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  • eat.READ.sleep. – Ein Gespräch mit den Machern des NDR-Bücherpodcasts
    Die Aufregung in der Buchbranche war groß, als im Mai 2020 der NDR verkündete, dass die langjährige TV-Sendung »Bücherjournal« zum Jahresende aus Kostengründen abgesetzt werde. Obwohl es sich – wie leider üblich – um eine Sendung handelt, die sechsmal jährlich um Mitternacht ausgestrahlt wird, protestierten Kulturschaffende gegen die Einstellung. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk werde seinem Auftrag nicht gerecht.
    Dem widersprach NDR-Intendant Joachim Knuth. Es werde künftig keine Buchbesprechung weniger geben als bisher, das Gegenteil sei der Fall. Bücher und Buchbesprechungen werden auf andere Sendungen verlagert. Außerdem kündigte Knuth ab Sommer einen neuen Literatur- und Bücherpodcast an.
    Der Podcast »eat.READ.sleep. – Bücher für dich« startete im Juni 2020. Vierzehntägig, immer am Freitagnachmittag, gibt es eine neue Folge mit Lieblingsbüchern, Neuerscheinungen, Bestsellern und Literaturklassikern, die vorgestellt und besprochen werden. Aktuell ist im August Folge 5 online gegangen.
    Zuständig für den Podcast sind die Literatur- und Kulturredakteure Katharina Mahrenholtz, Daniel Kaiser und Jan Ehlert. Jeweils zwei von ihnen moderieren den Podcast. Zudem gibt es einen Gast und natürlich etwas zu essen. Das jeweilige Gericht hat dabei immer einen literarischen Bezug, sei es der Kartoffelsalat, den Hemingway in Paris von seinem ersten Honorar gekauft hat, oder Dosenpfirsich mit Kondensmilch aus den Mitternachtspartys der Hanni-und-Nanni-Bücher von Enid Blyton.
    Im Podcast des literaturcafe.de berichten Katharina Mahrenholtz, Daniel Kaiser und Jan Ehlert, wie der NDR-Bücherpodcast entstand. Keimzelle ist THINK RADIO, das »Audiolabor« des NDR, in dem auch der Podcast »Coronavirus-Update mit Christian Drosten« entwickelt wurde.
    »Es ist schon ein anderer, ein intimerer Sound, den so ein Podcast hat«, sagt Daniel Kaiser im Gespräch. Selbst den Zuhörern falle auf: »Oh, das klingt ja überhaupt nicht öffentlich-rechtlich!«
    Die Bandbreite der in eat.READ.sleep. besprochenen und empfohlenen – gelegentlich auch verrissenen – Bücher ist groß.
    Eine Rubrik des Podcasts ist die »Bestseller-Challenge«. In jeder Podcast-Folge wird aus den Top-20 ein Buch ausgelost, das bis zur nächsten Folge gelesen werden muss und das dann besprochen wird. In der fünften Folge zeigten sich Katharina Mahrenholtz und Daniel Kaiser absolut ratlos, wie solch ein langweiliges und bildungshuberisches Buch wie »Das Gewicht der Worte« von Pascal Mercier auf der Bestsellerliste landen kann. Oder wie schafft man es, als erwachsener Mann ein Buch wie »Sister of the Stars« von Marah Woolf zu lesen, das sich eher an 14-jährige Mädchen ohne große Leseansprüche richtet? Auch darüber wird im Podcast des literaturcafe.de gesprochen.
    Hören Sie die Podcast-Folge über den Player unten auf dieser Seite. Der Podcast ist zudem auf allen Portalen wie Apple iTunes, Spotify oder Deezer zu hören und zu abonnieren.
    41 min
  • Robert Seethaler: Der letzte Satz – Wenig mehr als Wikipedia
    In »Der letzte Satz« befinden wir uns mit dem Dirigenten und Komponisten Gustav Mahler (1860–1911) an Bord des Dampfers Amerika, der ihn und seine Frau und seine Tochter im Jahre 1911 von New York zurück nach Europa bringt. Es wird Mahlers letzte Konzertreise in die USA gewesen sein. Er leidet an einer bakteriellen Herzerkrankung und wird keine drei Monate mehr leben.
    Wolfgang Tischer rezensiert den neuen Roman von Robert Seethaler und in einer Presseschau blickt er auch in andere Medien und wie dort die Kritiken ausgefallen sind.
