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Nach einem Studium an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK) und der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) arbeitete der Leipziger David Voss für Designstudios in New York, Berlin und München. 2009 gründete er in seiner Heimatstadt das Bureau David Voss, das nach dem Einstieg von Ondine Pannet 2014 mit Lisa Petersen, Sebastian A. Schmitt und Marie Schuster als derzeit fünfköpfiges Kollektiv geführt wird. 2018 ging Pannet zurück nach Frankreich und führt seither die Bureau-Niederlassung in Paris. 2020 erfolgte die Umbenennung in Bureau Est (https://bureau-est.com]. Das Gros der Projekte ist innerhalb des Kulturbetriebs verortet – Referenzen sind etwa die Kulturstiftung des Bundes, die Stiftung Bauhaus Dessau oder das Schauspiel Leipzig. Für die Stiftung Buchkunst realisierte Bureau Est 2020 den Katalog der „Schönsten deutschen Bücher“, erstmals mit einer zusätzlichen App, über die man Filme zu den ausgezeichneten Publikationen sehen kann. In der fünften Folge unseres Podcasts sprechen wir mit Ondine Pannet, Lisa Petersen und David Voss über die Gestaltung von Kommunikation im Kunst- und Kulturbereich, die Verwandlung von fünf Einzelkämpfer in Teamplayer und den Stand der deutsch-französischen Freundschaft. Dazu, wie immer, über jede Menge toller Drucksachen. Ebenfalls mit dabei: Roman Häbler und Lars-Ole Bastar vom Studio Choreo (www.choreo.info). Dicker Dank an Conny Wolter (Voice), Steffen Brosig (Schnitt) und Gert Mothes (Fotos).
While Leipzig Bookfair had to be cancelled for the third time due to the pandemic, this time everything was in favour of a return to normal processes concerning our international competition, at least to a certain extent. At the beginning of February, five jurors met at German National Library in Leipzig to critically assess the books, which were arranged in stacks by countries.
For Ozan Akkoyun, Hans Gremmen, Gila Kaplan, Márcia Novais and Sebastian A. Schmitt from Leipzig, who stood in for the Norwegian Aslak Gurholt, it was the first opportunity in a long time to physically meet. For an extra episode of our podcast, we were allowed to look over their shoulders during the selection marathon. With big thanks to Guthrie Thomson (voice) and Steffen Brosig (editing).
The award-winning books 2022 will be released on March 10th and can be viewed for the first time at „It’s a book“ in Leipzig, on March 19th.
Noch im letzten Jahr führte Corona auch beim Wettbewerb „Schönste Bücher aus aller Welt“ Regie: Die Jury konnte nur im Rahmen einer Online-Diskussion über die Preisträger entscheiden. Während die Leipziger Buchmesse pandemiebedingt zum dritten Mal absagen musste, standen für unseren Wettbewerb die Zeichen auf Rückkehr zur Normalität – ein stückweit jedenfalls. Anfang Februar kamen in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig fünf Jurorinnen und Juroren zusammen, um annähernd 500 Titel, die Haute Couture aus 30 Ländern rund um den Erdball, auf Herz und Nieren zu prüfen. Für Ozan Akkoyun, Hans Gremmen, Gila Kaplan, Márcia Novais und Sebastian Schmitt aus Leipzig, der für den Norweger Aslak Gurholt eingesprungen ist, war es die erste Gelegenheit seit langem, physisch aufeinanderzutreffen. Für eine Extra-Folge unseres Podcasts durften wir Ihnen beim Auswahl-Marathon über die Schulter schauen. Mit dickem Dank an Steffen Brosig (Schnitt) und Conny Wolter (Voiceover).
Die 14 „Schönsten“ sind am 19. März im Rahmen der Independent-Messe „It’s a book“ in der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) zu sehen.
Christoph Liepach, Jahrgang 1990 und aufgewachsen im Plattenbaugebiet Gera-Lusan, hat an der Hochschule Anhalt – Anhalt University of Applied Sciences in Dessau studiert und ist aktuell Student an der Leipziger HGB. 2019 hat er den Verlag sphere publishers gegründet – und das nicht in New York oder London, sondern im Kolonnaden-Viertel von Leipzig. War der Verlag für Liepach anfänglich ein Werkzeug, um seine eigenen künstlerischen Projekte zwischen Kunst, Fotografie und Architektur in Druckform verbreiten zu können, gibt sphere publishers inzwischen auch anderen Autoren und Fotografen Raum, gesellschaftlich unterrepräsentierte Themen in je eigenen Handschriften zu bearbeiten. Der Band „Gera ostmodern“ schaffte es 2020 auf die Shortlist des Wettbewerbs „Deutschlands schönstes Regionalbuch“, „Haus der Kultur Gera“ landete 2021 auf der Shortlist der „Schönsten Deutschen Bücher“ 2021. In der vierten Folge unseres Podcasts sprechen wir – unter anderem – über Moderne und Ostmoderne, darüber, was Architekturbücher mit der eigenen Biografie zu tun haben können. Und natürlich: über schöne Bücher! Ebenfalls mit dabei: Manfred Rothenberger, Direktor des Instituts für Moderne Kunst in Nürnberg und eben dort Verleger von Starfruit Publications, mit einer flammenden Laudatio ohne Punkt und Komma auf Christoph. Dicker Dank an Conny Wolter (Voice), Steffen Brosig (Schnitt) und Gert Mothes (Fotos).
