Leben ist mehr

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Leben ist mehr episodes

  • Wein (1): Gottes Großzügigkeit

    Wer schon einmal die älteste Stadt Deutschlands – Trier – besucht hat, dem gingen sicherlich die Augen über vor lauter Schönheit der Weinberge an den Moselhängen. Deren Rieslinge sind berühmt für ihr feines Säurespiel und die Schiefermineralik. Fans aus aller Welt pilgern jährlich an die Mosel, um die Arbeit der Winzer kennenzulernen und ihre Weine zu verkosten.

    Doch welchen praktischen Nutzen hat Wein eigentlich? Nun, er ist quasi ausschließlich ein Genussmittel. Und genau das fasziniert mich: Gott hat uns mit dem beliebten Rebensaft ein reines Genussgeschenk gemacht – und das sagt doch einiges über seinen Charakter.

    Wussten Sie, dass das Wort »Wein« in der Bibel über 200-mal, »Weinberg« über 100-mal vorkommt? Leider nicht immer positiv (zu allen Zeiten gab es Substanzmissbrauch); aber insgesamt wird klar, dass Gott ein großer Freund von Genuss, Gemeinschaftserlebnis und Freude ist – wie auch der Tagesvers sagt. Er beschenkt uns in seiner Großzügigkeit mit einem reinem Genussgewächs, das vielseitiger kaum sein könnte. Und als er auf die Erde kommt, besteht sein erstes Wunder darin, durch Weinvermehrung die Freude und ausgelassene Stimmung einer Hochzeit zu retten. Wie dieser Tropfen wohl geschmeckt hat?

    Gottes Großzügigkeit will auch Sie beschenken. Er hat es ja schon getan und tut es täglich – denken Sie abgesehen vom Wein nur an die Sonne und die Natur, die er Sie tagein, tagaus frei Haus genießen lässt. Aber das größte Geschenk ist zweifelsohne Jesus selbst. Eine persönliche Beziehung zu ihm ist der größte Genuss, in den man kommen kann. Weil er nämlich weit über das irdische Leben hinausreicht.

    Jacob Ameis

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    5 min
  • Das Ende der Sklaverei

    Seit 1998 wird am 23. August der Internationale Tag der Erinnerung an den Sklavenhandel und seine Abschaffung begangen. Jahrtausendelang hat Sklaverei die Weltgeschichte begleitet. In England wurde der Sklavenhandel 1807 verboten, und 1833 stimmte das Parlament für die Abschaffung der Sklaverei. 1848 verbot Frankreich die Sklaverei in seinen Kolonien und verankerte dies auch in seiner Verfassung. Die endgültige Abschaffung in den USA am 18. Dezember 1865 ist noch nicht einmal 200 Jahre her. Sehr befremdend ist zudem, dass sogar Christen es bis dahin als normal ansahen, Sklaven zu halten.

    Sklaverei ist etwas, das Menschen geschaffen haben. Sie widerspricht der Bestimmung, die Gott sich für den Menschen gedacht hat. In der Bibel wird sogar berichtet, dass Gott ein ganzes Volk, das in harter Sklaverei gehalten wurde, aus der Unfreiheit erlöste. Er führte es in ein Land, in dem es in Freiheit leben konnte. Das war Israel. An diesem Volk sollte sichtbar werden, wie gut es Menschen geht, die unter Gottes Schutz und Leitung leben.

    Später sprach auch Jesus davon, dass er von Sklaverei frei machen möchte. Dabei dachte er an Abhängigkeiten, in die Menschen sich selbst begeben. Zuerst geben uns Dinge, die wir tun, das Gefühl der Freiheit, und dann beherrschen sie uns. Wir werden beherrscht von angelernten Haltungen, Prägungen und Festlegungen. Von Sorgen, Unruhen und Ängsten. Von schlechten Gewohnheiten und Süchten, die uns binden oder entstellen. Jesus will Menschen nicht befreien, um sie in eine neue Art von Druck (z. B. religiösen Druck) zu führen, sondern damit sie zu echter Freiheit finden. Diese finden wir tatsächlich, wenn wir auf das hören, was er gesagt hat, und ihm folgen.

