Leben ist mehr

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Leben ist mehr episodes

  • Niemand kennt mich wirklich

    Sind wir das, was andere gerade von uns hören und sehen? Nicht unbedingt. Wir schließen uns manchmal der Meinung anderer an, um nicht aufzufallen oder anzuecken, obwohl das, was ein anderer sagt, nicht unbedingt unsere persönliche Überzeugung ist. Niemand bemerkt, wenn wir uns verstellen. Unser Äußeres ist wahrnehmbar, aber nicht unser Inneres, das, was wir denken. Niemand weiß also, wer oder wie wir wirklich sind.

    Völlig anders ist die Sachlage bei Gott. Er hat uns in seinem Wort mitgeteilt, dass vor ihm alles offen und aufgedeckt ist. Der Apostel Johannes schildert uns in seinem Evangelium (Johannes 1,43-50) folgende Begebenheit: Philippus wurde von Jesus aufgefordert, ihm nachzufolgen. So hatte Philippus die Gelegenheit, Jesus aus der Nähe kennenzulernen. Er war dann so beeindruckt von Jesus, dass er das sofort weitererzählen musste. So ging Philippus zu seinem Freund Nathanael. Der saß unter einem Feigenbaum und konnte nicht glauben, was ihm sein Freund erzählte: Ich habe den gefunden, von dem Mose bereits im Alten Testament geschrieben hat und den auch die Propheten angekündigt haben – Jesus aus Nazareth. Er forderte ihn auf, mitzukommen. Noch zurückhaltend, aber neugierig geworden, ging Nathanael mit. Völlig überrascht erlebte er, dass Jesus nicht nur den Ort kannte, wo er sich aufgehalten hatte, sondern sogar über seinen Charakter Bescheid wusste.

    Gott kennt alle Menschen. Er sieht in das Innerste jedes Menschen, kennt alle unsere geheimsten Gedanken und Taten! Das meiste davon sollte lieber nicht in die Öffentlichkeit gelangen, denken wir. Aber vor Gott können wir nichts verbergen. Manche erschrecken bei dem Gedanken, dass ihr Innerstes aufgedeckt ist. Andere sind froh darüber, wenn ihnen ihre Schuld endlich vergeben wird.

    Sebastian Weißbacher

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    6 min
  • Gott spricht alle Sprachen

    »Aweile ess Schluss, du bischt doch neme ganz kloor und iwwarzwersch, ma hat nor Huddel met dehr.«

    Heute ist internationaler Tag der Muttersprache. Das, was Sie vielleicht gerade mit Mühe versucht haben zu lesen und zu verstehen, ist »saarländisch«. Es bedeutet: »Jetzt ist Schluss, du bist doch nicht mehr richtig bei Verstand und widerspenstig, man hat nur Probleme mit dir.« Als »eingefleischter« Saarländer fällt es mir leicht, unsere Mundart zu reden und zu verstehen. Ich bin damit groß geworden. Saarländisch spreche ich besser als hochdeutsch, obwohl ich weiß, dass unser Dialekt in Deutschland keinen guten Ruf hat.

    Am Anfang der Apostelgeschichte wird darüber berichtet, dass die von Jesus erwählten Apostel in Jerusalem vom Heiligen Geist erfüllt wurden, zu den Volksmengen sprachen und jeder Zuhörer (es waren zu diesem Zeitpunkt viele Ausländer in der Stadt) sie in der eigenen Mundart und Muttersprache verstehen konnte. Gott nimmt also die Sprachen und Dialekte der Menschen ernst, um jeden zu erreichen!

    Die Apostel legten nur wenige Wochen nach der Himmelfahrt Jesu an jenem Tag in Jerusalem durch das übernatürliche Wirken Gottes den Grundstein dafür, dass das Evangelium über Jesus Christus, den Sohn Gottes, in alle Welt getragen wurde. Und das bis heute! Die Sprachbarriere, die seit dem Turmbau zu Babel durch die Vervielfachung der bis dahin einen Sprache der Menschen bestand, war nun aufgehoben. Die gute Nachricht von Jesus Christus sollte in alle Sprachen übersetzt werden und alle Menschen erreichen. Sogar in Saarländisch, wenn sich einer die Mühe macht, die es in diese Mundart zu übersetzen. Entscheidend ist aber der Inhalt, der darin weitergegeben wird: Jesus kam in diese Welt, um uns von unseren Sünden zu retten!

