Leben ist mehr

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Leben ist mehr episodes

  • Das leere Grab am Ostermorgen

    Mit der Auferstehung steht und fällt der christliche Glaube, schreibt Paulus in unserem Tagesvers an die Gemeinde in Korinth. Doch immer wieder wird versucht, das Vertrauen auf die Auferstehung zu untergraben. Sogar von Theologen! Ein verbreiteter Erklärungsansatz besagt, Jesus sei lediglich im Geist seiner Jünger lebendig geworden, wenn sie von ihm sprachen.

    Jedoch sollte man sich im Klaren sein: Entweder ist Jesus wirklich aus den Toten auferstanden oder er ist es nicht. Eine metaphorische Kompromisslösung hat keinerlei Wert, denn ohne physische Auferstehung Jesu ist das Christentum bedeutungslos.

    Tatsächlich sind entgegen der landläufigen Meinung die Ereignisse rund um den Tod und die Auferstehung Jesu bestens belegt. Alle vier Evangelien bestätigen, dass Jesus mehrfach seinen Jüngern die Auferstehung angekündigt hat. Die Botschaft vom auferstandenen Jesus wurde zuerst in der Stadt verkündet, in der Jesus begraben worden war. Die Auferstehung war eine Tatsache, die niemand leugnen konnte. Selbst die jüdischen Führer gaben zu, dass das Grab leer war. Sie bemühten sich allerdings, das Gerücht in die Welt zu setzen, dass seine Jünger den Leichnam gestohlen hätten.

    Paulus schreibt von mehr als 500 Personen, die den auferstandenen Jesus gesehen haben. Es stand damals überhaupt nicht zur Debatte, ob die Auferstehung wirklich geschehen war. Dafür gab es zu viele Augenzeugen, die man fragen konnte.

    Die Zeugnisse der frühen Kirche belegen, dass alle Jünger, bis auf Johannes, den Märtyrertod starben. Es ist schwer vorstellbar, dass die Jünger für einen toten Jesus ihr Leben ließen, dessen Auferstehung sie nur erfunden hatten. Es wäre töricht, für eine Lüge, die man selbst erfunden hat, zu sterben.

    Günter Seibert

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    5 min
  • Junger Star und alter Mann

    Er starb gestern vor 20 Jahren: das Multitalent Peter Ustinov. Er wurde durch seine Filmrollen weltbekannt, z. B. als wahnsinniger Nero in Quo vadis? (1951). Zunächst zögerte der Regisseur ein ganzes Jahr lang mit der Besetzung, da er den 30-jährigen Schauspieler für zu jung hielt. Doch dann erhielt der Produzent des Films von Ustinov die telegrafische Mitteilung, dass er für die Rolle bald zu alt sei, wenn man noch länger warte, da Nero selbst bereits mit 31 Jahren gestorben sei! Und so bekam er die Rolle. Mit der Darstellung des geisteskranken und größenwahnsinnigen Kaisers gelang Ustinov der internationale Durchbruch. Berühmt ist auch seine wehleidige Stimme in dem Zeichentrickfilm Robin Hood als Prinz John (der daumenlutschende Löwe mit zu großer Krone). Seine letzte Rolle spielte er – schon sichtlich gebrechlich – als Friedrich der Weise in Luther (2003).

    Peter Ustinov sagte einmal: »Die Jugend braucht alte Männer. Sie braucht Männer, die sich ihres Altes nicht schämen, keine albernen Kopien ihrer selbst. Eltern müssen begreifen, dass sie die Knochen sind, an denen Kinder sich ihre Zähne schärfen (...) Was sind diese Knochen wert, wenn sie weich sind, wenn sie der suchenden Zunge ihr Mark bloßlegen, wenn sie nicht hart, ja unzerbrechlich sind?« Eine bemerkenswerte Beobachtung, die wohl nicht nur von ihm gemacht wurde.

    Schon Agur im Buch der Sprüche (siehe Tagesvers) wusste um etwa 1000 v. Chr., wie angriffslustig und bissig Jugendliche mit ihren Eltern umgehen. Stoßen Kinder bei uns auf innere Festigkeit, auf Überzeugung und Unnachgiebigkeit? Dann schärfen wir ihr Profil. Oder legt ihre Kritik nur unsere Weichheit und Wert(e)losigkeit bloß? Dann sind wir nur alberne Kopien ihrer selbst.

