Leben ist mehr

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Leben ist mehr episodes

  • Unerreichbares Idol?

    »Eines Tages möchte ich auch so erfolgreich sein wie …« Als Mitglied einer volkstümlichen Band in Österreich sah ich zu den erfolgreichen Bands auf, deren Songs auf und ab gespielt wurden. Sie waren unsere Idole, und wir strebten dasselbe an wie sie: viel Geld zu verdienen und berühmt zu sein.

    Ob Schauspieler, Sänger, Erfinder, Mediziner, Sportler oder Influencer: Für jeden Lebensbereich finden wir Idole. Ihr Erfolg, Talent oder Reichtum zieht uns an. Wir versuchen, sie nachzuahmen. Ihre Stile (Kleidung, Verhalten), ihre Sprache (neue Wortschöpfungen) und ihre Weltanschauungen werden zu Modeerscheinungen. Für eine bestimmte Zeit können sie ganze Generationen in ihren Bann ziehen. Aber im Laufe der Zeit verblassen sie, viele geraten völlig in Vergessenheit.

    Dass wir uns Vorbilder suchen und zu ihnen aufschauen, weist meines Erachtens auf eine grundsätzliche Sehnsucht von uns Menschen hin. Wir wünschen uns den perfekten Partner, den perfekten Beruf, ideale Körpermaße oder Schönheit. Der Sinn für Perfektion ist in uns angelegt – weil der Mensch ursprünglich von Gott perfekt geschaffen wurde. Mit Adam hatte Gott den vollkommenen Menschen geschaffen, ehe dieses Urbild durch Misstrauen und Ungehorsam zerstört wurde.

    Doch Gott hat uns nicht aufgegeben. Damit wir wieder unsere Aufgabe erfüllen und den uns ursprünglich zugedachten Zustand erreichen können, ist Jesus Christus auf diese Welt gekommen. Er war der Inbegriff des vollkommenen Menschen und zugleich vollkommen Gott. Dadurch ist er ein Vorbild wie kein anderes, nämlich ein Vorbild, das seine Nachfolger einlädt und befähigt, ihm nachzueifern. Jesus ist der einzige Retter, der uns von der Zerstörung durch die Sünde befreien kann. Nur durch ihn können wir verändert und selbst zum Vorbild werden.

    Sebastian Weißbacher



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    5 min
  • Wenn die Seele keinen Ausweg mehr sieht

    Sotohiko Matsuzaki (* 1892) suchte verzweifelt nach dem Lebenssinn. Seine Mutter war bei seiner Geburt gestorben, und ihr letzter Wunsch war, dass er ein buddhistischer Priester würde. So kam er schon mit sechs Jahren in eine Tempelschule, wo er unter strengen Regeln lebte und meditierte – doch die innere Leere blieb. Um ihr zu entfliehen, hatte er vor seinem 16. Geburtstag bereits sechs Selbstmordversuche unternommen. Auf seinem letzten Weg ans Meer, um sein Leben endgültig zu beenden, hörte Sotohiko plötzlich christliche Lieder. Verärgert wollte er vorbeieilen, stolperte aber und hörte die Worte aus dem Tagesvers: »Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken!« Diese Einladung traf ihn tief im Herzen. Voller Erschöpfung brach er vor dem Prediger zusammen und rief: »Ich bin so müde! Diese Last erdrückt mich!« An diesem Tag fand Sotohiko Frieden und Sinn in Jesus Christus. Die Leere, die keine Meditation füllen konnte, wurde von Gottes Liebe ausgefüllt. Fortan widmete Sotohiko sein Leben dem Dienst für Jesus und brachte vielen Menschen in Japan die rettende Botschaft von Jesus Christus.

    Einsamkeit, die Suche nach Sinn und Wertlosigkeit sind häufig auftretende Gefühle – nicht nur bei jungen Menschen. Die zunehmende digitale Vernetzung und vermeintliche Freiheit verstärken das Problem sogar eher noch. Daher verwundert es eigentlich wenig, dass Suizid zu den häufigsten Todesursachen unter jungen Menschen gehört. Leistungsdruck, ständige Vergleiche in den sozialen Medien, zerbrochene Familien und der Verlust von Orientierung lasten schwer auf ihren Schultern. Doch Sotohikos Geschichte zeigt: Es gibt Hoffnung – auch in der tiefsten Dunkelheit. Jesus sieht das müde Herz, die Lasten und die geweinten Tränen. Er bietet Trost, Annahme und ein Leben voller Sinn.

