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Die Bedeutung des Vaters für die kindliche Entwicklung rückt zunehmend ins Zentrum des Forschungsinteresses. »Die psychische oder physische Abwesenheit der Väter von den Familien ist eine der großen unterschätzten Tragödien dieser Zeit«, schrieb der Harvard-Psychologe S. Osherson in seinem Buch Die ersehnte Begegnung – Männer entdecken ihre Väter. Darin beschreibt er das Phänomen des Vaterhungers. Ein Schlüssel zum Erwachsenwerden ist für ihn, »mit jener verzerrten Person, die wir niemals gut genug kennenlernten – dem Vater – ins Reine zu kommen«.
Eine extreme Form von Vatersehnsucht erzählt R. Maharaj in seiner Biografie Der Tod eines Guru. Sein Vater war in eine Art Dauer-Trance mit achtjährigem Schweigen gefallen. »Er hat nicht ein einziges Mal mit mir gesprochen noch sonst mir die geringste Aufmerksamkeit geschenkt. Auch nur zwei Worte von ihm hätten mich unsagbar glücklich gemacht. Nichts in der Welt wünschte ich so sehr, wie von ihm zu hören: ›Rabi, Sohn!‹ Und wenn es nur einmal gewesen wäre.«
So wichtig es auch ist, mit unseren Vätern ins Reine zu kommen – es gibt eine viel wichtigere Sehnsucht nach dem ewigen Vater. In der Geschichte vom »verlorenen Sohn« wird sie anschaulich illustriert. Der Sohn missachtet seinen Vater, lässt sich das Erbe auszahlen und lebt in Saus und Braus. Dabei schmiert er völlig ab, verliert sein Vermögen und landet halb verhungert bei den Schweinen. Erst dann besinnt er sich und beschließt: Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen! Reumütig bekennt er ihm seinen Irrtum und seine Schuld. Zwar will er noch sagen, dass er sich unwürdig fühlt, Sohn zu sein, und als Tagelöhner arbeiten möchte. Aber so weit kommt er nicht, weil der Vater ihn überglücklich in die Arme schließt und ihn mit dem Besten, was er hat, versorgt.
Gerrit AlbertsDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Kennen Sie die 80/20-Regel? Sie besagt, dass bei einem Projekt schon 20 % des Aufwands oder der investierten Zeit 80 % des Ergebnisses liefern – eine erfreuliche Nachricht. Schon ein kleiner Teil der Anstrengung macht den größten Teil des Erfolgs aus. Zudem ist es nicht immer notwendig, jede Arbeit bis ins kleinste Detail zu perfektionieren. Wenn wir versuchen würden, stets 100 % zu erreichen, müssten wir für die letzten 20 % überproportional viel Zeit und Energie aufwenden – nämlich 80 % des gesamten Einsatzes. Daher genügt es in vielen Lebensbereichen, wenn Aufgaben überwiegend, aber nicht unbedingt vollständig erledigt sind.
Doch wie ist das bei unserer Erlösung? Hat Gott da nur den Anfang gemacht, sodass wir den Rest durch ein gutes Leben ergänzen müssen?
Als Jesus kurz vor seinem Tod ausrief: »Es ist vollbracht!«, waren 100 % der Arbeit getan. Wenn man sein Leben auf dieser Erde betrachtet, so war es von Anfang an schwer und voller Mühen. Der Sohn Gottes lag in einer Krippe anstatt in einem weichen Bettchen, er kannte harte Arbeit, erfuhr die Ablehnung seiner Familie, erlebte die Anfeindung und den Hass vieler Menschen. Aber am schlimmsten waren seine letzten Stunden, als seine Freunde ihn verließen, er in einem ungerechten Prozess verurteilt und schließlich auf die grausamste Art, die Menschen sich je ausgedacht haben, hingerichtet wurde. Am Kreuz trug er unsere Sünden, weswegen sich der heilige Gott von seinem eigenen Sohn abwenden musste und es für drei Stunden völlig finster wurde. Als Jesus starb, war das Werk der Erlösung komplett vollbracht. Für uns bleibt nichts mehr zu tun übrig, als nur daran zu glauben und es persönlich in Anspruch zu nehmen. Wie gut, dass Vater und Sohn keine Mühen gescheut haben, dieses schwere Werk ganz zu Ende zu bringen!