    Axel Schneider

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    6 min
  • Ein Skeptiker kommt zu Jesus

    Die Geschichte jeder Bekehrung zu Jesus Christus ist eine ganz persönliche und einzigartige Angelegenheit. Für einige ist die Hinwendung zu Jesus eine verhältnismäßig einfache Sache: Sie erkennen sich plötzlich als Sünder und entdecken, dass Jesus und nur Jesus die Antwort auf ihre Probleme ist. Andere kommen zu ihm durch ein Meer von Zweifeln und Vorurteilen. Einer von ihnen war Nathanael.

    Der erste Schritt, den er in Richtung Jesus tat, bestand darin, dass er ungehemmt Spott und Zweifeln freien Lauf ließ: »Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen?« Die Reaktion war nicht sehr taktvoll seinem Freund Philippus gegenüber, der ihm begeistert vom Messias erzählte. Immerhin hatte Nathanael Argumente zu glauben, Philippus sei einer hinterwäldlerischen Sekte auf den Leim gegangen. Der verheißene Messias musste doch in Bethlehem geboren werden und nicht in Nazareth. So hatte er es aus dem Alten Testament in Micha 5,1 gelernt. Viele Menschen haben noch nicht einmal diesen ersten Schritt getan. Sie glauben nicht an Jesus, aber wissen nicht, warum.

    Wie wurde aus dem Skeptiker ein begeisterter Anhänger Jesu? Nathanael hatte eine persönliche Begegnung mit dem Messias. Jesus anerkannte, dass er durch und durch ehrlich war. »Siehe ein Israelit, in dem kein Trug ist!« Nathanael fragte erstaunt: »Woher kennst du mich?« Jesus nannte ihm präzise Details aus seinem Leben: »Ehe Philippus dich rief, als du unter dem Feigenbaum warst, sah ich dich.« Was dann geschah, ist schwer zu beschreiben. Nathanael merkte: Hier steht jemand vor mir, der alles weiß und der mich ganz und gar kennt. Es kann sich nur um den allwissenden und allmächtigen Gott handeln. Jesus hatte seine Zweifel ernst genommen. Aber in seiner Gegenwart lösten sie sich auf wie Nebel in der Morgensonne.

    Gerrit Alberts

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    6 min
  • Gottes Schöpferkraft

    Neulich sagte mir ein Freund: »Wenn mir jemand erzählen will, er habe die Fotosynthese durchschaut und verstanden, dann beweist er mir damit nur, dass er von Quarks und Quanten noch nichts gehört hat.« Mit »Quarks« meinte er natürlich nicht verschiedene Milchprodukte und mit »Quanten« nicht die Füße des Professors Planck, sondern die unvorstellbar kleinen Bausteine der Protonen und Neutronen in den Kernen der Atome. Gerade auf diese wohl allerkleinsten Teilchen richtet sich zurzeit nämlich die Aufmerksamkeit derjenigen Forscher, die die letzten Geheimnisse der Fotosynthese ergründen wollen – bislang aber noch keinen Durchbruch erzielen konnten.

    Doch auch wenn das eines Tages gelingen sollte, wird das der unendlichen Majestät des Wortes aus Psalm 33,9 nicht den geringsten Abbruch tun. Auch dann nicht, wenn wir Menschen nur die Entdecker ehren. Denn noch immer bleibt der riesige Unterschied bestehen zwischen dem Entwickler einer genialen Maschine und dem, der nur dahinterkommt, wie sie funktioniert.

    Man muss nur die Kosten-Nutzen-Rechnung bei menschlichen Maschinen mit der der Fotosynthese vergleichen, um den unvorstellbar größeren Mehrwert dieser Erfindung zu erkennen. Wenn wir Menschen den Prozess nicht beeinflussen, arbeitet sie mit 100 % Recycling, hinterlässt also keine giftigen oder anderweitig schädlichen Reste. Die Umwandlung von Licht, Wasser und Kohlenstoffdioxid mittels Energiepotenzialen in Sauerstoff und Glukose bedient sich ausschließlich natürlich vorhandener Ressourcen. Dazu kommt, wie viel Krach menschliche Maschinen verursachen, und wie geräuschlos die Fotosynthese-Maschine läuft, die doch zurzeit 8 Milliarden Menschen und alle Tiere und Pflanzen, die kein Blattgrün haben, am Leben erhält.

