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Das Erlebnis mit dem brennenden Dornbusch war für Mose sehr einprägsam, und sein Leben wurde danach in eine neue Richtung gelenkt. Er erhielt hier den Auftrag von Gott, das Volk Israel, zu dem er gehörte, aus der Sklaverei in Ägypten herauszuführen. Für Mose schien diese Herausforderung zu groß. Er strotzte nicht von Selbstvertrauen. Er sollte in das Land, in dem er den Ägypter erschlagen hatte, zurückgehen und beim Pharao vorstellig werden?
Doch wenn Gott Menschen für bestimmte Aufgaben einsetzt, tut er das sehr gezielt. Er weiß genau, wen er wofür gebrauchen kann, schließlich hat er »seine Werkzeuge« längst dafür vorbereitet. So auch Mose, der einst als Säugling von der Tochter des Pharao aus dem Nil gezogen wurde und am königlichen Hof alle Gepflogenheiten der Ägypter kennenlernte. Sein Herz jedoch hing am Volk Israel. Mit Gottes Zusage, ihm beizustehen, nahm Mose letztlich die Herausforderung an. Er vertraute Gottes Kompetenz mehr als sich selbst mit seiner Schwäche.
Bevor Gott Menschen für seine Ziele beauftragt, achtet er darauf, ob wir ihm unser ganzes Vertrauen schenken. Dieses Vertrauen sollte darauf gründen, was er in Jesus Christus, seinem Sohn, für uns getan hat. Durch die Sühnung unserer Sünden am Kreuz hat er nämlich etwas vorbereitet: dass wir Vergebung erlangen und mit ihm versöhnt werden können. Dazu spricht er jeden Menschen mehrmals im Leben an und ruft ihn zur Umkehr. Er will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen (siehe 1. Timotheus 2,4). Wer dieses Reden Gottes nicht ignoriert und mit einer Hinwendung zu Gott antwortet, erfährt die entscheidende Lebenswende: zu einem ewigen Leben bei Gott und im jetzigen Leben eine sinnstiftende Herausforderung im Dienst Gottes.
Daniela BernhardDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Was – oder besser: Wer – bestimmt meine Identität? Bin ich das, was andere von mir sagen, dass ich so bin? Werde ich durch den gesellschaftlichen Rahmen bestimmt, in den ich hineingeboren und in dem ich aufgewachsen bin? Was bestimme ich selbst, und was gibt meine Umgebung vor? Kann ich meine Identität jederzeit ändern, oder gibt es fixe Bestandteile, die unumkehrbar mein »Ich« ausmachen? In einer Gesellschaft, in der jeder aus seiner Perspektive denkt, werden die Grenzen der Identität scheinbar zusehends fließend und veränderlich. Der Einzelne nimmt immer mehr das Recht in Anspruch, über sich selbst zu verfügen: Ich bestimme selbst, wer ich bin!
Der Frage nach der eigenen Identität hat sich auch der deutsche Theologe Dietrich Bonhoeffer genähert. In der Einsamkeit der Haft in Berlin-Tegel erlebte er eine innerliche Zwiespältigkeit. Seine Erfahrungen verarbeitete er 1944 in dem sehr persönlichen Gedicht »Wer bin ich?«. Nach außen, in der Fremdwahrnehmung der Wärter und Mithäftlinge, war er »gelassen und heiter und fest ... frei, und freundlich und klar ... gleichmütig, lächelnd und stolz«. In seiner Eigenwahrnehmung hingegen war er »unruhig ... krank ... ringend ... zitternd ... ohnmächtig bangend ... müde ... leer«. Angesichts dieser gegensätzlichen Wahrnehmungen stellte er sich die Frage: »Wer bin ich? Bin ich der oder jener? Bin ich heute dieser und morgen ein andrer? Bin ich beides zugleich?«
Bonhoeffer hat diese Spannung in eigentümlicher Art aufgelöst: »Wer ich auch bin, Du kennst mich, Dein bin ich, o Gott.« Nicht das zähe Ringen um die eigene Vorstellung von mir macht meine Identität aus: Entscheidend ist, dass Gott mich kennt und ich ihm gehöre. Ich kann mich ehrlich an ihn wenden, um eine ewig bleibende Identität zu gewinnen.