    Seethaler, Robert: Der letzte Satz: Roman. Gebundene Ausgabe. 2020. Hanser Berlin. ISBN/EAN: 9783446267886.
    30 min
  • Leif Randt: Allegro Pastell und Anna Katharina Hahn: Aus und davon - Lesen, hören, sehen
    Wird die Stille Zeit des Corona-Lockdowns die Literatur verändern. Wolfgang Tischer blickt auf zwei Romane, die unmittelbar davor spielen. Alles schon von gestern? Im Gegenteil. »Allegro Pastell« und »Aus und davon« sind Romane auf der Höhe der Zeit. Hart am Klischee und dennoch fest in der Wirklichkeit verankert.
    Leif Randt: Allegro Pastell – Die Ernsthaftigkeit von Game-Controllern
    Als »Germany’s next Lovestory« preist der Verlag Kiepenheuer & Witsch im Klappentext den Roman »Allegro Pastell« an. Eigentlich abschreckend, wäre das Buch nicht von Leif Randt. Bereits mit »Schimmernder Dunst über Coby County« bewies der Autor, dass er ein Meister der leichten Oberfläche ist. Seine Figuren wollen wirken. Alles soll lässig und leicht aussehen und lässt nur unscharf auf die Tiefen dahinter blicken. Randt schreibt hart an der Ironie. Dichter am Schein und Sein einer neuen Lebenswirklichkeit kann kein Text kommen. Dabei klingt schon das Setting wie ein abgegriffenes Klischee: eine Fernbeziehung zwischen einem Webdesigner im Maintal und einer erfolgreichen Debut-Schriftstellerin, die in Berlin lebt. Doch nie wurden in einem Roman Gamecontroller und die Vor- und Nachteile verschiedener Messenger-Dienste ernsthafter behandelt.
    Randt, Leif: Allegro Pastell: Roman. Gebundene Ausgabe. 2020. Kiepenheuer&Witsch. ISBN/EAN: 9783462053586
    Anna Katharina Hahn: Aus und davon – Der Stoff, aus dem die Puppen sind
    »Der Familienroman des 21. Jahrhunderts« übertitelt der Suhrkamp Verlag den Roman von Anna Katharina Hahn. Erzählt wir die Geschichte von vier Generationen ausschließlich aus der Sicht von Frauen und Kindern. Die Männer haben die Familie(n) verlassen und meinen, ihr Glück anderswo zu finden. Die Schauplätze sind der Stuttgarter Osten, Stuttgart-Hedelfingen und die USA. Schwäbischer Pietismus und Amish People. Obendrein wird die älteste Geschichte aus der Perspektive einer mit Linsen gefüllten Stoffpuppe erzählt. Auch das klingt nach Kitsch und auch Hahns Roman ist nahe dran, gelegentlich drüber. Doch wir sind nicht bei Droemer Knaur oder Goldmann und dieser Suhrkamp-Titel ist literarische Unterhaltung auf bestem Niveau. Kein Roman, der für längere Zeit im Gedächtnis bleiben wird – und dennoch die Lektüre wert.
    Hahn, Anna Katharina: Aus und davon: Roman. Gebundene Ausgabe. 2020. Suhrkamp Verlag. ISBN/EAN: 9783518429198
    Mit diesen beiden Buchbesprechungen und -empfehlungen wagen wir ein kleines Experiment. Sie können Wolfgang Tischers Kritik im Podcast des literaturcafe.de anhören. Gleichzeitig lief jedoch auch die Kamera mit, sodass man sich die Buchvorstellungen auch ansehen kann.
    Hören Sie die Podcast-Folge über den Player unten auf dieser Seite. Der Podcast ist zudem auf allen Portalen wie Apple iTunes, Spotify oder Deezer zu hören und zu abonnieren.
    Hier ist das Video: https://youtu.be/kluAiYVsW8k
    21 min
  • Bachmannpreis 2020 vergeben. Auf dem Weg zum Hotel. – Bachmannpreis-Podcast Tag 4
    Vor Ort in Klagenfurt unterhält sich Wolfgang Tischer zudem mit den beiden Bachmann-Moderatoren Julya Rabinowich und Christian Ankowitsch.
