Leben ist mehr

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Leben ist mehr episodes

  • Sei ein Türöffner!

    Es war am 24. März 2015 um 10.41 Uhr. Ein Airbus A320 der Fluggesellschaft Germanwings war auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf. Er zerschellte an den französischen Alpen, nachdem der Kopilot die Maschine bewusst in den Sinkflug gebracht hatte. Alle 150 Insassen kamen dabei ums Leben. Die Nachforschungen ergaben, dass der eigentliche Pilot die Kabine verlassen hatte, um auf die Toilette zu gehen. Als er zurückkam, fand er die Kabinentüre von innen verschlossen vor. Alles Klopfen und Rufen half nichts. Der Absturz war vom Kopiloten eine beschlossene Sache.

    Man wird zu Recht denken: Schrecklich! Wie kann der Kopilot nur solch eine Entscheidung treffen und nicht nur sich selbst, sondern alle anderen Fluggäste in den Abgrund reißen?

    Doch denken wir einmal über uns selbst nach: Wie sieht unser persönlicher Lebensflug aus? Vielleicht sind wir noch weit davon entfernt, einen »Absturz« zu planen. Aber es gibt im Leben eine Menge Turbulenzen, in denen wir gefährlich ins Trudeln geraten können, etwa durch finanzielle Probleme oder Sorgen um die Ehe, die Gesundheit oder den Arbeitsplatz. Und auch diese Frage ist wichtig: Wo werden wir landen, wenn unser Leben beendet ist?

    Hätte der Kopilot seinerzeit auf das Klopfen seines Kapitäns die Kabinentür wieder geöffnet und diesem das Steuer übergeben, wäre dieses große Unglück nicht geschehen. Eine Kurskorrektur wäre noch möglich gewesen. Auch wir brauchen jemanden, der rechtzeitig unser Leben unter Kontrolle bringt, damit wir am Ende nicht »abstürzen«. Jesus Christus bietet sich mit dem Tagesvers als unser Kapitän und Lebensretter an. Aber auch ihm müssen wir zunächst »die Tür öffnen«, damit er das Steuer unseres Lebens übernehmen kann und uns sicher ans Ziel bringt.

    Robert Rusitschka

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    4 min
  • Nachdenken über ein Tattoo? (2)

    »Love yourself first« – »Liebe dich zuerst«. Diesen kurzen Spruch habe ich ebenfalls vor einiger Zeit an einem Menschen gelesen. Zunächst einmal ist dieser Spruch gegensätzlich zu dem in der Andacht am Tag zuvor. Dahinter steckt vielleicht ein Streben nach mehr Selbstvertrauen oder der Wunsch, das eigene »Ich« nicht zu vernachlässigen. Dieses »Ich« steht allerdings in unserer Welt zunehmend im Vordergrund. Das Motto »Selbstverwirklichung ohne Grenzen« wird in allen Bereichen unserer Gesellschaft möglichst umfassend umgesetzt. Gern werden solche Menschen, die sich selbst verwirklichen, als mutig und selbstbewusst eingestuft. Ein gesundes Selbstvertrauen ist ja auch für jeden Menschen wichtig! Dennoch bleibt die Frage, woran man sein Selbstvertrauen fest macht. An Verdienst, Freunden, dem eigenen Haus, der Familie, dem Verein oder vielleicht an besonderen Leistungen? Dann sind schon einmal die außen vor, die nichts von alledem haben, deren Selbstvertrauenssäule eingestürzt ist und bei denen das »Glück« scheinbar nicht auf ihrer Seite steht.

    Unser Tagesvers weist in eine andere Richtung: Das gesündeste Selbstvertrauen findet man bei Gott. Wenn wir das Leben von Jesus betrachten, dann war seine Motivation nicht die Selbstliebe. Er liebte die Menschen und bewies das ultimativ, als er für Sie und mich am Kreuz starb. Er tat es aus reiner Liebe zu Ihnen und zu mir und verzichtete darauf, sich selbst zu lieben. Sozusagen nach dem Motto: »Love others first« – »Liebe andere zuerst«. Er liebt mich unabhängig davon, wie ich aussehe, welche Leistungen ich erbringe oder wie viel Geld ich habe. Jeder Mensch ist von Gott geliebt, das zeigte Jesus durch sein Sterben am Kreuz. Nicht Selbstliebe hält mich also aufrecht, sondern die Tatsache, dass Gott mich liebt.