    Andreas Fett

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    4 min
  • Der bedeutendste Ort

    Mein vierjähriger Enkel entdeckte beim Spielen auf einem Erdhügel einen schalenförmigen Gegenstand. Gereinigt von Erde entpuppte er sich als eine menschliche Schädeldecke. Die Beamten staunten nicht schlecht, als der Kleine mit dem Skelettteil auf der Polizeiwache erschien. Nachforschungen wiesen jedoch nicht auf einen ungeklärten Kriminalfall, sondern auf den Aushub von einem Friedhof, der in freier Wildbahn entsorgt wurde.

    Alle vier Schreiber der Evangelien legen Wert auf die Mitteilung, dass der Ort, wo Jesus Christus gekreuzigt wurde, »Schädelstätte« (Golgatha) hieß. Manche antiken Autoren führen diese Bezeichnung auf die Kontur des Felsens zurück, der von Weitem wie ein Schädel aussah. Andere sehen in dem Umstand, dass Golgatha eine Hinrichtungsstätte war, den Grund für diesen ungewöhnlichen Namen.

    Das Wort Golgatha leitet sich von dem hebräischen Verb galal ab, das rollen oder abwälzen bedeutet, und hängt mit der Tatsache zusammen, dass Schädel nahezu rund sind. Auch der deutschen Redewendung Köpfe rollen lassen liegt dieser Tatbestand zugrunde. Aber was wurde denn auf Golgatha, diesem furchtbaren und gruseligen Ort, weggerollt und abgewälzt?

    Dort bezahlten unzählige Verbrecher ihre schlimmen Taten mit ihrem Leben, aber Jesus Christus war der sündlose und vollkommen reine Sohn Gottes. Die Strafe für unsere schlechten Taten, unsere ganze Schuld, wurde auf ihn abgewälzt und er ertrug den gerechten Zorn des heiligen Gottes dafür. Wer daran glaubt, der muss nicht mehr selbst die Strafe für seine Sünden tragen. Er weiß, dass ihm vergeben und dass alle seine Schuld weggewälzt ist. Und so kann die schreckliche »Schädelstätte« zum Ausgangspunkt eines neuen Lebens werden.

    Gerrit Alberts

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    6 min
  • Der Tod, das schwarze Loch

    Astronomen beschreiben ein Phänomen, das sie »Schwarzes Loch« nennen. Darunter verstehen sie ein Objekt von unvorstellbarer Masse auf kleinstem Raum. Seine Gravitation ist so stark, dass nichts dieses Objekt wieder verlassen kann. Selbst Licht kann ihm nicht entkommen. So kann man Schwarze Löcher auch nicht direkt beobachten. Aufgrund ihrer Auswirkungen auf ihre Umgebung schließt man auf ihre Existenz. Man könnte sagen, dass alles, was dem Schwarzen Loch zu nahe kommt, unwiederbringlich von ihm aufgesogen wird.

    Der Tod ist wie solch ein schwarzes Loch. Er ist Tag und Nacht aktiv. Er zieht alles und jeden in sich hinein. Es gibt vor ihm kein Entkommen. Für niemanden. Er ist dunkel und man weiß nicht, was dann kommt. Der Tod ist das Letzte, was ein Mensch auf dieser Erde zu erwarten hat. Schwarze Löcher im Weltall mögen faszinieren, aber der Tod als schwarzes Loch macht hoffnungslos. Auch Jesus ging in dieses schwarze Loch. Er sagte seinen Jüngern voraus, dass und auf welche Weise er sterben würde. Er kündigte ihnen aber auch an, dass er nach drei Tagen auferstehen würde. Das heißt, er versicherte ihnen, dass er nicht vom Tod festgehalten werden wird. Und so geschah es auch.

    An Ostern denken wir daran: Jesus Christus hat dem Tod seine Macht genommen. Seine Auferstehung beweist, dass es nun, allein durch ihn, einen Ausweg aus dem Schwarzen Loch des Todes gibt. Das ist das Gewaltige an Jesu Auferstehung. Er ist der Einzige, der die Hoffnungslosigkeit beenden kann, die mit dem Tod verbunden ist. Ohne Jesu Auferstehung gäbe es kein Entkommen. Aber weil sie geschehen ist, ist auch meine Auferstehung denkbar und wird geschehen, wenn ich zu Jesus gehöre. Der Tod hat dann seine Macht und Endgültigkeit verloren.

