Leben ist mehr

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Leben ist mehr episodes

  • Nur ein Weg

    Stellen Sie sich vor, Sie setzen sich in Ihr Auto, um nach Juneau, der Hauptstadt Alaskas, zu fahren. Dort würden Sie garantiert nicht ankommen, egal wie sehr Sie sich auch bemühen, welches Navigationsgerät Sie benutzen oder welche Schleichwege Sie kennen. Denn: Juneau kann man ausschließlich per Flugzeug oder Schiff erreichen, da es dorthin keine einzige Straßenverbindung gibt.

    Die Menschen in unserer Zeit verhalten sich oft wie ein Autofahrer, wenn es um die Frage geht, wie man zu Gott kommen kann. Sie sind sehr kreativ und meinen, viele Wege finden zu können, von denen sie überzeugt sind, dass sie zu Gott führen. Sie vertrauen auf ihre Frömmigkeit, auf ihre guten Taten, auf ihren Lebensstil und vieles mehr. Dabei verkennen sie aber, dass der erste Schritt zu Gott ist, »aus dem Auto auszusteigen«, d. h., auf die eigenen vermeintlichen Möglichkeiten zu verzichten. Denn es geht nicht darum, irgendeine Straße zu finden, sondern um eine ganz andere Art von Weg.

    Gott selbst hat uns einen Weg zum Himmel gebahnt, indem er Jesus Christus, seinen Sohn, auf diese Erde schickte. Das war nötig, weil unsere Versuche, zu Gott zu gelangen, alle an unserer Sünde scheitern. Jesus kam, um für unsere Sünden am Kreuz zu sterben, wodurch der Weg zu Gott frei wurde. Im heutigen Tagesvers erklärt das Jesus selbst, indem er sagt: »Ich bin der Weg« und »niemand kommt zum Vater als nur durch mich«.

    Es ist eigentlich ganz einfach: Nur Jesus führt uns zu Gott. Wer sich also Jesus anschließt, ihn als Retter im Glauben annimmt und ihm nachfolgt, der gelangt an das hoffentlich ersehnte Ziel. Und nicht erst für die Zukunft hat das Sinn, sondern macht schon jetzt einen Unterschied, ob man Gott zum Vater und einen vertrauten Umgang mit ihm hat.

    einzelner Autor

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    5 min
  • Tod – und dann?

    Die meisten Menschen fürchten den Tod. Sie möchten nicht an ihn erinnert werden. Selbst beim Anblick eines Leichenwagens bekommen sie schon ein mulmiges Gefühl. Sie möchten es nicht wahrhaben, dass sie sterben müssen, obwohl es das einzig Sichere auf der Welt ist. Der Tod wird verdrängt, totgeschwiegen oder ignoriert, so als gäbe es ihn überhaupt nicht.

    Salvador Dali soll gesagt haben, er glaube nicht an seinen Tod, und doch musste er mit 85 Jahren sterben.

    Viele Menschen leben so wie einst die Passagiere auf der Titanic. Sie meinten, dieses Schiff sei unsinkbar, es könne nicht untergehen. Doch dann kam plötzlich und unerwartet die Kollision mit dem Tod in Form eines Eisbergs. Dann ging die Titanic trotz aller Vorhersagen doch unter. Ja, dann war Panik auf der Titanic. Auf einen Schlag waren alle Wünsche, Hoffnungen und Planungen zunichte gemacht. Das scheinbar unsinkbare Schiff hat 1514 (!) Menschen mit in die Tiefe gerissen. Ich denke, wir können uns die zuvor durchlittene Qual und die Ängste derjenigen nicht vorstellen, die davon betroffen waren. Es war ein unbeschreiblich schrecklicher, aussichtsloser Kampf mit den Naturgewalten. Ganz anders war es beim Apostel Paulus. Er schrieb in Philipper 1,21 und 23: »Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn. Ich habe Lust aus der Welt zu scheiden und bei Christus zu sein, was auch viel besser wäre ...«

    Wie geht es Ihnen bei dem Gedanken an Ihren Tod? Bekommen Sie auch Panik, oder können Sie mit Paulus sagen: »Sterben ist mein Gewinn«? Klar, wir möchten alle noch gerne ein paar Jahre leben, vor allem, wenn es uns gut geht. Doch leider haben wir unser Leben nicht in der Hand, es kann schon morgen vorbei sein. Was dann?