Markus MajonicaDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Gestern vor einem Jahr endete der kurze, intensive Wahlkampf der vorgezogenen Neuwahlen zum 21. Deutschen Bundestag. Damit endete auch ein Überbietungswettbewerb von Versprechungen, mit dem die konkurrierenden Parteien versuchten, möglichst viele Wählerstimmen zu gewinnen. Weil Realpolitik in einer Demokratie stets ein »hartes Geschäft« ist, bleiben Werte wie Ehrlichkeit, Fairness und Respekt leider oft auf der Strecke.
Nach der Wahl müssen meist viele Punkte der Versprechen wieder »einkassiert« werden, weil die Kanzler-Fraktion mangels Mehrheit nicht »durchregieren« kann, oder weil die Gegenfinanzierung fehlt. Das ernüchtert den Wähler und dämpft das Vertrauen in die Politik. Doch ehrlicherweise müssen wir zugeben, dass auch wir selbst schon Zusagen und Versprechungen gegeben haben, die wir hinterher – aus unterschiedlichen Gründen – nicht eingehalten haben.
Gibt es denn überhaupt eine Instanz im Universum, die absolut vertrauenswürdig ist? Ja, die gibt es! In Psalm 111,7 schreibt der Psalmist: »Was er [Gott] tut, ist zuverlässig und recht, seine Gebote verdienen Vertrauen.«
Damit das auch unsere persönliche Erfahrung werden kann, ist es erforderlich, dieses Vertrauen in einer konkreten Lebenssituation zu wagen. Ein erster Schritt kann z. B. ein einfaches Gebet vor einer schwierigen Entscheidung sein. Oder wir wissen, dass wir etwas in Ordnung bringen müssen. Gott freut sich in jedem Fall, wenn wir ihn ernst nehmen und ihm vertrauen. Er hat die Macht und die Weisheit, um »durchzuregieren«, also die Dinge so führen, dass auch wir im Rückblick feststellen können: »Er hat alles wohlgemacht!« (Markus 7,37). Auch wenn es länger dauert, als uns lieb ist: Gottes Eingreifen kommt spätestens rechtzeitig.
Bernhard CzechDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Zu Beginn des vergangenen Jahres war unsere Waschmaschine defekt. Leider dauerte es drei Wochen, bis das passende Ersatzteil geliefert, eingebaut und die Maschine wieder funktionstüchtig war. In dieser Zeit sammelte sich eine große Menge schmutziger Wäsche an. Zu Beginn war es noch einfach, diese in dem dafür vorgesehenen Behälter zu sammeln: rein und Deckel zu. Nach einer Woche ging der Deckel schon nicht mehr zu, und nach einer weiteren Woche stapelten wir die Wäsche möglichst ausgewogen und entsprechend vorsichtig. Doch eines Morgens passierte es: Ich legte ein Paar Socken auf unseren Wäscheberg, und das ganze Konstrukt fiel in sich zusammen. So konnte es nicht weitergehen. Ich rief meine Schwägerin und fragte, ob ich bei ihr Wäsche waschen könne. »Kein Problem. Warum hast du nicht schon eher gefragt?«, war ihre Antwort. Das ist eine gute Frage!
Geht es uns im Leben nicht auch so? Wir stapeln eine Menge »schmutziger Wäsche«: fiese Gedanken, böse Taten, übles Reden usw. In der Bibel werden diese Dinge als »Sünde« bezeichnet. Das Problem mit der Sünde ist, dass wir uns nicht selbst von ihr befreien können, sie einfach in der Waschmaschine waschen können. Leider ist uns das oft nicht bewusst, und wir denken, dass wir es selbst schaffen. Doch egal, wie sehr wir uns mühen und wie viel Disziplin wir auch aufbringen: Wir brauchen Hilfe! Glücklicherweise gibt es einen, der uns helfen kann: Gott (siehe Tagesvers). Nicht allein, dass Gott uns helfen kann; er möchte das auch gern für uns tun. In seinem Sohn Jesus Christus lädt er uns ein, zu ihm zu kommen und echte Ruhe zu finden. Dieses Wissen um Gottes Hilfsangebot sollte uns motivieren, es lieber früher als später in Anspruch zu nehmen.
