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  • L.I.S.A. - New Science on the Blog?
    In den Geisteswissenschaften ringen Blogs nach wie vor um Anerkennung als eine eigene Form der Wissenschaftskommunikation. Sie rangieren derzeit irgendwo zwischen traditionellen schriftlichen Plattformen, wie etwa Fachjournalen, und der mündlichen Verbreitung wissenschaftlicher Ergebnisse, beispielsweise auf Fachtagungen oder in Workshops. Aber vielleicht ist gerade diese Mittelposition, die Position des Unfertigen mit Einblick in entstehende Forschung, die Stärke von wissenschaftlichen Blogs. In einer neuen Spezialausgabe von Max meets LISA haben wir auf dem 8. Forum für Wissenschaftskommunikation in Nürnberg mit der Islamwissenschaftlerin Dr. Nadia von Maltzahn, der Historikerin Dr. Mareike König, dem Social Media Manager Henning Krause und dem Blogger Lars Fischer über aktuelle Herausforderungen für wissenschaftliche Blogs diskutiert.
    1 hr 17 min
  • L.I.S.A. - Theorie - Praxis und Lebensform
    Mit einem Merve-Band in der Jackentasche bezeugte man in den 1970er und 1980er Jahren vor allem eines: Theorie zu lesen - darunter Bücher von Michel Foucault, Gilles Deleuze, Félix Guattari, Roland Barthes, Jean Baudrillard oder Paul Virilio. Wer deren Texte las, gehörte damals nicht nur einem bestimmten intellektuellen Milieu an, sondern demonstrierte damit auch eine konkrete Lebensform. Der Historiker Prof. Dr. Philipp Felsch von der Humboldt-Universität zu Berlin hat in seinem Buch Der lange Sommer der Theorie: Geschichte einer Revolte diese besondere Lese- und Lebenslandschaft von 1960 bis 1990 nachgezeichnet. Wir haben ihn in seinem Büro besucht, um ihm unsere Fragen zur seinem Verständnis von Theorie im Kontext von Philosophie, Praxis und Kritik zu stellen.
    1 hr 6 min
  • L.I.S.A. - Ist das meins oder muss ich das teilen? Open Access und Copyright in den digitalen Geisteswissenschaften
    Das Aushandeln von Urheber- und Nutzungsrechten ist nicht neu. Spätestens seit der Erfindung des Buchdrucks ringen Autoren, Verleger und die Öffentlichkeit um Rechte am Werk. Die Erfindung neuer Medien, beispielsweise Tonträger oder Filme, und neuer technischer Geräte wie den Kopierer führten stets zu Neuverhandlungen darüber, wie und von wem ein Werk genutzt werden darf - in der Regel innerhalb eines relativ eindeutigen juristischen Rahmens. Im Zuge des digitalen Wandels hat sich die Lage entschieden verändert, rechtliche Klarheit ist einer neuen Unsicherheit gewichen. Nicht selten wird dabei der Begriff der Grauzone bemüht, vor allem wenn es um Veröffentlichungsoptionen wissenschafticher Ergebnisse geht. Wir haben zu unserer elften Ausgabe von Max meets LISA Vertreter aus Wissenschaft, Prof. Dr. Thomas Kirchner vom Deutschen Forum für Kunstgeschichte Paris, Verlagswesen, Dr. Jonathan Beck vom C.H. Beck Verlag, und der digitalen Öffentlichkeit, Dr. Ziko van Dijk von der Wikimedia Foundation, eingeladen, um mit ihnen über Copyright und Open Access in den digitalen Geisteswissenschaften zu diskutieren.
    1 hr 3 min
  • L.I.S.A. - Sind Journalisten die besseren Politiker?