Elisabeth WeiseDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Von Mai bis Dezember 2007 musste ich mich aufgrund einer Krebserkrankung einer Chemo- und Strahlentherapie unterziehen. Ein Satz, den ich immer wieder hörte, war: »Der informierte Patient (über)lebt länger.« Also begann ich, einiges über meine Erkrankung und die »beste« Therapie zu recherchieren. Es war sehr schwierig, aus der Informationenflut das für mich Relevante herauszufiltern. Manche Behandlungsmethoden waren bereits veraltet und durch neue ersetzt worden. Zudem war die Überprüfung der Vertrauenswürdigkeit der jeweiligen Informationsquelle nicht leicht. Außerdem stellt sich die Frage: Wie sicher ist es, dass man durch diese Therapie länger (über)lebt? Woher hat derjenige, der diese Informationen weitergibt, die Gewissheit, dass sie zuverlässig sind? Wer bestimmt, wie lange mein Leben dauert?
Besonders in Bezug auf die letzte Frage habe ich mich dann an die Bibel gewandt. Sie gibt zuverlässige Auskunft über das Woher und Wohin des Lebens. In Psalm 139 steht, dass Gott mich gemacht hat. Deshalb kennt er mich und auch jedes meiner Organe. Er sah mich, noch ehe ich das Licht der Welt erblickt habe. Er kennt alle meine Tage – nicht nur ihre Anzahl, sondern auch das, was an jedem einzelnen Tag geschehen wird. Diese Aussagen sind wahr und veralten auch nicht, sodass sie durch neuere Erkenntnisse ersetzt werden müssten. Das gibt mir echten Trost. Gott ist der Urheber und auch der Erhalter meines Lebens.
Außerdem zeigt die Bibel noch eine weitere Dimension des Lebens: ewiges Leben. Es überdauert die Zeit auf der Erde. Das ist mir der größte Trost (gewesen). Mein Leben hier auf der Erde wird zu Ende gehen, vielleicht durch eine (Krebs-)Erkrankung oder erst in »gutem Alter«. In jedem Fall aber habe ich die Gewissheit des ewiges Lebens bei Gott.
Stephanie HimmelmannDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Was mich an Kindern beeindruckt, ist ihre Zeitlosigkeit. Sie befinden sich stets völlig im Hier und Jetzt. Wenn sie ins gemeinsame Spielen vertieft sind, würden sie die Essens- und die Zu-Bett-Geh-Zeit ganz vergessen, wenn sie nicht von ihren Eltern daran erinnert würden. Solche Zeiten, wenigstens für eine halbe Stunde am Tag, die wir Erwachsenen als Quality Time bezeichnen, sind doch das, wonach wir uns sehnen, oder?
In der heutigen Gesellschaft, die sich permanent im Schneller-höher-weiter-Modus zu befinden scheint, löst ein Spannungszustand den nächsten ab, und die Entspannung kommt meistens zu kurz. Den Lebensrhythmus früherer Zeiten, der von den wechselnden Jahreszeiten mitbestimmt wurde, gibt es kaum mehr. Dem arbeitsintensiven Ernte-Herbst folgte die Winterruhe, dem frühjährlichen Aufbruch folgte der genussreiche Sommer. Stattdessen fordert die moderne Arbeitswelt immerwährende Leistungsbereitschaft, die vom Wettbewerb geprägt ist.
Umso mehr brauchen wir Quality Time, bei der die Zeit keine Rolle spielt, der Terminkalender zugeklappt und das Smartphone ausgeschaltet ist. Wir nehmen uns bewusst Zeit für unseren Partner, die Familie, Freunde, ohne schon an den nächsten Termin zu denken. Durch das Schenken von Wertschätzung, ungeteilter Aufmerksamkeit und Zuneigung werden die Beziehungen gepflegt und gefestigt.
Das Gleiche gilt auch für die Beziehung zu Gott. Von Jesus, der doch Gottes Sohn und selbst Gott ist, lesen wir, dass er sich oft zum Gebet zurückzog. Diese Quality Time gab ihm Kraft und Weisheit. Gebet ist also Beziehungspflege. Es vertieft die Beziehung und das Vertrauen zu Gott. Wenn man dabei wie ein Kind die Zeit vergisst, bekommt man einen kleinen Vorgeschmack auf Gottes Ewigkeit.