Stephanie HimmelmannDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Am 22. Februar 2025, 60 Tage nach Heiligabend, war es endlich so weit. Lange hatten wir diesem Tag entgegengefiebert, dem Tag der Einlösung unserer Weihnachtsgeschenk-Gutscheine. Gemeinsam saß ich mit unseren Töchtern in einer der Sitzreihen des Musical-Theaters. Um 14.30 Uhr öffnete sich endlich der Vorhang. Gespannt verfolgten wir die erlebnisreiche zweieinhalbstündige Inszenierung. Am Ende fiel der Vorhang, und das begeisterte Publikum applaudierte. Es war wirklich ein toller Nachmittag!
Einige Tage später fiel mein Blick zu Hause auf die Eintrittskarten für das Musical. Was nutzten sie mir jetzt noch? Wochenlang hatten wir uns auf dieses besondere Ereignis gefreut, und nun war es schon wieder vorbei. Melancholisch gestimmt warf ich die Tickets in den Papierkorb. Außer der schönen Erinnerung ist mir nichts mehr von dieser Veranstaltung geblieben, um die meine Gedanken so lange gekreist waren.
Alles Schöne auf dieser Welt vergeht, meistens sogar sehr schnell. Gerade Ereignisse, auf die wir uns schon lange gefreut haben, gehen schnell vorüber. Was bleibt?
Ich bin so froh, dass ich durch meinen Glauben an Jesus Christus eine »Eintrittskarte in den Himmel« bekommen habe. Weil Jesus den Preis für meine Schuld bezahlte, habe ich die Gewissheit, dass ich nach meinem Tod die Augen in Gottes Herrlichkeit öffnen werde. »Ich aber, ich werde dein Angesicht schauen in Gerechtigkeit, werde gesättigt werden, wenn ich erwache, mit deinem Bild«, heißt es in Psalm 17,15. Die Freude des Himmels ist nicht nach wenigen Stunden wieder vorbei, sondern dauert eine ganze Ewigkeit. Man wird nicht am Ende der Veranstaltung nach Hause geschickt, sondern darf für immer bleiben. Wie dankbar bin ich, diese Eintrittskarte in die ewige Freude zu besitzen!
Manuela BasistaDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Egal, wo ein Kind aufwächst, überall lernt es perfekt seine Muttersprache – ohne Akzent und ohne Vokabellernen! Wenn wir im fortgeschrittenen Alter eine Sprache erlernen, erfordert das viel Energie, und nur wenige schaffen es vollkommen akzentfrei. Daher ist es ein Privileg, wenn jemand sogar zweisprachig aufwächst.
Als Kind haben wir eine maximale Aufnahme- und Lernfähigkeit. Ich bin dankbar für meine Mutter, die darauf achtete, dass wir Kinder unser Leben aktiv gestalteten. Sie legte auch Wert darauf (manchmal unter unserem Murren), dass wir ein Musikinstrument spielen lernten. Wenn wir als Kind Fahrradfahren oder Schwimmen gelernt haben, verlernen wir es nie mehr, selbst wenn wir es nur noch selten ausüben würden. Denn Fähigkeiten, die wir als Kind entwickelt haben, und Wissensschätze, die wir gesammelt haben, sitzen besonders tief und begleiten uns ein Leben lang.
Auch das Urvertrauen und die soziale Kompetenz werden als Kind gelernt und eingeübt. Dieser Bereich ist zugleich sehr sensibel, wie Fälle von Kindermissbrauch oder andere »Abweichungen« zeigen, die sich langfristig auf das Erwachsenenleben auswirken. Doch unabhängig von unserer Herkunft, Erziehung und Prägung können wir uns einer »Herzenssprache« bedienen, die in uns ähnlich angelegt ist wie die Muttersprache: das Gebet zu Gott. Er möchte eine Beziehung zu uns, die die Grundlage eines erfüllten Lebens darstellt, in dem wir dankbar das Gute sehen und es mit Gott genießen. Dadurch bekommt auch das Alltägliche eine Sinnerfüllung, eben weil ich es dann in der Freundschaftsbeziehung zu dem ewigen Gott tue. Denn das ist meine höchste Bestimmung als Mensch: ein Gegenüber für meinen mich liebenden Schöpfer zu sein und mich seiner ewig zu erfreuen.
