Leben ist mehr

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Leben ist mehr episodes

  • Dem Partner ein Partner sein

    Im vergangenen Jahr luden wir in unserer Christengemeinde zu Männerabenden ein. Einer unserer Mitarbeiter präsentierte einen christlichen Familienfilm. Diesen Film schauten wir in Etappen an. Alle 10 bis 15 Minuten stoppten wir den Film und sprachen über die gerade gesehenen Szenen. Es ging an diesen Abenden also nicht darum, entspannt einen unterhaltsamen Film anzusehen, sondern darum, das eigene Familien- und Eheleben anhand der betrachteten Szenen zu reflektieren. In dem Film wurden zwei Menschen gezeigt, die sich zunehmend als Gegner betrachteten. Anstatt gemeinsam die Aufgaben des Alltags anzupacken, bewarfen sie sich mit Vorwürfen und Anschuldigungen. In unserer Männerrunde fragten wir uns, ob wir in unserem Miteinander nicht öfter so sind, als uns lieb ist. Wie schnell passiert es, dass ein Ehepartner, ein Arbeitgeber, ein Kollege oder ein Nachbar als Gegner betrachtet wird.

    In unserem Tagesvers werden zwei Frauen erwähnt, die zu der Christengemeinde in Philippi gehörten. Sie hatten Schwierigkeiten, miteinander zurechtzukommen. Was genau vorgefallen war, erfahren wir nicht. Vielleicht waren sie auf einem Gebiet besonders talentiert und aus diesem Grund in Konkurrenz zueinander geraten. Und bei ihnen trat genau der Effekt ein, den wir im Film beobachtet hatten. Eigentlich sollten sich Christen darüber bewusst sein, dass sie in Jesus einen gemeinsamen Herrn und Retter haben. Eine intakte Beziehung zu ihm passt nicht dazu, mit einem anderen Christen einen Konflikt auszutragen. Daran erinnert Paulus die beiden und appelliert an seinen Freund, den beiden zu helfen, wieder zueinander zu finden. Damit fordert er auch uns heraus, das Bestmögliche zu tun, um dem Partner wieder ein Partner zu werden.

    Stefan Taube

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    4 min
  • Musikalisches Erdbeben

    Ein Konzert von Taylor Swift hat in den USA ein kleines Erdbeben ausgelöst. Das Tanzen und Auf- und Abspringen der 70 000 Fans im Takt der Musik aus den riesigen Lautsprechern haben den Boden so stark vibrieren lassen, dass Seismologen einen Ausschlag auf ihren Geräten ablesen konnten. Ihren Angaben zufolge hatte das Beben eine Stärke von 2,3 auf der Richterskala.

    Die 34-jährige Taylor Swift ist mit über 200 Millionen verkauften Alben, zwölf davon Nummer 1 der US-amerikanischen Charts, und den allermeisten Streams auf Spotify die derzeit erfolgreichste und mit über 1 Milliarde Dollar auch reichste Sängerin der Welt. Sie ist Gewinnerin von einem Dutzend Grammys und 40 American Music Awards und war 2023 als erster weiblicher Popstar »Time Person of the Year«. In der Begründung hieß es: »Sie hat eine Welt geschaffen, in der so viele Platz finden (…) und bringt einer Gesellschaft Freude, die dies gerade dringend braucht.« Die Swifties, so werden ihre Fans genannt, verehren sie mit fast religiösen Zügen und sind oftmals bereit, Tausende von Kilometern zu fahren, um ein Konzert ihres Idols zu besuchen.

    Ich wurde an die Geschichte mit dem Goldenen Kalb erinnert, siehe Tagesvers. In dieser Geschichte wird deutlich, wie das Vertrauen in den einen und wahren Gott gegen ein selbst gemachtes Götzenbild, ein Idol, eingetauscht wird. Die Israeliten kannten Gott und hatten seine Befreiung aus der Sklaverei erfahren. Trotzdem wandten sie sich von ihm ab. Die Situation ist heute ganz ähnlich, ob das Musik, Sport, Wohlstand oder Klimaschutz ist. Viele Menschen formen sich ihren Gott selbst, anstatt sich von Gott formen zu lassen. Aber es gibt immer noch die Möglichkeit, zu dem einzigen Gott umzukehren.