    Robert Rusitschka

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    5 min
  • Angst und Furcht

    Die Ängste der Menschen haben viele Gesichter und Schuld daran sind oft die Menschen selbst. Ich denke, fast alle von uns haben in bestimmten Momenten eine bestimmte Furcht vor Menschen. Furcht vor dem Chef, Furcht vor dem Ehepartner, Furcht vor den Eltern oder Kindern, Furcht davor, von jemandem verlacht oder gedemütigt zu werden, oder gar Furcht davor, unterdrückt und misshandelt zu werden. Angst kann Menschen regelrecht lähmen. Durch Ängste kann man Menschen manipulieren und ihren Willen brechen.

    Es gibt wahrscheinlich kaum einen Mensch, der völlig frei von Angst ist. Angst in einem gewissen Maße ist unser ständiger Wegbegleiter. Dennoch müssen wir diesen Ängsten begegnen, damit wir sie besser kontrollieren und kanalisieren können. Der Glaube an Gott bietet dabei wirkliche und beständige Lösungen. Wer auf Gott vertraut, der kann seine Angst vor Menschen oder anderen Einflüssen besser bewältigen. Denn der Glaubende ist sicher in Gottes Hand, auch wenn das nicht immer erkennbar ist.

    Nichts auf dieser Welt kann mich als Kind Gottes von der Liebe Gottes trennen. In Not, Anfechtungen, Krankheiten und selbst im Tod ist Gott immer an meiner Seite, der ich ihm im Glauben vertraue. Ich muss mich daher nicht von Menschenfurcht beherrschen lassen. Gott, der Herr über das gesamte Universum, ist doch mein Herr. In jeder Phase meines Lebens stehe ich vor meinem Schöpfer, ganz unmittelbar und real. Menschenfurcht ist daher eigentlich widersinnig und unlogisch.

    Wenn mich trotzdem Angst und Ungewissheit überfällt, so will ich dies meinem Herrn Jesus im Gebet sagen. Ich will ihm meine Schwachheit und mein mangelndes Vertrauen demütig bekennen, und ich bin gewiss, er wird mich verstehen und mich stärken.

    Axel Schneider

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    4 min
  • Gott – immer und ewig Derselbe!

    Der Tagesves zeigt uns Gott in seiner unfassbaren Größe, Allmacht und Unendlichkeit. Ich frage mich: Müsste der heilige, ewige und allmächtige Gott seiner Menschen endlich überdrüssig werden, weil es tatsächlich keinen gab, gibt und geben wird, der ihn nicht durch seine Sünden zutiefst beleidigt hat?

    Aber zum Glück enthält die Bibel auch Stellen, die uns sagen, dass dieser ewige Gott sein großes Ziel nie aus den Augen verloren hat und es auch nie verlieren wird. Er will alle wahrhaft Gläubigen einmal bei sich im Himmel haben. Drei Stellen finde ich da besonders eindrucksvoll:

    (1) Epheser 1,3-4: »Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns ... schon vor Gründung der Welt erwählt« hat;

    (2) 2. Korinther 1,3-4: »Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus. ... In allem Druck, unter dem wir stehen, ermutigt er uns«; und

    (3) 1. Petrus 1,3-4: »Gepriesen sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus! In seiner großen Barmherzigkeit hat er uns wiedergeboren und uns durch die Auferstehung von Jesus Christus aus den Toten eine lebendige Hoffnung geschenkt. Ein makelloses Erbe hält er im Himmel für euch bereit, das nie vergehen wird und seinen Wert nie verliert.«

    In der letzten Stelle lesen wir, dass Gott seinen vor ewigen Zeiten gefassten Plan zu einem großartigen Ende führen wird.

    Vielleicht sagt jemand, dass er leider nicht zu den Auserwählten gehöre, und darum aus seinem bisschen Erdenleben eben rausholen müsse, was rauszuholen ist. Weil das aber niemand wissen kann, wäre die unvermeidliche Folge solchen Denkens die ewige Gottesferne, die Hölle. Deshalb sollten auch solche Leute heute noch Gottes unerschütterliche Gnade erbitten, um für ewig gerettet zu werden.

    Hermann Grabe

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    6 min
  • Sprung in der Schüssel?

