schon ausgestorben erlebt der Caffè Sospeso heute einen Boom. Nicht nur in Italien. Mittlerweile auch in Deutschland, Europa, Südamerika und sogar Australien wird die – auch »suspended coffee« genannte – Spende gern gesehen und praktiziert. Über 200 Cafés unterstützen in Deutschland diese Idee.
Sagt ein Italiener: »Caffè Sospeso!« (wörtlich.: Kaffee aufgehoben), bezahlt er nicht nur den eigenen, sondern noch einen weiteren Espresso. Dieser im Voraus bezahlte Kaffee wird dann einem bedürftigen Kunden ausgeschenkt, wenn er nur darum bittet. Mit diesen Worten bezahlt man also zwei Kaffee: Einen für sich, und einen später für den, der ihn sich schwerlich leisten kann. Dazu muss man wissen: Für einen Italiener gehört Kaffee zu den Grundbedürfnissen des Lebens.
Was für eine liebenswerte Einrichtung! Was für eine großartige und doch so unbeschämende Geste! Dass die Spendabilität anonym geschieht, macht die Sache für den Empfänger als auch den Spender umso netter.
Ganz ähnlich macht auch Gottes Gnade uns ein Gratis-Angebot. Doch nur der löst es ein, der bescheiden darum bittet. Der Herr Jesus Christus hat aus seinem Reichtum schon für unsere Lebensschuld bezahlt, und zwar im Voraus: Er ist nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele (Markus 10,45). Er hat sich selbst als Lösegeld angeboten. Damit steht das Angebot, dass Gott die Menschen retten will (1. Timotheus 2,6). Wer nimmt es an?
Andreas FettDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Manchmal begegnen mir Worte in einer anderen Sprache, die für mich den Sinn eines Begriffs klarer ausdrücken, als dies im Deutschen der Fall ist. Christmas – das englische Wort für unser deutsche Wort Weihnachten – ist so ein Begriff, denn die zentrale Person des Weihnachtsfests ist in der Bezeichnung enthalten. Wie die Botschaft an die Hirten auf dem Feld im obigen Tagesvers deutlich macht, geht es an Weihnachten um Christus. Auf Hebräisch wird dieser als Messias bezeichnet, der Gesalbte und verheißene Retter. Unter der römischen Besatzung Palästinas zum Zeitpunkt von Christi Geburt warteten viele Juden sehnsüchtig auf diesen Retter, damit er sie von der Fremdherrschaft befreien und sein versprochenes Friedensreich aufbauen würde.
Doch wie oft wird diese Person – Christus – in der Weihnachtszeit nicht mehr erwähnt oder gar ersetzt? »Xmas« heißt es auf modernen Weihnachtskarten. Und an Stelle dessen kann jeder selbst einsetzen, was ihm wichtig ist. Zugegeben, ich freue mich auch jedes Jahr auf die vielen Leckereien, die besondere Zeit mit meinen Liebsten und die strahlenden Kinderaugen bei der Bescherung. Und ebenso gerate ich jedes Jahr wieder in den üblichen Strudel aus Hektik und Stress bei dem Versuch, alle Termine und Verabredungen unter einen Hut zu bringen, rechtzeitig Geschenke zu kaufen und ein gelungenes Festessen vorzubereiten.
Wie gut tut es mir, mich auf das zu besinnen – oder besser gesagt, auf den –, der am Anfang steht, ohne den wir heute kein Weihnachten feiern würden: Jesus Christus, den Sohn Gottes. Mit seiner Geburt als Mensch auf dieser Erde nahm Gottes Rettungsplan Gestalt an. Dieser Gott, den eine verlorene Welt versucht, durch etwas anderes zu ersetzen, schenkt sich uns selbst zu Weihnachten – das ist ein Grund zu wahrer Freude!