    Manfred Herbst

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    5 min
  • Zorn

    Ich kenne viele Haushalte, in denen Bibelverse an der Wand hängen, kunstvoll geschrieben und hübsch gerahmt. Es ist sicher eine gute Sache, auf diese Weise wichtige Passagen aus der Bibel sichtbar zu machen, denn es sind Worte des Lebens. Einen Bibelvers habe ich allerdings noch nie an einer Wand gesehen: »Meinst du, dass du mit Recht zürnst?«

    Ich kann ein sehr cholerischer Typ sein; ich weiß, wovon ich rede. Als Student habe ich einmal mein Lehrbuch zerschlagen, weil ich eine Passage nicht verstanden habe. Schon oft wollte ich meinen PC verprügeln, weil er nicht das tat, was ich wollte. Der Impuls zur Wut kocht immer wieder hoch, z. B. im Straßenverkehr. Ich kann mich sehr ärgern über Äußerungen und Verhaltensweisen meiner Mitmenschen, auch wenn der Anlass banal ist.

    Nun könnte ich sagen: So bin ich halt! Doch sind diese Impulse berechtigt? Habe ich wirklich Grund zum Zorn? In der Regel nicht. Des Menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist (vgl. Jakobus 1,20). Zorn ist kein guter Ratgeber. Viele Verbrechen sind schon aus Zorn geschehen. Wie friedensbewahrend wäre es, wenn jeder, der wie ich zum Zorn neigt, sich stets erst einmal die Frage stellte: »Zürnst du zu Recht?« Dann würden sehr wahrscheinlich die allermeisten Konflikte dieser Welt erst gar nicht entstehen.

    Jesus Christus selbst ist (auch) hier das große Vorbild: Auf den Zorn der Menschen hat er mit Güte, Vergebung und Langmut geantwortet. Den völlig berechtigten Zorn Gottes auf unsere Sünden hat er auf sich gezogen, damit wir Frieden mit Gott haben können. Wie tragisch wäre es, dies zu ignorieren und im Zorn zu verharren: im eigenen zornigen Verhalten und vor allem im Zorn Gottes über die Ablehnung seines Sohnes.

    Markus Majonica

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    5 min
  • Jesus sieht mich

    Ich habe mich schon immer nach Ostern gesehnt. Allerdings war dieses Sehnen, bevor ich Jesus als meinen Erlöser kennengelernt habe, ein anderes als heute. Damals sehnte ich nach einer langen Zeit ohne Feiertage endlich wieder ein verlängertes Wochenende herbei und war froh, dass das Osterwochenende vor und nach dem Wochenende einen Feiertag hatte.

    Als ich 1989 zum Glauben kam, begannen sich allerdings viele christliche Feiertage mit Sinn zu füllen, weil sie an bestimmte, existentiell wichtige Ereignisse erinnern, die in der Vergangenheit passiert und in der Bibel beschrieben sind. So war es auch mit dem Osterfest: Mir wurde auf einmal bewusst, dass Jesus damals auch für meine Schuld in den Tod gegangen ist, mich aber darüber hinaus in seine Auferstehung mit hineinnimmt und mir sagt: »Fürchte dich nicht!« Aus den theoretischen, ziemlich lang zurückliegenden Ereignissen, an die das Osterfest erinnert, wurde für mich ein sehr persönliches Fest.

    Viele Details des biblischen Geschehens um Ostern bewegen mich seitdem sehr. Wenn ich z. B. im Johannesevangelium lese, wie Jesus noch aus dem Todeskampf vom Kreuz herab seine Mutter der Fürsorge seines Jüngers Johannes anbefahl, dann erkenne ich, wie wichtig jeder einzelne Mensch für ihn ist. Wenn ich darüber nachdenke, dann verstehe ich, dass Jesus auch mich ganz persönlich im Blick hat, mit meinen Nöten und Ängsten.

    Für mich macht Ostern heute klar: Jesus sieht auch mich. Ich bin ihm nicht egal. Er ist besorgt um mich. Weil ich das verstanden habe, habe ich ihm mein Leben ganz bewusst anvertraut. Seitdem freue ich mich über seine Nähe. Diese Erfahrung wünsche ich jedem Menschen. Denn Jesus sieht nicht nur mich – er sieht auch Sie!