    Als jemand einmal seinen Glauben vor seiner Mutter bekannte, erwiderte diese: »Du hast wohl einen Sprung in der Schüssel.« Darauf antwortete der humorvoll: »Ja, Mama, und dieser Sprung lässt das Licht herein.«

    Für manche Menschen gleicht der Glaube an Jesus Christus tatsächlich einem Sprung in der Schüssel. An Jesus als den Sohn Gottes zu glauben, ist für sie gleichbedeutend damit, den Verstand über Bord zu werfen. Dass Jesus für ihre Sünden am Kreuz starb, erscheint ihnen ebenfalls absurd. Für noch unglaublicher halten sie seine Auferstehung aus den Toten. Und doch lässt sich das alles völlig einsichtig begründen, wenn man bestimmte Voraussetzungen als gegeben anerkennt. Wenn wir Menschen z. B. Sünder sind, wie die Bibel es sagt, und diese Sünde uns von Gott trennt, dann ergibt es Sinn, wenn jemand diese Sünden stellvertretend für uns auf sich nimmt und sie unwirksam macht, indem er die Strafe dafür trägt. Wer das einsieht und glaubt, dem geht dann ein Licht auf. Und sein Verstand leidet nicht im Geringsten darunter.

    Es gibt übrigens vieles, was wir glauben und tun, obwohl es unseren Verstand übersteigt. Tatsächlich ist das sogar häufig notwendig. Wenn z. B. ein Mensch zu ertrinken droht, wird er mit Händen und Füßen versuchen, sich über Wasser zu halten. Was muss er aber tun, wenn ein Rettungsschwimmer kommt, um ihn aus dem Wasser zu holen? Er muss aufhören zu strampeln und sich vertrauensvoll in die Arme des Retters legen. Nur so kann er vor dem Ertrinken gerettet werden. Und niemand würde behaupten, er sei ohne Verstand, weil er zu strampeln aufhört.

    Es ist nicht dumm, Gottes Rettung vertrauensvoll anzunehmen und seine Worte ernst zu nehmen. Tatsächlich ist das sogar das Beste, was wir machen können!

    Paul Wiens

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    4 min
  • Ahnenforschung

    Mein Onkel betrieb früher Ahnenforschung. Um die Wurzeln unserer Familie aufzuspüren, reiste er bis nach Italien. Er lernte dabei unbekannte Verwandte kennen und fand heraus, dass sich die Familie sogar bis Südamerika verzweigte. So wuchs ein immer umfangreicherer »Stammbaum«, der bis in das 17. Jahrhundert zurückreicht, leider ohne berühmte Vorfahren ...

    Im Neuen Testament finden sich in Bezug auf Jesus Christus auch zwei Stammbäume: im Matthäus- und im Lukasevangelium. Das erstaunt, denn Jesus Christus war ja tatsächlich Gottes Sohn. Seine Zeugung fand ganz ohne menschliches Zutun statt. Aber er hatte eine Mutter, Maria, die ihn entband, und einen Adoptivvater, Joseph, den man für seinen leiblichen Vater hielt. Diese beiden Menschen hatten ihrerseits Vorfahren, auf die die Evangelien eingehen. Matthäus legt sein Augenmerk vor allem auf die Abstammung der menschlichen Eltern Jesu vom König David. Lukas spannt den Bogen weiter – bis zum ersten Menschen Adam. In einer langen Reihe steht dort »Sohn des ...« usw. Ganz am Ende – oder am Anfang, wie manʼs nimmt – steht »Adam, des Gottes«. In diesem »des Gottes« steckt viel drin: Wir sind nicht zufällig entstanden, sondern Gott selbst hat den ersten Menschen Adam geschaffen, »nach seinem Bilde«: Was für eine Herkunft! Doch dieser Stammbaum macht auch deutlich, was wir letztlich verloren haben, als Adam durch seine Schuld seine Beziehung – und diejenige all seiner Nachfahren – mit Gott zerstörte.

    Um diese Beziehung wieder zu heilen, musste Gott erneut eingreifen. Er setzte seinen einzigen wahren Sohn in die Ahnenfolge der Menschheit ein. Nun kann jeder, der diesem Jesus sein Leben anvertraut, selbst mit vollem Recht ein Kind Gottes werden.

