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Während der »Kleinen Eiszeit« vom 14. bis 16. Jahrhundert kam es mehr als 20-mal zur »Seegfrörne«. Das heißt, der Bodensee fror vollkommen zu. Vorher und nachher war dieses Geschehen jeweils ein »Jahrhundertereignis«.
Zur damaligen Zeit wollte einmal ein Reiter in einer eisigen Nacht durch dichtes Schneegestöber zum Bodensee reiten. Obwohl er nur wenig sehen konnte, merkte er, dass er plötzlich auf eine weite Ebene hinausritt. Und diese Ebene wollte gar kein Ende nehmen. Endlich erblickte er in der Ferne ein Licht. Er hielt darauf zu und erreichte schließlich ein Haus. Er sprang vom Pferd, und auf sein Klopfen öffnete der Hauswirt die Tür. »Wie kommt man zum Bodensee?«, fragte der Reiter. Der Hauswirt sah die Spur des Pferdes und sagte verwundert: »Zum Bodensee? Da kommen Sie doch gerade her!« Als der Reiter begriff, dass er über den See geritten war, blieb sein Herz vor Schreck stehen, und er sank tot zu Boden.
Eigentlich gleicht unser aller Leben einem solchen Ritt über den Bodensee. Nur Gottes Güte hat uns bis zu dieser Stunde vor tausend Gefahren bewahrt, denen wir vom ersten Tag unseres Erdenlebens an ausgesetzt waren, und die meisten von ihnen sind uns überhaupt nicht bewusst geworden. Manchmal macht Gott uns einige dieser Situationen bewusst, aber nicht, damit wir vor Schreck tot umfallen, sondern damit wir ihm danken und mit dem alten Liederdichter sagen: »In wie viel Not / hat doch der gnädige Gott / über dir Flügel gebreitet.«
Ja, Gott hat nicht nur vor, uns sicher über das »dünne Eis« dieser gefährlichen Welt hinüberzuleiten. Er will uns sogar bis in sein ewiges Himmelreich bringen, wenn wir unser Vertrauen auf ihn setzen und im Gehorsam auf die Worte reagieren, die er uns mit der Bibel gegeben hat.Hermann Grabe
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»Aber der ist nicht so! Der ist der Richtige!« So oder so ähnlich klangen die Worte einer Bekannten, als sie meiner Frau und mir am Frühstückstisch von ihrem neuen Freund erzählte. Der Ex hätte so vieles so falsch gemacht. Der Neue sei ganz anders. Ganz gut. Ganz perfekt. – Sie haben das sicherlich auch schon erlebt, bei anderen oder auch bei sich selbst. Die letzte Beziehung ging in die Brüche, und nach einer emotionalen Achterbahnfahrt war plötzlich ER (oder SIE) da – der neue Partner, der das genaue Gegenteil zu den lästigen Fehlern des alten sein soll. Doch wie so oft geht es im nächsten Jahr schon ab zur nächsten Runde auf der Achterbahn der Liebe …
Die Gruppe Sunrise Avenue singt in ihrem Charts-Hit Heartbreak Century zu Deutsch etwa: »Können Liebespaare überhaupt noch zusammenbleiben in diesem Jahrhundert der zerbrochenen Herzen?« Natürlich gibt es viele Gründe, warum wir in diesem Herzschmerz-Jahrhundert leben. Doch beobachte ich, wie immer und immer wieder der gleiche Fehler begangen wird: alles auf eine Karte zu setzen. Das große Glück, die große Liebe voll und ganz in einem einzigen Menschen zu suchen. Das ist natürlich die Story, die uns in der Literatur und auf der Leinwand seit vielen Jahrzehnten schmackhaft gemacht wird.