Daniela BernhardDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Nach der Halbjahreszeugnis-Vergabe sollte Anfang Februar der jährliche Elternsprechtag stattfinden. Um daran teilnehmen zu können, müssen sich Eltern rechtzeitig um Termine bemühen, da sie schnell ausgebucht sind. Die Buchung konnte ausschließlich über das Online-Portal der Schule zu einem Stichtag erfolgen. Als ich mich an diesem Abend kurz nach Freischaltung anmeldete, waren bereits fast alle Termine ausgebucht! Am Elternsprechtag selbst kam es dann zu Verzögerungen, oder Eltern verpassten ihren Termin. Diese Internetbuchung ist zwar komfortabel, führt jedoch aufgrund der Terminverschiebungen vor Ort regelmäßig zu großer Unzufriedenheit. Diese Regelung lässt deutlich erkennen, wie begrenzt unsere Zeit und Möglichkeiten doch sind.
Das gilt jedoch nicht für die Begegnung mit Jesus in meinem Leben. Bei ihm gibt es keine festen Termine, keine Wartelisten und keine Hektik. Um mit Jesus ins Gespräch zu kommen, muss auch kein Portal freigeschaltet werden. Es gibt keine Überschneidungen, Verschiebungen oder zeitliche Gesprächsbegrenzungen. Rund um die Uhr, Tag und Nacht ist er für mich da.
Ist das nicht herrlich? Er versichert uns im heutigen Bibelvers, dass er uns nicht abweisen wird, wenn wir uns an ihn wenden. Das ist eine kraftvolle, ermutigende Aussage. Mehr noch, er lädt uns ein, Gemeinschaft mit ihm zu haben. Aber wie oft nehmen wir das tatsächlich in Anspruch? Er ist jederzeit bereit, uns zuzuhören. Jesus ist an unserem Leben interessiert. Ohne Zeitdruck können wir mit ihm über alles reden, ob es sich um persönliche Anliegen handelt, oder ob es der Tagesablauf ist, in den wir ihn mit einbeziehen möchten. Er ist verlässlich für uns da! Er nimmt uns auf, egal, wie viel Ballast und Schuld wir mit uns schleppen. Er befreit uns davon.
Manuela BasistaDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Ich kenne keine Beziehung, in der die eine Seite immer und uneingeschränkt gutheißen muss, was die andere Seite will oder tut. Nehmen wir die Beziehung von Eltern zu ihren Kindern: Wenn ich stets alles begrüßen und ermöglichen soll, was meine Kinder sich wünschen, werde ich sehr schnell kleine Tyrannen haben. Hier ist Korrektur erforderlich, um Kinder lebens- und gesellschaftsfähig zu machen. Oder nehmen wir eine Partnerbeziehung: Wenn sich der eine stets kritiklos nach dem anderen richten soll, wird das auf Dauer keine harmonische Beziehung sein. Denn das wäre Ausnutzung. Und auch im Berufsleben muss ein Mitarbeiter akzeptieren, dass der Arbeitgeber Vorgaben macht und Dinge korrigiert, damit das Miteinander funktionieren kann.
Der »liebe« Gott hingegen soll uns am besten stets alles geben, was wir uns wünschen. Und hierbei gilt für viele die Doktrin: »Gott will ja, dass ich glücklich bin. Deswegen ist auch alles, was mich glücklich macht, Gottes Wille.« Wenn ich also beispielsweise eine Entscheidung treffe, weil ich meine, dass diese mich glücklich mache, dann muss das auch Gottes Wille sein. Ein Hinterfragen, ob meine Entscheidung nach göttlich-moralischen Maßstäben gut und richtig ist, findet nicht mehr statt. Macht mich etwas glücklich, dann ist es eben richtig, dann muss Gott dazu auch »Ja« sagen. Eine Korrektur durch Gott gibt es dann nicht mehr, oder aber sie wird ignoriert.
Doch so ist Gott nicht. Zwar hat er in der Tat unser (ewiges) Glück im Sinn. Doch echtes Glück liegt darin, dass unsere Schuld von ihm vergeben ist. Um Schuld aber überhaupt erst einmal zu erkennen, muss der Mensch seine Verantwortung vor Gott akzeptieren und seinen Lebenskompass nach ihm ausrichten – nicht umgekehrt.
