Leben ist mehr

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Leben ist mehr episodes

  • Chancenlos?

    Dass Chancen häufig nicht gleich verteilt sind, ist eine traurige, aber beinahe banale Tatsache. Wir haben heute so viele Möglichkeiten, aber nicht jedem stehen diese offen. In der Pandemiezeit, in der die Schule häufig online lief, hat sich gezeigt, dass wirtschaftlich schwächer aufgestellte Familien oft nicht über die Möglichkeiten verfügten, mit ihren Kindern dem Unterrichtsgeschehen ungestört zu folgen. Soziale Teilhabe ist eben oft eine Frage des Geldes. Besonders deutlich wird der Unterschied zwischen Chance und tatsächlicher Teilhabe bei Menschen, die durch eine Behinderung die Möglichkeiten, die scheinbar allen offenstehen, nicht nutzen können. Jede Treppe zum Klo in einem Restaurant stellt für einen Rollstuhlfahrer ein unüberwindliches Hindernis dar. Ohne Hilfe bleibt die offene Chance unerreichbar.

    So ging es auch dem Gelähmten im heutigen Bibelvers. Die Chance auf Heilung durch ein Bad im Teich Betesda war in greifbarer Nähe, aber der Weg dahin nicht barrierefrei. Und selbst wenn der Betroffene sich auf den Weg gemacht hätte, wären andere schneller gewesen. Auf sich allein gestellt war dieser Mann ohne jede Hoffnung. Chancenlos.

    Jesus Christus sieht diese Hilflosigkeit und heilt den Chancenlosen. Dabei geht es dem Sohn Gottes aber nicht um Teilhabe im Hier und Jetzt, denn die Welt bleibt ungerecht. Jesus sieht vor allem die Hilflosigkeit der Menschen in Bezug auf die himmlische Ewigkeit, wie die des Gelähmten, in das heilende Wasser zu kommen. Ohne seine Hilfe bleibt uns diese Teilhabe verwehrt. Doch mit dem Beispiel des für sich chancenlosen Gelähmten macht er deutlich, dass jeder, der sich ihm anvertraut, bei ihm die gleiche Chance hat, an das Ziel des ewigen Lebens zu kommen.

    Markus Majonica

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    4 min
  • Was macht das Leben lebenswert?

    Die Goldsucher in Alaska baggern ganze Landschaften um, und manchmal finden sie in einer Schaufel ein winziges kleines Klümpchen – Gold. Sie freuen sich dann riesig und baggern weiter. Wenn man sich die Internetseiten der Presse anschaut, geht es uns oft ähnlich: Hurra, da ist endlich etwas Lesenswertes in diesem ganzen Informationsschutt. Eine ähnliche Erfahrung machte ich vor einiger Zeit auch, und ich zitiere aus dem Schlussteil eines Artikels über Reinhold Messner, den Extrembergsteiger, der ohne Sauerstoffgerät als erster den Mount Everest bestieg:

    »Mitgebracht hat Messner aber nicht nur trübe Prognosen, sondern auch noch ein paar metaphysische Weisheiten aus seinem Leben, auch wenn er die Besteigung der höchsten Berge heute als ›nutzloses Erobern‹ einordnet. Doch ›dieses unnütze Tun hat mich zur Erkenntnis gebracht, dass nicht die Nützlichkeit das Wichtige ist, sondern die Sinnhaftigkeit‹.« Die Sinnhaftigkeit müsse gegeben sein, »wenn ich etwas Unnützes mit derartiger Vehemenz betreibe«. Er, der demnächst 80 wird, erkenne nun, »dass das Leben im Grund absurd war«.

    Alles Irdische ist tatsächlich »sinnlos«, wenn ihm der Rahmen fehlt, den die biblische Botschaft für die Menschen bereitstellt. Gott will uns in Jesus Frieden bringen, eine Ruhe der Seele, die allen Verstand übersteigt und eine Hoffnung, die Bestand hat auch in den Tagen, die wir gegenwärtig erleben. Dann werden wir mit 80 Jahren keineswegs zu dem Schluss kommen, dass das Leben absurd war. Ein Leben, das für Gott gelebt wurde, zu seiner Ehre, das vergeht nicht und behält seinen Sinn auch über den Tod hinaus. »Gott sucht das Entschwundene wieder hervor«, heißt es im Buch Prediger (3,5). Das betrifft jeden von uns.