    Die 80-jährige Helga Schubert hat den Bachmannpreis 2020 mehr als verdient, war doch ihr Text über die Minuten nach dem Aufwachen der stärkste im diesjährigen Wettbewerb. Nachdem Helga Schubert bereits 1980 am Lesen teilnehmen wollte, die DDR ihr jedoch die Ausreise verweigerte, gewann sie den Preis nun 40 Jahre später. Das ist allein schon eine ergreifende Geschichte, und Helga Schubert war bei ihrer kurzen Dankesrede sichtlich gerührt.
    In dieser Podcast-Folge reden Andrea Diener und Wolfgang Tischer zunächst über die Shortlist, auf die die Jury am Sonntagmorgen die folgenden Autor:innen setzte: Laura Freudenthaler, Hanna Herbst, Lisa Krusche, Egon Christian Leitner, Helga Schubert, Matthias Senkel und Levin Westermann. Wer überraschte auf dieser Liste?
    Nur die Autor:innen auf der Shortlist haben Chancen auf die vier Jury-Preise. Obwohl das Abstimmungsverfahren im letzten Jahr auch nach Kritik des literaturcafe.de geändert wurde, können die Abstimmungen länger dauern. Nach der Stimmabgabe der Jury mussten auch in diesem Jahr oftmals Stichwahlen zwischen den Zweit- und Drittplatzierten vorgenommen werden, deren Gewinner dann nochmals gegen den oder die Stimmmeiste antreten mussten.
    Da bei jedem der vier Preise erneut abgestimmt wird, traf es diesmal Laura Freudenthaler, die bei den ersten drei Jury-Preisen zwar immer zur engeren Wahl stand, aber die dann doch immer unterlag. Sie gewann am Ende den 3sat-Preis.
    Der Deutschlandfunk-Preis - quasi Platz 2 – ging an Lisa Krusche, den 3. Platz (Kelag-Preis) erhielt Egon Christian Leitner. Der Publikumspreis schließlich ging an Lydia Haider, die offenbar mehr Online-Fans mobilisieren konnte, als die ebenfalls Follower-starke Hanna Herbst.
    Interessant ist auch, dass Matthias Senkel – wie berichtet – in Klagenfurt zum zweiten Mal las. Nun landete er auch zum zweiten Mal auf der Shortlist, ging aber erneut ohne Preis nach Hause. Wobei: Dort war er ja schon, da in diesem Jahr kein Autor und keine Autorin in Klagenfurt war.
    Vor Ort im ORF-Studio war jedoch Moderator Christian Ankowitsch, den Wolfgang Tischer in dieser Podcastfolge hörbar auf dem Weg vom ORF-Studio zurück ins Hotel begleitet – fast mit einer Motorrad-Eskorte.
    Außerdem in dieser Podcast-Folge zu hören: Ein Gespräch mit der Autorin Julya Rabinowich, die im Jahre 2011 selbst beim Bachmannpreis gelesen hatte und in diesem Jahr ihre Premiere als Kommentatorin und »Außenreporterin« feierte. Wie es dazu kam und wie sie diese neue Rolle empfand, das erzählt sie im Podcast.
    Obwohl der »Bachmannpreis spezial« eine überaus gelungene Sache war und dem ORF für die technische Umsetzung ein großes Lob auszusprechen ist, hoffen wir auf ein persönliches Wiedersehen in Klagenfurt vom 16. bis 20. Juni 2021.
    Bleiben Sie dem Podcast des literaturcafe.de gewogen und lassen Sie ihn abonniert. Nach dem täglichen Bachmannpreis-Podcast wird es demnächst weitere Folgen in größeren Abständen geben.
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    1 hr
  • Vier Lesungen, eine Frage, fünf Prognosen – Bachmannpreis-Podcast Tag 3
    Am dritten und letzten Tag des Bachmann-Wettbewerbs lasen Lydia Haider, Laura Freudenthaler, Katja Schönherr und Meral Kureyshi, dessen Lesungen und Jury-Diskussionen im Podcast analysiert werden.
    Außerdem stellt Doris Brockmann mit Blick auf den gestrigen Tag noch die Frage: War der Text von Levin Westermann überhaupt ein Prosatext?
    Zudem wurde in der Mittagspause des dritten Tages nochmals mehr als deutlich, wie notwendig und wichtig die Eröffnungsrede von Sharon Dodua Otoo gewesen ist.
    Wer übrigens mehr von Doris Brockmann lesen möchte, dem sei ihr gerade neu erschienener Roman »Tuppek am seidenen Faden« empfohlen. Eine Würdigung dieses Textes findet sich im literaturcafe.de.