In der Bibel hingegen wird uns eine andere Lovestory erzählt: Es gibt tatsächlich den Einen, auf den wir unser ganzes Glück setzen sollen. Den wir mit ganzem Herzen lieben sollen. Doch dieser Eine ist kein Mensch, sondern unser Schöpfer. Er ist stets treu, beständig und unwandelbar. Er täuscht uns nicht. Wenn wir ihn zuerst lieben, werden sich unsere menschlichen Beziehungen in geordneten Bahnen bewegen, wie Planeten um die Sonne. Gott beendet die Achterbahnfahrt und lenkt unsere Gefühle in geordnete Bahnen. Wir setzen alles auf eine Karte: auf ihn!Jan Klein
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Ein König, der ein gigantisches Festmahl gibt. Wein, Musik, Frauen … alles im Überfluss vorhanden. Belsazar fühlt sich sicher, unbesiegbar. Für ihn gelten keine Grenzen, keine Gesetze. Übermütig gibt er den Befehl, die goldenen und silbernen Gefäße herbeizuholen, die sein Großvater aus dem Tempel in Jerusalem geraubt hat. »Jehovah! Dir künd ich auf ewig Hohn – ich bin der König von Babylon!« Diese Worte legt Heinrich Heine dem gottlosen König in den Mund, nachdem er den heiligen Becher mit hastigen Zügen geleert hat. Das Ende der Geschichte ist bekannt: eine Schrift an der Wand, der Tod des Königs in derselben Nacht und der Untergang seines großen Weltreiches.
Belsazar – das kann ja nur eine Märchenfigur und keine historische Person sein. Eine bildliche Warnung, es nicht zu übertreiben. So dachten viele Bibelkritiker, zumal man wusste, dass der letzte babylonische König Nabonid und eben nicht Belsazar hieß. Doch die Kritiker verstummten, als man 1854 den sogenannten Nabonid-Zylinder fand. Die Inschrift darauf enthält ein Gebet dieses Herrschers, Gott möge seinem Sohn Belsazar ein langes Leben schenken. Weitere Funde zeigten, dass Nabonid seinem Sohn die Regentschaft überlassen hatte, während er sich im heutigen Saudi-Arabien aufhielt. Das erklärt auch, warum Belsazar im biblischen Text demjenigen, der die Schrift an der Wand deuten konnte, die dritte Position in seinem Königreich anbot: Er selbst hatte als Vertreter seines Vaters die zweite inne. Also hat die Bibel doch recht …
Im British Museum kann der Zylinder bis heute besichtigt werden, und die Trauben von Menschen um diese Vitrine zeigen, wie spannend es ist, mit eigenen Augen zu sehen, dass die Aussagen der Bibel zuverlässig sind.Elisabeth Weise
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»We must not let daylight in upon the magic!«, lautet das Motto der britischen Monarchie gegenüber den Medien. »Wir dürfen den Zauber nicht ans Tageslicht kommen lassen!«
Warum das englische Königshaus dieser Devise folgt, ist klar: Keinesfalls darf der schöne Schein der Royals angekratzt werden. Der Blick hinter die Kulissen raubt der Krone den Glanz. Zu viel Wirklichkeit nimmt die Wirkung, die Realität raubt den Reiz, Schnüffeln schadet der Ausstrahlung. Daher gilt es, die Fassade zu wahren und nur arrangierte und retuschierte Hochglanzfotos freizugeben.
Der BBC-Berichterstatter und Naturforscher David Attenborough hat den Effekt noch drastischer ausgedrückt: »Wenn je ein einfaches Stammesmitglied ins Wigwam des Häuptlings hineinsieht, ist das System des Häuptlings zerstört.« Es wird unweigerlich zu Autoritätsverlust führen, wenn der einfache Krieger feststellt, dass selbst der Häuptling nur mit Wasser kocht.
Ganz anders war es jedoch nach einem Blick in den Alltag von Jesus Christus! Er zeigte ganz bewusst auch seine private Seite – z. B. den einfachen Fischern Andreas und Johannes. Diese forderte er ausdrücklich dazu auf, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen: »›Kommt und seht!‹ Sie kamen nun und sahen, wo er sich aufhielt, und blieben jenen Tag bei ihm. Es war um die zehnte Stunde« (Johannes 1,39).
Diese Begegnung war so eindrücklich, dass das Leben der beiden Beobachter von da an eine ganz andere Richtung nahm. Auch 60 Jahre später noch, als Johannes sein Evangelium schreibt, kann er sich genau an die Tageszeit erinnern! Er weiß, wovon er redet. Er bleibt überwältigt von dem, den er mit eigenen Augen gesehen und ausgiebig im Alltagsgeschehen kennengelernt hatte (lesen Sie dazu 1. Johannes 1,1).Andreas Fett
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Der Durchschnittsdeutsche heißt Thomas Müller, seine Frau Sabine. Der Wecker klingelt morgens um 6:18 Uhr. Mit ihren ein bis zwei Kindern (exakt: 1,35), Leon und Marie, leben sie auf ca. 90 Quadratmetern Wohnfläche. Das erste Kind bekam Sabine mit 30 Jahren, knapp zwei Jahre später heiratete sie ihren Thomas – die Hochzeit kostete um die 14.000 €.