Judith PohlDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Es schien ein Tag wie jeder andere zu sein. Es sollte ein Tag wie kaum ein anderer werden. Aus den Weiten der Ewigkeit sendet Gott seinen Boten Gabriel in das kleine Städtchen Nazareth zu einer jungen Frau namens Maria. Die hehren Worte der himmlischen Erscheinung: »Ave Maria! Gegrüßt seist du, Holdselige! Der Herr ist mit dir, du Gesegnete unter den Frauen. … Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Jesus (Retter) heißen«, werden von jetzt an ihr gesamtes Leben, und das von Millionen und Abermillionen von Menschen, verändern.
Unmittelbar nach der Verkündigung durch Gabriel macht sich Maria auf den Weg ins Gebirge zu ihrer schwangeren Verwandten Elisabeth. Während des Besuchs dort, stimmt sie einen Lobgesang an, der als das Magnifikat der Maria (Lobgesang der Maria) in die Kirchengeschichte eingegangen ist. Maria kann gar nicht anders, als ihr Lob (angesichts der angekündigten Geburt des kommenden Retters) in die Welt hinauszusingen. Ihr Lied ist gewissermaßen das erste aller Weihnachtslieder, das Ur-Weihnachtslied. Es spricht vom Hinblicken Gottes auf unsere Niedrigkeit, von der Barmherzigkeit im Sohn, von dem gesandten Erlöser, durch den der Allmächtige große Dinge in uns wirkt.
Wenn in diesen Tagen die alten Lieder neu erklingen, dürfen (nicht nur) Christen in dankbarer Weihnachtsfreude in das Magnifikat der Maria einstimmen und anbetend mitsingen: »Meine Seele erhebt den HERRN, und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilands; denn er hat hingeblickt auf die Niedrigkeit seiner Magd; … denn große Dinge hat der Mächtige an mir getan.« Jeder ist eingeladen, jeder ist willkommen, weil Jesus, der Retter, für uns Sühnung leistete – das ist der Kernpunkt des biblischen Evangeliums!
Martin von der MühlenDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Am 24. Dezember 2023 kam die Meldung, dass die traditionelle Christmette in der Geburtskirche in Betlehem in diesem Jahr wohl nur sehr spärlich besetzt sein würde. Vor allem ausländische Gäste würden der sonst so beliebten Veranstaltung fernbleiben. Dies war vor dem Hintergrund, dass die Kämpfe im Gazastreifen zu dieser Zeit in vollem Gange waren, nur zu gut verständlich. Das Auswärtige Amt hatte deshalb eine ausdrückliche Reisewarnung für den Nahen Osten ausgesprochen. Niemand sollte so leichtfertig sein, in eine Gegend zu reisen, in der Tag und Nacht mit Raketenangriffen oder Bombenanschlägen zu rechnen war. Wer gleichwohl dorthin reiste, musste befürchten, dass er sich in Lebensgefahr begibt. Wer nimmt das schon in Kauf?
Hätte Gott auch so gedacht, dann hätte er es nie zulassen dürfen, dass sein Sohn Jesus Christus vor rund 2000 Jahren gerade in Betlehem geboren würde. Bereits kurz nach seiner Geburt trachteten die Mächtigen dieser Welt ihm nach dem Leben, wie der Tagesvers zeigt. Die Anschlagspläne der Menschen zogen sich anschließend wie ein roter Faden durch das irdische Leben Jesu, bis seine Feinde ihn tatsächlich am Kreuz umbrachten.
Der allwissende Gott hat all dies gewusst. Jesus Christus selbst wusste, worauf er sich einließ, als er in diese Welt kam. Doch warum ignorierte er jede Reisewarnung? Die Lösung ist: Ohne die Menschwerdung Jesu und den damit notwendig verbundenen grausamen Tod wären wir Menschen rettungslos verloren. Ohne dass der Sohn Gottes für unsere Schuld sühnt, indem er am Kreuz stirbt, wäre Frieden mit Gott unmöglich gewesen. Es musste unser Retter geboren werden – und sterben. Jesu Motivation dazu: Die Liebe zu einer ohne ihn hoffnungslosen Menschheit!