    Hermann Grabe

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    5 min
  • Unerschöpfliche Kraftquelle

    Tägliche Aufgaben. Aufstehen, Zähneputzen, fertig machen, Frühstück. So ähnlich werden sich viele Tagesanfänge in unserem Leben abspielen. Danach folgen die unterschiedlichsten Aktivitäten, je nach Lebenssituation. In meinem Alltag stehen dann vor allem viele Begegnungen mit Schülerinnen und Schülern, Absprachen und weitere organisatorische Dinge auf der To-do-Liste. An einigen Tagen kommt es mir so vor, als würde ich pausenlos auf den Beinen sein und den verschiedensten Verpflichtungen hinterherhetzen. Kein schönes Gefühl, und schnell bin ich mit meinen eigenen Kräften am Ende. Die Bibel gibt uns einen Einblick in den Alltag von Jesus: Er lehrte zunächst in der Synagoge, vollbrachte Wunder, heilte die Schwiegermutter des Petrus. Abends, als endlich Ruhe einzukehren schien, kamen Kranke zu ihm und wollten geheilt werden. Was für ein voller Tag!

    Tägliche Ruhe. Während ich mit meiner körperlichen Kraft, aber auch mit meiner emotionalen Belastbarkeit immer wieder an meine Grenzen stoße, ist dies beim Sohn Gottes anders. Er bleibt geduldig, wird nicht mürrisch oder ungehalten – obwohl sein Tag so viel voller ist als meiner! In Markus 1,35 dürfen wir einen Einblick in die Kraftquelle bekommen, die Jesus stärkt: »Und am Morgen, als es noch dunkel war, stand er auf, ging hinaus an einen einsamen Ort und betete dort.« Jesus verbringt früh am Morgen Zeit allein mit seinem himmlischen Vater. Dort lässt er sich stärken. Wenn der Sohn Gottes es nötig hat, bei seinem himmlischen Vater aufzutanken, wie viel mehr haben wir Menschen es nötig, bei unserem Schöpfer neue Kraft zu erfahren! Wie schnell verlassen wir uns auf unsere menschliche, beschränkte Kraft und wenden uns nicht an denjenigen, der unbeschränkt geben kann.

    Ann-Christin Bernack

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    5 min
  • Nicht ohne Gebet

    Schon heute gilt der 40. Präsident der Vereinigten Staaten, Ronald Reagan (1911–2004), als einer der ganz Großen. Vom ehemaligen Rettungsschwimmer, Radioreporter und Schauspieler zum Gouverneur und schließlich zum Präsidenten geworden, hat Reagan nachhaltige Spuren in der Welt hinterlassen.

    Mit seinem Namen werden Wirtschaftswachstum, Sinken der Arbeitslosenzahl sowie Verteidigung von Freiheit und Moral untrennbar verbunden bleiben. Ein herausragender Platz in der Geschichte ist ihm gesichert, weil er durch Klugheit und Beharrlichkeit (beinahe im Alleingang) in Verhandlungen den Weg dafür bereitete, den Kalten Krieg zu beenden (was auch zum Fall der Berliner Mauer führte), ohne je einen Schuss abgefeuert zu haben.

    Menschen, die Reagan näher kannten, führen seine Erfolge auf ein ausgeprägtes Gebetsleben zurück. Einer seiner Berater beschrieb ihn als Mann, »der mit der göttlichen Macht in direkter und vertrauter Beziehung stand«. Ein hoher US-Richter sagte kurz und knapp aus seiner langjährigen Beobachtung: »Er war ein Mann des Gebets.« Ein Biograf sah das »Gebet als einen regelmäßigen Bestandteil seines Lebens und seiner Präsidentschaft«. Selbst während der verschiedenen Kabinettstreffen beobachteten die Anwesenden oft, wie Reagan immer wieder den Kopf senkte und kurz betete.

    Wenn sich einer der mächtigsten Männer der Welt bewusst war, ohne die Hilfe von oben nicht auskommen zu können, wie viel mehr dann wir in unseren alltäglichen Nöten. So wie Ronald Reagan Zuflucht und Rat bei Gott suchte, ist das auch für Sie und mich möglich und nötig. Gott macht dabei keinen Unterschied zwischen den Gebeten von Regierenden oder von Regierten. Er wartet nur darauf, dass wir uns vertrauensvoll und im Glauben an ihn wenden.