    Daniel Zach



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    7 min
  • Segen im Leid

    Als ich Anfang des Jahres 2024 zwei Fehlgeburten direkt hintereinander erlebte, war das ein großer Schock für mich. Ich sah es als meine Berufung an, aus vollem Herzen Mutter zu sein – und jetzt? Hatte ich Gott falsch verstanden? Warum ließ er das zu? Warum ausgerechnet ich? Möglicherweise kennen Sie ähnliche Fragen, wenn Sie ein Schicksalsschlag ereilt, mit dem Sie nicht gerechnet haben.

    Die Frage ist jedoch, wie wir mit den schweren Situationen umgehen, die außerhalb unserer Kontrolle liegen: Verweilen wir in einer Schockstarre, verbittern wir oder fangen gar an, Menschen abzulehnen, die genau das haben, was uns genommen wurde? Klagen wir Gott an? Oder haben wir den Mut, durch diese Zeit hindurchzugehen, den Schmerz zu durchleben und die Unsicherheit auszuhalten, dass es auf manche Fragen keine Antworten gibt?

    Wenn Sie auf Ihr bisheriges Leben zurückschauen, stellen Sie vielleicht fest, dass Sie vor allem durch das Schwere geformt wurden. Vielleicht erkennen Sie rückblickend sogar, wie gut es war, dass genau dieses oder jenes Schmerzhafte passiert ist, weil Sie dadurch etwas Wichtiges gelernt, neue Erkenntnisse gewonnen oder sogar Ihre Lebensweise grundlegend verändert haben.

    Genau diese Perspektive wünsche ich Ihnen: Dass Sie erkennen, dass in Leid und Not ein verborgener Segen liegen kann. Das Wichtigste dabei ist: Sie müssen durch dunkle Täler nicht allein gehen. Es gibt einen Gott, der Sie liebt, der Sie versteht und der Ihnen Trost, neuen Mut und Hoffnung geben möchte. Schwere Zeiten in unserem Leben sind oft der Anlass, diesen Gott zu suchen, vielleicht zum ersten Mal in unserem Leben. Wer das tut, wird erleben, dass Gott Freude mitten im Leid schenken kann.

    Annegret Heyer



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    7 min
  • Manchmal trügt der Schein

    Äußere Schönheit hat in unserer Kultur einen hohen Wert. Für den Verkauf einer Ware spielt die Verpackung eine entscheidende Rolle. Untersuchungen zeigen, dass hübsche Kinder bessere Noten bekommen. Im Bewerbungsprozess werden attraktiven Menschen tendenziell positive Eigenschaften zugeschrieben wie Freundlichkeit, Feinfühligkeit, Ausgeglichenheit, Geselligkeit, ebenso Ansehen und Erfolg. Was unseren Augen gefällt, ist zum Goldstandard menschlichen Wertes geworden. Wir weigern uns hartnäckig zu lernen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Wenn uns eine Eigenschaft gefällt, bedeutet das nicht unbedingt, dass alles Qualität hat. Umgekehrt muss eine unscheinbare Verpackung nicht bedeuten, dass der Inhalt schlecht ist.

    Bei einem Casting für das höchste Staatsamt in Israel war der Prophet Samuel beeindruckt von der äußeren Erscheinung eines Mannes namens Eliab. Aber Gott sagt: »Schaue nicht auf sein Aussehen und auf seinen beeindruckenden Körperbau. Denn der Mensch sieht auf das Äußere, Gott aber sieht das Herz an« (1. Samuel 16,7).

    Der größte Fall von Fehleinschätzung fand statt, als Jesus Christus auf diesem Planeten auftrat. Äußerlich war er nicht anziehend. »Er hatte keine Gestalt und keine Pracht. Und als wir ihn sahen, hatte er kein Aussehen, dass wir Gefallen an ihm gefunden hätten« (Jesaja 53,2). Dabei war er der einzige wahrhaft schöne Mensch ohne Makel. Jemand, der ihn genau kennenlernte, schrieb: »Wir haben seine Herrlichkeit gesehen, eine Herrlichkeit, wie sie nur der Eine und Einzige vom Vater hat, erfüllt mit Gnade und Wahrheit« (Johannes 1,14). Andere, die ihm zuhörten, stellten erstaunt fest: »Niemals hat ein Mensch so geredet wie dieser!« (Johannes 7,46). Auch heute lohnt es sich, diesen Mann entgegen dem ersten Anschein wirklich kennenzulernen.