    Gabriel Herbert

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    5 min
  • Opfer und/oder Täter?

    Heute ist »Tag der Kriminalitätsopfer«. Dieser Aktionstag wurde 1991 vom »Weißen Ring« eingeführt, einem gemeinnützigen Verein, der gezielt Opfer von Kriminalität unterstützen will. Denn in Deutschland befasst man sich von offizieller Seite in der Regel mehr mit den Tätern als mit den Opfern. Das Augenmerk von Polizei und Justiz richtet sich vorwiegend auf die Aufklärung von Straftaten und die Verfolgung der Straftäter. Der Schutz der Opfer und die Fürsorge für sie durch staatliche Stellen findet weit weniger Beachtung.

    Aus meiner langjährigen Erfahrung als Schutz- und Kriminalpolizist kann ich dies bestätigen, und ich möchte nur ein Beispiel dafür nennen: Bei den zahlreichen Wohnungseinbrüchen, an deren Aufklärung ich beteiligt war und vor Ort mit den Wohnungseigentümern sprach, beobachtete ich, wie deprimiert, verzweifelt und ohnmächtig die Opfer waren. Der materielle Schaden spielte dabei eher eine untergeordnete Rolle. Die Betroffenen müssen vor allem psychisch sehr leiden, da ein Fremder in ihre Privatsphäre eingedrungen ist und rücksichtslos im Haus und dort vor allem in den intimsten Bereichen Chaos angerichtet hat. Diese Verletzungen bleiben oft unbeachtet und die Opfer damit allein.

    In Gottes Reich geht es anders zu. Gott schaut ganz besonders auf die Opfer, die Schwachen und Zerbrechlichen. Er kümmert sich um die, die verletzt wurden. Jesus ist voll innigen Mitgefühls. Er weinte, als er eine Witwe sah, deren Sohn gestorben war.

    Wenn Sie Opfer bedrückender Ereignisse geworden sind, dann ist es gut, wenn Sie eine Zufluchtsstätte haben. Diese kann man finden – in Gott. Er wartet mit offenen Armen auf Sie, wenn Sie ihm Ihr Leben, Ihre Nöte und Sorgen anvertrauen.

    Axel Schneider

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    4 min
  • Nachdenken über ein Tattoo? (1)

    Vor längerer Zeit war ich mit der Bahn unterwegs und sah jemanden mit dem Tattoo, das folgenden Satz abbildete: »Starve the Ego and feed the soul.« Ich zückte das Handy und ließ mir diesen Satz sofort übersetzen: »Das Ego verhungern lassen, die Seele nähren.«

    Wir wollen diesen Satz einmal etwas näher betrachten. »Ego« steckt in dem Wort Egoismus, und eine Erklärung des Duden dazu lautet: »Streben nach Erlangung von Vorteilen für die eigene Person, … ohne Rücksicht auf die Ansprüche anderer.« Die zwei häufigsten Erklärungen der »Seele« beschreibt der Duden so: 1. Gesamtheit dessen, was das Fühlen, Empfinden und Denken eines Menschen ausmacht; und 2. substanz-, körperloser Teil des Menschen, der nach religiösem Glauben unsterblich ist und nach dem Tod weiterlebt. Das Interessante ist, dass auch im Internet die Menschen diesen Spruch für beide Varianten verwenden. Der häufigste Gedanke ist, dass man das eigene »Ich« zurückstellt, aber dennoch den Fokus auf das eigene Wohlbefinden legt, ohne egoistisch zu sein. Das klingt zunächst einmal nach einer gesunden Lebensart.

    Aber womit sollen wir denn unsere Seele nähren? Dazu wendet man diesen Spruch am besten auf den Glauben an JESUS an, denn die Frucht, die daraus entsteht, ist dann viel weitreichender. JESUS selbst kam auf die Erde, um zu dienen, und nicht, um bedient zu werden. Er hatte nicht seine, sondern unsere Vorteile im Blick. Dadurch war die Motivation alles andere als egoistisch. Zusätzlich gab er unserer Seele die Möglichkeit, ihn als das »Brot des Lebens« (siehe Tagesvers) aufzunehmen. Jesus ist die beste Nahrung, und wenn man ihn in sein Leben aufnimmt, dann hat man für die Seele alles, was man braucht, nämlich ewiges Leben.