Thomas PommerDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Drei Dinge braucht der Mann: Pfeife, Tabak und Streichhölzer. So war das früher. Das Rauchen einer Pfeife war für meine Großväter noch ein üblicher Zeitvertreib. In der Verwandtschaft führte sogar jemand ein Spezialgeschäft für Tabakwaren. Als Kind schien es daher verlockend, selbst einmal so ein Pfeifchen zu stopfen und sich schmauchend wie ein Erwachsener zu fühlen. Als mein Vater mich bei so einem Versuch ertappte, ließ er mich erzieherisch weitsichtig die Pfeife bis zum Ende rauchen. Wie peinlich, wie wenig bekömmlich, aber wirkungsvoll! Ab diesem Tag war Nikotin für mich kein Thema mehr.
Was kann uns das Rauchen einer Pfeife lehren? In der Arie »Erbauliche Gedanken eines Tobackrauchers« von Johann Sebastian Bach kommt ein Pfeifenliebhaber zu einer simplen Erkenntnis. In der vierten Strophe heißt es: Wenn nun die Pfeife angezündet, / so sieht man, wie im Augenblick / der Rauch in freier Luft verschwindet, / nichts als die Asche bleibt zurück. / So wird des Menschen Ruhm verzehrt / und dessen Leib in Staub verkehrt.
Ein treffendes Bild für die Kürze und Vergänglichkeit des menschlichen Daseins. Wie Rauch vergehen unsere Lebenstage und mit ihnen so viele unserer Pläne und Bemühungen – alles, worauf wir stolz waren. Der Liederdichter stimmt darin mit der Bibel überein, die unser Leben ebenfalls als Dampfwölkchen beschreibt – kurze Zeit zu sehen, bald schon in Luft aufgelöst, vorbei.
Umso wichtiger ist, dass wir unser kurzes Leben nutzen, um für die Ewigkeit vorzusorgen. Dazu gibt uns die Bibel eine klare Ansage. Sie lädt uns zum Glauben an Jesus Christus ein, der gesagt hat: »Wer an den Sohn (Gottes) glaubt, hat ewiges Leben« (Johannes 3,36). Dann bleibt nicht einfach nur Asche zurück, sondern es beginnt etwas ganz Neues.
Arndt PlockDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Gewöhnlich wird der Abfall des Menschen von Gott an dem »Sündenfall« festgemacht: Adam und Eva aßen im Paradies von der verbotenen Frucht. Tatsächlich vollzog diese Tat etwas, das schon deutlich früher begonnen hatte. Kinder etwa übertreten das Gebot ihrer Mutter, nicht am Elektroherd zu spielen, auch nicht erst, wenn sie sich die Finger an der heißen Platte verbrennen.
In unserem Herzen beginnen wir also, »die Jalousien herunterzulassen«, durch die Gottes Licht scheinen will. Wir nehmen nicht mehr das in Anspruch, was uns von Gott gegeben ist, bzw. sind nicht mehr damit zufrieden. Bei Adam und Eva war es der Garten Eden mit all seinen Früchten und seiner vollkommenen Schönheit. Bei uns ist es ebenfalls eine wunderbare Umwelt, der Wohlstand, in dem wir immer noch leben, der Frieden in unserem Land und vieles mehr. Doch wir verlieren den Blick dafür und wenden uns ab. Da hinein kommt dann die »Schlange«, der Widersacher Gottes. Er bringt uns auf folgende Ideen:
1. Vernebelung der göttlichen Liebesabsichten mit seinen Menschen;
2. Vortäuschung herrlicher Freiheit durch selbst festgelegte Ziele;
3. Verführung, diese Ziele aus eigener Kraft zu erreichen;
4. Verschieben der eigenen Verantwortung für Not und Elend auf andere.
Aber wie kommen wir wieder aus dieser Verstrickung heraus? Nun, wir müssen die Jalousien zu Gottes Licht wieder öffnen, auch wenn ein Schuldeingeständnis sehr demütigend und peinlich sein kann. Doch wenn wir diesen Schritt wagen, werden wir hocherfreut darüber staunen, dass Gott überhaupt nicht nachtragend ist. Im Gegenteil: Er wartet schon lange auf bußfertige Heimkehrer. Das ist eine gute Botschaft für alle Menschen!