Markus MajonicaDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Wer war Jesus? Sind seine Lehren glaubwürdig? Ist er vertrauenswürdig? Mit diesen Fragen kam einmal eine Frau zu Spurgeon, einem Pfarrer aus England († 31. Januar 1892). Sie sagte: »Ich kann Jesus nicht vertrauen.« Daraufhin entgegnete er: »Und warum nicht? Was hat er getan, dass Sie so schlecht von ihm sprechen sollten? Ich habe ihm alles anvertraut, und ich glaube, dass er sehr vertrauenswürdig ist. Was wissen Sie Schlechtes über ihn?«
Stellen wir uns diese Frage einmal selbst: Was weiß ich Schlechtes über Jesus? Leider machen viele Menschen schlechte Erfahrungen mit dem Christentum bzw. einzelnen Christen und schließen daraus, dass Christus ebenfalls schlecht ist. Doch es ist prinzipiell ein Trugschluss, von einem (schlechten) Ergebnis auf seinen (schlechten) Ursprung zu schließen. Deshalb möchte ich dieser Annahme widersprechen und dazu ein Beispiel geben:
Mein Chef ist ein guter Chef und behandelt seine Mitarbeiter hervorragend. Doch leider verhalten sich seine Mitarbeiter nicht immer richtig. Sie machen Fehler. Nun wäre es jedoch falsch, zu behaupten, dass der Chef schlecht sei, nur weil die Mitarbeiter Fehler machen. Genauso ist es auch in Bezug auf Jesus. Jesus ist wirklich vertrauenswürdig.
Manche Meinungen über Jesus kommen auch daher, dass man sich noch nie persönlich mit ihm beschäftigt hat. So wie jemand, der nur die Mitarbeiter kennenlernt, schlecht über den Chef denken wird, bis er ihn eines Tages persönlich trifft, kann es auch mit Jesus sein: Man liest seine Biografie in der Bibel vielleicht nur oberflächlich, entdeckt manch gute Ideen und Lehren und hält ihn ansonsten für einen Wanderprediger längst vergangener Zeiten. Doch Jesus lebt, und er hat in seinem Wort noch viel mehr über sich zu sagen. Er möchte uns persönlich begegnen.Johannes Unger
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Samuel Loyd, genannt »der Rätselkönig«, wurde am 30. Januar 1841 als jüngstes von acht Kindern in Philadelphia geboren. Bereits mit zehn Jahren beschäftigte er sich mit Schach- und Logikfragen. Obwohl er Ingenieurwissenschaften studierte und eine Lizenz als Dampf- und Maschinenbauingenieur erwarb, war er irgendwann in der Lage, seinen Lebensunterhalt ausschließlich mit Schachrätseln zu verdienen. In späteren Jahren verlor er jedoch das Interesse am »Spiel der Könige« und widmete sich fortan der Erfindung mathematischer Denkspiele. »Der Mensch liebt Rätsel«, stellte er fest, »und nichts befriedigt ihn mehr als das Wissen, dass es immer etwas gibt, das er nicht versteht.«
Auch der biblische König Salomo ist als »Rätselkönig« bekannt. So kam die Königin von Saba nach Jerusalem, um ihn, den weisesten Mann auf Erden, mit Rätselfragen auf die Probe zu stellen. »Und Salomo beantwortete ihr alle ihre Fragen. Nichts war vor dem König verborgen, das er ihr nicht hätte beantworten können« (1. Könige 10,3).