    Gabriel Herbert

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    4 min
  • Die Sucht nach Glück

    Laut Glücksspielatlas der Drogenbeauftragten der Bundesregierung von 2023 haben mehr als 1,3 Millionen Deutsche eine Glücksspielstörung mit ernsthaften gesundheitlichen, finanziellen und sozialen Problemen. Weitere 3,3 Millionen Menschen zeigen riskantes Glücksspielverhalten mit ersten Anzeichen für Sucht, wie Entzugserscheinungen, wenn nicht gespielt wird. Fast jeder Dritte, der Sportwetten abschließt, hat eine Glücksspielstörung. Das Traurige daran ist, dass diese Art Suchtverhalten sehr verharmlost wird, obwohl nachgewiesen ist, dass Betroffene eine hohe Suizidrate aufweisen, nicht selten ihre Familien zerstören und ihre Existenz ruinieren.

    Was reizt am Glücksspiel? Es ist der Botenstoff Dopamin, der beim Gewinnen ausgeschüttet wird. Das löst intensive angenehme Emotionen aus. Der Spielende belohnt mit diesem Glückshormon sein Verhalten und motiviert sich selbst, immer weiterzuspielen. Je schneller auf einen Einsatz ein Ergebnis folgt, desto stärker verändert das Spiel das Bewusstsein. Geldspielautomaten und Sportwetten machen deshalb leichter abhängig als Lotto, auf dessen Ergebnis man länger warten muss. Tragisch ist, dass das Gehirn Verlustserien leicht ausblendet.

    Wer betroffen ist, sollte sich unbedingt therapeutisch helfen lassen. Doch wirklich frei von Abhängigkeiten und Zwängen kann man eigentlich nur dann werden, wenn man sich Gott unterstellt. Kapituliert man mit seinem verkorksten Leben vor Jesus und bekennt sein Dilemma, wird er sicher eingreifen. Er kann aus Versagern Helden machen, aus Verlierern Gewinner. Das Glück, das Gott seinen Kindern schenkt, hält nicht nur kurz an, sondern ist dauerhaft und nicht von Hormonen abhängig. Er ist übrigens nur ein Gebet weit entfernt.

    Daniela Bernhard

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    6 min
  • G-Netz und andere Verbindungen

    Wir kennen heute D1, O2, 4G, 5G und noch viele andere Verbindungsmöglichkeiten. Es schon erstaunlich, was heutzutage alles möglich ist. Die Technik wird immer besser, immer schneller, und auch die Entwicklung wird immer schneller. Es geht rasant zu, und ich komme kaum noch mit. Unsere Kinder kennen sich da besser aus. Sie sind damit aufgewachsen und kommen meist schnell damit zurecht. Man kann über Satelliten in die ganze Welt telefonieren. Die Geräte werden immer kleiner und leistungsfähiger. Sagenhaft, wie das alles funktioniert. Bilder und Daten werden in Sekundenschnelle millionenfach ausgetauscht. Der Markt der Möglichkeiten wird immer größer.

    Trotz dieser guten Verbindungen werden die Menschen aber immer einsamer. Man sieht bei uns kaum noch einen Menschen auf den Straßen, der ohne Handy herumläuft. An den Bushaltestellen, wo man sich früher noch oft unterhalten hat, sieht fast nur noch geneigte Köpfe. Alles schaut auf das Smartphone oder das Tablet. Man hat Verbindung, aber kaum noch persönlichen Kontakt. Schade!

    Aber was ist jetzt das in der Überschrift erwähnte G-Netz? Bei diesem Netz brauche ich keine technischen Hilfsmittel, kein Handy und dergleichen. Schon in der Bibel finden wir das G-Netz. Das verbindet uns direkt mit dem lebendigen Gott. G steht nämlich für Gebet. Ich darf mit Gott reden, jederzeit, an jedem Ort und sogar gebührenfrei. Das Beste aber ist, Gott hört mir zu. Ich darf ihm alles sagen, wirklich alles. Gott hat immer ein offenes Ohr und er freut sich sogar, wenn ich mit ihm rede. Man kann mit ihm über alles reden, ihm sogar die persönlichen Sünden bekennen, die uns von ihm trennen. In Jesus ist die Verbindung zu ihm dauerhaft und störungsfrei freigeschaltet für alle, die im Glauben zu ihm kommen.