Jakob Kirch, geboren 1980 in Dresden, ist der ältere der beiden. Er hat bei Günter Karl Bose an der HGB studiert, parallel bereits freiberuflich gearbeitet, unter anderem mit Florian Lamm, Jahrgang 1984, der aus Hannover an die Leipziger Hochschule kam. 2012 gründeten die beiden ihr Label, dessen Name so klingt, als könnte es sich auch um eine jahrhundertealte Bamberger Bierbrauer-Dynastie handeln. Die beiden arbeiten jedoch vor allem mit und für Kunden aus dem deutschsprachigen Kulturbereich; ziemlich erfolgreich, wie die gewonnenen Preise nahelegen – zuletzt gab es 2021 ein Ehrendiplom bei den Schönsten Büchern aus aller Welt. Die Digitalisierung erlaubte schon vor Corona räumlich getrennte Schreibtische in Leipzig (Jakob) und Berlin (Flo), was nicht ohne Folgen für den Charakter der Arbeit und die Produktion bleibt. Wir sprechen – unter anderem – über Hermann Glöckner, Kurt Wolff, Berliner Graffiti, gemeinsame Jobs, Brötchenverdienen und Forscherdrang, Pingpong & Feedbackschlaufen, Restpapiere & Sonderfarben, Luxus & Nachhaltigkeit, abgesagte Plakate und Kultur in Zeiten von Corona. Ebenfalls mit dabei: Der Wunderhorn-Verleger Manfred Metzner, Gründungs-Vorsitzender der Kurt-Wolff- Stiftung, und der Grafikdesigner, Typograf und UdK-Professor Fons Hickmann, Präsident von 100 beste Plakate e.V. Mit dickem Dank an Steffen Brosig (Schnitt).
Ist Comiczeichnen „am Ende eine Verhaltensstörung“, wie es in Anna Haifischs aktuellem Buch „Residenz Fahrenbühl“ heißt? Wie bekommt man seine Kunsthochschul-Abschlussarbeit bei einem coolen Verlag unter? Wie stark sind Künstlerinnen und Künstler in den Produktionsprozess involviert, wie wichtig ist ihnen Papier, Bindung, Sonderfarbe und Format? Und wann, bitte, ist ein Comic-Band eigentlich „schön“? Gibt es so etwas wie eine „Neue Leipziger Schule“ des Comics? Das sind nur einige der Fragen, auf die wir in der zweiten Folge von „Leipzigs Neue Seiten“ Antworten suchen. Zu Gast sind die Comic-Künstler Anna Haifisch und Max Baitinger, die fast zehn Jahre lang zu den Organisator:innen des Independent-Festivals „Millionaires Club“ gehörten. Ebenfalls mit dabei: Die HGB-Absolventin Lina Ehrentraut, die für den Sommer mit dem Kunst-Kollektiv Squash die Snail Eye – Cosmic Comic Convention in Leipzig plant, und der Comic-Experte Andreas Platthaus, Literaturchef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit Wohnsitz in LE. Mit Dank an Steffen Brosig (Schnitt) und Klitclique, Wien.
Vor 20 Jahren gründeten Jan Wenzel, Anne König und Markus Dreßen „Spector“. Gespensterhaft seine Bedeutung wechselnd, taucht der Name seitdem auf: Als Büro, Titel einer Zeitschrift, immer wieder als Buchlabor für renommierte Kunstverlage. Mit dem eigenen Verlag Spector Books, der Bücher am Schnittpunkt von Kunst, Theorie und Design herausbringt, schließen die drei 2008 die Lücke in der Wertschöpfungskette. Und erhalten zehn Jahre später, im Frühjahr 2018, den erstmals ausgelobten Sächsischen Verlagspreis. Mit „Das Jahr 1990 freilegen“ räumt Spector Books 2020 gleich mehrfach Auszeichnungen ab, unter anderem den Preis der Leipziger Buchmesse und den Preis der Stiftung Buchkunst. Rund 50 Titel erscheinen pro Jahr bei Spector Books, viele zweisprachig oder auf Englisch. Stets lotet der Verlag die Möglichkeiten eines lebendigen Austauschs zwischen allen an einer Produktion beteiligten aus: Zwischen Künstlern, Textautoren, Buchgestaltern, Lithografen, Druckern oder Buchbindern. Weshalb wir für diese Folge auch einen Abstecher nach Altenburg in eine der besten Druckereien der Republik gemacht haben. Mit: Jan Wenzel, Anne König, Markus Dreßen, Christin Krause (Spector) sowie Marina Arnoldt und Peer-Philipp Keller (DZA, Altenburg).
From the publisher's feed
Leipzig, die alte Welthauptstadt des gedruckten Wortes, hat sich neu erfunden: In den Biotopen von HGB und HTWK erproben sich angehende Gestalter:innen; später gründen sie ihre eigenen kreativen Netzwerke, Büros, Verlage. In Gesprächen und Reportagen stellen wir die spannendsten Positionen vor. Die Zukunft des Buchs ist – Leipzig.
https://www.stiftung-buchkunst.de/de/leipzigs-neue-seiten.html

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