    Markus Majonica

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    4 min
  • Worte können verheerende Folgen haben

    Zu Sokrates kam ein Mann und sagte: »Höre, ich muss dir etwas Wichtiges über deinen Freund erzählen!« – »Warte ein wenig«, unterbrach ihn der Weise, »hast du schon das, was du mir erzählen willst, durch die drei Siebe hindurchgehen lassen?« – »Welche drei Siebe?«, fragte der andere. »So höre: Das erste Sieb ist das der Wahrheit. Hast du dich von der Wahrheit der Sache vergewissert?« – »Nein, ich habe es von anderen gehört«, erwiderte der Mann. »Nun denn, das zweite Sieb ist das der Güte. Ist die Ursache dafür, dass du diese Nachricht weitergeben willst, einem gütigen Motiv deines Herzens entsprungen?« Der Mann musste schweigen. »Das dritte Sieb schließlich ist das der Nützlichkeit. Glaubst du, dass diese Nachricht meinem Freund oder mir von Nutzen sein wird?« Der Mann drehte sich wortlos um und ging fort.

    Unsere Zunge kann Worte hervorbringen, die verheerende Kraft haben. Unbedachte Worte können Auswirkungen wie ein Flächenbrand haben (vgl. Jakobus 3,5). Sie bringen zum Ausdruck, womit unser Herz »gefüllt« ist. Und wie viele Worte werden ohne Nutzen und Bedeutung tagtäglich ausgesprochen!

    Sokrates redete weise Worte zu dem Mann, aber der einzige Mensch, der mit seinen Worten jemals weder Unwahres noch Unnützes geredet hat, ist Jesus Christus. An seinen Worten, die zum ewigen Leben führen, können und sollen wir uns daher orientieren. Jesus sagt uns auch, wie ernst es ist, unachtsam mit unseren eigenen Worten umzugehen: »Ich sage euch aber: Von jedem unnützen Wort, das die Menschen reden werden, werden sie Rechenschaft geben am Tag des Gerichts« (Matthäus 12,36). An diesem Tag wird alles aufgedeckt, was wir an unwahren, ungütigen und nutzlosen Worten jemals ausgesprochen haben, und noch vieles mehr.

    Sebastian Weißbacher

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    5 min
  • Uwe Seeler – ein Idol Deutschlands

    Am 21. Juli 2022, heute vor zwei Jahren, starb Uwe Seeler – einer der ganz Großen im Fußball der Nachkriegsgeschichte Deutschlands. Er verkörperte den volksnahen und bodenständigen Fußballer. Von 1946 bis 1972 trug er das Trikot des Hamburger SV und widerstand allen finanziellen Verlockungen aus dem Ausland – heute kaum noch vorstellbar! Nicht nur Hamburg, ganz Deutschland feierte Seeler. Der Star, den man anfassen konnte, der allen gehörte. Der auf Reichtum verzichtete und zum Idol aufstieg. Eine Zeitung schrieb: »Uwe Seeler krempelte die Ärmel hoch, er arbeitete Fußball, er kämpfte, wühlte, biss, wollte. Er warf sich in den Dreck und verkörperte die Werte der jungen Bundesrepublik nach dem Krieg – Einsatz, Fleiß, ehrliche Arbeit.« Seeler war einfach einer von uns. Deshalb wurde er auch »Uns Uwe« genannt.

    Doch es gibt einen Menschen, der noch bodenständiger, noch nahbarer, noch vorbildlicher war: Jesus Christus. Er lebte nicht für sich selbst, sondern gab alles verschwenderisch für die Menschen: Er tat ihnen wohl, wie es im Tagesvers ausgedrückt wird. Und er »ging umher« – war also ständig unterwegs im Einsatz für die Menschen, hatte noch nicht einmal ein Bett zum Schlafen. Und man konnte ihn sehen, hören und betasten. Für jeden und alle war er zugänglich. Dann heißt es noch: »Gott war mit ihm.« Er war einfach der Inbegriff eines Menschen, wie Gott ihn sich gedacht hatte.

    Aber im Gegensatz zu Uwe Seeler, den das deutsche Volk feierte, wollte man Jesus loswerden, schlug ihn ans Kreuz und ermordete ihn; auch heute noch lehnen ihn viele ab. Wie kann das sein?, fragt man sich. Die Antwort lautet: Im Gegensatz zu ihm sind wir Sünder, die Vergebung brauchen. Und in diesem Sinne war er keiner »von uns«.