    Wer also wird am Sonntag die fünf Preise gewinnen. Neben dem mit 25.000 Euro dotierten Bachmannpreis, wird noch der Deutschlandfunk-Preis (12.500 Euro), der KELAG-Preis (10.000 Euro) und der 3sat-Preis (7.500 Euro) von der Jury per Abstimmung vergeben. Außerdem – vom Publikum per Online-Voting – vergeben, gibt es noch den BKS Bank-Publikumspreis, dotiert mit 7.000 Euro und dem Stadtschreiberstipendium der Stadt Klagenfurt im kommenden Jahr.
    Doris Brockmann, Andrea Diener und Wolfgang Tischer geben ihre Prognosen ab.
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    1 hr 15 min
  • Der Winkels-Move und Juror Klaus Kastberger im Gespräch – Bachmannpreis-Podcast Tag 2
    Andrea Diener und Wolfgang Tischer sprechen über die Lesungen des zweiten Tages beim Bachmannpreis 2020. Viel Gutes war dabei. Außerdem ist in dieser Folge des Bachmannpreis-Podcasts ein Gespräch mit Juror Klaus Kastberger zu hören. Bewertet man Texte anders aus der Ferne? Und was hält Klaus Kastberger vom Verhalten seines Neu-Kollegen Philipp Tingler?
    Gleich zwei Autorinnen, die vorab medial mehr beachtet wurden, lasen am Anfang des zweiten Tages: Helga Schubert, die 1980 bereits als Autorin teilnehmen wollte, der die DDR aber seinerzeit die Ausreise verweigerte. Dafür gehörte sie von 1987 bis 1990 der Bachmannpreis-Jury an - und jetzt ist sie im Alter von 80 Jahren endlich als Autorin mit dabei.
    Dann folgte die Lesung von Hanna Herbst, die stellvertretende Leiterin von Vice Austria war und im Herbst ins Redaktionsteam der neuen Sendung von Jan Böhmermann im ZDF-Hauptprogramm wechseln wird.
    Außerdem sprechen Andrea Diener und Wolfgang Tischer über die Lesungen und Jury-Diskussionen von Egon Christian Leitner, Matthias Senkel und Levin Westermann.
    Matthias Senkel las bereits 2012 schon einmal beim Bachmann-Wettbewerb. Er gelangte damals auf die Shortlist, erhielt jedoch keinen der Preise. Alle Tweets von Wolfgang Tischer zu Senkels Lesung von vor acht Jahren können im literaturcafe.de noch nachgelesen werden.
    Das Zusammentreffen des Zufalls: Die beiden ersten Autorinnen des zweiten Tages waren von Insa Wilke eingeladen, die beiden letzten Lesenden des zweiten Tages von Hubert Winkels.
    Am Ende dieser Podcast-Folge spricht Wolfgang Tischer mit Juror Klaus Kastberger, der von seiner Wohnung in Graz aus juriert. Das hat für ihn, wie er im Gespräch erwähnt, durchaus Vorteile.
    Und am Schluss noch der Link zum Twitter-Account von Clemens Setz, der im letzten Jahr die Eröffnungsrede beim Bachmannpreis gehalten hat. Inspiriert vom Text von Levin Westermann begann Setz zu reimen. Leider sind diese Tweets nicht in ihrem Zusammenhang verlinkbar, daher hier all seine Tweets vom 19. Juni 2020. Die Gedichte sind jedoch optisch nicht zu übersehen.
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    1 hr 20 min
  • Brigitte Schwens-Harrant über ihren ersten Tag als Jurorin – Bachmannpreis-Podcast Tag 1
    Neben einem Blick auf die ersten fünf Lesungen gibt es in dieser Podcastfolge drei Interviews zu hören. Marianne Fischer von der Kleinen Zeitung schildert die Entwicklungen vor Ort. Was fehlt Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz in diesem Jahr am meisten? Und wie hat Jurorin Brigitte Schwens-Harrant den ersten Lesetag erlebt?
    Noch am Morgen vor Beginn der Lesungen traf sich Wolfgang Tischer am Klagenfurter Lendhafen mit Marianne Fischer. Sie leitet das Kulturressort der Kleinen Zeitung in Kärnten, die stets sehr ausführlich über die Tage der deutschsprachigen Literatur berichtet. Doch wie sieht es in diesem Jahr aus? Marianne Fischer berichtet zudem, wie unerwartet die Kehrtwende für viele Beteiligte kam und der Bachmannpreis in diesem Jahr plötzlich nach der Absage doch noch realisiert wurde.