Hermann GrabeDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Der nationalsozialistische »Reichspropagandaminister« Joseph Goebbels hielt am 18. Februar 1943 im Berliner Sportpalast eine etwa 108-minütige Rede, in der er zum »totalen Krieg« aufrief. Diese Rede gilt als Paradebeispiel der NS-Propaganda. Besonders das frenetisch zustimmende Geschrei als Antwort auf die Frage nach dem totalen Krieg ist als prägendes Bild in die Geschichte eingegangen.
Viele meinen, dass so etwas wie damals heute nicht mehr möglich sei. Ich denke, es ist möglich! Geschicktes und zielgerichtetes Reden kann eine starke Wirkung auf Menschen ausüben. Mit dem, was wir sagen, können wir andere ermuntern oder verletzen, Wahrheit oder Lüge wiedergeben. Jakobus schreibt in seinem Brief, dass wir mit unser Zunge Gott preisen und gleichzeitig den Menschen fluchen können, der nach Gottes Bild erschaffen worden ist. So kann unser Reden zu einem unkontrollierbaren Übel werden, welches das Denken anderer regelrecht »vergiftet«.
In welchem Kontrast zu unserem ambivalenten Umgang mit Worten steht da Jesus Christus! Seine Aussagen und Reden waren stets wahr. Sie waren von dem Ziel bewegt, bei seinen Zuhörern die Wahrheit ans Licht zu bringen und Gutes zu bewirken. Dabei formulierte er immer wieder die Zusage: »Wer mir nachfolgt, wer sein Leben mir anvertraut, hat ewiges Leben.« Seine Worte waren ungeheuer machtvoll: Er heilte Kranke, tröstete Verzweifelte, rief Tote wieder ins Leben. Sein Jünger Petrus rief deshalb einmal aus: »Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens« (Johannes 6,68). Und das Gewaltige ist: Wenn dieser Jesus unsere Herzen prägt, wird sich das auch auf unsere Worte positiv auswirken. Denn dann können auch wir Worte ewigen Lebens weitergeben.
Axel SchneiderDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Deus ex machina, der Gott aus der Maschine, ist eine Erfindung des Theaters. Der Begriff »bezeichnet ursprünglich das Auftauchen einer Gottheit mit Hilfe einer Bühnenmaschinerie. Heute gilt der Ausdruck auch als eine sprichwörtlich-dramaturgische Bezeichnung für jede durch plötzliche, unmotiviert eintretende Ereignisse, Personen oder außenstehende Mächte bewirkte Lösung eines Konflikts« (Wikipedia). In den klassischen Tragödien der Antike griff gerade dann, wenn ein Konflikt menschlich nicht mehr lösbar war, schlagartig irgendeine Gottheit ein und löste das Problem! Bis heute finden wir dieses Phänomen in Bühnenstücken und Hollywoodstreifen.
Ich glaube, dies entspricht einem verbreiteten unzureichenden Bild vom Gott der Bibel. Danach ist Gott nicht für den Alltag da. Den leben wir lieber für uns. Doch wenn die großen Katastrophen eintreten, die Krankheit, die Pleite, der Krieg, der Tod – wenn all diese für uns regelmäßig unlösbaren Probleme auftauchen, dann soll Gott bitteschön auf den Plan treten. Sofort. Dann soll er machen, dass alles gut wird. Und danach? Vielleicht eine Spende, eine Kerze, ein kurzer Dank – aber dann soll er wieder verschwinden. Wer ist frei davon? Doch wenn man so denkt, macht man den allmächtigen Gott zu einem Lückenbüßer. Er soll die krisenbehaftete Lücke füllen, aber nicht in der Mitte meines ganzen Lebens stehen oder dieses gar bestimmen.
Doch das ist nicht der Gott der Bibel. Es ist zwar schon erstaunlich, wie oft Gott sich trotz aller Ignoranz von Menschen erbitten lässt und Krisen abwendet. Aber Gott ist ein Gott, der unser Leben füllen will und füllen soll. Denn er hat einen guten Plan für mein ganzes Leben. Ohne ihn gehe ich einen Weg, der nicht gut ist und der letztlich doch noch im Verderben endet.
Markus MajonicaDiese und viele weitere Andachten online lesen
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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…
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