    Manfred Herbst

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    5 min
  • Fenster ins frühe Christentum (6)

    Halsstarrig? Ein halsstarriger Mensch ist jemand, der sich gegen jegliches Angetrieben- und Geführtwerden wehrt und sich sträubend und eigensinnig verhält. Mit zunehmendem Alter können Menschen immer halsstarriger werden. Aber im Grunde ist es eine typisch menschliche Charaktereigenschaft, die aus dem Stolz und einer überzogenen Selbstüberzeugung entsteht. Es kann sich verhängnisvoll auswirken, wenn man unfähig ist, sich auf eine andere Sichtweise oder etwas Neues einzulassen und Einsicht zu zeigen.

    Solche Halsstarrigkeit bescheinigt der Judenchrist Stephanus seinen Landsleuten, als sie ihn wegen seines Zeugnisses über Jesus vor Gericht zerren, um seine Verurteilung zu erreichen. Die Predigt, die er ihnen dann hält, bringt sie erst recht gegen ihn auf. Sie sind nicht zum Umdenken bereit und bleiben halsstarrig, was das Festhalten an ihrer schon uralten Religion betrifft, die sie trotz ihrer intensiven Bemühungen nicht vor Gott gerecht machen kann. Das kann ausgerechnet nur durch den Glauben an den möglich werden, den sie wenig zuvor auch schon in den Tod getrieben haben: Jesus Christus, der am Kreuz für unsere Sünden starb und allen an ihn Glaubenden seine Gerechtigkeit schenkt, mit der allein man vor Gott bestehen kann.

    Auch heute fällt es vielen schwer, einzusehen, dass es einer besseren Gerechtigkeit bedarf als der eigenen, mühsam erarbeiteten und doch unvollkommenen menschlichen Gerechtigkeit. Wenn uns das jemand sagt und Gottes Wort uns das klarmacht, dann ist es gefährlich, halsstarrig an dem festzuhalten, von dem man fälschlicherweise ausgeht, dass es genügt. Bevor man also vorschnell darüber hinweggeht, sollte man sich den mit Gottes Wort begründeten Argumenten stellen und zu einem Umdenken bereit sein.

    Joachim Pletsch

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    12 min
  • Fenster ins frühe Christentum (5)

    Mit Schmach und Schande davongejagt. »Schmach« und »Schande« wurden nach Beendigung des Ersten Weltkriegs zu zentralen Begriffen in den Debatten der Nationalversammlung in der Weimarer Republik. Das hing damit zusammen, wie die Sieger mit den Besiegten umgingen. So weigerten sich die Vertreter der Siegerstaaten, mündlich mit den Deutschen zu verhandeln. Im Schritttempo wurden die deutschen Vertreter durch die zerstörten Gebiete Frankreichs zur Vertragsunterzeichnung gefahren. Sie sollten auf die Büßerrolle gedrillt werden. Auch die harten Friedensbedingungen trugen zur tiefen Beschämung bei. Das erzeugte bei vielen Deutschen Nachwirkungen, die zum Verlangen nach Revanche und schließlich zu einem weiteren Weltkrieg führten.

    Auf ähnliche Weise wurden die Apostel Petrus und Johannes schlecht behandelt und mit »Schmach« und »Schande« bedacht, obwohl sie einem Lahmen Heilung gebracht und darüber hinaus die gute Botschaft vom Retter Jesus Christus verkündet hatten. Das Wunder an dem Gelähmten bewies die Kraft, die mit dem Namen »Jesus« verbunden war, und zeigte, dass er wirklich retten konnte – nicht nur im Fall von Krankheit, sondern auch in Bezug auf die Sünde und Schuld von Menschen. »In keinem anderen ist Rettung zu finden, denn unter dem ganzen Himmelsgewölbe gibt es keinen vergleichbaren Namen« (4,12), hatten sie vor Gericht bezeugt, ungeachtet dessen, wie sie behandelt wurden. Die Botschaft der Rettung für alle Menschen war ihnen wichtiger als ihr eigenes Wohlergehen. Durch das Leid, das sie auf sich nahmen, verstanden sie nun besser, was ihr Herr und Retter für sie einst am Kreuz gelitten hatte. Statt Zorn und Bitterkeit bewirkte das große Freude. Wie ihr Herr hatten sie nicht Streit und Krieg im Sinn, sondern Versöhnung und Frieden.