    Andrea Diener und Wolfgang Tischer besprechen anschließend die ersten Lesungen und Jurydiskussionen der Texte von Jasmin Ramadan, Lisa Krusche und Leonhard Hieronymi.
    Eine (fast) unkomplizierte Jury-Diskussion
    Anders als man nach der Eröffnung vom Vortag hätte vermuten können, verlief die Jurydiskussion per Live-Schaltungen recht unkompliziert – mit einer eher nicht technisch bedingten Ausnahme.
    In der virtuellen Podcast-Mittagspause ist das Interview mit Klagenfurts Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz zu hören, die in der Stadt auch für das Kulturreferat verantwortlich ist. Die Stadt Klagenfurt stiftet den Hauptpreis, den Bachmannpreis, mit 25.000 Euro. Was vermisst die Bürgermeisterin heuer am meisten? Wie wirkt sich die Verlagerung ins Digitale auf die Stadt aus? Frau Mathiaschitz betont mehrfach, dass die diesjährige Lösung eine Ausnahme bleiben muss.
    Sodann der Blick auf die beiden Lesungen des Nachmittags von Carolina Schutti und Jörg Piringer. Letzterer im übrigen Gründungsmitglied des Wiener Gemüseorchesters.
    Das Gemüseorchester - Le massacre du printemps
    Zum Abschluss dieser Podcast-Folge freuen wir uns besonders, dass Neu-Jurorin Brigitte Schwens-Harrant noch Zeit für ein Telefoninterview hatte. Sie berichtet, wie sie den ersten Lesetag in der Österreichischen Gesellschaft für Literatur erlebt hat, von wo aus sie zugeschaltet ist. Wie hat sie »ihre« beiden Autorinnen ausgewählt und muss man sich im Stream die Redezeit erkämpfen?
    1 hr 16 min
  • Die Macht der Hintergründe - Der Bachmannpreis-Podcast zur Eröffnung
    Der »Bachmannpreis spezial 2020« ist eröffnet und ab morgen wird gelesen. Viel wurde bei der Eröffnung über das Digitale und die Distanz zum Text gesprochen, was sich auf die Jury-Bewertung auswirken könnte. Doch schon jetzt besteht die Angst, dass an den kommenden Tagen mehr über Hintergründe und Pflanzendeko gesprochen wird als über Literatur.
    Dort stand sie bei der Eröffnung auf dem Holzpult des Moderators Christian Ankowitsch: eine kleine Pflanze. Brunnenkresse? Bubikopf? Farn? Das Gewächs sorgte für Erheiterung bei Twitter.
    Dunkel war das Studio. Alles sah ein wenig traurig aus, das erwähnte Holzpult erinnerte stellenweise an einen Sargdeckel. Assoziationen mit der Fernsehsendung X-Factor kamen auf.
    Und obwohl der ORF eine professionelle Optik versprochen hatte, sahen die zugeschalteten Jurorinnen und Autoren dann doch aus wie die Arbeitskollegen aus der Buchhaltung im Zoom-Chat: Bücherwände und Pflanzen, subtile Anspielungen (1. FC Köln bei Michael Wiederstein?) und Kunst im Hintergrund.
    Es steht zu befürchten, dass die Fragen: Wer hat was warum im Hintergrund und was sagt das über die jeweilige Jurorin und den jeweiligen Juror aus? etwas zu sehr von der Textdiskussion ablenken könnte.
    Man wird es ab morgen 10 Uhr sehen, denn da wird gelesen bzw. es werden die vorab aufgenommenen Lesungen eingespielt und dann live aus der Ferne von der Jury diskutiert.
    In der ersten Podcast-Folge aus Klagenfurt reden Andrea Diener und Wolfgang Tischer über den Eröffnungsabend, die Auslosung der Lesereihenfolge und die Klagenfurter Rede zur Literatur von Sharon Dodua Otoo. Wolfgang Tischer berichtet zudem, wie es in Österreich und Klagenfurt so ausschaut.
    Eine Erkenntnis: Corona scheint in Österreich keine Rolle mehr zu spielen.
    Hören Sie die vollständige Podcast-Folge über den Player unten auf dieser Seite. Der Podcast ist zudem auf allen Portalen wie Apple iTunes, Spotify oder Deezer zu hören und zu abonnieren.
