Leben ist mehr

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Leben ist mehr episodes

  • Erbstreitigkeiten

    Laut des Statistik-Portals Statista werden in Deutschland jährlich zwischen 100 000 und 150 000 steuerpflichtige Erbschaften und Schenkungen angetreten. Dabei wird Vermögen in Höhe von bis zu 400 Milliarden Euro an die nachfolgende Generation weitergegeben. Erfahrungsgemäß kommt es bei jeder fünften Erbschaft zu großen Streitereien unter den Erben. Ein Grund dafür ist, dass nur jeder vierte Erblasser ein Testament verfasst hat. Weitere Gründe, die Statistiken nicht erfassen, die jedoch uralt und zutiefst menschlich sind, sind Habgier, Neid und Eifersucht. Diese hässlichen Eigenschaften stecken tief im Herzen von uns Menschen und kommen besonders häufig unter Geschwistern zum Vorschein, wenn es ums Erbe geht. Familien, die sich eigentlich lieben sollten, verstricken sich oft in traurigen Fehden, bei denen manchmal nur noch über Anwälte kommuniziert wird.

    Jesus lehrte, dass wir uns keine Sorgen um Nahrung und Kleidung machen sollen, da der himmlische Vater um alles weiß, was wir benötigen (vgl. Lukas 12,22–30). Gott ist sehr großzügig. Oft gibt er einem Menschen so viel, dass sogar dessen Kinder und Enkel noch davon zehren können. Vermögend zu sein ist ein Segen, der dankbar angenommen und gewissenhaft verwaltet werden sollte. Doch wahren Reichtum besitzt nur derjenige, der »reich in Gott« ist.

    Wer weiß, dass Gott ihn für sich erkauft hat mit dem teuersten, was es gibt – nämlich dem Blut seines eigenen Sohnes –, der braucht sich keine Sorgen zu machen, im irdischen Leben zu kurz zu kommen. Im Diesseits sorgt Gott für ihn und nach dem Tod bekommt er ein unvergängliches Erbe, das ihm niemand wegnehmen kann, weil sich Gott persönlich in der Bibel dafür verbürgt hat.

    Daniela Bernhard

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    5 min
  • Lebensleistung

    In einem Urlaub an der Nordsee sind nicht nur Sonne, Strand und Meer im Angebot – manchmal sind es auch Regen und Sturm. Und dann hat man Zeit ins Museum zu gehen und sich ein Bild davon zu machen, was es mit der Region, die man besucht, auf sich hat. Im Deutschen Sielhafen-Museum (Carolinensiel) geht es um die Region an der ostfriesischen Wattenmeerküste. Ein Besuch dort brachte mich zum Staunen darüber, wie viel Lebensleistung hinter all dem steckt, was diese Region heute ausmacht. Wie mühevoll sie kultiviert wurde, wie die verschiedenen Erwerbszweige im Wandel der Zeit wuchsen und den für das Leben notwendigen Ertrag brachten. Ob nun Bauern, Fischer oder Schiffer mit ihren Handelsreisen bis nach Petersburg oder dem Schwarzen Meer, sie alle haben ein Leben lang dazu beigetragen, dass das Land sinnvoll genutzt und die Küste zuverlässig gesichert wurde. Heute genießen unzählige Touristen die Vorzüge dieser Region, oft ohne Kenntnis darüber, wem sie alles dort zu verdanken haben.

    Ich muss dabei aber auch an jemanden denken, dessen Lebensleistung so einzigartig ist, dass schon mehr als 2000 Jahre unzählige Menschen davon profitieren. Ihr Leben bekam durch diese Lebensleistung einen neuen Sinn und ein neues Ziel – mit dem Brückenschlag zur Ewigkeit. Dieses eine Leben von Jesus Christus hat für sie alles verändert. Er überwand die Endgültigkeit des Todes. Er beseitigte die Trennung zu Gott, dem Schöpfer aller Dinge. Und er schuf eine neue Gemeinschaft von Menschen, die nicht mehr gegeneinander arbeiten, sondern miteinander an einem Projekt bauen, das nun schon seit 2000 Jahren wächst und wächst: Gottes Bau auf Erden, die Gemeinde, sein Volk, das er sich erwählt hat und für das er eine unvergleichliche Zukunft bereit hält.