Täglich stehen beide vor ihrem Kleiderschrank, und Sabine wählt aus ihren 107 Kleidungsstücken etwas Passendes aus, während Thomas nur aus 68 Teilen wählen kann. Nach der Arbeit – Sabine arbeitet Teilzeit, Thomas Vollzeit – haben sie rund vier Stunden Freizeit, die sie am liebsten bei der Gartenarbeit oder vor dem Fernseher verbringen. Steht der Urlaub an, geht es für elf Tage vorzugsweise zu einem Ziel in Deutschland, wenn Ausland, dann Italien oder Mallorca. Pünktlich um 22.30 Uhr gehen die beiden schlafen. Vermutlich könnte es für Sabine ewig so weitergehen, doch wahrscheinlich wird sie mit 79 Jahren Witwe werden und selbst fünf Jahre später sterben.
Vermutlich haben Sie sich in dem einen oder anderen Aspekt wiedergefunden, denn die meisten von uns leben nicht sehr viel anders als Thomas und Sabine. Wenn man das Leben von uns Durchschnittsmenschen aus der Vogelperspektive betrachtet, dann erscheint es ziemlich bedeutungslos zu sein. Was für einen Unterschied macht es letztlich, ob wir gelebt haben oder nicht? Und doch sehnen wir uns alle danach, aus der Masse heraus wahrgenommen zu werden und ein sinnvolles und lohnenswertes Leben zu führen. Dies ist letztlich nur in Verbindung zu unserem Schöpfer möglich. Wer Gott sein kleines Leben anvertraut, der weiß sich trotz aller Durchschnittlichkeit geliebt. Und er wird erfahren, dass Gott ihm Aufgaben gibt, deren Bedeutung bis in die Ewigkeit reicht.Rebecca Grimm
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Die Fremdenlegion – der Ort, an dem sich für viele eine neue Lebensperspektive eröffnet. Sie gehört zu den härtesten Eliteeinheiten der Welt, sowohl in militärischer als auch in psychischer und körperlicher Hinsicht. Das eiserne, mehrwöchige Auswahlverfahren überstehen nur etwa 800 bis 1000 von jährlich rund 15 000 bis 20 000 Bewerbern. In der Fremdenlegion angekommen, lautet die knallharte Devise: »Suffer in silence«, »Leiden ohne Klagen« – eine Haltung, die jeder Legionär verinnerlichen muss, um auch unter extremsten Bedingungen standzuhalten. Bei alledem gilt absolute Gehorsamspflicht – ohne Ausnahme!
Manche Legionäre suchen nach dem nächsten Kick, dem Abenteuer ihres Lebens. Andere hoffen auf finanzielle Verbesserung. Doch für die meisten geht es um einen kompletten Neustart. Hier fragt niemand nach der Vergangenheit – ob Flüchtling, Verzweifelter oder ehemaliger Schwerverbrecher. Diese Männer aus 140 Ländern eint eine Hoffnung, die größer ist als ihre Vergangenheit: Wer absolute Treue beweist und fünf Jahre lang durchhält, der bekommt die Chance, französischer Staatsbürger zu werden. Für viele ist genau das der Antrieb – der Traum vom zweiten Leben unter neuer Flagge.