Doch was bringt all der Spaß am Lösen von Rätseln, am Anhäufen von Wissen? Was bleibt? Der weise König Salomo beschreibt im biblischen Buch Prediger, dass angesichts unserer Endlichkeit alles Streben nach Wissen, Erfolg, Anerkennung oder Genuss wie ein Haschen nach Wind ist. Und so kommt Salomo zu dem Fazit: »Alles ist Nichtigkeit!«
Doch Gott sei Dank ist diese Erkenntnis nur eine vorläufige. Wenn wir den bleibenden Sinn des Lebens finden wollen, müssen wir über den begrenzten Horizont dieses irdischen Lebens »unter der Sonne« hinausblicken. In der Erkenntnis Jesu Christi liegt der Schlüssel für ein Leben, dessen Sinn diese Erde überdauert und uns eine Ewigkeit bei Gott eröffnet!Peter Güthler
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Heute vor einem Jahr kam es in Washington D. C. zu einer folgenschweren Kollision eines im Landeanflug begriffenen Passagierflugzeugs mit einem Militärhubschrauber, bei der alle Passagiere starben. Im Nachgang wurden Untersuchungen über die Unfallursache angestellt, wobei herauskam: Das Ortungssystem des Hubschraubers war ausgeschaltet gewesen. Dass dieses sogenannte ADS-B-System deaktiviert war, verhinderte, dass die Flugsicherung am Boden aktuelle Positions-, Geschwindigkeits- und Höheninformationen des Hubschraubers erhielt. Die Fluglotsen wussten nicht, wo der Hubschrauber war, und konnten eine Kollision deshalb nicht verhindern.
Diese Tragödie zeigt, wie unvorstellbar wichtig Lotsen für die Sicherheit im Luftraum sind. Doch auch im alltäglichen Leben fühlen wir uns manchmal orientierungslos und wünschen uns einen Lotsen, der uns durch schwierige Entscheidungsprozesse navigiert und uns vor größeren und kleineren Katastrophen warnt.
Und so ein Lotse existiert bereits: Wie der Tagesvers sagt, ist Gottes Wort für unser Leben ein Licht, das uns den Weg weist. Die Bibel hat zwar nicht für jede denkbare Situation konkrete Anweisungen, dafür aber die wichtigen Richtlinien, anhand derer jede konkrete Entscheidung getroffen werden kann. Und am wichtigsten: Sie warnt uns auch vor einer drohenden Kollision mit Gott selbst. Ein unvorbereitetes Zusammentreffen eines sündigen Menschen mit dem durch und durch Heiligen kann nur als Kollision bezeichnet werden. Zu solch einer Situation sagt die Bibel: »Es ist schrecklich, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen!« (Hebräer 10,31). Die Zeit zur Vorbereitung ist genau jetzt, da wir noch leben – wenn wir gestorben sind, ist es zu spät. Jetzt können wir noch auf den Lotsen hören! Denn Gott hat uns immer und stets im Blick!Jacob Ameis
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Ende Januar 2025, unmittelbar vor dem Geburtstag unserer ältesten Tochter, lag ein unerwartetes Geburtstagsgeschenk für sie im Briefkasten. Es war eine längst verloren geglaubte Postkarte aus Südafrika, die sie während einer Rundreise neun Monate vorher abgeschickt hatte. Wir dachten, die Karte wäre längst verloren gegangen, aber nun lag sie doch tatsächlich in unserem Briefkasten – wenn auch völlig verknickt, eingerissen und beschmiert. Sie hatte den weiten Weg von Johannesburg nach Deutschland doch noch gefunden. Gerade weil wir sie schon längst aufgegeben hatten, fühlte es sich wie ein kleines Wunder an, sie dann doch noch in den Händen zu halten.
Durch die Geschichte mit der Karte wurde ich an einen schönen Vers aus dem Lukasevangelium erinnert: »So wird auch im Himmel Freude herrschen über einen Sünder, der zu Gott umkehrt – mehr als über neunundneunzig andere, die nach Gottes Willen leben und es deshalb gar nicht nötig haben, zu ihm umzukehren.«
Die verloren geglaubte Karte löste in unserer Familie eine besonders große Freude aus, mehr als alle anderen Postkarten, die wir bis dahin bekommen hatten. Denn die Karte war verloren geglaubt und dann doch noch angekommen. Bei Gott ist es genauso: In seinen Augen ist niemand endgültig verloren. Seine Sehnsucht gilt jedem einzelnen Menschen, ganz gleich, wie zerknittert oder beschädigt vom Leben er inzwischen ist. Und wenn einer umkehrt und nach Hause findet, dann ist die Freude im Himmel unermesslich groß. Noch viel mehr, als wir über die Ankunft dieser kleinen Karte staunten, freut sich Gott über jeden, der zu ihm umkehrt, um errettet zu werden. Wie gut, dass es noch immer Gelegenheit dazu gibt!Manuela Basista
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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…
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