    Bernd Grünewald

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    5 min
  • Tod und Auferweckung

    Terra X hat wieder einmal die Fakten gecheckt. Passend zu Ostern werden die üblichen Clips in den sozialen Netzwerken gestreut, ob denn die Grundlagen des christlichen Glaubens wirklich auf Tatsachen beruhen: Ist die Grabeskirche in Jerusalem tatsächlich an dem Ort gebaut, wo der Leichnam Jesu nach der Kreuzigung bestattet wurde und – nach biblischem Zeugnis – seine Auferstehung stattgefunden hat? Das Ergebnis: Archäologisch lässt sich das letztendlich nicht beweisen. Zu oft wurde in der Stadt alles zerstört, neu überbaut und verändert. Und selbst wenn es tatsächlich der Ort ist, wo Jesus begraben wurde, ist die Auferstehung selbst aus heutiger Sicht nicht mehr greifbar und beweisbar. Wirklich nicht?

    Unser Tagesvers sagt etwas anderes. Der Glaube vermag es sehr wohl zu erfassen, und es wird damit sogar eine sehr weitreichende Auswirkung verbunden: Wer in seinem Herzen glaubt, dass Gott Jesus aus den Toten auferweckt hat, wird errettet werden. Und das heißt: Er wird ebenso wie Jesus auferweckt werden – zu ewigem Leben!

    Wie kann so ein Glaube entstehen? Er beruht auf Information, die sich auf wahre Tatsachen gründet. Und diese Tatsachen sind glaubwürdig, weil sie in der Bibel von solchen bezeugt werden, denen der auferstandene Jesus Christus erschienen ist. Und die Tatsache der Auferstehung ist auch deshalb glaubwürdig, weil durch das Sterben und Auferstehen Jesu bei denen, die glauben, eine tatsächliche Veränderung geschieht. Das neue Leben von Gott ist bei ihnen schon jetzt erkennbar. Sie denken anders, sie leben anders und sie sterben anders, weil ihr Blick ausgerichtet ist auf das, was ihnen versprochen ist: ein ewiges Leben in Gemeinschaft mit dem, der ihre Erlösung von Sünden bewirkt hat.

    Joachim Pletsch

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    5 min
  • Ewiges Leben ernten

    Im Frühjahr ist Aussaatzeit. Von März bis Mai können jede Menge Gemüse, Blumen und Kräuter vorgezogen und direkt im Balkon-Garten ausgesät werden. Natürlich braucht alles noch Schutz gegen die Kälte. Kleine Schalen werden mit Erde gefüllt, und fast alle Arten von Samen können darin gepflanzt werden. Schon bald treiben die ersten Schösslinge hervor und können, wenn die Frostgefahr endgültig gebannt ist, zum Weiterwachsen in die gut vorbereiteten Gartenbeete verpflanzt werden. Wenn keine Schädlinge sich darüber hermachen und genug Regen fällt, ist zu gegebener Zeit mit der erwarteten Frucht zu rechnen. All das beruht auf einem Prinzip der Natur, das der Schöpfer so eingerichtet hat und auf das man zuverlässig vertrauen kann: Ausgestreuter Samen geht auf und wächst zu der Pflanze heran, die in ihm angelegt ist.

    Was in der Natur prinzipiell funktioniert, das ist auch in dem Bereich wirksam, der unser persönliches Leben betrifft. Auch da hat es Gott eingerichtet, das man das, was man sät, später ernten wird. Eins von diesen guten Saatkörner wollen wir uns heute einmal vor Augen führen. Das erste beschreibt uns unser Tagesvers. Er verspricht denen, die Gott nahen, ihm vertrauen und ihn suchen, Belohnung – und zwar von Gott selbst. Wie eines von diesen Schälchen mit dem ausgestreuten Samen zu Hause auf dem Balkon kann man auch Gott einen Platz in seinem Leben einräumen, aber nicht, um ihn bald wieder auszupflanzen, sondern um ihn für immer im Herzen, also mitten im Zentrum unseres Seins, zu haben und zu behalten. Dann wird all das Gute, was in Gott zu finden ist, auch in unserem Leben wachsen können, uns und andere ernähren und Freude bereiten, so wie das in der Natur die Pflanzen tun.