    Gerrit Alberts



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    4 min
  • Darf ich für Sie beten?

    Wir waren vor Kurzem umgezogen. Meine Frau Petra kannte einige Frauen aus dem Dorf, in das wir zogen. Sie ist Krankenschwester und hatte drei Kolleginnen, die ebenfalls hier wohnten. Als wir neue Kontakte aufbauten, besuchten wir auch Petras Kolleginnen und deren Familien.

    Eine dieser Familien machte eine schwere Zeit durch. Sie hatten eine Tochter mit einem schweren Herzfehler. Zweimal war sie während ihrer Kindheit schon am offenen Herzen operiert worden. Nun stand ihr mit 14 Jahren die dritte und letzte OP bevor. Jede Operation war mit einem hohe Risiko verbunden, und diese dritte OP würde nun entscheiden, ob und wie sie ihr Leben weiterführen konnte.

    In der folgenden Woche fuhr die Mutter mit ihrer ältesten Tochter in eine Spezialklinik. Vier Tage später sollte die Operation stattfinden. Am Tag vor der OP war ich selbst so aufgewühlt, dass ich den Vater des Mädchens besuchte, der mit den zwei jüngeren Kindern zu Hause geblieben war. Ich unterhielt mich mit dem Vater zuerst über Belanglosigkeiten. Aber unsere Anspannung brachte uns schnell zum Thema OP. Während wir so miteinander redeten, wurde der Drang in mir immer größer, für die Situation zu beten. Da ich aber nicht wusste, welche Einstellung mein Gegenüber zum Glauben hatte, fragte ich zunächst, ob ich für sie alle beten dürfe. Er hatte nichts dagegen. So gab ich Gott im Gebet das hin, was als dunkle Wolke über allen kreiste. Als ich geendet hatte, sah er mich irritiert und erleichtert zugleich an.

    Wir redeten danach nicht mehr viel. Aber dieses Gebet war der Beginn einer Freundschaft, in der auch Gespräche über den Glauben ihren Platz haben. Gott erhörte das Gebet. Ihre Tochter ist heute eine glücklich verheiratete Frau, die selbst eine junge Tochter hat.

    Bernd Grünewald



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    4 min
  • Faktencheck

    Anfang 2025 schaffte Meta-Chef Mark Zuckerberg die sogenannten Faktenchecks in den USA ab. Er folgte damit einem Trend, den bereits zuvor Elon Musk auf seiner Plattform »X« umgesetzt hatte. Fortan sollte man bei Instagram, Facebook und Co. sagen und schreiben können, was man will. Die User sollten selbst herausfinden, was wahr ist und was falsch, ohne Kontrolle oder gar Zensur.

    Darüber entbrannten heftige Diskussionen: War dies ein Schritt hin zu immer größerer Verunsicherung, zu immer mehr »Fake News«, zu immer größerer Spaltung, ein Freibrief für Verschwörungstheoretiker? Oder war es gerade ein wichtiger Schritt (wieder) zu mehr Meinungsfreiheit, indem man dem Einzelnen wieder mehr Mündigkeit zugestand, sich selbst ein Bild von Richtig und Falsch, von Wahrheit und Lüge zu machen? Diese Fragen sind sicher nicht einfach zu beantworten. Aber ein Faktencheck – ob nun persönlich oder durch eine übergeordnete Instanz – ist unerlässlich.

    Das gilt auch in Bezug auf die existenziellen Fragen des Lebens, um einen klaren Blick für die Wahrheit zu bekommen. Hier darf man nicht jedermann glauben, sondern man sollte sich auf den verlassen, der gute Motive mit uns Menschen verfolgt und uns der Wahrheit gemäß aufklärt. Ohne Verlässlichkeit, ohne Wahrheit können wir auf Dauer nicht leben. Jesus Christus, der Sohn Gottes, weiß das. Deswegen will er uns Orientierung, ein Wissen um Richtig und Falsch und verlässliche Fakten geben. Seine Worte sind wahrhaftig. Sie verlieren ihre Gültigkeit nicht. Seine Zusagen haben Bestand. Seine guten Motive hat er bewiesen: durch den Einsatz seines Lebens. Wer sich auf seine Worte verlässt, den macht er frei von Unsicherheit und dem gibt er stattdessen ewige Sicherheit.

