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Eigentlich stellt unser Podcast überregional interessante Akteure der alten Welthauptstadt des gedruckten Wortes vor – Leipzigerinnen und Leipziger also. Da wir im Frühjahr allerdings bereits Extra-Folgen zu den „Schönsten Büchern aus aller Welt“ auf Deutsch und Englisch produzieren, möchten wir euch ab jetzt zum Herbstbeginn auch regelmäßig die jährlich wechselnden Gestalterinnen und Gestalter des Katalogs „Die Schönsten Deutschen Bücher“ vorstellen. Ein akustisches Making-of, ein Blick hinter die Kulissen also. Los geht’s mit Pit Stenkhoff, Creative Director von Neue Gestaltung aus Berlin. Mit ihm haben wir darüber gesprochen, wie das aktuelle Kunststück, der Katalog 2024, entstanden ist – dazu über Wettbewerbe, was die Agentur sonst noch umtreibt und warum in Berlin Mitte täglich frisch gekocht wird. Was das mit schönen Büchern zu tun hat? Hört selbst!
Den aktuellen Katalog der schönsten Bücher, dieses handschmeichelnde Schätzchen, könnt ihr selbstverständlich zum Preis von 20 € vor Ort in eurer Lieblingsbuchhandlung bestellen (ISBN 978-3-9822108-3-4). Weitere Infos findet ihr auf: www.stiftung-buchkunst.de.
As they do every year, jurors from five countries gathered at the National Library in Leipzig in early February to select the ’Most Beautiful Books from around the World’. 550 books from 34 countries – including Austria, Belgium, Canada and Venezuela – were laid and ready for the jury’s scrutiny. It was also a big challenge for the current jury - Jianping He (China/Germany), Päivi Helander (Finland), Isidora Nikolić (Serbia), Alexandra Stender (Germany) und Scott Vander Zee (USA). For an extra episode of our podcast, we were allowed to look over their shoulders during the selection marathon. With big thanks to Dan Wesker (voice) and Steffen Brosig (editing).
The award-winning books 2024 can be viewed for the first time at the Leipzig Book Fair (March 21th – April 24th)
Anfang Februar kamen in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig fünf Jurorinnen und Juroren zusammen, um 550 Titel, die Haute Couture aus 34 Ländern rund um den Erdball, auf Herz und Nieren zu prüfen. Eine Herausforderung für Jianping He (China/Deutschland), Päivi Helander (Finnland), Isidora Nikolić (Serbien), Alexandra Stender (Deutschland) und Scott Vander Zee (USA) – aber auch ein großes Privileg, ist der Wettbewerb doch weltweit einzigartig. Aber was heißt „Wettbewerb“? Die Stärke von „Best Book Design from all over the World“ liegt gerade darin, wie es immer wieder gelingt, Menschen, Kulturen und unterschiedlichste Designansätze zusammenzubringen – und das Verbindende zwischen ihnen sichtbar zu machen. Wir durften den Jurorinnen und Juroren über die Schulter schauen – und teilen unsere Impressionen hier im Blog. Dicker Dank an Steffen Brosig (Schnitt) und alle Mitarbeiterinnen der Stiftung Buchkunst für die freundliche Begleitung.
Die prämierten Bücher sowie alle eingereichten Siegertitel aus 34 Ländern werden auf der Leipziger Buchmesse (21. – 24. März) am Stand der Stiftung Buchkunst in Halle 2 zu sehen sein. Am 22. März, Buchmesse-Freitag, gibt es dort die Preisverleihung. Die Jurybegründungen und viele weitere nützliche Informationen findet ihr auf: www.stiftung-buchkunst.de.
Die Leipziger Johannes Listewnik (1988) und Marcel Raabe (1978) sind mit wenigstens einem Zipfel ihrer Existenz Verleger – ein Beruf, der nicht von ungefähr auf das Tätigkeitswort „vorlegen“ zurückgeht und hier Teil einer „Ermöglichungskultur“ von schönen und jedenfalls spannenden Büchern ist. Seit 2020 entwickelt der von Johannes und seinem Vater Arnd-Volker Listewnik gegründete Verlag mit einem Netzwerk aus Freunden und Kollegen schöne Druck-Sachen – mit geringen ökonomischen Ressourcen, tiefenentspannt und ansteckend freudvoll. Trottoir Noir wurde 2014 gegründet und wurde vor allem mit der 2016 gestarteten, inzwischen auf 18 Bände angewachsenen „Skizzenbuch“-Reihe bekannt; für einigen Ruhm sorgte das im Corona-Sommer 2020 erschienene Buch „Karstadt Waren Wir“ von Olivia Golde. 2022 erhielt Trottoir Noir den Sächsischen Verlagspreis. 2023 haben es beide Verlage mit einer Produktion auf die Shortlist des Förderpreises für junge Buchgestaltung geschafft: Trottoir Noir mit „Any Day Now“ von Franziska Junge, Marian Arnd mit „Die Aufstellung“ von Rebecca Bauer.