    Joachim Pletsch

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    4 min
  • Das Zeichen des Jona

    Im Rahmen eines Ostergottesdienstes an der Freien christlichen Schule im Siegerland haben meine Schüler das Musical Jona aufgeführt. Darin geht es um den Propheten Jona, der im 8. Jahrhundert vor Christus lebte und den Auftrag bekam, nach Ninive (der Hauptstadt von Assyrien) zu gehen. Dort sollte er den Einwohnern sagen, dass sie ihre bösen Handlungen unterlassen und zu Gott umkehren sollen. Sonst würde Gott ihre Stadt vernichten. Statt nach Ninive zu gehen, fuhr Jona mit einem Schiff in die entgegengesetzte Richtung nach Spanien, bis ein schweres Unwetter aufzog. Jona erzählte den Seeleuten, dass er dem Gott dient, der das Meer gemacht hat und dass der Sturm seinetwegen gekommen war. Daraufhin beschlossen sie, Jona über Bord zu werfen. Die Bibel berichtet, dass der Prophet im Bauch eines Fisches drei Tage überlebt hat und schließlich wieder an Land gespuckt wurde. Erst dann war er bereit, nach Ninive zu reisen und seine Botschaft zu überbringen. Die Einwohner hörten auf ihn und die Stadt wurde nicht zerstört.

    Im Neuen Testament erwähnt Jesus die Begebenheit im Gespräch mit der religiösen Elite von Israel. Die Gesetzeslehrer forderten ein Zeichen von Jesus, aber dieser antwortete ihnen: »Dieser Generation wird kein Zeichen gegeben werden, nur das des Propheten Jona.« Jesus zieht anschließend einen Vergleich: Er würde drei Tage im Grab liegen und dann auferstehen. Ähnlich wie Jona drei Tage im Bauch des Fisches war und schließlich wieder an Land kam. Der Unterschied: Jona war nicht wirklich tot. Aber Jesus ist wirklich am Kreuz gestorben und hat das Gericht Gottes für unsere Sünden erduldet. Seitdem können Menschen für ewig gerettet werden – wenn sie das persönlich im Glauben annehmen und sich dem Auferstanden anvertrauen.

    Uwe Harald Böhm

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    5 min
  • Mitfühlen und Geborgenheit erfahren

    Heute ist der »Tag der Kriminalitätsopfer«. Er soll das Bewusstsein für Opferbelange in Deutschland stärken und Informationen zu Prävention, Schutz und praktischen Hilfen geben.

    In meiner über 42-jährigen Tätigkeit als Polizeibeamter hatte ich mit vielen Opfern von Kriminalität zu tun. So z. B. mit einer Ehefrau und ihren Kindern, die wiederholt vom Ehemann und Vater geschlagen wurden. Oder mit Frauen, die von Männern über Jahre hinweg gestalkt wurden; Opfern von Verkehrsunfällen, die unter Schock standen, weil sie z. B. den Tod von Mitmenschen erlebt oder sogar daran beteiligt waren. Ich könnte noch viel mehr aufzählen. Oft führen solche Vorkommnisse zur Berufsunfähigkeit, und man kann nur erahnen, was solche Menschen – nicht selten jahrelang – durchmachen.

    Durch meinen Glauben entwickelte ich Empathie für diese Menschen. Ich ließ mir Zeit und suchte das Gespräch, um ein wenig zu helfen. Obwohl viele Täter nicht gefasst wurden oder relativ milde Strafen erhielten, weiß ich als Christ, dass Gott gar nichts von alledem entgeht. Das gab mir Ruhe und Hoffnung auf den Einzigen, der spätestens in der Ewigkeit für Gerechtigkeit sorgen wird.

    Doch das ist für die meisten Opfer im Jetzt kein Trost. Eine Hinwendung zu Gott kann aber helfen, Leid und Ungerechtigkeit auszuhalten – besonders im Blick darauf, dass Gott denen, die ihn suchen und ihm Glauben schenken, ein Belohner sein wird (vgl. Hebräer 11,6). Das feste Vertrauen auf Gottes Zusagen ist dabei ein entscheidender Faktor. Und das hängt von der persönlichen Begegnung mit Gott ab, die wir durch Jesus Christus haben können. Wir dürfen durch den Glauben an ihn zu Gottes Kindern werden und dann dauerhaft seine väterliche Fürsorge und seinen Zuspruch erfahren!

    Axel Schneider

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    4 min

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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…

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