    Thomas Kröckertskothen

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    5 min
  • Ein ungewöhnliches Geschenk

    Eine außergewöhnliche Geschenkidee sorgte im März 2024 für mediale Unruhen: Das Land Botswana wollte nach einer Beschwerde über die Einfuhr von Elefanten-Trophäen 20 000 Elefanten nach Deutschland schicken. Die großen Elefanten-Herden sind in Botswana wirklich ein Problem, weswegen der Präsident ironisch meinte, er würde den Deutschen 20 000 Tiere schenken, wo sie ja dann artgerecht leben könnten. Eine Ablehnung des »Geschenkes« würde nicht akzeptiert, so titelten viele Zeitungen.

    Als ich diese kuriose Nachricht las und über meine eigenen Erfahrungen nachdachte, musste ich an ein ganz anderes Geschenk denken, das keineswegs ironisch gemeint und nicht Ausdruck einer Kritik ist. Gott selbst hält ein Geschenk für uns Menschen bereit, das jederzeit in Empfang genommen werden kann und von dem wir nicht enttäuscht sein werden: Gott möchte jeden Menschen mit ewigem Leben in der Gemeinschaft mit ihm beschenken.

    Durch unsere schlechten Taten und Gedanken – die Bibel nennt dies Sünde – sind wir Menschen von Gott getrennt und können keine Gemeinschaft mit ihm haben. Wir werden nach dem Tod die Ewigkeit getrennt von ihm verbringen müssen. Doch Gott selbst hat seinen Sohn Jesus auf die Erde geschickt, damit er ein sündloses Leben lebt und mit seinem Tod und der Auferstehung diese Beziehung wiederherstellen kann. Der Weg zu Gott wurde durch Jesus Christus möglich!

    Gott stellt jedem Menschen frei, dieses Geschenk der ewigen Gemeinschaft mit ihm anzunehmen. Doch wir müssen uns dafür entscheiden, es anzunehmen. Eine Ablehnung wird zwar akzeptiert, aber sie wäre ja für den Beschenkten ein ungeheurer Verlust mit ewigen Folgen. Das will also gut überlegt sein. Sind Sie bereit, sich beschenken zu lassen?

    Ann-Christin Bernack

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    5 min
  • Menschensucher

    Viele Privatdetektive haben es sich zur Aufgabe gemacht, »verloren gegangene« Menschen zu suchen. Es gibt verschiedenste Gründe, warum sie nicht mehr aufzufinden sind. Der eine hat die Gesellschaft satt. Die andere ist auf der Suche nach ihrem Glück unterwegs im tiefsten Orient. Der nächste musste fliehen, weil ihm seine Gläubiger auf den Fersen sind – auf Nimmerwiedersehen. Die meisten sind verschwunden, ohne dass ihre Familie und Freunde wissen, wo sie sich aufhalten oder ob sie überhaupt noch leben.

    Andere Menschensucher sind Retter in der Not bei Überschwemmungen, Schlammlawinen, Flüchtlingsdramen, Grubenunglücken. Bei uns in den Bergen vergeht keine Woche ohne Meldung »Bergrettungseinsatz«. Diese Menschensucher sind sogar bereit, ihr Leben aufs Spiel zu setzen, um vermisste oder verunglückte Mitmenschen zu suchen und sie aus Todesgefahr zu retten.

    Ich vermute, weniger bekannt ist die »Suchaktion Gottes«. Davon hören wir in keiner Nachrichtensendung. Gott sind seine Geschöpfe verloren gegangen. Allerdings muss er uns nicht wie ein Detektiv suchen. Gott weiß durchaus, wo sich jeder einzelne Mensch gerade physisch aufhält. Das Problem ist vielmehr, dass wir uns von ihm fernhalten. Gleichwohl geht er uns nach und sucht unsere Gemeinschaft. Bereits im Paradies nach dem Sündenfall war sein eindringlicher Ruf zu hören: »Mensch (Adam), wo bist du?« (1. Mose 3,9). Seit diesem Zeitpunkt hat Gott viele »Suchaktionen« gestartet, um uns zu retten. Als Allerletztes sandte Gott sogar seinen Sohn. Der Ruf von Jesus Christus ist derselbe eindringliche Appell und schallt bis heute an unsere Ohren: »Tut Buße und glaubt an das Evangelium!« (Markus 1,15). Heute noch streckt er seine rettende Hand nach uns aus.