    Joschi Frühstück

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    4 min
  • »Duty to warn«

    Im März 2024 forderte ein Anschlag der Terrororganisation »Islamischer Staat« auf die Crocus City Hall bei Moskau ca. 140 Menschenleben. Besonders dramatisch war dabei, dass die russische Regierung bereits zwei Wochen vor dem Attentat gewarnt worden war. Amerikanische Geheimdienste hatten Hinweise auf die Terroraktion entdeckt und trotz der gestörten Beziehungen zu Russland weitergegeben. Die Amerikaner wollten Leben retten und befolgten dafür ihre »Duty to warn«-Regel (zu Deutsch: »die Pflicht zu warnen«). Diese Selbstverpflichtung gilt nicht nur gegenüber Verbündeten, sondern sogar gegenüber feindlich gesinnten Staaten. Leider bewertete die russische Seite die Hinweise jedoch als Provokation und Einschüchterungsversuch.

    Auch Christen, die dem Vorbild von Jesus Christus folgen wollen, werden oft als Provokateure wahrgenommen. Sie warnen vor der größten aller Bedrohungen, nämlich dem Gericht Gottes. Sie erklären, dass Gott aufgrund seiner Heiligkeit Schuld und Sünde in unserem Leben mit der ewigen Verlorenheit bestrafen muss. Doch sie weisen auch auf den Ausweg hin. Denn Jesus Christus hat aus Liebe für uns Menschen viel mehr getan, als nur eine Warnung auszusprechen. Er ist selbst Mensch geworden und hat uns durch sein Leben gezeigt, wie und wer Gott ist. Als der Einzige, der ein Leben lang frei von Sünde geblieben ist, hat er am Kreuz unsere Schuld auf sich genommen. Weil die Gefahr für jeden Menschen real ist, ist die lebensrettende Botschaft vom Glauben an den gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus die wichtigste Botschaft der Welt.

    Es ist ein Zeichen von Liebe, keinem Menschen die Wahrheit zu verschweigen: Glaube an Jesus – nur er schenkt dir Vergebung und ewiges Leben!

    Andreas Droese

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    7 min
  • Bereits bezahlt

    »Die Gummibärchen brauche ich auch noch!« Irritiert schaue ich zuerst die Kassiererin an, dann meine Tochter im Kinderwagen, die strahlend eine kleine Tüte in der Hand hält, wie man sie in den Regalen neben dem Kassenband im Supermarkt erhält. Der mir völlig unbekannte Mann hatte ihr vor dem Verlassen des Geschäfts ebendieses Tütchen kommentarlos, aber mit einem Lächeln im Gesicht, überreicht. »Aber die hat der Herr vor uns doch bereits bezahlt … oder etwa nicht?«, erwidere ich und versuche, die Situation einzuordnen. Die Kassiererin schaut kurz auf den Kassenbon, der noch vor ihr liegt. Schließlich nickt sie und entschuldigt sich freundlich, bevor sie sich wieder meinem Einkauf auf dem Band widmet.

    Etwas, das man sich wünscht oder sogar benötigt, einfach so geschenkt zu bekommen, erfreut nicht nur Kinder, sondern wahrscheinlich jeden Menschen. In dem oben beschriebenen Erlebnis wäre ich zwar in der Lage gewesen, die Gummibärchen selbst zu bezahlen, aber weil das Geschenk eben so völlig unerwartet kam, war die Freude groß. Wie groß wäre diese Freude erst bei einem Geschenk, das ich mir niemals hätte selbst kaufen können!

    Die Bibel spricht von einem solchen Geschenk, das weitaus wertvoller ist als eine Tüte Gummibärchen. Das betrifft etwas, für das kein Mensch in der Lage wäre, die Gegenleistung aufzubringen – unsere Schuld gegenüber Gott. Vor dem gerechten und heiligen Gott können wir, so wie wir sind, nicht bestehen. Wir benötigen jemanden, der für uns bezahlt. Durch seinen Tod am Kreuz hat Jesus Christus, Gottes Sohn selbst, das für uns getan. Heute weiß ich: Meine Schuld vor Gott ist bereits bezahlt, ich muss das Geschenk nur noch annehmen und glauben, dass es mir persönlich gilt.

