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  • L.I.S.A. - "Clark tritt als eine Art Kulturtourist auf"
    Der australische Historiker Christopher Clark erzählt im Fernsehen dem TV-Publikum eine "Deutschland-Saga" - so auch der Titel der gleichnamigen Sendung. Geht man davon aus, dass Saga das athochdeutsche Wort für Sage ist und somit die selbe Bedeutung hat, heißt es laut Wikipedia, dass eine Sage, "dem Märchen und der Legende ähnlich, eine zunächst auf mündlicher Überlieferung basierende, kurze Erzählung von fantastischen, die Wirklichkeit übersteigenden, Ereignissen" ist. Und weiter ist zu lesen: "Da diese mit realen Begebenheiten, Personen- und Ortsangaben verbunden werden, entsteht der Eindruck eines Wahrheitsberichts." Trifft das auch für die ZDF-"Deutschland-Saga" zu?
    Wir haben mit der Historikerin Dr. Angela Siebold von der Universität Heidelberg aus der Sicht einer Public History-Forscherin über die "Deutschland-Saga" und ihren Protagonisten Christopher Clark gesprochen.
    18 min
  • L.I.S.A. - Geisteswissenschaften im globalen Dorf. Wie lässt sich Internationalisierung organisieren?
    Wissenschaft kennt keine staatlichen Grenzen - und doch ist so nach wie vor überwiegend national organisiert. In Deutschland kümmern sich mehrere öffentliche Institutionen um die Begutachtung von Forschungsprojekten und sie Vergabe von Mitteln, darunter die Bundes- und Landesministerien, die Deutsche Forschungsgemeinschaft oder auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik. Ist die behördliche Organisierung und Verwaltung von Wissenschaft noch zeitgemäß? Wie lässt sich der Anspruch, Wissenschaft jenseits nationaler Kriterien zu organisieren, einlösen? Was genau bedeutet in diesem Zusammenhang Interantionalisierung?
    Wir haben in unserer siebten Ausgabe von Max meets LISA mit dem Historiker und Direktor des Deutschen Historischen Instituts Paris (DHIP), Prof. Dr. Thomas Maissen, und dem ehemaligen Generalsekretär des Wissenschaftskollegs zu Berlin, Dr. Joachim Nettelbeck, über diese und andere Fragen diskutiert.
    1 hr 2 min
  • L.I.S.A. - "Gavrilo Princip sah sich als Freiheitskämpfer"
    Am 2. Dezember 1914 nahm die fünfte Armee Österreich-Ungarns die serbische Hauptstadt Belgrad ein. Die Nachricht erreichte auch Gavrilo Princip und Nedeljko Čabrinović, die Attentäter vom 28. Juni 1914, die seit ihrer Verurteilung noch in einem Militärzuchthaus in Sarajevo inhaftiert waren. Wie die Marburger Zeitung vom 7. Dezember 1914 berichtet, übte die Meldung vom Fall Belgrads "...eine niederschmetternde Wirkung auf ihn (Princip, Anm.d.Red.) aus. Sogar die Soldaten fühlten ein Unbehagen, als sie sahen, wie sich Princip vor Wut herumwälzte." Princip und Čabrinović wurden anschließend nach Theresienstadt in Tschechien überführt, wo sie zwanzig Jahre Festungshaft absitzen sollten. Beide überlebten die extremen Haftbedingungen nicht - Čabrinović starb bereits 1916, Princip zwei Jahre später.
    Der Südosteuropa-Korrespondent Gregor Mayer, der unter anderem für Der Standard und die Deutsche-Presse-Agentur berichtet, hat ein Buch über Gavrilo Princip geschrieben, in dem er das Attentat und den Prozess beleuchtet. Wir haben ihn dazu interviewt.
    21 min
  • L.I.S.A. - Augenzeugen, Übersetzer, Zeitzeugen: Der Nahe Osten
    Unser Wissen über tagesaktuelles Geschehen in anderen Regionen der Welt ist vor allem von der Berichterstattung von Auslandskorrespondenten geprägt. So auch unsere Einschätzungen der Ereignisse und Entwicklungen im Nahen Osten, die sich aus Meldungen, Reportagen und Sachbüchern von Journalisten vor Ort speisen. Wer aber waren und sind die Korrespondenten und wie berichten sie über den Nahen Osten? Darüber diskutieren in der ersten Veranstaltung der Reihe "Augenzeugen, Übersetzer, Zeitzeugen: Deutsche Auslandskorrespondenten von den 1970er Jahren bis heute" Thomas Aders, ARD-Korrespondent in Kairo, und die Historikerin Prof. Dr. Ulrike Freitag vom Zentrum Moderner Orient in Berlin. Moderiert wird das Gespräch von den Organisatioren der Diskussionsreihe Prof. Dr. Johannes Paulmann und Dr. Bernhard Gißibl, beide Leibniz Institut für Europäische Geschichte in Mainz.
    Die Veranstaltung fand am 5. November 2014 im Tagungszentrum der VolkswagenStiftung Schloss Herrenhausen in Hannover statt.
    1 hr 44 min
  • L.I.S.A. - Herbst 1989. Was bleibt von der friedlichen Revolution?