    Sebastian Weißbacher

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    5 min
  • Wir sind erwünscht

    Manchmal kann ein kleines Wort in unserem Leben einen großen Schaden anrichten. Eines dieser Worte lautet: »unerwünscht!« In Deutschland gab es eine Zeit, da war jeder unerwünscht, der nicht seine arische Abstammung nachweisen konnte. In zahlreichen Ehen sind Kinder unerwünscht. Das führt zu Abtreibung und Kindesmisshandlung. In unserem Land, das immer noch zu den wohlhabendsten der Welt gehört, wird durch Abtreibung aus »sozialen« Gründen jährlich eine Stadt von der Bevölkerung Ulms ausgetilgt. Der einzige Grund: unerwünscht! In kommunistischen Ländern saßen viele Christen in Gefängnissen, nur aus dem einen Grund: unerwünscht!

    Wie schön ist es dagegen, wenn wir erwünscht und herzlich eingeladen sind. Wie wohltuend ist es, wenn wir als Gäste willkommen sind und der Gastgeber beim Empfang sagt: »Ich freue mich sehr, dass du gekommen bist!« Haben Sie einmal gedacht, dass Sie und ich auch bei Jesus so ganz persönlich erwünscht sind?

    Wer ist denn der, der so sehnlichst auf uns wartet? Es ist der Menschensohn, der Weltenrichter, ja, es ist der Schöpfer des ganzen Universums und allen Lebens. Er wartet auf jeden Einzelnen von uns – jeder ist ihm wertvoll und willkommen. Bedenken wir weiterhin: Der, der uns erwartet, trägt sichtbar das Zeichen des Gekreuzigten. Er ist kein anderer als der, der in diese Welt gekommen ist, um uns zu erlösen, uns zu dienen. Sogar in der Herrlichkeit Gottes begegnet er uns als der Dienende: »Er wird sich schürzen und wird sie zu Tisch bitten und kommen und ihnen dienen« (Lukas 12,37). Ist das noch für uns vorstellbar? Der Herr aller Herren und der König aller Könige wird sich gürten, um uns zu dienen. Wir dürfen nur nicht verpassen, seine Einladung auch anzunehmen.

    Werner Gitt

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    5 min
  • Zu Tode gekuschelt

    Ein kleiner Junge aus dem US-Bundesstaat Georgia musste eine schmerzhafte Lektion lernen, als er seinen Goldfisch aus dem Aquarium nahm, um mit ihm zu kuscheln. Die Mutter des Jungen berichtet: »Wir brachten Everett ins Bett und schauten im Wohnzimmer einen Film. Als wir nach einiger Zeit nach dem Vierjährigen schauten, stand ein Stuhl an der Kommode und der Deckel des Aquariums war offen. Der Kleine schlief friedlich im Bett und hielt den leblosen Goldfisch in der Hand.« Als Everett später begriff, was er getan hatte, war er sehr traurig. Er wollte Liebe zeigen, aber das, was er unter Liebe verstand, hat dem Objekt seiner Zuneigung nur Schaden zugefügt.

    Der Vierjährige handelte in Unwissenheit. In der Bibel treffen wir jedoch einen Menschen, der Ähnliches tat, obwohl er es eigentlich besser wissen musste. Sein Name: Amnon. In 2. Samuel 13 erfahren wir, dass er in seine schöne Halbschwester Tamar verliebt war. Aus »Liebe« lockte er sie eines Tages in sein Zimmer, fiel über sie her und vergewaltigte sie. Seine vermeintliche Liebe brachte dem Mädchen nur großes Unglück.

    Oft handeln wir nach dem Motto: »Ich liebe mich, und dafür brauche ich dich!« Doch wahre Liebe »sucht nicht das Ihre«, wie unser Tagesvers sagt, »sondern das des anderen« (1. Korinther 10,24). Wenn wir also unseren Ehepartner, unsere Kinder und Enkelkinder oder andere Menschen nicht »zu Tode lieben« wollen, wie Everett es mit seinem Goldfisch tat, dann sollten wir das folgende Zitat der Schauspielerin Katharine Hepburn beherzigen: »Liebe ist nicht das, was du erwartest zu bekommen, sondern das, was du bereit bist zu geben.« Jesus ist hierin unser großes Vorbild. Er liebte uns zu unserem Besten und gab dafür sein eigenes Leben hin.

    Peter Güthler

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    4 min
  • 30 Jahre!