    Joachim Pletsch

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    10 min
  • Fenster ins frühe Christentum (4)

    Ein Herz und eine Seele. So lautet der Titel einer deutschen Fernsehserie, die von 1973 bis 1976 in zwei Staffeln vom WDR produziert wurde. Im Vordergrund steht das Leben der kleinbürgerlichen westdeutschen Familie Tetzlaff, deren ebenso cholerisches wie reaktionäres Oberhaupt, »Ekel« Alfred, von Heinz Schubert verkörpert wird. Die Serie erreichte eine hohe Popularität und wird bis heute regelmäßig wiederholt. Gezeigt wurde stark überspitzt das Zusammenleben einer westdeutschen Familie in einer nordrhein-westfälischen Reihenhaussiedlung zu Anfang der 1970er-Jahre. Dass ein großes Publikum an den mit Beleidigungen angereicherten Wortgefechten so viel Freude fand, lässt nichts Gutes für den zwischenmenschlichen Umgang in unserer Gesellschaft erahnen. Das Signal ist im Grunde: Ein solches Verhalten ist nicht nur völlig normal, sondern auch vergnüglich und zum Schmunzeln. In Wahrheit aber kann man so nicht folgenlos miteinander umgehen.

    Mit seiner Gemeinde/Kirche hat Jesus Christus etwas anderes im Sinn. Im Tagesvers wird das ansatzweise beschrieben. Durch den Glauben an ihn schenkt Jesus ein Miteinander, das von Liebe, Fürsorge und Güte geprägt ist – wo man wirklich »ein Herz und eine Seele« ist. Mit der Konsequenz, dass jeder dem anderen all das Gute wünscht, das er selbst empfangen hat. Da geht es nicht nur um Materielles, sondern vor allem um den Glauben und die Beziehung zu Gott, die man gefunden hat und in der man glücklich lebt: auf ewig versöhnt und beschenkt mit dem höchsten Gut, das es gibt – dem ewigen Leben. Das Erstaunliche dabei: Wenn man davon weitergibt, hat man nicht weniger, sondern mehr. Man verliert also nichts von dem, was man gewonnen hat. Diese Erfahrung prägte die ersten Christen und schenkte ihnen ein freigiebiges Herz.

    Joachim Pletsch

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    9 min
  • Krank machende Gebäude

    Eine amerikanische Krankenschwester berichtete von wiederkehrenden Asthmaanfällen, die sie immer überkamen, wenn sie auf einer Krankenstation arbeitete. Weitere Kollegen berichteten von einem Engegefühl in der Brust, Keuchen, juckenden Augen und laufenden Nasen.

    Die Sache wurde erst ernst genommen, als eine sechsjährige Patientin Fieber und eine Lungenentzündung bekam und starb. Bei der Autopsie kam heraus, dass ihre Lunge von einem Pilz befallen war. Die Luftfilter der Klimaanlage auf der Station waren mit einer Schimmelschicht überzogen. Das Krankenhaus musste die Heizungs- und Klimaanlage komplett austauschen und eine Kernsanierung der gesamten Station vornehmen, um das Problem in den Griff zu bekommen.

    Nicht immer sind die Ursachen von Sick-Building-Syndrome (= krankes Gebäude-Syndrom) so leicht identifizierbar und eindeutig. Gefährliche Krankheitserreger kann es selbst dort geben, wo wir sie nicht vermuten. Das gilt ebenso für die »geistliche« Atmosphäre, in der wir leben. Auch in dieser Hinsicht merken wir nicht immer die schädlichen Einflüsse.

    Ein sicheres Messinstrument, um schädliche von gesunden geistlichen Einflüssen zu unterscheiden, sind die Gebote Gottes. Das jedenfalls ist die Erfahrung des Psalmdichters. Er will sich nicht dem Rat der Gottlosen und dem Einfluss der Spötter aussetzen. Leider sind viele Massenmedien voll von gottlosem Rat und Spott – sogar über die Gebote Gottes.

    Stattdessen hat der Psalmist Gefallen an den Weisungen Gottes und beschäftigt sich intensiv damit. So setzt er seine Gedankenwelt einer saubereren Atmosphäre aus. Sein inneres geistliches Leben wird dadurch gesund. Auch in Zeiten der Dürre und Schwierigkeiten trägt dieser Einfluss und gibt ihm sicheren Halt.