Diese Hintergründe der Fremdenlegion veranschaulichen eine Wahrheit aus der Bibel auf sehr eindrückliche Weise: Wer sich Gott anvertraut und an ihn glaubt, kann seine Vergangenheit ablegen – für immer. Gott schenkt einen echten Neuanfang. Doch bei allen Parallelen zeigt sich auch ein entscheidender Unterschied: Um ein neues Leben mit Gott zu beginnen, muss man keinen harten Dienst leisten, keine Liste von guten Taten vorzeigen oder über Jahre hinweg absolute Treue beweisen. Das Einzige, was Gott erwartet, ist Glaube, der ihm vertraut!Hung Thanh Thai
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Am 21. Januar 2009 riefen vier österreichische Gymnasiasten den Internationalen Jogginghosentag ins Leben. Sie luden dazu ein, diesen Tag – egal, ob in der Schule, der Uni oder im Beruf – komplett in Jogginghose zu verbringen und ein Foto davon auf Facebook zu posten. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Die Jogginghose war salonfähig geworden. Knapp drei Jahre später jedoch gab der weltbekannte Designer Karl Lagerfeld sein bekanntes Statement ab: »Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren!« Seitdem gehen die Meinungen über die Schicklichkeit von Jogginghosen weit auseinander.
Das Zitat von Karl Lagerfeld macht mich nachdenklich: Haben wir unser Leben überhaupt selbst in der Hand? Wir haben noch nicht einmal Einfluss darauf, wann und wo wir geboren werden! Und wann genau unser Leben endet, wissen wir auch nicht. Auch unseren Werdegang haben wir nicht selbst in der Hand. Natürlich planen wir unseren Tagesablauf, die Termine für die Woche oder den Jahresurlaub. Dennoch können wir nicht mit Bestimmtheit sagen, ob alles so klappt, wie wir es uns vorgenommen haben. Wenn wir morgens aufstehen und das Haus verlassen – ob in Jogginghose oder nicht –, können wir nicht mit Sicherheit wissen, ob wir abends wieder gesund nach Hause kommen werden. Die einzige Gewissheit, die uns bleibt, ist, dass wir eines Tages sterben werden. Doch was kommt danach?
Die Bibel sagt, dass wir zu Lebzeiten eine Entscheidung darüber treffen können. Wer an Jesus Christus glaubt und ihm die Kontrolle über sein Leben gibt, der darf sicher sein, dass er die Ewigkeit im Himmel bei Gott verbringen wird. Was für eine froh machende Gewissheit! Es lohnt sich, sein Leben dem zu geben, der alles im Himmel und auf der Erde unter Kontrolle hat!Jennifer Glaubitz
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Wir schreiben den 20. Januar 2025. An diesem Tag wird Donald Trump nach seinem eindeutigen Sieg gegen Kamala Harris offiziell der 47. Präsident der Vereinigten Staaten. Ob man diesen Mann und seine Politik ablehnt oder befürwortet – Fakt ist: Nun ist er der vermutlich mächtigste Mann der Welt. Außerdem haben die Republikaner direkt zum Start von Trumps zweiter Amtszeit die »Trifecta« errungen – die Kontrolle über das Präsidentenamt sowie die beiden Kammern des Kongresses: Senat und Repräsentantenhaus.
Mit dieser Macht im Rücken und dem Wissen aus seiner ersten Amtszeit war Trump von Beginn an entschlossen, seine politische Agenda konsequent durchzusetzen. Allein in der ersten Woche erließ er 35 »Executive Orders«. Diese Anordnungen erlauben es dem Präsidenten, schnell und gezielt auf politische Herausforderungen zu reagieren – und sie nach seinen Vorstellungen zu lenken. Während viele seiner Entscheidungen in den Medien heiß diskutiert wurden, bleibt ein klarer Eindruck: Dieser Mann nutzt seine Macht, um unbeirrt das zu tun, was er will – ungeachtet von Gegenwind oder abweichenden Meinungen.
Doch so mächtig ein Präsident auch sein mag – am Ende bleibt er ein Mensch. Der Einzige, der wirklich unbegrenzte Macht besitzt, ist Gott selbst. Und im Gegensatz zu Trump gibt es keine Gesetzgebung, den Supreme Court oder eine vierjährige Amtszeit, die seine Macht irgendwie begrenzen könnte. Ob wir wollen oder nicht: Gott kann handeln, wie er es will. Doch in der Bibel wird Gott nicht nur als allmächtig beschrieben, sondern er richtet sich stets nach seinen Wesenszügen. Keine wahllosen Machtdemonstrationen, massiven Egoprobleme oder perfiden Intrigen – stattdessen heißt es Liebe, Gerechtigkeit und Wahrheit! Wer sich diesem König anvertraut, lebt unter der besten Regierung, die es je gab.