    Politikwissenschaftler bezeichnen nicht erst seit gestern Medien als die Vierte Staatsgewalt. Journalisten selbst begreifen sich dementsprechend als zusätzliche Kontrollinstanz innerhalb demokratisch verfasster Staaten, deren Aufgabe nicht zuletzt darin bestehe, den politischen Prozess transparent zu machen und politischen Akteuren auf die Finger zu schauen. Der Politikwissenschaftler und Publizist Prof. Dr. Thomas Meyer von der Universität Dortmund glaubt, dass das journalistische Selbstverständnis inzwischen noch weiter reicht: Journalisten beobachteten und beurteilten Politiker nicht nur, sondern sie verkündeten politische Lösungen und machten immer offener selbst Politik. Sind Journalisten so gesehen die besseren Politiker? Und falls dem so sein sollte, wer kontrolliert die vierte Macht im Staat? Niemand, so Thomas Meyer in seinem neuesten Buch "Die Unbelangbaren". Wir haben ihn darüber zu einem ausführlichen Gespräch gebeten.
    52 min
  • L.I.S.A. - Europa: Vereint im Zeichen des Kapitalismus?
    Der Zusammenbruch des Ostblocks vor 25 Jahren markiert eine Epochenwende in der jüngeren Geschichte Europas. Die Staaten Ost- und Ostmitteleuropas erlebten eine wirtschaftliche und gesellschaftliche Transformation, die nicht nur ihre eigenen Gesellschaften sondern auch den Westen und Europa insgesamt veränderten. Neoliberale Gesellschafts- und Wirtschaftskonzepte der 1980er Jahre gewannen mit dem Ende des Systemkonflikts eine grenzüberschreitende Dynamik. Inwieweit wirkte sich der radikale Umbau der ehemaligen sozialistischen Staaten auch auf das wiedervereinte Deutschland aus? Kann sich Deutschland im 25. Einheitsjahr als "Wendegewinner" bezeichnen? Hat das kapitalistische Paradigma Europa vereint oder eher gespalten? Über diese Fragen diskutierten am 29.09.2015 im Hamburger Körber Forum die Historiker Prof. Dr. Philipp Ther (Universität Wien) und Prof. Dr. Jürgen Kocka (Freie Universität Berlin). Das Gespräch moderierte von Prof. Dr. Frank Bösch, Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam.
    1 hr 43 min
  • L.I.S.A. - Nachricht gleich Kommentar? Berichterstattung heute
    Kaum ein anderes außenpolitisches Thema hat in den vergangenen Jahren in Deutschland so stark polarisiert wie der Ukraine-Konflikt. Dabei sind es weniger einzelne Zeitungen, Radiostationen oder Fernsehanstalten, die bei diesem Thema um Meinungsführerschaft untereinander ringen. Es stehen sich vielmehr Medienkonsumenten und Medienschaffende gegenüber. In den Online-Kommentarspalten von Print, Funk und Fernsehen wird den Medien in toto vorgeworfen, sie berichteten einseitig, manipulierten und schafften antirussische Stimmung. Die frühere ARD-Moskau-Korrespondentin und Publizistin Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz hat Verständnis für Teile dieser Kritik und gibt in ihrem aktuellen Buch "Russland verstehen" diesem Aspekt breiten Raum. Wir haben das zum Anlass genommen, ihr dazu sowie zum Verhältnis von Nachricht und Kommentar in der heutigen medialen Berichterstattung unsere Fragen zu stellen.
    52 min
  • L.I.S.A. - Wirtschaften in Zeiten von Migration und Finanzkrisen
    Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), tritt im kommenden Jahr die Gerda Henkel Gastprofessur in Stanford an. Für drei Monate wird er an der kalifornischen Universität zur Nationenbildung in Europa sowie zur Sozialen Marktwirtschaft in Zeiten der Digitalisierung lehren. Für uns eine willkommene Gelegenheit, Michael Hüther um ein Interview zu bitten und ihn vorher noch in Köln zu besuchen. Folgende Fragen haben wir ihm gestellt: Sind Flüchtlinge die neue Generation von Arbeitsmigranten in Deutschland? Steht die Europäische Union vor einer neuen Zerreißprobe? Wie ist die Griechenlandkrise einzuschätzen? Wieso verstehen sich US-Ökonomen und ihre deutschen Kollegen nicht mehr? Wozu ist Wirtschaft eigentlich da? Hat Wirtschaft auch die Aufgabe Ungerechtigkeiten zu beseitigen?