    Martin von der Mühlen

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    4 min
  • »Ich musste kommen!«

    Am 16. Februar 2024 starb der Kreml-Kritiker Alexej Nawalny. Von einigen im Volk verehrt, wurde der Vorwurf erhoben, er sei unrechtmäßig von der russischen Regierung inhaftiert worden. Die Haftumstände sollen dramatisch gewesen sein, seine Todesursache blieb lange ein Geheimnis. Eine öffentliche Beisetzung sollte zunächst nicht stattfinden, nach vielen Protesten wurde er jedoch öffentlich zu Grabe getragen.

    Dieser Beerdigung beizuwohnen war ein großes Risiko. Viele Menschen, die gekommen waren, mussten dafür ihre Angst überwinden, so wie die Frau, die bekannte: »Ich konnte nicht anders. Ich musste kommen. Es war sehr beängstigend. Wir kamen früher an, standen und versteckten die Blumen vor den Kameras. Es ist sehr schwer, das durchzustehen. Ich habe keine Angst. Keine noch so große Angst kann die Trauer über den Verlust dieser Persönlichkeit übersteigen.«

    Das erinnert mich an einen anderen Mann, der auch unrechtmäßig gefangen genommen wurde: Jesus Christus. Bei ihm konnte man definitiv keine Schuld feststellen, trotzdem wurde er verurteilt. Doch zu seiner Hinrichtung kamen nur wenige. Zwei Männer bestatteten ihn, das warʼs. Man hätte ihn als einen großen Helden verehren müssen, aber viele waren mit Blindheit geschlagen oder sogar froh, ihn endlich los zu sein. Die Angst, an seinem Kreuz gesehen zu werden, war zu groß. Und doch hätte er dies mehr als verdient gehabt, denn er starb, um uns von unserer Sünde und Schuld zu befreien. Das konnte er, weil er selbst sündlos war.

    Doch der wesentliche Unterschied zu Nawalny ist: Zu Jesus Christus kann auch jetzt noch jeder kommen, der will. Denn er ist vom Tod auferstanden und lebt. Und er kann allen, die an ihn glauben und sich zu ihm bekennen, ewiges Leben schenken.

    Tim Petkau

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    4 min
  • Umzug

    Vor ein paar Wochen sind wir als Familie umgezogen. Das war ein guter Grund, mal wieder auszusortieren, Sachen zu verschenken und wegzugeben. Denn obwohl wir nur vier Jahre in der bisherigen Wohnung gewohnt haben, war das Zeit genug, eine Menge Sachen anzuhäufen. Mit diesem Umzug waren besonders zwei Gefühle verbunden: Bedauern, das Alte, Gute aufzugeben, und die Hoffnung, etwas Neues, Besseres zu bekommen. Gott sei Dank hat sich das zweite Gefühl bewahrheitet, und wir leben uns langsam im neuen Zuhause ein.

    Während wir nun alles schön einrichten und wohnlich machten, musste ich über Neuanfänge nachdenken. Wäre es nicht schön, alle Fehler und eigenes Versagen hinter sich lassen zu können, um noch einmal ganz von vorn anzufangen? Wie schön ist die Nachricht, dass genau das geht. Klar, mit manchen Konsequenzen vergangener Taten wird man sein Leben lang zurechtkommen müssen. Dennoch ist ein Neuanfang bei Gott möglich. Der Tagesvers sagt genau das – wenn wir »in Christus« sind, sind wir neu gemacht.

    Aber wie geht das, »in Christus« zu sein? Das bedeutet, dass ich meine Verlorenheit, mein Versagen eingestehe und es vor Gott bringe. Es bedeutet, dass ich bekenne, Fehler gemacht zu haben, und zugebe, dass ich aus mir selbst heraus nicht in den Himmel kommen kann. Und dann nehme ich das Angebot Gottes an, der seinen Sohn Jesus auf die Erde gesandt hat, um für unsere Sünde am Kreuz zu sterben. Dann bin ich »in Christus« und eine neue Schöpfung. Das ist der persönliche Neuanfang. Nicht nur mit, sondern in Christus – für immer, und ohne es je zu bereuen. Es ist wie bei einem Umzug – Erleichterung und Freude über die Möglichkeit, neu zu starten. Dem Alten allerdings trauert man überhaupt nicht mehr nach.