    Karl-Otto Herhaus

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    5 min
  • Socken sortieren

    Es ist doch erstaunlich! Nach jeder Wäsche, bei der in unserer fünfköpfigen Familie so einiges zusammenkommt, geht es ans Falten und Sortieren. Am spannendsten dabei ist das Zusammenbringen der Socken und Strümpfe, die zueinander gehören. Auf wundersame Weise gehen immer wieder welche verloren, obwohl sie doch niemand vorher weggeworfen hat. Irgendwie ist das kein schönes Gefühl, wenn ein Paar nicht mehr vollständig vorhanden ist. Und wer will sich schon mit nur einer Socke zufrieden geben?! Eigentlich eher eine Bagatelle, aber der Verlust selbst nur einer Socke schmerzt doch jedes Mal ein bisschen.

    Verloren gegangen ... Kann man das auch von Menschen sagen? Ja, gewiss! Und das ist um einiges ernster als der Verlust eines Kleidungsstücks, das wir leicht durch ein neues ersetzen können. Denn der Verlust eines Menschen ist nicht zu ersetzen, weil jeder Mensch einmalig ist.

    Jesus spricht im Tagesvers von solchen, die nicht verloren gegangen sind. Er meinte damit seine Jünger, die mit ihm gegangen und ihm nachgefolgt waren. Er hatte sie »gefunden« und zu sich gerufen, um ihnen immerwährenden Schutz zu bieten. Dazu hat er ihnen das genommen, was ihnen zum Schaden war und ihr Leben bedrohte – ihre Sünden. Und weil sie dem zugestimmt und es dankbar angenommen hatten, war nun ein Band zwischen ihnen geknüpft, das in Ewigkeit nicht mehr gelöst werden wird. Und so etwas kann auch heute noch jeder erleben, der an Jesus glaubt, sich ihm anschließt und seine Vergebung und Liebe dankbar in Anspruch nimmt. Doch alle, die das als vermeintlich unnötig verschmähen, werden verloren gehen. Nicht, weil Gott das so wollte, sondern weil sie sich ihren eigenen Weg gesucht haben, der zuletzt ins Verderben führt.

    Joachim Pletsch

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    6 min
  • Verstecken?

    Als Spiel ist es vermutlich schon seit Jahrtausenden bekannt: Verstecken! Ein kleines Kind zählt 1, 2, 3 ... 10 und ruft: »Ich komme!« Dann werden die anderen Kinder, die sich in der Zwischenzeit versteckt haben, gesucht. Dass Menschen sich vor Menschen verstecken, hat aber nicht immer nur spielerische Gründe. Oft genug müssen sich Menschen aus Todesangst verstecken. Viele Juden beispielsweise haben sich in der Zeit des Nationalsozialismus verborgen oder wurden von barmherzigen Mitbürgern heimlich aufgenommen und versteckt!

    Doch es gibt nicht nur ein Verstecken aus Angst vor Menschen, sondern auch aus Angst vor Gott. Zu Beginn seiner Geschichte hatte der Mensch eine offene, enge Gemeinschaft mit Gott. Doch dann brachen Adam und Eva die einzige von Gott vorgegebene Regel. Damit luden sie Schuld auf sich. Plötzlich kamen Scham und Furcht auf, und vorbei war es mit dem ungetrübten Miteinander. Damit wurde Adam der erste Mensch, der versuchte, sich vor Gott zu verstecken. Und das ist bis heute bei vielen weiteren Menschen so geblieben. Sogar für die Zukunft wird in der Bibel beschrieben, wie sich die Großen, Reichen und Mächtigen, aber auch die einfachen Menschen in Höhlen und Felsklüften vor den Augen Gottes verstecken wollen, aus Furcht vor dem gerechten Zorn Gottes über all ihre Ungerechtigkeit (vgl. Offenbarung 6,15-17). Doch dieses Verstecken hilft nicht.

    Der Ausweg ist ein ganz anderer: Um die Trennung von Gott zu überwinden, darf man seine Lebensschuld nicht weiter verheimlichen, sondern muss sie Gott bekennen. Damit tritt man aus der Finsternis in das Licht Gottes hinein. Und weil Gott zur Vergebung bereit ist, ist Verstecken unnötig und ungetrübte Gemeinschaft wieder möglich geworden.