Hung Thanh Thai
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Haben Sie schon einmal Schneeflocken unter einem Mikroskop gesehen? Eine unvorstellbare Vielfalt der Formen tut sich uns auf. Allen diesen kleinen Kunstwerken liegt eine hexagonale Struktur zugrunde.
In der Chemie gibt es eine Zahl, die aussagt, wie viele Moleküle zu einem Mol eines Stoffes gehören. Dabei ist 1 Mol die Stoffmenge in Gramm, die sich ergibt, indem man die Atomgewichte der beteiligten Elemente der Verbindung addiert. Das Bedeutsame daran ist, dass diese Zahl für alle chemischen Verbindungen gleich ist. Es ist die Loschmidtsche Zahl L = 6,022 × 1023. 1 Mol Wasser (H2O) sind 2 × 1 + 16 = 18 Gramm.
Schneeflocken variieren sehr in ihrer Größe. Ihre Masse liegt im Bereich von 0,005 g bis 0,5 g. Betrachten wir nun eine Schneeflocke von 0,05 Gramm, so sind darin n = L × 0,05 ÷ 18 = 1,67 × 1021 Wassermoleküle enthalten. Im Wassermolekül sind die beiden Wasserstoffatome unter einem Winkel von 104,5 Grad am Sauerstoffatom angeordnet. Wegen dieser Struktur des Wassermoleküls können sich durch das Andocken der Wassermoleküle aneinander nur hexagonale Kristalle bilden. Mithilfe der Wahrscheinlichkeitsrechnung können wir ermitteln, wie viele Andockmöglichkeiten es gibt, wenn wir von einer Schneeflocke mit 1,67 × 1021 = 1670 000 000 000 000 000 000 Wassermolekülen ausgehen. Das Ergebnis ist von einer so riesigen Größenordnung, dass wir daraus folgern können: In der gesamten Weltgeschichte gibt es unter den je gefallenen riesigen Mengen an Schneeflocken nie eine Wiederholung in ihrer Form.
Die Bibel sagt von dem Schöpfer aller Werke: »Herr, mein Gott, groß sind deine Wunder und deine Gedanken« (Psalm 40,6). Auch Psalm 92,6 spricht von dem weisen Gedanken Gottes: »Herr, wie sind deine Werke so groß! Deine Gedanken sind sehr tief.«
Werner Gitt
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... nur weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht.«
Dieses treffende Zitat wird häufig Albert Einstein zugeschrieben. So fand ich es z. B. auf einer Postkarte in unserem örtlichen Buchladen. Tatsächlich stammt es aber wohl von dem berühmten Baseballspieler und späteren Evangelisten William Ashley (»Billy«) Sunday (1862–1935).
Billy Sunday sprach zwar in seinen Predigten (noch) nicht von Garage und Auto, sondern von Pferdestall und Pferd: »In die Kirche zu gehen macht einen Mann nicht zum Christen, genauso wenig wie in einen Pferdestall zu gehen einen Mann zu einem Pferd macht.«
Doch die Botschaft dieses Vergleichs ist – unabhängig von Quelle, Zeit, Auto oder Pferd – dieselbe, und sie bleibt auch so oder so gleich wahr: Nicht ein äußeres Verhalten, nicht der Aufenthalt in einer bestimmten Umgebung, noch nicht einmal der Umgang mit bestimmten Personen macht einen Menschen zum Christen. Damit räumt dieses Zitat treffend mit dem weitverbreiteten Irrtum auf, die Befolgung bestimmter religiöser Pflichten und ein paar gute Taten würden das Christsein ausmachen.
Denn tatsächlich ist Christsein zuallererst Herzensangelegenheit. Die Bibel überführt den Menschen in seinem Innersten davon, dass er im Licht der Heiligkeit Gottes schuldig ist. Doch zugleich leuchtet in diese schwere Erkenntnis der Lichtglanz des Evangeliums: Jesus Christus hat jede Schuld auf sich genommen und für uns mit seinem Leben bezahlt. Wer dies in seinem Herzen glaubt – und dann auch fröhlich mit dem Mund bekennt –, ist Christ. Dass sich dann in der Regel auch das äußere Verhalten ändert, belegt nur den vorangegangenen Herzensschritt.
Markus Majonica
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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…
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