    Rebecca Grimm

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    4 min
  • Bedürfnisse

    Auf meiner Seite des Ehebetts hängt seit 37 Jahren dieser Spruch: »Liebe ist, die wahren Bedürfnisse des anderen zu erforschen und zu stillen suchen!« (Auf der Seite meiner Frau hängt ein anderer Spruch. Für sie eben.) Dieser Spruch drückt u. a. aus: Unser ganzes Wesen ist von Natur aus eine einzige große Bedürftigkeit. Wir sind unvollständig, vorläufig, leer und doch so vollgestopft – ein einziger Notschrei zu dem, der die verwirrten Fäden lösen und wieder ordnen kann, was uns entglitten ist.

    C. S. Lewis beschrieb einmal, was die Liebe eines Mannes zu seiner Frau umfasst. »Bedürftige Liebe sagt von einer Frau: ›Ich kann nicht leben ohne sie‹, schenkende Liebe möchte ihr Glück, Trost, Schutz und – wenn möglich – den Genuss eines schönen, lebenswerten Lebens verschaffen; wertschätzende Liebe schaut, hält den Atem an und verstummt, frohlockt, dass es ein solches Wunder gibt – verzweifelt nicht ganz, wenn es sie verliert, will lieber den Verlust ertragen, als es nie geschaut zu haben.«

    Als Gott dem Mann eine Frau erschuf, machte er ihm eine Gehilfin, die ihm entsprach. Das war von Anfang seine Idee. Sie musste nicht gleich sein, sondern Eva war ungleich, verschieden. Und trotzdem war sie genau passend. Sie war in allem das, was Adam in seiner Bedürftigkeit brauchte. Und Adam war so, wie Eva es brauchte. Gottes Idee war nicht ein Duell, sondern ein Duett. Die Frau braucht sich nicht emanzipieren, sondern darf sich mit allen ihren Begabungen und Eigenarten zu ihrem Mann, hinter ihn und neben ihn stellen. Eva war das wertschätzende Geschenk Gottes an Adam!

    Es ist eine wunderbare Idee Gottes, wenn Mann und Frau eins sind. Nicht, weil sie, jeder für sich, auf ihre Rechte pochen. Sondern weil sie entsprechend dem Plan Gottes leben und lieben.

    Peter Lüling

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    5 min
  • »Highway to Hell«?

    Zu Fuß bin ich auf dem Heimweg zu unserem Haus. Vor mir fährt ein Auto mit lauter Musik auf ein Grundstück. »I´m on a Highway to Hell«, tönt es aus dem Fenster. Noch immer ist dieses Lied aus dem Jahr 1979 zu hören. Schon immer fand ich es eigenartig. Es vermittelt die Vorstellung, Hölle sei Partytime mit Freunden. Dabei kann man Bescheid wissen, was Hölle tatsächlich ist, weil es sie weltweit gab und gibt. Leute, die Schlimmes erlebt haben sagen: »Es war die Hölle!« Menschen, die das KZ überstanden haben, sagen: »Es war die Hölle!« Menschen, deren Häuser im Ukrainekrieg oder im Gazakrieg zerstört wurden, erlebten »die Hölle«. Überall, wo Menschen, um ihr Leben bangen, keine Zukunft sehen, Ungerechtigkeit, Angst und Schrecken durchleben, da ist »Hölle auf Erden«.

    Hölle ist auch da, wo Gottes Anwesenheit nicht erwünscht ist. Ihm wird kein Zutritt, keine Teilhabe gewährt. Er darf nicht bestimmen. Ohne Gott bleiben dann aber auch Dunkelheit, Ungerechtigkeit, Gewalt, Hass, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit. Es gibt keine Liebe, keine Freude und keinen Frieden. Die Vorstellung, dass nach dem Tod die Hölle ein Ort der großen Party sein soll, ist also völlig abwegig. Wenn schon hier Hölle ist, wo Gott keine Rolle mehr spielt, dann ist es ohne Gott nach dem Tod auf keinen Fall besser, ja, sogar noch weitaus schlimmer, denn dann ist alles endgültig.

    Die »Party«, das große Fest, findet stattdessen bei Gott im Himmel statt. Und er lädt immer noch dazu ein. Dorthin können wir kommen, weil Jesus am Kreuz für uns »durch die Hölle gegangen ist«. Jesus ablehnen bedeutet, Gott ablehnen, den Himmel ablehnen, das große Fest dort ablehnen. Es bedeutet, die Ewigkeit ohne Gott zu wählen und alles Gute, das von Gott kommt, abzulehnen.

    Manfred Herbst

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    5 min

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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…

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