Philipp Neumann gilt als stilsicherer Experte für gut gestaltete Bücher und Magazine. Gemeinsam mit seiner Partnerin Karen Laube betreibt er seit 15 Jahren das MZIN, einen Spot für internationale Magazine, Bücher, Editionen und Kataloge aus so ziemlich allen Feldern der visuellen Kultur – von Design und Architektur bis zu Fotografie, Mode oder Pop. Seit Frühjahr 2022 ist das MZIN unterm Dach des Museums der Bildenden Künste, dem Leipziger Bildermuseum, angedockt – es ist aber deutlich mehr als ein Museumsshop oder ein klassisches Kunstsortiment. Mit Philipp Neumann sprechen wir über die Geschichte und Vorbilder des MZIN, über Leipziger Stadtentwicklung und all die tollen Bücher und Magazine in den Regalen dieses wunderbaren gelben Raumschiffs, dessen „public service“ alles andere als selbstverständlich ist.
Es waren nicht der Geist von Jan Tschichold oder der donnernde Lockruf der alten Buchstadt, die den Grafik-Designer und Typografen Torsten Köchlin, Jahrgang 1975, nach Leipzig zogen, sondern das Leben und die Liebe – eben ist er zum zweiten Mal Vater geworden. Sein Schreibtisch steht bei den Kollegen von Büro Total im Kolonnadenviertel, wichtiger aber ist die Achse Leipzig – Hamburg und die enge Zusammenarbeit mit der Grafik-Designerin Joana Katte; demnächst werden die beiden eine gemeinsame Website launchen. In unserer neuen Folge sprechen wir mit Torsten über die prägende Wirkung des Zeit-Magazins im Uelzen der 80er, Lehrjahre in Weimar, Kent und Mineapolis, die eigene Lehrtätigkeit an der HTW Berlin oder der Lenné-Universität im schwedischen Kalmar, die Arbeit für größere Verlage wie Hatje Cantz, kleine Indies wie m-books oder Institutionen wie das Deutsche Buch- und Schriftmuseum und das Deutsche historische Museum. Wir erfahren etwas über den Wert von Wettbewerben (auch, wenn man mal nicht prämiert wird) und das kreative Ping-Pong mit Kolleginnen und Kollegen.
Mitte Februar kamen in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig fünf Jurorinnen und Juroren zusammen, um rund 600 Titel, die Haute Couture aus 30 Ländern rund um den Erdball, auf Herz und Nieren zu prüfen. Für Aslak Gurholt (Norwegen), Billy Kiosoglou (Großbritannien/Griechenland), Siri Lee Lindskrog (Dänemark), Maša Poljanec (Kroatien) und Coline Sunier (Frankreich) war es die erste Gelegenheit seit langem, physisch aufeinanderzutreffen. Für eine Extra-Folge unseres Podcasts durften wir Ihnen beim Auswahl-Marathon über die Schulter schauen. Mit dickem Dank an Steffen Brosig (Schnitt) und Conny Wolter (Voiceover).
Die 14 prämierten Bücher sowie alle Titel der Shortlist werden auf der Leipziger Buchmesse (27. – 30. April) am Stand der Stiftung Buchkunst in Halle 2 zu sehen sein. Am 28. April, Buchmesse-Freitag, gibt es dort die Preisverleihung. Die Jurybegründungen und viele weitere nützliche Informationen findet ihr auf: www.stiftung-buchkunst.de.
For Aslak Gurholt (Norway), Billy Kiosoglou (UK/Greece), Siri Lee Lindskrog (Denmark), Maša Poljanec (Croatia) und Coline Sunier (France), it was the first opportunity in a long time to physically meet. For an extra episode of our podcast, we were allowed to look over their shoulders during the selection marathon. With big thanks to Dan Wesker (voice) and Steffen Brosig (editing).