Markus MajonicaDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Bestimmt kennen Sie dieses alte englische Lied, welches bereits im Jahr 1779 in dem alten englischen Liederbuch »Olney Hyms« veröffentlicht wurde (Nr. 41). Sie runzeln die Stirn? Ja, dieses alte geistliche Liederbuch und die meisten seiner 348 Lieder sind heute in Vergessenheit geraten. Doch jener Choral mit der Nummer 41 ist der meistgesungene und beliebteste Choral der Welt. Kein anderes Lied kommt ihm auch nur annähernd gleich, denn er wird noch heute mindestens zehn Millionen Mal im Jahr öffentlich gesungen.
Die erste Strophe des weltweit bekannten Liedes spricht für sich: »Erstaunliche Gnade! (welch lieblicher Klang) / Die ein Schuft wie mich errettet hat! / Einst war ich verloren, doch nun bin ich gefunden; / War blind, doch nun sehe ich.« Wie kommt jemand dazu, solche Aussagen zu machen?
Der ehemalige Sklavenhändler John Newton, der auf einer seiner Seereisen zum lebendigen Glauben an Jesu Christus gefunden hatte, diente schon seit einigen Jahren als Pastor in Olney. Als Newton sich mit seinem Bibeltext (1. Chronik 17,16-17) für seine Neujahrespredigt im Jahre 1773 auseinandersetzte, war er davon tief bewegt. Die gleiche Gnade Gottes, über die der König David schreibt und dankbar staunt, hatte Newton nun selbst erlebt. Beide hatten sie schlimme Sünden in ihrem Leben begangen, doch beide empfingen sie ohne eigenes Verdienst Gottes Barmherzigkeit und Gnade. Die Worte Davids hätten Newtons eigene sein können, als dieser schrieb: »Wer bin ich, HERR, Gott, und was ist mein Haus, dass du mich bis hierher gebracht hast?« (1. Chronik 17,16b). »Amazing Grace« – wunderbare Gnade, das kann auch heute noch die Erfahrung solcher werden, die, von der Last ihrer Sünde überwältigt, bei Gott Vergebung finden wollen.
Tony KellerDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Letzten Winter machten ein Freund und ich eine 3-monatige Fitness-Challenge. Das Ziel war es, sportlich fit aus der meist so bewegungsarmen, dafür essensreichen dunklen Jahreszeit herauszukommen. Wir setzten uns Trainings- und Gewichtsziele, und schon ging’s los. Viele junge Leute nehmen heutzutage solche Challenges (Herausforderungen) an. Vom Handyentzug über einen Marathonlauf, bis hin zum Besteigen eines hohen Berges.
Aber wie ist das eigentlich mit Gott? Darf man es wagen, den Schöpfer von Himmel und Erde, den Erschaffer von dir und mir zu challengen? Die unfassbare Antwort lautet: JA! Der allmächtige Gott wünscht sich von uns, dass wir an seine Versprechen glauben und ihn in dem Sinn »herausfordern«, dass er sie tatsächlich wahr macht. Dafür finden wir in der Bibel erstaunlich viele Menschen als Vorbilder. Eine dieser Personen ist Gideon. Er hatte von Gott einen Auftrag bekommen, der aus menschlicher Sicht seinen sicheren Tod bedeuten würde. Kurz vor der Ausführung bot ihm Gott an, sich an das feindliche Heereslager heranzuschleichen, sodass er dadurch ermutigt würde. Gideon challengete Gott und ging dorthin. Und tatsächlich erfüllt sich Gottes Ankündigung! Anschließend erlebte Gideon Gottes wunderbares Handeln.
Viele Menschen haben schon verzweifelt gebetet: »Gott, wenn es dich wirklich gibt, dann zeige dich mir!« Die Bibel verspricht, dass wenn man Gott mit aufrichtigem Herzen sucht und ihn dazu herausfordert, sich einem ganz persönlich zu zeigen, ER genau das tun wird. In Jeremia 29,13-14 heißt es: »Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden; ja, wenn ihr ernsthaft, mit ganzem Herzen nach mir verlangt, so werde ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR.« Gott nimmt uns ernst, obwohl wir vor ihm eigentlich gar nicht bestehen können.