    Martin Reitz

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    4 min
  • Ein Leben als Millionär verpasst

    Das warʼs! Auch die letzte Chance ist verstrichen: Weil ein Anspruch in Höhe von 11,3 Millionen Euro nicht rechtzeitig eingelöst wurde, ist in Baden-Württemberg ein großer Lottogewinn verfallen. Die Summe fließe nun in den Topf für Sonderauslosungen, sagte der Geschäftsführer der Staatlichen Toto-Lotto GmbH. Regelmäßige Meldungen und Ausrufe nach dem Gewinner blieben unbeantwortet, niemand weiß, warum der Gewinn nicht abgeholt wurde.

    In Deutschland und anderen Ländern gibt es zahlreiche Beispiele ähnlicher Fälle, unter anderem mit deutlich höheren Summen, wobei der Lottoschein aus Baden-Württemberg der höchste nicht abgeholte Betrag innerhalb der Bundesrepublik ist. Der Gewinn über exakt 11 300 368 Euro wäre komplett steuerfrei gewesen. Um ihn zu erhalten, hätte nur die gültige Spielquittung vorgelegt werden müssen. Doch nun ist es zu spät, denn Lottogewinne verjähren drei Jahre nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem gespielt wurde.

    Diese Begebenheit erinnert mich an die vielen Menschen, die das größte Geschenk, das es gibt, nämlich Jesus Christus, einfach nicht annehmen. Er selbst ist die große Gabe Gottes an die Menschen. Was beinhaltet dieses göttliche Geschenk? Es beinhaltet unter anderem Sündenvergebung (vgl. Apostelgeschichte 13,38), das ewige Leben (vgl. Römer 6,23) und die Gewissheit einer herrlichen Zukunft nach dem Tod (vgl. Epheser 2,7). Alle diese Gaben sind kostenlos, man braucht sie nur im Glauben an Jesus Christus anzunehmen. Es ist ein ewiger Reichtum, der noch viel mehr wert ist als 11,3 Millionen Euro. Ein Reichtum, für den man nichts tun muss, weil Jesus Christus schon alles getan hat, indem er für die Menschen starb. Ich bitte Sie: Lassen Sie diesen großartigen Gewinn nicht verfallen, denn eines Tages kann es zu spät sein.

    Thomas Kröckertskothen

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    4 min
  • Erben gesucht!

    Man schätzt, dass jährlich allein in Deutschland Vermögen von mehr als 200 Milliarden Euro vererbt werden. In den meisten Fällen stehen die Erben fest, aufgrund eines Testaments oder aufgrund gesetzlicher Erbfolge. Doch beileibe nicht alle Nachlässe finden ihren Erben. Es gibt international tätige Rechtsanwaltskanzleien, die sich auf die Erbenermittlung spezialisiert haben. Das zeigt, dass es sich um ein lukratives Geschäft handelt, Erben für »herrenlose« Nachlässe zu finden. Viele träumen von dem unbekannten »reichen Onkel aus Amerika«, der einem unerwartet ein Vermögen hinterlässt. Tatsächlich fand ich vor Kurzem in einer Zeitung die Nachricht, dass in einer westfälischen Kleinstadt Erben für einen sechsstelligen Nachlass gesucht werden – und das ist nur ein Fall. Stellen Sie sich vor: Auf Sie wartet irgendwo großer Reichtum, und Sie wissen nichts davon! Und wenn Sie davon erfahren, würden Sie eine solche Erbschaft ausschlagen?

    Tatsächlich gibt es einen unvorstellbar großen Schatz, den jeder Mensch erben kann. Es ist die Teilhabe an der himmlischen Herrlichkeit. Keine Strandvilla in Kalifornien, kein Aston Martin und kein Geld der Welt kann sich damit messen. Dieses Erbe ist ewig, anders als alle materiellen Werte. Und für diesen Schatz werden Erben gesucht! Wer kann in den Genuss dieser Erbschaft kommen? Im Römerbrief lernen wir: Sind wir Kinder (Gottes), so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi (Römer 8,17)! Und wie werde ich ein Kind Gottes? Indem ich Jesus Christus in mein Leben aufnehme und an seinen Namen glaube (Johannes 1,12). Das Vorhandensein dieses großen Erbes ist also nicht mehr unbekannt. Um in seinen Genuss zu kommen, muss man sich für Jesus Christus entscheiden.