    Gerrit Alberts

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    5 min
  • Fenster ins frühe Christentum (3)

    Die Grundlage für Wachstum. In der Natur lässt sich Folgendes beobachten: Ein Samenkorn wird in fruchtbaren Boden gelegt und bewässert. Bald sprosst daraus ein Keimling hervor. Das Licht und die Wärme der Sonne sowie der Sauerstoff bewirken, dass die neue Pflanze emporwächst, ausreift, blüht und sogar Früchte und Samen trägt. Dieser Vorgang verläuft je nach Pflanzenart unterschiedlich – zum Beispiel gibt es auch Samen, die auf bestimmte Anreize »warten«, bevor sie zu keimen beginnen.

    Mit der Predigt von Jesus, dem Retter, wurde damals ein ganz besonderes Samenkorn in die Herzen der Menschen gelegt. Eines, das, wenn es aufgeht, ewiges Leben hervorbringt. Doch anders als in der Natur bedarf es dazu einer Reaktion dessen, der es empfangen hat: »So tut nun Buße und bekehrt euch, damit eure Sünden ausgetilgt werden!«, forderte der Apostel Petrus seine Zuhörer auf. »Kehrt um, damit ihr in den Genuss der guten Gabe Gottes kommt, die mit dem Glauben an Jesus verbunden ist« (vgl. Verse 19-20).

    Die Vergebung der Sünden bei der Umkehr zu Gott ist das eine. Aber es ist nur der Anfang und geht noch viel weiter. Gott gibt solchen, die an Jesus und das, was er für sie getan hat, glauben, seinen Geist. Dieser wirkt wie die Sonne und das Licht in der Natur. Er bringt aus dem Keim des Evangeliums neues Leben hervor und lässt es zu einer nützlichen Pflanze wachsen, die Frucht bringt. Frucht, die Gott gefällt und die auch im Leben anderer wiederum etwas bewirkt. Sie macht Geschmack auf das, was von Gott kommt und zum ewigen Leben wirkt. Kein Hungern, kein Vergehen, sondern Sättigung und Erhalt des Lebens: Das sind Gottes Ziele für uns. Aber sie werden nur erreicht, wenn wir uns auf Jesus einlassen und ihn dankbar und bereitwillig in uns aufnehmen.

    Joachim Pletsch

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    8 min
  • Fenster ins frühe Christentum (2)

    Die Initiative ergreifen! – Wer soll die Sache in die Hand nehmen? Das ist immer die Frage, wenn es darum geht, etwas in Gang zu setzen, das jeder als notwendig erkannt hat. Man braucht jemanden, der die Initiative ergreift, Maßnahmen einleitet, andere zum Mitmachen motiviert und die Möglichkeiten und Mittel dazu aufzeigt. Wenn sich so jemand nicht findet, verläuft die Sache schon bald wieder im Sand.

    Wer hätte das gedacht? Einer, der schon im Abseits zu stehen schien, weil er Jesus, dem er ewige Treue geschworen hatte, zuletzt doch verleugnet hatte (»Ich kenne diesen Menschen nicht«), war zurückgekehrt. Petrus war nun der Sprecher derer geworden, die Jesus weiterhin nachfolgten. Wie war das möglich?

    Jesus hatte Petrus wieder zurechtgebracht und seinen Auftrag für ihn erneuert: seine Gemeinde bauen, Menschen zu Jesus führen und sich wie ein Hirte um seine Schafe kümmern. Außerdem hatte er ihm mit der Gabe des Heiligen Geistes an Pfingsten auch den Mut und die Kraft zur Umsetzung gegeben. Was für ein Ereignis war das damals! Die Geburt der christlichen Kirche in Jerusalem durch die Verkündigung dessen, der für uns Menschen gestorben und auferstanden war! Dieser Mann – Jesus Christus – »war von Gott bestätigt worden durch mächtige Taten und Wunder und Zeichen« (V. 22). Und doch war er von den Juden ans Kreuz geschlagen worden. Aber Gott hatte ihn erneut als den Messias, als den Herrn und Retter aller Menschen bestätigt, indem er ihn auferweckte und zu seiner Rechten in den Himmel erhöhte. War deshalb nun alles verloren für sie? Nein, durch Umkehr und Reue über ihr falsches Handeln konnten sie Vergebung bei Gott finden, weil Jesus durch seinen Tod für ihre Schuld bezahlt hatte. Genau das hatte ja Petrus selbst erlebt.