    Markus Majonica

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    Audioaufnahmen: Radio Segenswelle

    5 min
  • Die große Geschichte

    Ein kleines Rätsel: Welches Phänomen tritt in fast allen großen fiktiven Werken auf? Es findet sich in Büchern, Filmen und Serien, selbst in weltbekannten Reihen wie Der Herr der Ringe, Star Wars oder Harry Potter. Je komplexer eine Geschichte wird, desto wahrscheinlicher ist es: Retconning. Dieser Begriff bezeichnet einen Prozess, bei dem Details, die zuvor in der Erzählung festgelegt wurden, verändert werden, damit die Story stimmig bleibt.

    Die berühmten Worte »Nein, ich bin dein Vater!« aus Star Wars: Episode V kennt wohl jeder. Weniger bekannt ist: George Lucas brachte diese Wendung erst nach dem vierten Teil ein – ein cleverer Rückgriff, der die Geschichte auf einzigartige Weise vertiefte. Doch nicht alle Änderungen dieser Art sind so gelungen. In Franchises wie Fast & Furious oder Terminator wurden verstorbene Figuren zurückgebracht – mit Wendungen, die oft enttäuschten, der Story ihre Tiefe nahmen oder schlicht unlogisch wirkten. Autoren nutzen Retconning also, um die losen Enden einer Erzählung wieder zusammenzuführen.

    Doch es gibt eine Geschichte, die demgegenüber heraussticht. Sie kommt vollkommen ohne nachträgliche Korrekturen aus – und das, obwohl sie über rund 1500 Jahre hinweg von mehr als 40 verschiedenen Autoren verfasst wurde. Die Rede ist von der Bibel. Von Anfang an hat Gott seinen Plan erklärt: Nachdem der Mensch trotz perfekter Voraussetzungen »Nein« zu Gott gesagt hat, kündigt Gott schon im dritten Kapitel der Bibel einen Retter an. Es vergehen mehr als 3000 Jahre, mit vielen Entwicklungen und Veränderungen der Menschheit sowie weiteren Ankündigungen. Schließlich kommt Jesus in diese Welt und führt Gottes Plan aus. Der perfekte Autor der Weltgeschichte bietet uns in seinem Sohn die Vergebung an.

    Hung Thanh Thai

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    Audioaufnahmen: Radio Segenswelle

    7 min
  • Außen hui, innen pfui?

    »Ist das widerlich!«, entfährt es meinem Freund David, während er einen großzügigen Schluck Protein-Shake trinkt. Er hat mich eingeladen, ihn zu einem Probetraining ins Fitnessstudio zu begleiten. Bodybuilding ist Davids große Leidenschaft. Wohlgeformt reihen sich die massiven Muskelpakete seines Körpers aneinander. Immer mehr Leute kommen zur Tür herein und beginnen ihr Training. Das Fitnessstudio erfreut sich großer Beliebtheit. Einige Besucher wollen überflüssige Pfunde verlieren, andere ihren Rücken stärken, Selbstbewusstsein gewinnen oder an Muskelmasse zunehmen.

    Am Abend muss ich über dieses Erlebnis nachdenken. Es stimmt: Körperliche Fitness hat viele positive Effekte. Sie trägt unter anderem zu einer gesunden Körperfunktion bei, erhöht die Attraktivität und beugt Krankheiten vor. Kein Wunder, dass der Körperkult an Bedeutung gewinnt. Aber besitzt auch die Pflege des »inneren Menschen« in unserer Gesellschaft noch den richtigen Stellenwert?

    Ich werde an einen Bibelvers erinnert. Darin heißt es, dass Menschen oft auf das Äußere ihrer Mitmenschen achten, Gott aber das innere Wesen jedes Menschen ansieht und bewertet (1. Samuel 16,7). Während Menschen ihr Gegenüber nur durch ihre fünf Sinne erfassen können, dringt Gott in die innersten Gefühle, Gedanken und Wünsche der Menschen vor. Menschen beachten das Äußere, den Körper. Gott sieht auf das Innerste, das Herz. Es steht in der Bibel für die ganze Persönlichkeit des Menschen. Leider ist mein Herz oft mit Sünde gefüllt. Mir wird klar, dass ich mehr auf mein Herz als auf meinen Körper achten muss. Ich bitte Gott im Gebet, dass er mir die Bosheit in meinem Herzen vergibt. Gott möchte seine Gedanken, Wünsche und Ziele in unser Herz legen. Das beginnt mit der ehrlichen Hinwendung zu ihm.