    Martin Reitz

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    6 min
  • Niemals verlassen

    Meine Mutter sagte zuweilen: »Der redet wie ein Blinder von der Farbe.« Sie wollte damit ausdrücken: »Der weiß überhaupt nicht, wovon er redet!« Ich habe den Eindruck, in Bezug auf Depressionen ist das häufig so. Wer diese Erkrankung nicht aus eigenem Erleben kennt, versteht wenig bis gar nichts davon. Sie saugt jede Lebensenergie aus einem heraus, man möchte sich nur zurückziehen, jeglicher Antrieb geht verloren. Was andere Menschen heiter stimmt – Sonne, Freizeit, körperliche Gesundheit – vertieft eher noch die innere Not. »Mensch, es geht dir aber doch ansonsten ganz gut!« ist eine wohlmeinende Reaktion Außenstehender. Doch damit wird das Gefühl, an der eigenen Hilflosigkeit selbst schuld zu sein, nur erhöht. Auf der Suche nach echtem Verständnis und kompetenter Hilfe gehen gerade Depressive oft leer aus.

    Nun gibt es leider kein Allheilmittel für diese schwere Belastung. Ich möchte aber gern aufzeigen, dass die Bibel auch diese große Not kennt: Insbesondere in den Psalmen trifft man auf Schicksalsgenossen, die sich in schlimmsten Depressionen wiederfanden. Sie haben in Worte gefasst, wie es ihnen erging und was ihnen letztlich geholfen hat. Immer wieder wird dabei deutlich, dass der lebendige Gott unser Inneres genau kennt und dadurch wirklich helfen kann. Wer mit seinen inneren Nöten im Gebet zu Jesus Christus kommt, wird von ihm niemals ignoriert oder wieder weggeschickt. Die Bibel sagt, dass Gott bei den Menschen ist, »die zerbrochenen Herzens sind« (Jesaja 57,15). Wenn Sie sich Jesus anvertrauen, dürfen Sie sich seiner besonderen Gegenwart bewusst sein. Er spricht zu Ihnen: Ich werde dich nicht verlassen noch vergessen. Ich bin dein Hirte (vgl. Hebräer 13,5; Psalm 23,1).

    Thomas Lange

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    4 min
  • Die Leere in uns

    In einer Tageszeitung fand ich folgenden Titel: »Die Leere in uns mit Netflix oder Nahrung stopfen.« Das regt doch zum Nachdenken an. Erstens ist so etwas doch ein Eingeständnis, dass in unserer Gesellschaft etwas Nachhaltiges fehlt. Und zweitens betrifft die Leere in uns offenbar nicht nur Einzelfälle, sonst wäre es keine Zeitungsmeldung wert gewesen. Und wenn man dann noch bedenkt, wie gut das Geschäft für Netflix sowie Restaurants und Nahrungsmittel-Hersteller läuft, könnte das ein Indiz dafür sein, dass sich viele durch Nahrungsaufnahme und Filmkonsum tatsächlich Erfüllung erhoffen. Allerdings fragt man sich, ob die Leere hinterher nicht genauso groß oder noch größer ist, wenn all das immer wieder neu erfolgen muss.

    Dabei gibt es einen Lebensspender und -ratgeber, der echte und bleibende Erfüllung anbietet: JESUS. Im Tagesvers bringt er das unmissverständlich zum Ausdruck: gekommen, um Leben zu bringen und alles reichlich dazu! Nutznießer seines Angebots sind aber nur solche, die sich an ihn wenden und zu seinen Nachfolgern werden. Was bedeutet das? Nun, es bedeutet, sich auf Jesus einzulassen und eine Beziehung zu ihm aufzunehmen. Zuhören, was er sagt. Nachahmen, wie er gelebt hat. In Anspruch nehmen, was er für uns Menschen getan hat. Stellvertretend für uns erduldete er den Kreuzestod, um unsere Schulden vor Gott zu begleichen. Wer das in Anspruch nimmt, erlebt einen Neustart. Die Leere wird gefüllt, aber nicht mit Schnitzel, Kaviar und Kino, sondern mit Glaube, Liebe und Hoffnung. Glaube an einen grenzenlosen Gott, Liebe von einem barmherzigen Gott und Hoffnung auf einen ewigen Gott, der allen, die sich zu ihm wenden und an seinen Sohn Jesus Christus glauben, ewiges Leben gibt.

    Martin Grunder

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    4 min

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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…

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