The award-winning books 2022 can be viewed for the first time at the Leipzig Book Fair (April 27th – April 30th)
„Illustration zu definieren ist nicht einfach; immer sitzt sie zwischen den Stühlen der angewandten und freien Kunst, zwischen Dienstleistung und Selbstverwirklichungsanspruch“ – so steht es in einem druckfrischen Buch aus dem Weimarer Jonas Verlag, das den Titel einer Burda-Zeitschrift kapert. „Super Illu“ heißt es; Untertitel: „Zu einer Theorie der Illustration“. In Folge #7 unseres Podcasts wollen wir uns eher um die Praxis kümmern: Wie es sich in digitalen Zeiten zwischen allen Stühlen sitzt, wie Illustration und Gestaltung zusammengehen und – schließlich heißt unser Podcast LEIPZIGS neue Seiten! – ob es von Bedeutung ist, wenn die Stühle in einer alten Buchstadt stehen. Unsere Gäste sind im weiten Feld zwischen angewandter Kunst – also Illustration – und freier Grafik unterwegs sind, Fragen der Buchgestaltung bilden einen Fixpunkt ihrer Arbeit. Wir freuen uns auf die Grafikerin und Buchkünstlerin Franziska Neubert, die Illustratorin und Autorin Gerda Raidt und den Illustrator und Comiczeichner Markus Färber. Ebenfalls mit dabei: Katja Schwalenberg und Thomas Matthäus Müller, die seit gut 15 Jahren in der Illustrations-Klasse der Hochschule für Grafik und Buchkunst unterrichten und mit ihren Studierenden und Alumni gerade eine tolle Ausstellung im Literaturhaus Leipzig zeigen. Und Rita Fürstenau, die in Kassel den großartigen, auf Comic und Illustration spezialisierten Rotopol Verlag betreibt. Dicker Dank wie immer an Conny Wolter (Voice), Steffen Brosig (Schnitt) und Gert Mothes (Fotos).
Rotorbooks heißt der Laden, den Anke Schleper 2018 gemeinsam mit Daniel Niggemann gründete und heute zusammen mit Lisa Kindorf und Cami Alvarez Rendón führte. Das Ladenlokal in der Kolonnadenstraße, das Anke eher per Zufall entdeckte, beherbergte zuletzt ein russisches Feinkostgeschäft. Daran, dass hier ursprünglich eine Metzgerei domizilierte, erinnern die Kacheln, ein opulentes, umlaufendes Deckenfries und alte Schwerlast-Träger, an denen einst Schinken und Schweinehälften baumelten. Rotorbooks, ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchhandlungspreis, ist auf Theorie, Literatur und Zeitgenössische Kunst spezialisiert; es gibt ein breites Angebot aus unabhängigen Verlagen wie Merve, der praktischer Weise unterm selben Dach arbeitet. Bei Rotorbooks findet sich aber ebenso eine große Auswahl an englischsprachigen Titeln, Lyrik, eine Kinderbuchecke sowie – ohne gutes Essen wird’s auch mit der Theorie nix! – ein kleines, feines Sortiment an Kochbüchern. Viele von den Kreativen, die wir bis jetzt bei Leipzigs neue Seiten vorgestellt haben, gehen bei Rotorbooks ein und aus: Logisch, dass es in der alten Kühlkammer irgendwann eine Ausstellungs-Serie geben wird. Form follows Funktion haben wir an dieser Stelle schon häufiger gehört: In der sechsten Folge unseres Podcasts sprechen wir darüber, welche Rolle schöne Bücher, das Ästhetische, die Form für den Verkauf spielen. Und erfahren dabei auch, was die Schönheit der Theorie mit brennenden Autos zu tun hat. Ebenfalls mit dabei: Die Vertreterin Jessica Reitz, die in ihrer Tasche rund zwei Dutzend Verlage aus Architektur, Kunst und Geisteswissenschaften hat und darüber hinaus auch die Stiftung Buchkunst vertritt. Dicker Dank wie immer an Conny Wolter (Voice), Steffen Brosig (Schnitt) und Gert Mothes (Fotos).
From the publisher's feed
Leipzig, die alte Welthauptstadt des gedruckten Wortes, hat sich neu erfunden: In den Biotopen von HGB und HTWK erproben sich angehende Gestalter:innen; später gründen sie ihre eigenen kreativen Netzwerke, Büros, Verlage. In Gesprächen und Reportagen stellen wir die spannendsten Positionen vor. Die Zukunft des Buchs ist – Leipzig.
https://www.stiftung-buchkunst.de/de/leipzigs-neue-seiten.html

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