    Timo Cestonaro

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    5 min
  • Der Meisterweber

    Teppiche sind wahre Meisterwerke. Tausende, teils sogar Millionen von Fäden fügen sich zu einem komplexen, farbenfrohen Muster zusammen. Dreht man das Ganze aber herum, sieht man nichts als ein wirres Durcheinander. Wie kann daraus ein Bild entstehen? Trotz des Chaos ist jeder einzelne Faden genau dort, wo er sein soll. Selbst wenn sich die Fäden augenscheinlich an der falschen Stelle befinden und nichts einen Sinn ergibt, ist das Ganze doch sorgfältig durchdacht. Aus der richtigen Perspektive betrachtet, ergibt sich ein wunderschönes Muster.

    Manchmal fühlt sich unser Leben genauso an wie die Rückseite eines Teppichs. Wir befinden uns an Orten, von denen wir meinen, dass wir nicht dazugehören. Ähnlich wird sich auch Lea aus der Geschichte zum heutigen Tagesvers gefühlt haben. Als Teil einer Abmachung mit ihrem Vater wurde sie an Jakob verheiratet, obwohl dieser in Wahrheit ihre Schwester Rahel liebte. Gebunden an einen Mann, für den sie nur die zweite Wahl war, wird sie sich oft gefragt haben: »Gott, warum hast du das zugelassen? Wohin führt dein Weg?« Schließlich schenkte Gott ihr jedoch viele Söhne und machte sie damit, genau wie Rahel, zu einer Stammmutter seines auserwählten Volkes Israel. Tatsächlich taucht sie später sogar im Stammbaum Jesu auf.

    Gott hat einen Plan, auch wenn wir das nicht immer sofort verstehen. Genauso wie sich die Fäden in einem Teppich perfekt zusammenfügen, hat jeder Umweg, jede Herausforderung in unserem Leben ihren Platz. Gott ist der Meisterweber, auch wenn wir in unseren Chaos-Momenten nicht sofort das ganze Kunstwerk erkennen, das Gott aus unserem Leben machen möchte. Es lohnt sich deshalb, ihm zu vertrauen.

    Klara Herhaus

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    6 min
  • Zeit

    Wieder einmal stehen wir am Anfang eines neuen Jahres – und doch ist es für viele Menschen der letzte Tag in ihrem Leben. So ereignete sich am Abend des 8. Januar 2025 auf der B 401 ein folgenschwerer Unfall mit fünf Toten. Nur ein Beispiel von vielen, die uns die Plötzlichkeit und Unvorhersehbarkeit des Todes vor Augen stellen. Eine Statistik von 2023 zeigt darüber hinaus, dass pro Tag etwa 2800 Menschen in Deutschland und etwa 160 000 Menschen weltweit sterben. Doch diese Menschen sind nicht einfach weg, nein, sie wachen in einer anderen Dimension auf. Man könnte auch sagen: in einer anderen Welt.

    Es gab einmal eine Zeit, da gab es weder mich noch Sie. Doch diese Zeit ist vergangen, sie ist unwiederholbar. In der Gegenwart können wir nur die Zukunft beeinflussen. Unsere wichtigste Entscheidung dabei ist die, wo wir die Zeit nach unserem Tod verbringen werden.

    Die Bibel berichtet von zwei Orten, die zur Auswahl stehen. Der eine Ort wird »Hölle«, »Ort der Qual« oder auch »Feuersee« genannt. Schon an diesen Bezeichnungen können wir sehr gut erkennen, dass dieser Ort nicht erstrebenswert ist. Denn dort »wird das Weinen und Zähneknirschen sein« (Matthäus 13,50). Doch es gibt noch einen anderen Ort. Er wird »Himmel«, »die neue Erde« oder auch »Paradies« genannt. Das weckt ganz andere Emotionen! Dort gibt es keine Krankheit, kein Leid, keine Trauer und keine Tränen mehr.

    Es steht nun allein bei Ihnen, wo Sie die Zeit nach Ihrem Tod verbringen möchten. Heute haben Sie noch die Möglichkeit, die richtige Entscheidung zu treffen. Vielleicht sollten Sie sich gerade jetzt einmal die Zeit nehmen, darüber nachzudenken. Jesus Christus fordert auch Sie auf, den schmalen Weg in Richtung Himmel zu wählen.

    Robert Rusitschka

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    5 min

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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…

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