    Sie stand im Verdacht, 1991 an einem Schusswaffen-Angriff auf die US-Botschaft in Bonn beteiligt gewesen zu sein. 1993 soll sie mit anderen einen Sprengstoffanschlag auf die Justizvollzugsanstalt Weiterstadt verübt haben. Von 1999 bis 2016 soll sie zudem mit zwei Komplizen eine ganze Serie von schweren Raubüberfällen verübt haben, um sich das Leben im Untergrund zu ermöglichen. Doch nach über 30 Jahren Fahndung wurde die mutmaßliche RAF-Terroristin Daniela K. am Abend des 26. Februar 2024, heute vor einem Jahr, in einer Wohnung in Berlin festgenommen. 30 Jahre hatte sie es geschafft, sich vor den Ermittlern verborgen zu halten. 30 Jahre bestand wenig Aussicht darauf, dass die heute 66-Jährige einmal für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen würde.

    Natürlich ist bei Abfassung dieses Artikels noch nicht absehbar, ob und gegebenenfalls zu welcher Strafe Daniela K. verurteilt werden wird. Dennoch hat man den Eindruck, dass nun die Gerechtigkeit ihren Lauf nimmt und sie, sollte ihre Schuld bewiesen werden, das erhält, was sie wegen ihrer Taten verdient hat.

    Leider ist solch ein Fahndungserfolg nicht die Regel. Oft bleiben Taten oder Täter für die Ermittler verborgen. Zudem ist die irdische Justiz keinesfalls unfehlbar. Der Tagesvers allerdings macht deutlich, dass die göttliche Justiz solchen Schwierigkeiten nicht unterliegt. Vor Gottes Augen bleibt keine Tat und kein Täter verborgen. Und er wird jeden nach seinen Taten zur Rechenschaft ziehen. Diese Aussicht ist ein (begründeter) Schrecken für jeden, der vor Gott auf der Flucht ist und versucht, sich vor ihm zu verbergen. Was hier allein hilft, ist, sich Gott rechtzeitig zu stellen, ihm die Lebensschuld zu bekennen und Frieden und Vergebung zu erfahren, bevor das göttliche Gericht beginnt.

    Markus Majonica

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    5 min
  • Ausgewogene Nahrung

    »... das Gebot des HERRN ist lauter, es macht die Augen hell.« Welche Ernährung beschert uns ein gesundes und langes Leben? Ich würde sagen, eine frische, ausreichende, ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung, frei von Schadstoffen oder gar Giftstoffen. Genau das will die Bibel für uns sein, ausreichende und gesunde Nahrung für alles, was uns als Mensch ausmacht: für unser Leben, für unser Handeln, für unseren Willen und für unser Denken (siehe die Tagesverse aus Psalm 19).

    Die Seele steht für das Leben und die Bibel ist die vollkommene Nahrung für unser Leben. Sie enthält alles notwendige und erfrischt uns. Weisheit betrifft unsere Lebensführung. Wie gut, wenn wir da einen Ratgeber haben, auf den wir uns absolut verlassen können. Das Herz ist das Zentrum unserer Persönlichkeit. Richten wir uns nach dem, was die Bibel sagt, dann ist es gut und recht, und wir können uns eines guten Gewissens erfreuen. Die Augen (stellvertretend für alle unsere Sinne) sind unser Tor zu Welt und und damit die Grundlage für den Gewinn von Erkenntnis. Die Bibel mit ihrer Botschaft ist klar wie reines Wasser und hat die Fähigkeit unser Denken ebenso hell und klar zu machen.

    Ich weiß noch, wie ich als Jungbekehrter beim Lesen auf diese Verse stieß und innerlich jubelte, als ich dieses Selbstzeugnis der Bibel las. Es gab mir Ruhe und Gelassenheit, in der Familie mein absolutes Vertrauen in die Bibel zu bezeugen, auch wenn nicht alle meine Sicht teilten. Es sind Entdeckungen wie diese, die die Liebe zum Wort Gottes mit immer neuer Nahrung versehen. Es sind Entdeckungen wie diese, die die Beziehung zu Gott lebendig machen. Hilfreich ist dabei ein genaues Hinschauen, damit die Wörter und Sätze anfangen können, zu uns zu reden.