    Joachim Pletsch

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    5 min
  • Bunte Vogelwelt

    Ein Besuch im Vogelpark Walsrode ist wirklich sehr amüsant! Es ist unglaublich, wie viel Variation und Vielfalt es in der Vogelwelt gibt. Schon die unterschiedlichen Schnäbel sind beachtenswert. Je nachdem, welches Futter die Vögel fressen, unterscheiden sich ihre Schnäbel. Da gibt es z. B. den Löffler mit seinem löffelartigen Schnabel. Der Schnabel des Pelikans dagegen hat elegante Linien auf der Oberseite. Der Schnabel des Hornvogels wirkt besonders extravagant mit seinem bunten Streifenmuster. Dann könnte man sich auch noch über das Gesichts-Make-Up und die extravagante Schuhmode der verschiedenen Vogelarten auslassen. Schade, dass man hier keine Bilder zeigen kann!

    Beim Betrachten der Vögel wurde mir neu bewusst, was für ein genialer Künstler Gott sein muss, voller Gestaltungsideen und mit sehr viel Liebe zum Detail. Ihm gefällt Abwechslung, und man gewinnt den starken Eindruck, dass er auch Sinn für Humor hat. Wir bestaunen die Vielfalt und Schönheit der Natur, aber wir dürfen auch den kreativen Künstler bewundern, der dahinter steckt.

    Der Schreiber des obigen Psalmverses preist Gott, weil er erkennt, dass er selbst auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise geschaffen ist. Er ist überwältigt von Gottes wunderbaren Werken. Das gilt nicht nur für die Vogelvielfalt, sondern auch für jeden von uns. Jeder Mensch darf wissen: Gott hat mich gewollt und einzigartig geschaffen. Mit dem Temperament, das ich habe, mit meinen Begabungen, meinem Aussehen. Jeder kann etwas anderes besonders gut und kann damit etwas zur Allgemeinheit beitragen. Vergleiche, Konkurrenz und Schönheitswettbewerbe sind überflüssig. Und hin und wieder ist jeder von uns auch einmal ein »seltsamer Vogel«.

    Manfred Herbst

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    5 min
  • Ein Recht auf Gesundheit?

    Wird ein Übergewichtiger von einem Arzt nicht behandelt, weil er selbst schuld an den gesundheitlichen Folgen seiner Adipositas ist? Würde ein Raucher von einer Klinik abgewiesen, weil seine Lungenkrankheit selbstverschuldet ist? Nein! Jeder Arzt hat ein Gelöbnis abgelegt, wonach er verpflichtet ist, jeden Menschen nach bestem Wissen und Gewissen zu behandeln, egal welche Ursache die Krankheit hat. Die einzige Voraussetzung ist, dass der Patient zum Arzt geht. Wer seine Krankheit verheimlicht, dem kann nicht geholfen werden.

    So ähnlich ist es auch bei Jesus Christus. Alle, die ihn aufnehmen, bekommen das Recht, Kinder Gottes zu werden (vgl. Johannes 1,12). Diese Verheißung gilt für jeden. Jeder darf zu Jesus kommen, egal, ob sein Leben scheinbar perfekt läuft oder ob er durch eigenes Fehlverhalten inmitten einer Menge von Problemen steckt. Voraussetzung ist nur anzuerkennen, dass man Jesus Christus nötig hat.

    Genau dies fällt vielen Menschen sehr schwer. Einzugestehen, dass man ein Sünder ist, der Vergebung braucht, ist nicht leicht. Zuzugeben, dass man selbst nicht mehr weiterkommt und auf Hilfe von oben angewiesen ist, kann demütigend sein. Doch wenn man Schmerzen hat, geht man zum Arzt, so unangenehm das auch sein mag. Genauso ist es auch nur das Beste für uns, wenn wir unser Leben Jesus Christus anvertrauen. Er verspricht, unsere Seele gesund zu machen; ein Recht auf körperliche Gesundheit hat niemand. Obwohl Gott immer wieder Menschen von ihren Leiden heilt, garantiert er kein Leben ohne Krankheit. Aber er hat versprochen, uns in unserem Leid zu begleiten und uns zu trösten. Es lohnt daher auf jeden Fall, sich in einem ehrlichen Gebet an den himmlischen Arzt zu wenden!