    Markus Majonica

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    5 min
  • Es gibt einen Ausweg

    Ich erlebe immer häufiger etwa Gleichaltrige, die am Ende ihres Berufslebens stehen und völlig erschöpft sind. Die schnelllebige Zeit und die immer größer werdenden Ansprüche überfordern und führen oft zu psychischen Krankheiten wie zum Beispiel Burnout. Sowohl meine Frau als auch ich haben als Betroffene diesbezüglich Erfahrungen gesammelt und sind an unsere Grenzen und darüber hinaus gekommen. Doch was ist der Ausweg aus diesem Dilemma? Oder gibt es gar keinen Ausweg? Müssen wir uns einfach der Überforderung hingeben? Müssen wir wie andere »auf den gleichen Zug aufspringen«, um nicht den Anschluss zu verlieren?

    Ich habe selbst erlebt, wie mir in solchen ausweglosen Situationen Gott geholfen hat. Mein Glaube an den Gott der Bibel, der mich beständig trägt, auch wenn ich mutlos und verzweifelt bin, hat sich dadurch tief gefestigt. Meine Frau und ich reden oft darüber, und wir verstehen nicht, wie Menschen ohne Gott aus diesen schlimmen Nöten und Zukunftsängsten befreit werden sollen.

    Doch – Gott sei Dank – wir haben in Jesus einen Ausweg gefunden. Wir dürfen täglich seine Liebe und Hilfe erfahren, die wir zunächst darin erlebten, dass wir durch den Glauben an ihn von unseren Sünden gerettet und auf einen Kurs gebracht wurden, der zum wahren Leben führt. Unsere Hinwendung zu Jesus war der Beginn einer Beziehung zu ihm, die wir täglich durch Gebet und Lesen in der Bibel pflegen dürfen. Er gibt uns die Kraft, in den täglichen Herausforderungen standzuhalten, die im Alter nicht weniger werden. Das Beste aber ist, dass er uns zu einem herrlichen Ziel im Himmel führt, wenn unser Leben hier einmal zu Ende geht. Ich wünsche mir sehr, dass noch viele »auf diesen Zug aufspringen«, denn er führt zu dem Anschluss, den wir tatsächlich brauchen.

    Axel Schneider

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    5 min
  • Seife, Suppe, Seelenheil!

    Unsere Überschrift ist ein alter Slogan der »Heilsarmee«. Und das wieder ist eine von dem Engländer William Booth im 19. Jahrhundert gegründete Organisation, die auch in Deutschland arbeitet. Sie setzt sich mit aller Kraft für die Rettung auch der Allerärmsten ein. In dem Bewusstsein, dass missionarische Einzelkämpfer oft von der Größe und Vielfalt der Nöte überfordert sind, zog Booth seinen »Heilssoldaten« Uniformen an und ließ sie gruppenweise arbeiten. Dabei waren die vollzeitlich Arbeitenden die »Offiziere« und die nur zeitweilig Mitwirkenden waren die »Soldaten«. Um sich deutlich bemerkbar zu machen, zogen sie als Blaskapellen durch die Städte, verteilten Schriften und luden zu ihren Gottesdiensten ein. Sie suchten auch die Obdachlosen auf, die unter Brückenbogen und in Hauseingängen – sogar in der Winterzeit – zu überleben versuchten, und brachten sie in ihren Heimen unter. Manche der Geretteten hatten sich seit Jahren nicht gewaschen, darum die Seife; und viele hatten nicht genug zu essen gehabt, darum die Suppe, bevor man daran denken konnte, ihnen etwas von Gott und seinem Seelenheil zu erzählen.

    Ich selbst habe in England als armer Student die überströmende Hilfsbereitschaft der »Salvation Army« erlebt. War William Booth nun ein überdrehter Philanthrop, oder erwartet Gott von allen seinen Leuten einen Abglanz seiner eigenen Menschenliebe, die ihn dazu brachte, seinen Sohn um unsertwillen in den Tod zu geben? Ein herzliches »Danke-schön!« oder ein tröstlicher Händedruck kosten nichts. Und wenn wir sparsamer wirtschaften als bisher, bleibt noch mancher Euro für solche, die sonst verhungert wären. Und über allem steht das Wort des Herrn Jesus: »Geben ist seliger als Nehmen.«

    Hermann Grabe

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    6 min
  • Stille, um sehen zu können