    Thomas Müller

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    4 min
  • Der richtige Zeitpunkt

    Nach unserer Hochzeit waren meine Frau und ich lange mit dem Auspacken der Geschenke beschäftigt. Wir wurden so überreich beschenkt, dass wir am Ende sogar noch ein dickes Plus zu verbuchen hatten. Das fühlt sich dann erst einmal gut an, nach dem Motto: »Finanziell sind wir erst einmal auf der sicheren Seite.«

    Doch im gleichen Moment kamen auch Fragen auf: »Ist das wirklich genug Geld? Was ist, wenn es eines Tages aufgebraucht ist?« Solche Gedanken verweisen uns auf das, was Jesus bereits vor 2000 Jahren zeigte: Es gibt nie genug Geld, damit wir uns sicher fühlen. Als Menschen machen wir uns ständig Sorgen um unsere Sicherheit. Deshalb ist auch nie der richtige Zeitpunkt da, um dankbar zu sein oder aus Dankbarkeit seinen Besitz mit anderen zu teilen und das Empfangene weiterzugeben. Jesus warnt uns auch nicht davor, etwas zu besitzen. Aber er zeigt uns, dass wir »durch Sorgen« die wahre Freude und Dankbarkeit in unserem Leben verpassen. Solche uns belastenden Gedanken entstehen daraus, wenn wir in der Vermehrung unseres Besitzes unsere Sicherheit, unsere Zufriedenheit und unser Glück suchen.

    Der richtige Zeitpunkt fehlt nicht nur oftmals beim Danken, sondern auch dann, wenn es um den Glauben geht. »Ich werde mich vielleicht später im Leben mit Gott beschäftigen. Aber nicht jetzt, ich habe noch viel vor.« Das Muster ist dasselbe wie beim Ansparen von Geld: Der richtige Zeitpunkt, um dankbar zu sein, wird nie kommen. Stattdessen suchen wir unseren Lebenssinn und unseren Halt in anderen Dingen, denen wir unsere Zeit und Kraft zur Verfügung stellen. Doch wenn wir nie die Entscheidung treffen, unser Leben in Gottes Hand zu geben und dadurch anderen eine Hilfe zu sein, dann wird zuletzt uns selbst nicht mehr zu helfen sein.

    Joel Höfflin

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    4 min
  • Immer gut drauf sein?

    Kann das sein? Immer gut drauf? Freude trotz negativer Umstände? Nun, Paulus schreibt den Philipperbrief nicht aus dem Urlaub, sondern aus einem Gefängnis. Er lebt selbst in schwierigen Verhältnissen. Er wird von einer gottlosen Welt angefeindet, er erlebt eifersüchtige und neidische Mitchristen und beobachtet, wie sich Streit und Gesetzlichkeit in der Gemeinde ausbreiten, die er zehn Jahre vor Abfassung dieses Briefes gründen durfte. Und doch schreibt er an ca. 15 Stellen von der Freude und fordert die Christen in Philippi immer wieder auf: »Freut euch!«

    Dieser Imperativ zeigt mir: Freude ist Christenpflicht. Denn Freude bietet Schutz und Stärke. Wenn ich gut drauf bin, habe ich auch eine innere Zufriedenheit, die mich nicht so anfällig macht für verrückte Ideen. Außerdem ist eine gute Stimmung in schlechten Umständen ein tolles Zeugnis. Und vielleicht fragen Sie sich jetzt auch: Wie kann man das erleben? Warum kann sich Paulus freuen, obwohl er eigentlich keinen Grund dazu hat?

    »Freut euch im Herrn!« Diese Freude hat also mit Jesus Christus zu tun, den Paulus in diesem Brief etwa 40-mal erwähnt. Freude ist also das Ergebnis einer guten Beziehung. Deshalb – Freude ist nicht nur Pflicht, sondern auch Frucht. Sie entsteht durch die Beziehung zu und das Bleiben in Jesus Christus. Sie entspringt dem Bewusstsein tiefer Geborgenheit in IHM. Jesus umgibt mich. Er ist hinter mir, er ist vor mir, über mir, unter mir. Er hat meine Vergangenheit geregelt, er begleitet mich im Alltag, er trägt mich, er weiß um meine Zukunft, und er segnet mich. Ich bin rundum beschenkt durch IHN. Dieses Wissen macht dankbar und froh. So kann man in und durch den Sohn Gottes jemanden haben, der einem in allen Situationen Kraft gibt.

    Hartmut Jaeger

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    5 min

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