    Judith Pohl

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    4 min
  • Raiffeisen Genossenschaften

    Den Namen Raiffeisen kennt man von den Raiffeisen-Banken, die sich heute mit den Volksbanken zusammengeschlossen haben. Es hat alles angefangen im Jahr 1848 mit Friedrich Wilhelm Raiffeisen, der Bürgermeister der Gemeinde Flammersfeld im Westerwald war. Er sah die Not der Bauern, die sich Dünger und Saatgut nur leisten konnten, indem sie bei Geldverleihern zu horrenden Zinsen Geld liehen.

    So gründete er den Flammersfelder Hilfsverein zu Unterstützung mittelloser Bauern – die erste Genossenschaft. Der Grundgedanke war, dass jeder solidarisch ein Stück Verantwortung für die anderen Vereinsmitglieder übernehmen sollte. Wohlhabendere Landwirte stellten Mittel zur Verfügung, die Ärmeren konnten somit sehr günstige Kredite bekommen. Es war eine Verknüpfung von Wohlhabenden und Armen auf der Grundlage christlicher Nächstenliebe und gegenseitigem Vertrauen. Die Genossenschaften waren ohne jedes Gewinnstreben konzipiert, mit dem christlichen Anliegen, den wirklich Bedürftigen in der eigenen Umgebung wirkungsvoll zu helfen. Als Ziel der Genossenschaft formulierte er: »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst! Nicht mehr und nicht weniger.« Die einfache Anwendung eines biblischen Prinzips brachte vielen armen Bauern und auch Handwerkern einen Ausweg aus den Schulden und letztlich einen gewissen Wohlstand.

    Das Wort Gottes, die Bibel enthält viele gute ethische Prinzipien. Gott selbst hat uns eine Gebrauchsanweisung für das Zusammenleben von uns Menschen gegeben. Wohl dem, der Gott und sein Wort kennt und danach lebt. Es wird für ihn selbst und für andere zum Wohl und Segen sein. Eins jedoch ist zu beachten: Diese Prinzipien funktionieren nicht ohne die persönliche Bindung an den, der sie geschaffen hat.

    Bernhard Volkmann

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    4 min
  • Identitätsstiftung

    Es schlug ein wie eine Bombe: Der Deutsche Fußballbund, kurz DFB, wechselte im März 2024 seinen Trikotausrüster vom deutschen Hersteller »Adidas« zum amerikanischen Konkurrenten »Nike«. Ein Aufschrei ging durch die Medien: Deutschland und Adidas gehörten doch zusammen wie Schnitzel und Kartoffelsalat! Wie kann man die Treue zueinander nach so vielen Jahrzehnten, fast ein ganzes Jahrhundert, brechen? Der deutsche Vizekanzler Robert Habeck meinte, er hätte sich vom DFB »ein Stück mehr Standortpatriotismus gewünscht«.

    Die Gründe für das »Zerwürfnis« werden unterschiedlich gesehen. Für die einen ist es verwerflich, für Geld die »Identität« zu verraten. Was aber ist Identität? Gründet sie sich tatsächlich auf die Marke eines Sportartikelherstellers? Ist die Marke nicht längst Fassade, und sind die Werte, die einst damit verbunden waren, nicht schon längst preisgegeben?

    Ich frage mich, was heutzutage wirklich Identität stiften kann. Kann etwa die Fußball-Europameisterschaft im eigenen Land es schaffen, die Nation wieder zu einen? Was nützt uns ein »Sommermärchen«, wenn bald danach wieder Eiseskälte herrscht? Wo finde ich etwas, was wirklich Bestand hat, was mir Sicherheit gibt, was mir sagt, wer ich bin und was ich nötig habe? Und was sich nicht schon bald wieder in Luft auflöst? Ich habe nur eine Antwort gefunden: Jesus Christus, wie er uns in der Bibel vorgestellt wird. Seit er in diese Welt kam und das Problem der Sünde, der Unversöhnlichkeit, des Egoismus und der Rücksichtslosigkeit gelöst hat, indem er am Kreuz dafür sein Leben ließ, können Menschen, die seine Vergebung in Anspruch nehmen, unter ganz neuer Voraussetzung leben – und nicht nur ein »Sommermärchen« erleben, sondern für immer teilhaben an einer völlig neuen Welt.

    Tim Petkau

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    5 min

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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…

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