    Der Fall der Berliner Mauer ist das Symbol für die Umbrüche, die 1989 das Ende der DDR einleiteten und die Landkarte Europas veränderten. Wie konnte die Opposition in der DDR innerhalb weniger Wochen im Herbst 1989 eine solche Kraft entfalten? Welchen Einfluss hatte sie auf die Politik und Gesellschaft im vereinten Deutschland? Und wie gehen wir nach 25 Jahren mit dem "Erbe" der Geschichte der DDR um?
    Diesen Fragen widmete sich am 2. November 2014 die Veranstaltung "Herbst 1989. Was bleibt von der friedlichen Revolution?" in Berlin. Marianne Birthler, ehemalige Beauftragte für die Stasiunterlagen, und der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk interpretieren die Ereignisse aus der Zeitzeugenperspektive. Es moderiert die Deutschlandfunk-Chefredakteurin Birgit Wentzien.
    1 hr 44 min
  • L.I.S.A. - "Der Wiener Kongress war kein Fanal der Restauration"
    Heute vor 200 Jahren ging der Wiener Kongress mit der förmlichen Aufnahme der Verhandlungen zwischen den großen Acht, zu denen England, Frankreich, Österreich, Preußen, Russland, Portugal, Schweden und Spanien zählten, erst richtig los. Da war er bereits fast zwei Monate alt und sollte noch bis in den Sommer des Folgejahres andauern. Eröffnet am 18. September 1814, verhandelten unter der Leitung des österreichischen Außenminister Fürst von Metternich die Abgesandten von insgesamt rund 200 europäischen Mächten aller Art über die Architektur des Kontinents nach den Napoleonischen Kriegen. Erst am 9. Juni 1815, nach vielen schwierigen Verhandlungen, die mehrmals zu scheitern drohten, konnte die Kongressakte unterzeichnet werden. Der Historiker Prof. Dr. Reinhard Stauber von der Universität Klagenfurt hat sich in einem umfassenden Froschungsprojekt die alten Verhandlungsprotokolle, darunter vieler bisher ungesichtete, vorgenommen und nach neuen Gesichtspunkten und Fragestellungen untersucht. Seine Ergebnisse sind in sein neues Buch eingegangen, über das wir mit ihm gesprochen haben.
    24 min
  • L.I.S.A. - "Von Science-to-Science zu Science-to-Public"
    Die Frage nach dem Nutzen ihrer Forschung ist Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswissenschaftlern nicht neu. Im Gegenteil: Der Druck, anwendungsbezogene bzw. ökonomisch verwertbare Ergebnisse zu liefern, wächst. In Österreich hat das Wissen- und Wirtschaftsministerium vier Wissenstransferzentren eingerichtet, deren Aufgabe es ist, die Erkenntnisse der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften (GSK) auf ihre gesellschaftliche Bedeutung und Anwendbarkeit zu untersuchen. Beteiligt an diesem Projekt ist auch der Sozialpsychologe MMag. Daniel Wutti von der Alpen-Adria-Universität in Klagenfurt. Wir haben ihm unsere Fragen gestellt.
    16 min
  • L.I.S.A. - Pest und Ebola - ein kulturgeschichtlicher Vergleich
    Beim Studium von mittelalterlichen Augenzeigenberichten über die Pest sind dem Mittelalter-Historiker Prof. Dr. Jan Keupp vom Exzellenzcluster "Religion und Politik" der Universität Münster Parallelen zur aktuellen Berichterstattung über die Ebola-Epidemie aufgefallen. Welche genau, das haben wir ihn in einem Telefonat gefragt.
    17 min
  • L.I.S.A. - Archäologie in Ägypten
    Vor einer Woche ist in Düsseldorf der Ägyptologe und Direktor des Archäologischen Instituts in Kairo, Prof. Dr. Stephan Seidlmayer, mit dem Gerda Henkel Preis 2014 ausgezeichnet worden. Damit würdigt die Gerda Henkel Stiftung Stephan Seidlmayers bisherige Forschungsleistung auf dem Gebiet der Altertumswissenschaften sowie sein Engagement für den kulturhistorischen Dialog zwischen Ägypten und Deutschland. Die L.I.S.A.Redaktion hatte vor der feierlichen Preisverleihung die Gelegenheit, mit Stephan Seidlmayer ein ausführliches Videointerview zu führen.
    44 min
  • L.I.S.A. - Kurt Landauer - der jüdische Präsident des FC Bayern
    Die ARD strahlte gestern den Film "Landauer - Der Präsident" aus. In gut 90 Minuten thematisiert der Film von Regisseur Hans Steinbichler die Rückkehr Kurt Landauers aus seinem Schweizer Exil. Zurück in seiner Heimat München versucht der frühere Spieler und Präsident des FC Bayern seinen geliebten Verein wieder aufzubauen und trifft dabei auf Widerstand. Dennoch gelingt es ihm, den Grundstein für die erfolgreiche Zukunft des FC Bayern München zu legen.
    Der Film basiert auf dem Buch Kurt Landauer. Der Mann, der den FC Bayern erfand. Eine Biografie von Dirk Kämper. Davor hat sich bereits Dietrich Schulze-Marmeling intensiv mit der jüdischen Vergangenheit des Vereins und insbesondere mit Kurt Landauer beschäftigt und seine Ergebnisse in seinem Buch Der FC Bayern und seine Juden. Aufstieg und Zerschlagung einer liberalen Fußballkultur veröffentlicht. Wir haben ihn am Telefon um eine Einschätzung des gestrigen Films gebeten.
    9 min

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