    Die Ausrüstung zum Schnorcheln gehört unbedingt dazu, wenn wir als Familie Urlaub an der Adria machen. Das klare Wasser lädt nicht nur zum Schwimmen ein, sondern auch zum Unterwasserforschen. Das Gold der Schnorchler: Muscheln. Umso größer, desto besser. Sobald der Strand abgesucht ist, schnappen sich unsere Kinder ein Stand-Up Paddle-Board, um die unbekannten Gewässer weiter draußen auf dem Meer unter die Lupe zu nehmen. Um die Muscheln sehen zu können, muss die Tauchermaske aufgesetzt sein – sobald der Kopf im Wasser ist, wird der Meeresgrund abgesucht. Nur so sind die Muscheln zu finden.

    Selten ist die Wasseroberfläche wirklich ganz still. Manchmal hat man nur in den frühen Morgenstunden das Glück einer ruhigen See. Wer dann auf sein Stand-Up Paddle-Board steigt und über die glatte Wasseroberfläche dahingleitet, braucht keine Taucherausrüstung mehr, um die Muscheln zu finden. Selbst aus einer Entfernung von 3-4 Metern können die Muscheln problemlos mit dem bloßen Auge erkannt werden. Die Stille der See lässt sehen.

    Stille ist auch sonst im Leben wichtig – unsere Alltagshektik verwischt oft den Blick für wichtige Dinge. Wir sind dann abgelenkt und gestresst, haben keine Zeit und keine Ruhe, um über unser Leben nachzudenken, uns zu sammeln und uns neu zu orientieren. Aber vorwiegend in der einsamen Stille können wir dem begegnen, der uns gemacht hat. Er sichert uns zu: »Wer mich sucht, der wird mich finden!« Wenn unsere Gedanken einmal zur Ruhe kommen und Stille in den hektischen Alltag einkehrt, können wir Gott begegnen. Die Frage ist: Wollen Sie das? Wer weiß, welche Schätze Gott für Sie und Ihr Leben verborgen hält? Erst die Stille kann den Blick für diese Schätze klar werden lassen. Erst die Stille lässt Sie sehen.

    Rudi Löwen

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    4 min
  • Anspruch und Wirklichkeit

    Wie weit darf man gehen, um sich glaubhaft vor anderen darzustellen? Wenn jemand sich um eine Anstellung bewirbt, sollte er auch den Anforderungen entsprechen, die in dem Stellenangebot beschrieben sind. Es bringt am Ende gar nichts, wenn man diese nur vortäuscht und spätestens dann entlarvt wird, wenn es gilt, in der Praxis diesen Anforderungen zu genügen. Auch ein Politiker, der nicht hält, was er verspricht, ist bald wieder abgewählt. Was aber ist davon zu halten, wenn man jemanden ablehnt, der alle Erwartungen erfüllt und sämtliche Anforderungen sogar übertrifft?

    So war es bei Jesus Christus. Sein Anspruch war gewaltig. Überall, wo er auftrat, bewies er unzweifelhaft seine Legitimation und Qualifikation, der erhoffte Retter für alle Menschen zu sein: Kranke wurden geheilt, von Dämonen Besessene wurden befreit und sogar Tote wurden auferweckt. Noch nie hatte jemand so vertraulich und intim von Gott geredet und seine Gnade und Barmherzigkeit gezeigt wie Jesus. Er gab sogar denen Hoffnung, die längst von allen anderen abgeschrieben waren. Ist er jemals über das Ziel hinausgeschossen? Nein. Konnte er immer halten, was er versprach? Ja, denn Anspruch und Wirklichkeit waren bei ihm deckungsgleich (vgl. Johannes 8,25). Er war nicht nur ein Prophet, sondern sogar Gottes Sohn, Herr aller Herren und König der Könige. Einer, der über allen stand und doch den Menschen diente, damit sie heil würden an Leib und Seele.

    Was könnte man sich mehr wünschen, als so jemanden auf seiner Seite zu haben, der sich beharrlich für uns Menschen einsetzte und sogar trotz aller Ablehnung noch durch seinen Tod bewirkt hat, dass wir mit Gott versöhnt werden können? Dazu muss man sich allerdings persönlich auf seine Seite stellen und ihn um Aufnahme bitten.

    Joachim Pletsch

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    5 min

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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…

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