    Daniela Bernhard

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    4 min
  • Die Notbremse

    Am Sonntag nach Ostern besuchten wir im vergangenen Jahr in Wilhelmshaven das Marinemuseum. Bei einem Rundgang auf dem 2003 stillgelegten Lenkwaffenzerstörer Mölders entdeckten wir auf der »Brücke«, der zentralen Lenk- und Kommandozentrale des Schiffes, etwas völlig Unerwartetes: eine Notbremse! Ich fragte mich: Wie sollte so etwas auf einem so trägen Fortbewegungsmittel funktionieren? Und für welche Krisensituation war sie denn vorgesehen? Jedenfalls war sie auch an diesem ungewöhnlichen Ort wohl der Einsicht geschuldet, dass es manchmal eines abrupten Innehaltens bedarf, um etwas Schlimmeres zu verhüten.

    Eine »Notbremse« muss man auch im Leben schon mal betätigen, etwa wenn man merkt, dass man – bildlich gesprochen – auf eine Katastrophe zurast: eine eheliche Beziehung, die zu zerbrechen droht, wenn man so weitermacht wie bisher. Ein finanzielles Fiasko, wenn man über seine Verhältnisse lebt und daran nicht radikal etwas ändert. Oder das Versäumnis, in Ausbildung und Beruf zu investieren, um eines Tages auf eigenen Füßen stehen zu können. Fast immer sind es Fehlentscheidungen, Irrtümer oder auch einfach Leichtfertigkeit, die uns in eine Situation bringen, in der wir unbedingt rechtzeitig die »Notbremse« ziehen und eine Kurskorrektur vornehmen sollten.

    Ganz besonders gilt das aber in Bezug auf unsere Beziehung zu Gott. Wenn wir ohne ihn und nicht nach seinen Ordnungen leben, rasen wir auf eine Katastrophe, auf eine Kollision mit seiner Heiligkeit und Gerechtigkeit zu, bei der wir im Totalschaden enden. Damit es dazu aber nicht kommt, hat er uns so etwas wie eine »Notbremse« gegeben: Jesus, »der uns errettet vom kommenden Zorn« – wenn wir uns an ihn wenden und ihm das Steuerruder unseres Lebens übergeben.

    Joachim Pletsch

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    4 min
  • Ein Kompass fürs Leben

    Um herauszufinden, was das Gewissen tatsächlich ist, gibt uns die ursprüngliche Sprache des Neuen Testaments eine Hilfe. Genau übersetzt heißt »Gewissen« da: »Zusammenschau«. Unser Gewissen vergleicht also unsere Taten, Worte und Gedanken mit dem, was Gott von uns Menschen erwartet. Und wenn die Übereinstimmung nicht vorhanden ist, meldet es sich. Wir sagen dann, wir haben ein »schlechtes Gewissen«.

    So jedenfalls sollte es sein. Leider wohnen wir hier auf der Erde im Zugriffsbereich des Teufels, wie uns die unzähligen Schwierigkeiten deutlich machen, von denen wir täglich hören oder die wir selbst erleben. Durch Jahrtausende lange Erfahrung weiß der Böse, wie er unser Gewissen, diesen genauen Kompass, entweder ausschalten oder irreführen kann. Da gibt es viele, deren Gewissen wie von einem Brenneisen verhärtet ist, während es bei anderen oft völlig unnötig Alarm schlägt und dadurch deren Besitzer von einer Angst in die andere treibt und ihnen beinahe alles verbietet, was Gott seinen Menschen zum fröhlichen Gebrauch schenken möchte.

    Doch was kann einem einmal aufgeschreckten Gewissen wirklich Frieden geben? Der gute Vorsatz, nichts Schlechtes mehr zu tun, wird nicht helfen, denn das beseitigt keine Schuld und ist überdies illusorisch. Allein durch den Glauben an Jesus Christus kann ein Gewissen endlich zur Ruhe kommen, da er für uns trotz all unserer Sünden durch seinen Tod Frieden mit Gott gemacht hat.

    Aber auch dann behält das Gewissen, wie der Tagesvers zeigt, seine Funktion. Es macht uns klar, wie wir als Nachfolger Jesu unser Leben praktisch führen sollen. Zu diesem Zweck muss das Gewissen, dieser Kompass des Lebens, stets auf Gott ausgerichtet bleiben und voll funktionsfähig sein.