    Joachim Pletsch

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    10 min
  • Fenster ins frühe Christentum (1)

    Zeugen gesucht! In der Tageszeitung begegnen mir immer häufiger Meldungen, in denen Zeugen aufgerufen werden, sich an die Polizei zu wenden, z. B. bei Vandalismus, Unfallflucht oder nächtlichem Diebstahl. Um den oder die Täter ausfindig zu machen und zur Rechenschaft zu ziehen, sind Zeugen sehr wichtig. Leider gibt es oft keine, oder sie wollen nicht an der Klärung einer Straftat bzw. einer Ordnungswidrigkeit mitwirken. Dann entsteht leicht der Eindruck, dass die Schuldigen wieder einmal ungeschoren davonkommen.

    Bei seinem letzten Zusammensein mit seinen Jüngern kündigte Jesus ihnen an, dass sie in der ganzen Welt Zeugen sein würden von dem, was geschehen war – im Grunde auch von einem Verbrechen: Er war unschuldig am Kreuz hingerichtet worden, nach drei Tagen jedoch wieder auferstanden und seinen Jüngern erschienen. Er war also nicht gescheitert, sondern hatte durch seinen Tod erstaunlicherweise die Möglichkeit zur Versöhnung mit Gott geschaffen: Weil er stellvertretend für uns am Kreuz starb, um die Strafe für unsere Sünden zu tragen. Damit wurde er zur Schlüsselperson für alle Menschen, sodass nun jeder, der an ihn glaubt, mit Gott versöhnt werden kann. Das soll seither durch seine Nachfolger bezeugt und in der ganzen Welt verkündigt werden.

    Zeugen gesucht! Dieser Aufruf gilt bis heute, und erfreulicherweise hat es immer genug Zeugen gegeben, sodass in keiner Generation, Zeit und Region der Erde die gute Botschaft von Jesus und dem, was er für uns getan hat, in Vergessenheit geraten ist. Wer dieser Botschaft Glauben schenkt, sich zu Jesus wendet und seine Vergebung in Anspruch nimmt, wird durch ihn neues Leben und Kraft aus dem Himmel empfangen, um dann ebenso zu bezeugen, dass er durch Jesus von seinen Sünden gerettet wurde.

    Joachim Pletsch

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    8 min
  • Besuch im Seniorenheim

    Neulich besuchte ich eine liebe, ältere Dame im Seniorenheim. Während wir durch den Garten spazierten, fiel mein Blick auf ein Gedicht Gerhard Tersteegens, das mitten in einem Blumenbeet auf einem Schild prangte: »Ein Tag, der sagt dem andern, / mein Leben sei ein Wandern / zur großen Ewigkeit. / O Ewigkeit, so schöne, / mein Herz an dich gewöhne, / mein Heim ist nicht von dieser Zeit.«

    Für einen ganz kurzen Moment empfand ich es als makaber, dieses Gedicht in einem Seniorenheim zu finden. Als ich mir die Worte jedoch noch einmal durch den Kopf gehen ließ, gefiel mir das Gedicht immer besser, und vor allen Dingen fand ich es sehr weise und treffend. Es ist ein Fakt, dass wir mit jedem erlebten Tag einen Tag näher an unserem Ende sind. Die Deutschen sind Meister im Verdrängen dieser Tatsache, wie es mir manchmal scheint. Und dennoch ist es wahr, dass jedes Leben auf der Erde hier einmal zu Ende geht.

    Auch Mose, der obigen Bibelvers schrieb, bittet Gott darum, ihn immer wieder daran zu erinnern, dass wir sterben müssen. Doch warum das? Ist Verdrängen nicht wirklich die bessere Option, um wenigstens ein paar Jahre »Ruhe und Frieden« zu haben? Nein, Mose schreibt das, »auf dass wir klug werden«. Viele Dinge, die einem so groß und wichtig erscheinen, sehen aus der Ewigkeitsperspektive betrachtet relativ klein und unbedeutend aus.

    Doch richtig ruhig kann ich über diese Entscheidung erst werden, wenn ich weiß, was danach kommt und wer auf mich wartet. Wie gut, dass Mose ein paar Verse vorher schreibt: »Ehe geboren waren die Berge, und du die Erde und den Erdkreis erschaffen hattest, ja, von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du Gott« (Psalm 90,2). Gott, der Unveränderliche, möchte auch auf Sie warten, um Sie in der Ewigkeit zu empfangen!

    Rebecca Grimm

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    5 min

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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…

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