    40 min
  • L.I.S.A. - History goes global - Was ist neu am Ansatz einer Globalgeschichte?
    Globalgeschichte ist heute das angestrebte Ideal in der Geschichtswissenschaft - möglichst viele Perspektiven einfangen, die über einzelne Kulturen, Nationen, Regionen oder Grenzen hinausreichen, übergreifende globale Zusammenhänge erschließen und unterschiedliche Stimmen und Quellen zu Wort kommen lassen. Ein hoher Anspruch, auch mit Blick auf Kapazitäten und Fähigkeiten von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Dabei ist der Ansatz einer möglichst umfassenden Geschichtsbetrachtung alles andere als neu. Ansätze zu einer universellen Betrachtung des historischen Weltgeschehens reichen weit zurück. Was ist dann also das spezifisch Neue am aktuellen Ansatz einer Globalgeschichte? Und wie sieht sie in ihrer Umsetzung aus? Fragen, die wir in unserer inzwischen 10. Folge von Max meets LISA an die Historiker Dr. Indra Sengupta vom Deutschen Historischen Institut London und an Prof. Dr. Andreas Eckert von der Humboldt-Universität zu Berlin gestellt haben.
    1 hr 3 min
  • L.I.S.A. - "Dixi et salvavi animam meam" - Der Fall Hermann Grapow
    Der Name Hermann Grapows ist Ägyptologen als Mitherausgeber des „Wörterbuchs der ägyptischen Sprache“ geläufig. Ebenso unmittelbar verbindet man heute mit seinem Namen aber auch die politische Belastung der Ägyptologie in der Zeit des „Dritten Reiches“. Die „Machtübernahme“ der Nationalsozialisten und ihre Eingriffe in die Wissenschaftspolitik ermöglichten dem zunächst zögernden Grapow neue Chancen zu beruflichem Erfolg und führten ihn in höchste Leitungsämter der Berliner Universität und der Akademie. Diese Konstellation und das Zeugnis von Zeitgenossen, die ihn als „Erz-Nazi“ bezeichneten, haben den Fokus der jüngeren historischen Forschung auf Grapow gelenkt. Jedoch wird die in der wissenschaftsgeschichtlichen Praxis bislang meistens zugrunde gelegte Dichotomie zwischen „gut“ und „böse“ dem Quellenbefund nicht gerecht, so die These des Ägyptologen und Wissenschaftshistoriker Dr. Thomas L. Gertzen.
    48 min
  • L.I.S.A. - Höher, weiter, digital - wo bleibt die Wissenschaft?
    Die Bandbreite an technischen Möglichkeiten sowie die Versuchung, diese für möglichst alle Lebensbereiche nutzbar zu machen, wird größer. Das gilt nicht zuletzt für die Wissenschaft, die von ihrem Selbstverständnis her nach immer mehr und letztlich nach höherer Erkenntnis strebt. Helfen soll ihr dabei die neue digitale Sphäre, bespielsweise über digitale Werkzeuge, Funktionen, Speicher oder Kommunkationsmittel. Kritiker sehen in dieser Entwicklung eine Gefahr für die Wissenschaft insgesamt, die sich in der schönen neuen digitalen Welt verliere und Forscherinnen und Forscher an den Rand ihrer Kapazitäten dränge. Ist das wirklich so? Sind die Chancen, die sich durch den Einzug des Digitalen ergeben, nicht größer als die Risiken? Zum Abschluss der Tagung Die Zukunft der Wissensspeicher haben wir mit der Historikerin Prof. Dr. Maren Lorenz und dem Kunsthistoriker Prof. Dr. Hubertus Kohle diese Fragen aus geisteswissenschaftlicher Perspektive diskutiert.
    45 min

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