    Hermann Grabe

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    4 min
  • Wahrheit?

    Seit April 2019 sitzt Julian Assange in einem Londoner Gefängnis. Der Gründer der Website »WikiLeaks« wurde bekannt durch seinen Enthüllungsjournalismus. Im Internet publizierte er geheime Akten aus dem US-Gefangenenlager Guantanamo, diplomatische E-Mails und Hinweise auf Kriegsverbrechen im Irak. Damit hat sich der Australier viele Feinde gemacht, insbesondere in den USA, die ihn vor Gericht stellen wollen.

    Sowohl Person als auch Verhalten von Assange sind allerdings hoch umstritten. In Schweden wurde lange gegen ihn wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung ermittelt. Er bestreitet alle diesbezüglichen Anschuldigungen. Doch sagt er die Wahrheit? Unabhängig von seinem Ruf haben die Informationen, die er »geleakt« hat, reißenden Absatz gefunden. Jeder wollte etwas über die von ihm in Umlauf gebrachten Dokumente wissen. Seine »Wahrheiten« wurden von vielen begeistert aufgenommen, wie belastbar sie auch immer sein mögen.

    Damit steht das Phänomen Assange in krassem Gegensatz zu dem Phänomen Jesus. Dieser hatte einen absolut untadeligen Ruf. Alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe haben sich stets als haltlos erwiesen. Nicht zwei übereinstimmende Zeugen fanden sich. Tatsächlich hat dieser Jesus wirklich die Wahrheit verkündigt, allerdings eine, die dem Menschen jede Illusion raubt: Die Wahrheit über die Verlorenheit der Menschen, die Wahrheit über das deswegen drohende Gericht eines heiligen Gottes. Und schließlich die Wahrheit von der Möglichkeit der Vergebung für den, der an Jesus glaubt. Für diese unbequeme Wahrheit hat Jesus nicht nur Gefängnis, sondern den grausamsten Tod in Kauf genommen. Erstaunlich ist, dass sich für diese wirklich lebensentscheidende Wahrheit nur wenige interessieren.

    Tim Petkau

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    4 min
  • Altern

    Das ist wirklich ein großer Reichtum: Jetzt haben wir schon sieben Enkel! Eigentlich fühle ich mich noch nicht so wirklich wie ein Opa. Aber ich bin es. Doch Kleinigkeiten fallen mir auf: Früher haben uns unsere Kinder in allem um Rat gefragt, mittlerweile brauchen wir ihren. Als 30-Jähriger war ich mit unseren Kleinkindern kaum ängstlich, heute, wenn wir Enkeltag haben, sehe ich überall Gefahren. Gestern noch war eine Reparatur ein Klacks, heute muss ich mich überwinden, sie anzugehen. Und ich sorge mich mehr. Früher habe ich geschlafen wie ein Stein, heute liege ich oft nachts wach, und ich weiß nicht einmal, warum.

    Folgendes Gebet fand ich in meiner Zitatensammlung. Ich bete es gerne:

    »Jesus Christus, ich spüre, dass ich älter werde; ich ahne, dass ich sehr bald zu den Alten gehöre. Du weißt das auch. Bewahre mich vor allem, was die Alten so unbeliebt macht. Behüte mich vor Geschwätzigkeit. Lass mich nicht meinen, ich müsse mich bei jeder Gelegenheit zu allem äußern. Gib mir die Einsicht, dass ich zuweilen unrecht haben kann. Befreie mich von dem eitlen Verlangen, jedermanns Angelegenheit in Ordnung bringen zu wollen. Halte mich frei davon, den anderen alle Einzelheiten meines Alltags aufzudrängen. Schenke mir Geduld, wenn andere mir ihre Leiden klagen; aber versiegle meine Lippen, wenn ich meine eigenen zunehmenden Schmerzen und Gebrechen ausbreiten möchte. Und wenn ich doch darüber spreche, dann lass es mich so tun, dass deine Güte dadurch nicht verdunkelt wird. Mach mich hilfsbereit, aber nicht geschäftig; fürsorglich, aber nicht herrschsüchtig. Am Ende aber lass mich nicht einsam sein. Ich brauche dann ein paar Freunde, lieber Herr Jesus, gute Freunde. Aber das weißt du auch.«

    Peter Lüling

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    5 min
  • Heute nur 20 »likes«?