Daniel BeckDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Ab und zu fahre ich auf der A 52 im Bereich der Auffahrt Mönchengladbach-Nord. Während der Fahrt musste ich dort schon wiederholt telefonieren. Doch kurz vor der Auffahrt gibt es ein Funkloch: gerade noch klarer Empfang, und von jetzt auf gleich Funkstille. Wichtige Gespräche werden einfach abgeschnitten. Ob ich will oder nicht, ich erreiche meinen Gesprächspartner nicht. Mittlerweile weiß ich das schon und versuche es dort erst gar nicht mehr.
Der Mann, der die Worte des Tagesverses gesprochen hat, befand sich zu diesem Zeitpunkt in einer Situation, in der man auch nicht mit gutem Empfang rechnen konnte: Er war mitten auf hoher See während eines gewaltigen Sturmes aus einem sinkenden Schiff in das tosende Meer geworfen worden. Und damit nicht genug: Er war von einem großen Fisch verschlungen worden und in dessen Bauch in die Tiefen des Mittelmeeres abgetaucht. Von dort unten hätte wohl auch bei modernster Netzabdeckung niemand eine Verbindung herstellen können. Hinzu kam, dass dieser Mann, Jona, völlig selbstverschuldet in diese Situation gekommen war. Anstatt das zu tun, womit Gott ihn ausdrücklich beauftragt hatte, flüchtete er vor Gott. Würde er jemals noch eine Chance haben, mit Gott verbunden zu werden?
Wir Menschen neigen dazu, andere, die sich gegen uns gestellt haben, eigene Wege gegangen sind und nun in der Klemme stecken, zu ignorieren. Soll er doch sehen, wo er bleibt! Aber bei Gott ist das anders. Gott benutzt diese scheinbar ausweglose Lage, um Jona zur Besinnung zu bringen. Und obgleich von dort unten, aus dem Fisch, jede Kontaktaufnahme unmöglich erscheint, hört Gott doch ganz genau auf das Gebet dieses Mannes. Für Gott gibt es nämlich nirgendwo auf dieser Welt ein Funkloch.
Markus MajonicaDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Eine Depression ist eine schwere seelische Erkrankung, die in jedem Alter auftreten kann. Die Patienten fühlen sich sehr niedergeschlagen, verlieren ihr Interesse an allem und sind erschöpft, hoffnungs- und antriebslos. Die Krankheit besteht über längere Zeit und bessert sich ohne Behandlung nur selten von allein. Im schlimmsten Fall kommt es zum Versuch, sich zu umzubringen, oder gar zu einem vollendeten Suizid. Im Jahr 2022 starben in Deutschland insgesamt 10 119 Menschen durch Selbsttötung, im Durchschnitt fast 28 pro Tag. Erst vor Kurzem hat sich ein entfernter Bekannter von mir, ein junger Mann, aus mir nicht bekannten Gründen das Leben genommen.
Während meiner langjährigen Dienstzeit als Polizeibeamter habe ich so manchen Suizid erlebt. Die Angehörigen, die zurückblieben, waren oft traumatisiert, und nicht selten fühlten sie sich schuldig. Ich habe auch mehrfach mit Menschen gesprochen, die versucht hatten, sich das Leben zu nehmen. Kann der Glaube an Gott in solchen Lagen helfen?
Es ist – auch als Christ – nicht einfach, die Hilfe Gottes zu erwarten und auszuhalten, wenn man in einer Lebenskrise steckt oder unter einer Depression leidet. Aber Gott verheißt demjenigen, der an ihn glaubt, Beistand in allen Nöten. Das muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass alle Probleme auf einen Schlag verschwinden. Aber Gott bietet sich uns als Begleiter und festen Halt an, wenn wir uns an ihn wenden und darauf vertrauen, dass er helfen kann. Das will er gern tun, denn er hat durch Jesus Christus den Grundstein für unsere Versöhnung mit ihm gelegt. Wenn wir uns auf diesen »Felsen« stellen, wird er uns halten und uns einen Ausweg zeigen, auch wenn es einen solchen zunächst nicht zu geben scheint.
Axel SchneiderDiese und viele weitere Andachten online lesen
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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…
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