    38 min
  • Direkt aus Klagenfurt: Der Bachmannpreis-Podcast spezial des literaturcafe.de
    Zum Bachmannpreis spezial gibt es vom 18. bis 21. Juni 2020 wieder den täglichen Bachmannpreis-Podcast spezial des literaturcafe.de zu hören. In diesem Jahr werden zwar keine Juroren und Autoren vor Ort in Klagenfurt sein – wohl aber das literaturcafe.de. In der ersten Podcast-Folge erläutern Andrea Diener und Wolfgang Tischer, was bisher geschah und demnächst am Wörthersee geschehen wird.
    Ende März 2020 wurde er zunächst für dieses Jahr abgesagt: der Bachmannpreis 2020. Zu hoch das Corona-Risiko und die Reisebeschränkungen nicht absehbar. Doch nach Protesten von Jury und Fans, machte sich der ORF an die Umsetzung einer digitalen Spezialversion dieser wichtigen Literaturveranstaltung.
    Und nun findet der Bachmannpreis 2020 dennoch statt – mit beeindruckendem technischen Aufwand. Der ORF hat Kameras und Mikros in den Wohnungen und Büros der sieben Jurorinnen und Juroren installiert, um die Skype-Optik und -Akustik zu vermeiden. Die Lesungen der 14 Autorinnen wurden vorab mit jeweils drei Kameras aufgezeichnet und werden live geschnitten.
    Vor Ort im Landesstudio Kärnten werden nur Moderator Christian Ankowitsch und seine Co-Moderatoren Julya Rabinowich und Heinz Sichrovsky sein.
    Wie in den Jahren zuvor wird der Wettbewerb auf 3sat und per Webstream übertragen.
    Und auch Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de wird nach Klagenfurt reisen, obwohl es dort merklich ruhiger sein wird. Kein Publikum bei den Lesungen, keine Eröffnungsveranstaltung – aber Public Viewing am Lendhafen mit Sommerliegen auf Abstand.
    Zusammen mit Andrea Diener, die den Bewerb von Frankfurt aus verfolgt, wird Wolfgang Tischer die Lesungen im täglichen Podcast des literaturcafe.de kommentieren, der wieder zum Bachmannpreis-Podcast wird.
    In der ersten Folge sprechen die beiden jedoch zunächst über den F.A.Z.-Bücherpodcast, den Andrea Diener zusammen mit ihrem Kollegen Fridtjof Küchemann moderiert. Andrea Diener berichtet, wir es dazu kam, dass die Frankfurter Allgemeine Zeitung seit der letzten Buchmesse einen eigenen Bücherpodcast hat.
    Besonders empfohlen sei auch die aktuelle Sonderfolge. Monika Kunz, die langjährige Sekretärin von Marcel Reich-Ranicki, berichtet über die Zusammenarbeit mit ihrem damaligen Chef.
    Anschließend lassen Andrea Diener und Wolfgang Tischer nochmals das Auf und Ab bzw. das Nicht- und Doch-Stattfinden des diesjährigen Bachmannpreises Revue passieren. Den erwähnten offenen Brief der Jury gegen die Absage kann man hier im literaturcafe.de nachlesen, ebenso das Interview mit Neu-Jurorin Brigitte Schwens-Harrant.
    Dann geht es um die Eröffnung mit der Klagenfurter Rede zur Literatur, die in diesem Jahr Sharon Dodua Otoo halten wird, und um die Auslosung der Lesereihenfolge.
    Andrea Diener wirft einen Blick auf die 14 lesenden Autorinnen und Autoren und empfiehlt besonders das Vorstellungsvideo von Hanna Herbst.
    Auch die neuen und alten Köpfe in der Jury werden besprochen. Neben Brigitte Schwens-Harrant ist auch Philipp Tingler neu mit dabei. Tingler hat vor einigen Jahren bereits als Autor am Wettbewerb teilgenommen und lästerte über den Bewerb – da war er jedoch noch nicht als Juror nominiert.
    Hören Sie zur Einführung die vollständige Podcast-Folge über den Player unten auf dieser Seite. Der Podcast ist zudem auf allen Portalen wie Apple iTunes, Spotify oder Deezer zu hören und zu abonnieren.
    Das nächste Mal melden sich Diener und Tischer nach der Eröffnung am 17. Juni 2020 wieder – dann zu 50 Prozent aus Klagenfurt.
    48 min

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