    Gegen Ende des Jahres 2021 zeigten verschiedene Studien, wie erschreckend verbreitet die Verzweiflung vieler Jugendlicher ist, die oft sogar in Selbstmord endet. Sicherlich waren da die Kontakt- und Reisebeschränkungen wegen Covid-19 mitverantwortlich. Aber wenn die menschliche Nähe und Orientierung fehlt und der Ersatz nur noch virtuell in den sozialen Medien gesucht wird, sind Schwierigkeiten vorprogrammiert. Wenn dann auch noch die »likes« immer weniger werden, fühlen viele sich sofort verlassen, weil die realen sozialen Kontakte auf ein Minimum reduziert oder gar nicht mehr vorhanden sind.

    Der Halt, den Gott uns geben will, gründet sich auf ein Geschehen, das überhaupt nicht virtuell, sondern ganz real war. Gott wurde in Jesus Christus, seinem Sohn, Mensch und kam auf diese Erde. Er wollte uns Menschen nah sein. Davon berichtet die Bibel, und sie zeigt uns auch, welche Konsequenzen das für uns haben kann, wenn wir uns darauf einlassen: Wer Jesus aufnimmt, an ihn glaubt und auf ihn vertraut, der bekommt das Recht, Kind Gottes zu werden. Er wird Teil der weltweiten Familie Gottes, deren Mitglieder durch Gottes Geist innerlich miteinander verbunden sind und füreinander da sind. Das drückt sich tausendfach an allen Orten aus, wo sich Christen treffen, gemeinsam Gott anbeten und auf sein Wort hören. Keine Internet-Community kann so etwas ersetzen oder auch nur annähernd erreichen.

    Statt also im Internet herumzusuchen, um unsichere und oberflächliche »Kontakte zu knüpfen« oder widersprüchliche Antworten zu erhalten, sollte man lieber zur Bibel greifen, und sich mit dem verbinden, der darin geoffenbart wird, und der allein ein festes und starkes Lebensfundament bietet, das in alle Ewigkeit Bestand hat: Jesus Christus.

    Martin Grunder

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    5 min
  • Warum im Dunkeln umherirren?

    Hier in Äthiopien kommt es nicht selten vor, dass wir im hell erleuchteten Haus plötzlich im Dunkeln tappen – Stromausfall. Ich habe mir deshalb angewöhnt, Dinge fein säuberlich anzuordnen, um mich auch ohne Licht zurechtfinden zu können. Und wie ich in den Medien lese, wird auch schon in Europa das Gespenst von Stromrationierung wegen möglicher Energie-Knappheit an die Wand gemalt. Wir leben in einer düsteren Welt, was durch den Ukraine-Krieg noch deutlicher wird. Viele sind verzweifelt und wissen weder ein noch aus.

    Heute feiern wir Ostermontag, also den Tag nach Christi Auferstehung, mit der Jesus die Mächte der Finsternis überwunden hat und das Licht der Welt nach seiner dunklen Todesstunde (vgl. Lukas 23,44) alles überstrahlt. Dass Jesus Christus das Licht der Welt ist, wird schon am Anfang des Johannes-Evangeliums verdeutlicht: »In ihm war Leben und dieses Leben war Licht für die Menschen« (Johannes 1,4). Und im nächsten Vers geht es mit den Worten weiter: »Das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst.« Gott hat in Jesus das personifizierte Licht auf die Erde gesandt, damit wir nicht mehr im Dunkeln umherirren müssen. Licht besiegt die Dunkelheit.

    Deshalb berichten die vier Evangelien ausführlich über das Leben Jesu hier auf der Erde. Damit ist uns ein leuchtender Wegweiser in die Hand gegeben, mit dem wir den Weg zu Gott trotz uns umgebender Dunkelheit nicht verfehlen können. Wie befreiend das ist, das besang schon David in Psalm 119,105 mit den Worten: »Dein Wort ist Leuchte meinem Fuß und Licht für meinen Pfad.« Genauso, wie meine Ordnung mir hilft, meine Sachen auch im Dunkeln zu finden, beleuchtet mir die Bibel, Gottes Wort, den Weg auch in dunklen Zeiten.

    Martin Grunder

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    4 min

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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…

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